... starten wir mit dem neuen Layout:
1. Farbmodus: Ein eigener Farbkorrektur-Raum in Premiere mit exzellentem Layout
Mit dem neuen Farbmodus hat Adobe einen eigenen Farbkorrektur-Raum in Premiere geschaffen, dessen Layout einzig für Farbkorrekturaufgaben entwickelt wurde. Im Vergleich zum bisherigen Lumetri-Fenster, das sich quasi als Zusatz seitlich im Bearbeitungs-Layout öffnet, steht im neuen Farbmodus die gesamte Bildschirmfläche ausschließlich für die Farbkorrektur zur Verfügung.
Dieses neue Farbkorrektur-Only-Layout zieht eine ganze Reihe an positiven Folgen nach sich: Sowohl das visuelle Feedback als auch die Kontrolle bewegen sich auf hohem Niveau. Dadurch ergibt sich – insbesondere für mobile Laptop-Nutzer*innen – ein erfreulich aufgeräumter Farbkorrektur-Workflow mit einer modernen Anmutung und einer visuellen Konzentration auf das Wesentliche.

Zentral findet sich hier der Farbmonitor mit den darunter liegenden Farbeinstellungen, der seitlich (oder auf Wunsch horizontal) von den im Projekt genutzten Clips (Clip-Raster) flankiert wird. Diese lassen sich als minimiertes Grid für eine schnelle Gesamtübersicht oder als größere Thumbnails anzeigen, alle Bildgrößen sind skalierbar. Horizontal am unteren Bildrand finden sich die einzelnen Parameter für die diversen Farbkorrektur-Anpassungen (Kontrast, Belichtung, Temperatur, Balance, Sättigung etc.). Und links noch die schmale, bekannte Symbolleiste mit Shortcuts zu Tools wie Masken, Text etc.
Bereits auf den ersten Blick wird bei diesem Layout deutlich, dass der Fokus hier vor allem auf visuellem Arbeiten und weniger auf technischen Parametern liegt – womit wir beim nächsten Punkt wären ...
... starten wir mit dem neuen Layout:
2. Doppelte visuelle Kontrolle Dank Head-Up-Displays
Farbkorrektur erfordert sowohl technische, als auch individuell-künstlerische Entscheidungen. Für den technischen Part sind diverse Monitoring-Tools wie Waveform, Vektorskop, etc. entscheidend, für den künstlerischen Teil hingegen einfach zu bedienende Kontrollelemente und eine möglichst große, reaktive Ansicht inklusive guter Vergleichsmöglichkeiten zu bereits vorhandenen Grades. Und all dies stellt der neue Farbmodus in Premiere zur Verfügung:
Um eine neue Farbkorrektur anzulegen, klickt man einfach auf das Plus- Symbol unterhalb des Viewers – entweder links für einen individuellen Clip oder rechts für die gesamte Sequenz. Standardmäßig öffnet sich hier jetzt eine Panelleiste mit klickbaren Buttons für „Kontrast, Belichtung, Temperatur, Balance, Sättigung, Farbton vs Sättigungsverschiebung, Farbton vs Farbtonverschiebung, Farbton vs Luminazverschiebung, Textur und Schärfe“.
Unterhalb der „Farbe und Kontrast“ Parameter finden sich noch zusätzliche, wichtige Auswahl-Buttons für „Global“, „Schatten“ und „Glanzlichter“, womit sich die Farbe- und Kontrast-Parameter noch kontrollierter anpassen lassen.

Beim Farbkorrektur-Workflow empfehlen wir als erstes, den soeben genannten Zielbereich auszuwählen. Mit einem Klick auf den entsprechenden Button erhält man eine schwarze Overlay-Vorschau im Farbmonitor, welche Bereiche selektiert werden. Reichen die vorgegebenen Zielwerte für Global, Schatten und Glanzlichter nicht aus, lassen sich per Klick auf das Pluszeichen entweder mit der Pipette eigene Bereiche oder weitere Glanzlicht- oder Schatten-Buttons hinzufügen.

Clever gelöst: Mit jedem hinzugefügten Button wird ein anderer Bereich automatisch selektiert. Die Bezeichnung reicht dann bsp. von „Glanzlichter“, zu „heller“ bis „am hellsten“ und wird im Waveform Head-Up-Display als Grenzlinie dargestellt, oberhalb der sich (in diesem Fall) Helligkeitswerte verändern.
Hat man den Luminanzbereich selektiert, bei dem die Belichtung angepasst werden soll, klickt man auf den darüber befindlichen „Belichtung“-Button und erhält ein dazugehöriges Waveform Head-Up-Display und kann sofort loslegen:

Eine Mausbewegung nach oben erhöht die Luminanz, eine Mausbewegung nach unten verringert sie. Durch die vielen möglichen Schatten und Glanzlichter Selektierungen ergibt sich hier ein sehr effektives Belichtungstool.
Doch das beste Tool ist nichts ohne entsprechende Kontrolle ...

















