Logo Logo
///  >

Anzeige-horizontalSponsored Workshop : V-Log L korrekt belichten: Panasonic AG-DVX200

von Mo, 2.November 2015


Die Panasonic AG-DVX200 stellt im aktuellen Camcorderumfeld ein einzigartiges Tool dar, denn sie kombiniert einen großen M43-Sensor mit einer festen, stabilisierten Zoomoptik (inkl. ND-Filter) für unkomplizierte Event- und ENG-Einsätze, zeichnet 4K, HD und SD mit bis zu 200 Mbit/s auf günstige SD-Karten auf (extern 10 Bit) und bringt neben High Speed Aufnahmen bis 120 fps und einer gewohnt zuverlässigen Camcorder-Bedienung auch noch V-Log L mit.

Panasonic AG-DVX200



Letzteres fordert für zuverlässig gute Bilder etwas Einarbeitung – im Folgenden die wichtigsten Infos, wie man Panasonic V-Log L korrekt belichtet am Beispiel der Panasonic DVX200, aber ebenso anwendbar auf die GH4 und selbst auf die VARICAM 35.

Vorab ein Beispielsvideo mit V-Log L und unters. Grades im Vergleich :



Und hier die 4K-Version auf YouTube

Die V-Log L-Funktion stammt von der Panasonic Varicam 35 und ermöglicht neben den erweiterten Spielräumen in der Nachbearbeitung - insbesondere in externen 10 Bit Aufnahmen - ein perfektes Matching zwischen allen V-Log L-fähigen Panasonic-Kameras. V-Log von Panasonic ist umfassend dokumentiert und verfügt über eine robuste 3D-LUT, die eine weitreichende Implementierung in den gebräuchlichsten Postproduktionsumgebungen ermöglicht.


Wie nahe V-Log L und V-Log beieinander liegen, zeigt sich u.a. im gleichen Referenzwert für die Belichtung von 18% grau. Ein Blick auf die Gamma-Kurve zeigt bei beiden V-Log-Funktionen einen IRE Wert von 42%. Entsprechend sollte bei Produktionen, bei denen es um das genaue Einhalten der V-Log-Spezifikationen geht, auf Graukarte mit einem Waveform-Pegel von 42% belichtet werden – auf der 10 Bit Scala entspricht dies einem Wert von 433.

V-Log und V-Log L Gamma-Kurve



Eine genaue Belichtung von Log-Material ist aus vielerlei Gründen wichtig: Zum einen entfalten LUTs ihre volle Wirkung vor allem auf korrekt belichtetem Material und zum anderen verschenkt eine falsche Belichtung von LOG-Material in Schatten und/oder Highlightbereichen wichtige Spielräume bei der Farbkorrektur was in ungünstigen Fällen zu geclippten Lichtern oder verrauschten Schattenbereichen nach der Farbkorrektur oder der Bearbeitung mit einer LUT führen kann.

Werfen wir einen kurzen Blick auf unser obiges Beispielvideo, das im Studio bei 3.200 K Kunstlicht mit 4K/25p in V-Log L in 10 Bit mit einem externen Recorder aufgenommen wurde.

Beim Intro-Shot ist die 18% Graukarte zu sehen. Ein Blick auf den Waveform-Monitor zeigt, dass die Belichtung des 18% reflektierende Grau hier bei 42% IRE bzw. 433 beim 10-Bit Value liegt:



Wer keine Graukarte zur Verfügung hat, findet hier eine Übersicht über weitere Input Reflections für konforme V-Log Belichtung. Entsprechend kann auch auf Weiß (90%) mit einem IRE-Wert im Waveform von 61% belichtet werden.



Bildmaterial, das mit einer LOG-Gammafunktion aufgenommen wird, kann auf Grund des reduzierten Kontrastes eine Herausforderung bei der Beurteilung von Schärfe und Belichtung darstellen. Um auch hier eine optimale Bildbeurteilung zu ermöglichen, stellt die DVX200 sowohl eine bei Bedarf schnell aktivierbare kamerainterne LUT (Log View Assist) als auch einen reaktiven Waveform-Monitor zur Verfügung. Im Verbund lässt sich hiermit V-Log L präzise und spezifikationsgerecht belichten.



Wir empfehlen die Log View Assist Funktion auf einen der 12 (!) programmierbaren Funktionsbuttons zu legen. Da der Waveform-Monitor der DVX200 die jeweils im Display aktive Gamma-Kurve wiedergibt, lässt sich via Aufruf der Log View Assist Funktion bei aktiviertem V-Log L Recording blitzschnell die Belichtung hinsichtlich Highligt- und Schattenbereiche checken – auch wenn mal keine Grau- oder 90% Weißkarte zur Verfügung stehen.

Panasonic AG-DVX200 im Gimbal im Studio



Wichtig beim Dreh mit Graukarte ist zu beachten, dass die Waveform-Messung mit ihrem Referenzwert von 42% IRE bei 18% grau tatsächlich auch auf das V-Log-Bild und nicht auf eine LUT erfolgt. Wurde eine LUT als Assist-Funktion bei der Bildbeurteilung kameraintern oder an einem externen Monitor aufgerufen, verändern sich natürlich die entsprechenden Belichtungsreferenzwerte.

Panasonic AG-DVX200 mit externem Recorder für 10-Bit Aufnahme



Waveform-Monitoring stellt bei der Kameraarbeit mit LOG-Funktionen eine klare Empfehlung dar.

Soweit der erste Teil zum Thema DVX200 und korrekte V-Log L Belichtung. Hier geht es zum zweiten Teil, der sich um die Postproduktion von V-Log L Material dreht.

Das Team ... Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Line und Ricarda:

Konzept, Regie, Schnitt:....................................Rob (slashCAM)
Kamera: ............................................................Line Kühl & Rob
Model:................................................................Ricarda

Dank auch an Tectum Filmgeräteverleih für ihr gut ausgestattetes Studio und an HD Videoshop für den Ronin Gimbal.

Die Sponsored Workshops werden mit freundlicher Unterstützung von ausgewählten Fachhändlern, Distributoren oder Herstellern produziert (hier: Panasonic). Der Fokus liegt auf der Funktion der Produktes. Eine Wertung mit Fazit wie bei unseren Tests gibt es nicht (weil: gesponsored).



  


Weitere Artikel:


Sponsored Workshop: Panasonic AG-DVX200 V-Log L in der Postproduktion Mo, 7.Dezember 2015
Im zweiten Teil unseres Panasonic AG-DVX200 V-Log L Workshops wollen wir uns mit der Postproduktion von V-Log L Material befassen: Wie installiert man die VariCam 35 V-Log Lut in Resolve und Premiere? Welche Wege bieten sich beim V-Log L Grading in DaVinci Resolve an und worauf sollte man bei der Farbkorrektur besonders achten?
Test: Der Sensor der Sony A1 - Rolling Shutter und Debayering Fr, 7.Mai 2021
Nach Canon mit der R5 versucht nun auch Sony 8K-Video im DSLM-Format interessierten Nutzern schmackhaft zu machen. Wir haben schon mal einen Blick auf die Fähigkeiten des A1-Sensors geworfen...
Test: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro in der Praxis - lohnendes Update? Fr, 19.März 2021
Blackmagic Design hat seiner erfolgreichen Pocket Cinema Camera 6K ein Update spendiert. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen ein optionaler OLED-Viewfinder, integrierte ND-Filter, ein jetzt klappbares Display und ein neuer Batterie-Griff. Wir haben uns die neue Pocket Cinema Camera 6K Pro in der Praxis angeschaut und wollen die Frage klären: Lohnt sich das Update auf die 6K Pro?
Test: Der Sensor der Sony FX3 - Rolling Shutter und Debayering Di, 23.Februar 2021
Die Nähe der Sony FX3 zur Alpha 7SIII ist ja kein Geheimnis. Dennoch wollten wir natürlich wissen, ob sich an der Bildqualität gegenüber der Consumer-Schwester Unterschiede entdecken lassen...
Test: Wie gut ist Canons Speedbooster EF-EOS R 0.71x an der EOS C70? Mo, 18.Januar 2021
Test: Der Sensor der Canon EOS C70 - Rolling Shutter und Debayering Do, 17.Dezember 2020
Test: Sony Cinema Line FX6 - 4K Sensor Qualität inkl. Dynamik und Rolling Shutter Mo, 14.Dezember 2020
Test: Blackmagic Ursa Mini Pro 12K - wie schlägt sich das „Auflösungsmonster“ in der Praxis? Di, 8.Dezember 2020
Grundlagen: Wann hat eine Kamera (bei slashCAM) sehr gute Bildqualität? Di, 2.Juni 2020
Test: Canon EOS C300 Mark III in der Praxis: Hauttöne, 10 und 12 Bit (internes) RAW und 10 Bit XF-AVC LOG Recording …. Teil 1 Do, 7.Mai 2020
Test: Canon EOS C300 Mark III - Neue S35 Referenz in der 4K-Signalverarbeitung? Mi, 6.Mai 2020
Test: Panasonic EVA1 5,7K RAW mit dem Blackmagic Video Assist 12G HDR Fr, 3.April 2020


[nach oben]


[nach oben]















Artikel-Übersicht



Artikel-Kategorien:

Specialsschraeg
1. April - 30. September / Düsseldorf
Young Film Lab
19-30. Juni / Düsseldorf
24h to take
1-10. Juli / München
Filmfest München
14-18. Juli / Ludwigsburg
NaturVision Filmfestival
alle Termine und Einreichfristen


update am 21.Juni 2021 - 16:21
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*