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Ratgeber : Monitore für den Videoschnitt -- worauf achten beim Kauf

von Di, 18.Oktober 2016 | 6 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Allgemeine Monitoreigenschaften
  Ergonomie
  Das Bildschirm-Panel
  10-Bit-Farbverarbeitung
  Hintergrundbeleuchtung
  Bildschirmgröße und Pixeldichte
  Ausstattung
  Vorschau
  Fazit



Hintergrundbeleuchtung



Die Art der Hintergrundbeleuchtung (weiße LEDs, GBr-LEDs) entscheidet zunächst einmal über die Größe des darstellbaren Farbraums. Monitore mit Standard-Farbraum besitzen ein Farbraum-Volumen von 72 Prozent NTSC und können quantitativ einen Großteil der Arbeitfarbräume abbilden, etwa sRGB (Web), Rec.709 (PAL, HDTV), SMPTE-C (NTSC), EBU (PAL, SDTV) – hier kommen pseudoweiße LEDs zum Einsatz (Blaue LEDs mit gelbem Phosphor erzeugen weißes Licht).

Monitore mit erweitertem Farbraum (ca. 100+ Prozent NTSC) können dann zum Teil auch DCI (Digitales Kino) und AdobeRGB vollständig abbilden. Hier kommen grüne und blaue LEDs mit zusätzlichem roten Phosphor (GBr) zum Einsatz. Den Farbraum der Rec.2020, der für 4K und UHD relevant ist, besitzt ein Volumen von etwa 133 Prozent NTSC und kann derzeit von noch keinem Bildschirm vollumfänglich dargestellt werden – Ausnahmen sind professionelle Videokontrollmonitore mit OLED-Paneln im Preisbereich eines Mitteklassewagens. Mehr zu den unterschiedlichen Farbräumen in unserem Grundlagenartikel Die Rec.709/Rec.2020/sRGB/AdobeRGB/DCI P3/ACES-Farbräume und was sie für den Filmer bedeuten.

Ob ein Bildschirm den gewünschten Arbeitsfarbraum auch qualitativ abdeckt, hängt von der Genauigkeit der Werkskalibration, den einzelnen über das OSD (On Screen Display) erreichbaren Bildvoreinstellungen und der prinzipiellen Kalibrierbarkeit (per Software oder über die Monitor-Hardware) ab.

Darüber hinaus wird die Hintergrundbeleuchtung nach ihrer Bauart unterschieden. Während die direkte LED-Hintergrundbeleuchtung bei Highend-TVs zum guten Ton gehört, verwenden fast alle Monitore die sog. Edge-LED-Hintergrundbeleuchtung. Letztere befindet sich nur an den Seiten, ist preiswerter und ermöglichen sehr schlanke Bauformen. Der Vorteil einer zonenweisen Backlightanpassung zur Kontrasterhöhung bei direkten Backlights ist bei Monitoren nicht notwendig. Beide Backlightarten haben grundsätzlich mit Helligkeitsschwankungen zu kämpfen, die sich in einer zum Teil recht inhomogenen Ausleuchtung des Panels widerspiegelt. Hier spielt die Art der Lichtleiterfolien und vor allem die Fertigungsgenauigkeit eine große Rolle. Je teurer das Panel, desto besser in der Regel die Ausleuchtung.

Das Bildschirm-Panel / 10-Bit-Farbverarbeitung
Bildschirmgröße und Pixeldichte


6 Seiten:
Einleitung / Allgemeine Monitoreigenschaften / Ergonomie
Das Bildschirm-Panel / 10-Bit-Farbverarbeitung
Hintergrundbeleuchtung
Bildschirmgröße und Pixeldichte
Ausstattung / Vorschau
Fazit
  

[13 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
CameraRick    11:37 am 28.10.2016
Was macht denn das 21:9 Display flexibler als ein einziges Display, was horizontal die gleiche (oder gar höhrere) Auflösung hat, aber auch mehr Raum in der Vertikalen? 21:9 kann...weiterlesen
pixelschubser2006    10:27 am 28.10.2016
Ich kann nur sagen, daß ich 21:9-Monitore als PC-Bildschirm am Schnittplatz für ideal halte. Sie sind eine sehr gute Alternative zu zwei einzelnen Monitoren. Wobei mich weniger...weiterlesen
marty_mc    10:20 am 27.10.2016
Fernseher für Videomaterial zu nehmen ist schon sinnvoll. ABER wenn ich nur einen 27" Bildschirm brauche und 4K sehen möchte, was mache ich da? Da bleibt einem doch nur ein...weiterlesen
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