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Scoop : HD(V)-Hardwaretrends in der Videobearbeitung

von Sa, 15.Oktober 2005 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

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Doch es müssen nicht immer die Hauptprozessoren sein, die bei der Effektberechnung die ganze Arbeit erledigen. Schon seit längerem findet man in vielen Videoschnittprogrammen sogenannte GPU-Effekte. Solche Effekte werden auf dem Prozessor der Grafikkarte berechnet, der ja eigentlich für solche Aufgaben optimiert wurde. Denn liegt ein Videoframe einmal im Grafikspeicher, so können dort spezielle Videoeffekte bis zu 50 Mal schneller berechnet werden als im Hauptprozessor. Allerdings gibt es dabei auch ein Problem: Der Weg zur Grafikkarte über den AGP-Port ist eine Einbahnstrasse: Zwar können Videodaten sehr schnell über diesen Port auf der Grafikkarte landen. Sind die Effekte dort jedoch einmal berechnet, kann man diese nur sehr langsam auslesen. Dies ändert sich jedoch durch den neuen PCI-Express-Steckplatz (nicht zu verwechseln mit PCI-X), der auch ein schnelles Rückschreiben ermöglicht. Auf modernen Systemen mit PCI-Express-Grafikkarte sollten GPU-Effekte daher spürbar schneller sein, als „normale“ Videoeffekte.
Programme wie Apples Motion oder Jahshaka unter Linux machen bereits exzessiven Gebrauch von diesen GPU-Effekten. Apple hat sogar die neuen Grafikroutinen für Videoeffekte (CoreImage) von Mac OSX 10.4 (Tiger) komplett an diese Technologie angepasst.

Bei Motion nutzt auch Apple zur Effekt-Beschleunigung bereits die Grafikkarte.



Einen radikalen Schritt weiter geht jedoch die Firma Tenomichi (www.tenomichi.com) mit Ihrem Programm 3D-Edit. Denn bei diesem Programm werden nicht nur die Effekte auf der Grafikkarte erzeugt, sondern das gesamte Programm läuft direkt auf der Grafikkarte. Dadurch ist die Anzahl der Videospuren nicht mehr von Hauptprozessor abhängig, sondern nur noch vom Grafikkartenmodell. Unterstützt werden dabei hauptsächlich aktuelle DirectX9-Karten von ATI und Nvidia. Matrox bleibt leider außen vor. In einer angekündigten Profiversion sollen bis zu 5 HD-Ströme mit (fast) beliebig vielen Grafiklayern kombinierbar sein. Die Bedienung des Programms ist allerdings noch etwas gewöhnungsbedurftig. Es jedoch nicht undenkbar, dass findige Programmierer eines Tages eine ähnliche Technik als Plugin-Engine für ein gängiges Schnittprogramm anbieten.

Videoschnitt direkt auf der Grafikkarte: Mit 3D-Edit von Tenomichi schon heute möglich.




Was bringt´s? / Gitter statt Gatter
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[1 Leserkommentar] [Kommentar schreiben]   Letzter Kommentar:
sysfried    12:11 am 19.10.2005
Super Artikel, doch was meiner Meinung nach fehlt ist der Hinweis, das hier AMD Systeme deutliche Vorteile haben. Dual Core Athlons haben durch den eingebauten Memorycontroller...weiterlesen
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