S35 oder Vollformat für Wildlife?
Was wir bei unseren Aufnahmen mit der Canon EOS C70 und der Panasonic S5II tatsächlich schätzen gelernt haben, ist die zusätzliche Ausschnittssvergrösserung Dank S35 Crop an Vollformatobjektiven. Die Canon EOS C70 bringt von Hause aus einen S35 Sensor mit, und die Panasonic S5II cropt automatisch bei 50p auf einen S35 Ausschnitt.
Von daher würden wir bei Wildlife-Anwendungen auch bei einer Vollformat-Kamera stets auf einen hochwertigen S35 Modus achten. Für gelegentliche Establishing-Shots mit Weitwinkel lässt sich bei der S5II dann der Vollformatmodus in 25p wählen und bei der C70 der Canon „Speedbooster“ nutzen.
Doch auch hochauflösende Aufnahmen (6K, 8K) können durchaus Sinn machen, um anschließend zu croppen. Hier gilt es bei der Kamerawahl also abzuwägen, was dem persönlichen Handling eher entgegenkommt: ein nachträglicher Crop von hochauflösendem Material oder ein in hardware gegossener S35 Crop. Ausschlaggebend für unsere Wahl wäre jedoch stets die Wahrung von 50p.
Akkulaufzeit vs der entscheidende Augenblick
Um für den bereits hier mehrfach erwähnten „entscheidenden Moment“ bereit zu sein, empfehlen wir auch bei der Stromversorgung der Kamera entsprechend vorgesorgt zu haben . Für unsere Aufnahmen vor Ort mit der Canon C70 und der Panasonic S5II haben wir mit unterschiedlichen Akku-Setups jeweils 3 Stunden Nonstop-Aufnahme Kapazität sichergestellt.
§VmountS5II§:V-Mount Akku an der S5II
Bei der Canon EOS C70 reicht ein Standard BP-A30 Akku für rund 200 Minuten Aufnahmezeit und bei der Panasonic S5 II hatten wir einen V-Mount Akku via USB-C für Kamera und Monitor am Start (mehr zu unserem Panasonic S5II Setup dann nach der NAB, wo wir ein ähnliches Energie-Konzept an unserem Interview-Rig im Einsatz haben werden).
Super-Zooms vs interne NDs
Zum Schluß wollen wir noch auf eine weitere Besonderheit im Umgang mit langen Brennweiten hinweisen. Für gewöhnlich reicht unser altgedienter Eclipse Vario ND Filter mit einem Durhmesser von 82mm un entsprechenden Step-Up Ringen aus, um nahezu alle gebräuchlichen Objektivdurchmesser abzudecken.
Bei langen Brennweiten stoßen wir hierbei jedoch an Grenzen. So verfügt das hier genutzte Sigma 150-600mm F5-6,3 DG OS HSM Sports über ein Filtergewinde von 105 mm. Entsprechend gilt es also ND-Filter mit größerem Durchmesser am Start zu haben oder bei der Kamerawahl auf einen internen ND-Filter zu achten.
Soweit unser Ausflug ins Reich der Wildlife- und Tierfilmer. Sollte mehr Interesse hieran bestehen, wird es sicherlich auch noch Follow-Up Artikel auf slashCAM geben. Wir wünschen erstmal eine fröhliche Bilderpirsch.



















