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News : RED Hydrogen One: das holographische Cinema Smartphone in ersten Tests: Top oder Flop?

von Fr, 2.November 2018 | 5 Seiten (Artikel auf einer Seite)


Der 3D Effekt per 4-View Display
Die Reviews
Massenmarkt oder Nischenerfolg?
Die Module



REDs 3D Smartphone Hydrogen One wird ab heute (2.11.2018) offiziell in den USA über die Mobilfunkkonzerne AT&T und Verizon sowie RED selbst erhältlich sein - nach mehreren Verspätungen gut ein halbes Jahr später als ursprünglich angekündigt.

Deswegen ist vor wenigen Tagen das Presse Embargo gefallen und es gibt eine ganze Reihe offizieller Reviews des Hydrogen One. Die herausragenden Merkmale des 5.7" Android 8.1 Smartphones (“The World´s First Holographic 4-View Media Machine”) mit 2.560 x 1.440 Pixeln Display, 6 GB RAM, microSD-Slot und 128 GB RAM (Titanium Version: 256 GB), welche die großen Erwartungen und den hohen Preis begründen, sind einerseits die versprochenen holographischen Fähigkeiten: der 3D-Effekt des H4V-Displays, die Möglichkeit mit der integrierten Kamera 4-View (4V) Bilder aufzunehmen und ein entstehendes Ecosystem rund um REDs neues H4V FormatFormat im Glossar erklärt für die neue 3D-Technologie von RED.

Da die zwei 12 Megapixel Objektive auf der Rückseite für die 3D-Aufnahme identisch sind, muß der User auf einen ZoomZoom im Glossar erklärt per dezidiertem Zoom-Objektiv (Dank des Kombinierens verschiedener Brennweiten) - wie bei aktuellen Top-Smartphones - aber verzichten. Es können aber auch traditionelle 2D Fotos und Videos aufgenommen und gezeigt werden, die Bildqualität der Aufnahmen ist gut, liegt allerdings allen Tests zufolge nicht über der anderer aktueller Top Smartphones - kein Wunder, da nur ein gewöhnlicher Smartphone Bildsensor eines anderen Herstellers genutzt wird.

Im Mittelpunkt der Entwicklung stand hier offensichtlich zunächst die Fähigkeit, mittels zweier identischer Bildsensoren REDs 4-View 3-D aufzunehmen und nicht eine neue Qualitätsstufe von Smartphone Cinematographie zu ermöglichen. Zum erhofften Cinema Smartphone wird das RED Hydrogen One wohl erst mit dem speziellen Kameramodul 2019 - das hoffentlich dann mit einem echten Bildsensor von RED selbst ausgestattet ist.

RED Hydrogen One (The Verge)



Andererseits elektrisiert viele (RED-)User die Aussicht auf professionelle Kameramodule wie das 2D Cinema Modul und das dezidierte H4V-Modul über REDs proprietäres Modulerweiterungssystem für das Hydrogen One, mit deren Hilfe mit dem Hydrogen One in Zukunft professionell gefilmt werden kann - samt Wechselobjektiven verschiedener Hersteller und neuem REDCODE RAW LITE Format. Und im Gegensatz zu anderen 3D Geräten wie dem Amazon Fire oder dem Nintendo 3DS kann mit dem Hydrogen One auch selbst 3D Content generiert werden. RED will so das Henne/Ein Problem des neuen 3D-Formats lösen - ohne H4V-Inhalte kein Anreiz das RED Hydrogen One als 3D-Phone zu kaufen.

Da wir selbst noch kein Hydrogen One in Augenschein nehmen konnten, haben wir einige erste Tests durch große Technik-Internetportale zusammengefasst bzw. verlinkt. Die Reviews beschäftigen sich in unterschiedlichem Umfang mit den Versprechen und den tatsächlichen Erfahrungen im Umgang mit dem Hydrogen One und vergleichen es in seiner Standardfunktionalität auch mit anderen Topsmartphones.



Der 3D Effekt per 4-View Display



Die Reviews, besonders die Einschätzung des holographischen Displays fallen überraschend unterschiedlich aus. Eine Passage des CNET Reviews (ähnliches auch im Gizmodo Video) illustriert sehr schön die stark differierende Einschätzung der 3D-Wirkung des H4V-Displays. Der Autor zeigte das 3D-Display verschiedenen Freunden und die Reaktionen reichten von "großartig" und "cool" bis hin zu "schlecht", "es wird mir dabei übel".

Es scheint also eine stark individuelle Wahrnehmung des 3D-Effekts zu geben, der mehr oder weniger gut funktionieren kann und - ähnlich wie das schon der Fall bei stereoskopischem 3D per Brille war - bei manchen Personen aufgrund der nicht ganz der realen Wahrnehmung entsprechenden 3D-Informationen der Bilder zu Übelkeit führt. Die Stärke des 3D-Effekts kann per Software aber variiert werden.

Klar ist aber wohl, daß der 3D-Effekt leider nicht wirklich revolutionär holographisch (also quasi stufenlos viele 3D-Perspektiven eines Objekts bietet, das im Raum zu schweben scheint), sondern eher wie ein spezieller lentikularer Filter vor dem Bild wirkt, wenn auch einer mit vier (davon zwei berechnete) statt nur zwei verschiedenen Bildern für unterschiedliche Blickwinkel. Der Effekt wird immer wieder – mal vorteilhafter, mal unvorteilhafter - mit dem des Nintendo 3DS verglichen. Wie auch stereoskopisches 3Dstereoskopisches 3D im Glossar erklärt wirkt das resultierende Bild zwar dreidimensional, aber auf eine andere Weise als in der Realität, da das 3D-Bild aus verschiedenen Ebenen im Raum zu bestehen scheint und nicht kontinuierlich räumlich wirkt.



Das kann zu Enttäuschungen führen bei denjenigen, die aufgrund von REDs Hype einen sensationell neuen und echt "holographischen" 3D-Effekt erwartet haben. Natürlich will RED mit seiner eigenen Bezeichnung (4-View) jede Assoziation mit dem erst vor wenigen Jahren gefloppten 3D Hype vermeiden und muss sein 3D als etwas völlig neues darstellen, um eine Chance auf Erfolg zu haben. Prinzipbedingt verringert sich übrigens die Bildschirmauflösung im 4-View Modus. Zudem beeinflusst auch die sehr unterschiedliche 3D-Qualität verschiedener Bilder die 3D-Wahrnehmung.

Ein großes Problem der Reviews ist der nur zu beschreibende 3D-Effekt, der nicht ohne das RED Hydrogen selbst wiedergegeben werden kann. In den USA wird erst eine größere Menge von Menschen den Effekt testen können, wenn das RED Hydrogen One nun in den Stores von AT&T und Verizon ausgestellt wird und ausprobiert werden kann. RED schickt sogar sogenannte “War Wagons” für Demoveranstaltungen durchs (vorerst nur amerikanische) Land. Wie öfters kokettiert RED auch hier mit Kriegsmetaphern bei der Benennung - wie das sehr spezielle Design ein deutlicher Hinweis auf die angestrebte Zielgruppe von RED: technikaffine Männer.




Die Reviews



Hier im Überblick einige der Reviews - nur manche klären darüber auf, ob der Houdini Prototyp oder schon eine offizielle (AT&T/Verizon) Version des RED Hydrogen One getestet wurde. Bedenken sollte man außerdem, daß das Hydrogen One noch in Entwicklung begriffen ist; Updates der Firmware oder Apps können Fehler beheben, die Performance bzw. Video-/Photo-Qualität steigern und neue Features bringen. Wer detaillierte Reviews will, findet diese meist in den Textversionen der Tests - die Videos (falls vorhanden) bieten nur Kurzversionen des jeweilgen Tests.

Marques Brownlee (Ergänzt am 3.11.2018 00:30)

Eine besondere Stellung besitzt der Review des Technik YouTubers Marques Brownlee, der schon vor Monaten einen der ersten Clips über das RED Hydrogen One gemacht hat und es seitdem kontinuierlich testen konnte - jeweils per Software Updates auf den neuesten Stand gebracht.

Er zeigt sich enttäuscht (die 2D-Kamera ist gut, aber ist nicht die von RED erhoffte Spitzenkamera; der 3D-Effekt ist manchmal sehr gut, differiert aber stark in der Qualität und ist nicht berauschend und auf die Dauer für die Augen ermüdend; das Display ist nicht sehr hell (wegen des H4V-Layers); auf dem Display ist eineP ixelstruktur zu sehen (ebenfalls wegen des H4V-Layers); der Sound ist nicht gut, im 3D-Modus noch schlechter) und so ähnelt auch sein Fazit dem allgemeinen Tenor: er kann aufgrund des hohen Preises den Kauf des RED Hydrogen One niemandem zum jetztigen Zeitpunkt empfehlen, hofft aber auf die Fähigkeit des spezialisierten RED Kameramoduls 2019 bzw das RED Hydrogen TWO.


Engadget (Ergänzt am 3.11.2018 23:30)
Der Review von Engadget konzentriert sich stark auf Fähigkeiten und Qualität der Kamera des RED Hydrogen One, ganz nach dem Fokus von RED, denn CEO Jim Jannard: "this really isn't a cellphone, it's a media machine that happens to have a cellphone included".

Die Frage, ob es diesem Anspruch gerecht wird steht im Zentrum des Tests. Der Artikel enthält ein schönes Beispiel das den Qualitätsunterschied eines Photos durch das letzte Firmwareupdate anschaulich zeigt. Der Vergleich mit Photos des Google PixelPixel im Glossar erklärt 2 und Samsung Note 9 fällt gut aus - die Photos des RED Hydrogen One unterscheiden sich kaum, sind aber auch nicht besser. Beim Vergleich der Videoqualität allerdings schneidet das Hydrogen deutlich schlechter ab. Die Kamera App enttäuscht.

Auch die H4V Aufnahme enttäuscht: nur 29fps, eine niedrige Auflösung, extrem hohe Komprimierung und keine Optionen zum Ändern dieser Einstellungen. Eher ein Consumerprodukt als eine Kamera für Profis urteilt der Reviewer.

Pro: Echte 3D Bilder und Video; extrem lange Akkudauer; microSD Zugang ohne Werkzeug; stabiles Design

Contra: Kamera ohne elektronische Bildstabilisation; unfertige Kamerasoftware; Kamera nicht besser als die anderer Smartphones; hoher Preis




DPREVIEW

DPREVIEW bezeichnet den 3D-Effekt der Bilder als passabel bis gradezu schlecht und Übelkeit erregend – überhaupt unscharf und eher ein Gimmick denn eine realistische Repräsentation. Als spannend wird aber die zukünftige Erweiterbarkeit zu einer professionellen Cinema Kamera angesehen.




CNET

Der Review von CNET fällt etwas besser aus:

Pro: das Hydrogen One ist gebaut wie eine High End Kamera; die 4.500mAh Batterie ist riesig; das 3d-Display funktioniert wirklich; die 2D Fotos sind schön und haben einen Analogfilm Touch

Contra: die Qualität der 2D Videos ist nur OK; 3D Effekt nicht für alle User gut; das Smartphone ist teuer und nicht wasserfest und hat keine Wireless Aufladefunktion; es gibt keine Module zum Start; Situationen mit wenig Licht führen in Photos und Videos zu Rauschen; 4K Video nur mit 24/30 fps

Fazit: Das Red Hydrogen One sei ein exzentrisches Telefon für Kreative. Aber die unzureichende Videoqualität und die nicht ganz ausgereifte Software lassen auf den Nachfolger hoffen




Android Central

Android Central hat das Hydrogen One mit Pre Release Software getestet.

Pro: Fühlt sich hochwertig aber auch wie ein Prototyp an; H4V-Gaming Performance gut; 3D Effekt wie alte Nintendo 3DS; macht Spaß eigenen 4V-Content aufzunehmen; schöne 2D Photos - aber nicht besser als aktuelle Top Smartphones; sehr großer Akku

Contra: viele Bugs und App Crashes; fühlt sich unfertig an; Module existieren nur als Versprechen; 4-View 3D nicht so scharf wie 2D und anstrengend für die Augen; 3D-Audio klingt schlecht; 2D-Kamera App ist nur rudimentär, es gibt kaum manuelle Einstellungsmöglichkeiten, eine bessere App kommt erst noch

Das Fazit: Momentan sei es noch ist es kein besonders gutes Smartphone - die Empfehlung: warten mit dem Kauf bis es erste Kamera-Module gibt.




Gizmodo

Der Hauptkritikpunkt des Reviews von Gizmodo betrifft das 4-View Display: nach Einschätzung des Reviewers ist es nur wenig besser als das ds Nintendo 3DS.

Pro: solide, spezieller Kameraknopf, Kopfhörer-Ausgang

Contra: veraltete Specs, sehr teuer, aktuell keine Module, Display nicht so revolutionär wie angekündigt; Batterie hält kürzer als die des iPhones XS Max oder Samsung Note 9




The Verge

Der Review von The Verge fällt ziemlich vernichtend aus: gerade der gehypte holographische Effekt des Displays ist dem Tester zufolge sehr dürftig und erinnert mit seinen nur 4 verschiedenen Perspektiven eher an autostereoskopische lentikulare 3D-Displays als an echte holographische Bilder, zumal der dreidimensionale Eindruck hinter dem Bildschirm ist und nicht wie bei Prinzessin Leia, dem Paradebeispiel von Holographie, vor dem Display im Raum. Zudem scheint dem Autor zufolge der 3D-Bildeindruck verschmiert und unscharf.

Pro: einzigartiges Design; große Batterie; ein Versuch, etwas neues zu machen

Contra: Holographisches Display ist verschwommen und schlecht; es ist zu groß; aktuell gibt es keine Erweiterungsmodule; es gibt kaum 3D Content; ein großer Rand rund um das qualitativ unterdurchschnittliche Display stört; die CPU ist vom letztem Jahr; es ist schlechter als andere 1.000 Dollar Smartphones; Apps stürzen manchmal ab; Sound per Audio 3D ist schlecht




Toms Guide

Der Review von Toms Guide fällt gemischt aus – der Tester schätzt das 3D-Display positiver als andere ein, ist aber insgesamt nicht übereugt:

Pro: starke Batterie; beeindruckender nahezu holographischer 3D-Effekt – aber nicht revolutionär – manchmal anstrengend für die Augen und nicht überzeugend, manchmal gradezu magisch

Contra: sehr teuer; schlechter Ton; nur durchschnittliche Kameras; veraltete Specs; Display ist körnig


PC Mag

Das PC Magazine hat die offizielle AT&T Version getestet. Als Vorteile sieht PC Mag die große Batterie sowie die in Zukunft mögliche Erweiterung durch spezielle Kameramodule. Nachteilig gewertet wird, dass das RED Hydrogen One groß, schwer und teuer ist und das 3D Display nicht wirklich holographisch und gut ist.


Android Police

Dem Reviewer eines Pre-Production Modells gefallen zwar die 4-View 3-D Bilder, er hält sie für besser als bisherige Techniken, aber er bemerkt auch eine unschöne Farbverschiebung sowie Farbartefakte in diesem Modus sowie eine geringere Auflösung. Ihm zufolge fühlt sich Hydrogen One an wie eine interessante Entwicklung in einem frühen Stadium. Zu teuer und unreif.


Digital Trends

Digital Trends testete einen Prototypen.

Pro: einzigartiger 4-View Bildschirm; große Batterie; gute Gehäusequalität; 3D-Qualität etwas besser als Nintendo 3DS

Contra: etwas lahme Performance; nicht das neueste Android; begrenzter 4-View Content und Sharing-Möglichkeiten; Cinema Modul kommt erst in ca. 1 Jahr; teuer; leichtes Kopfweh nach einigen Minuten 4-View 3D; 4-View ist nicht revolutionär wie angekündigt sondern eher ein Gimmick

Fazit: das interessanteste Smartphone Debut 2018 aber auch das enttäuschendste – aber die Zukunf könnte spannend werden, wenn das Cinema Modul kommt.



Massenmarkt oder Nischenerfolg?



Am Ende entscheidet natürlich der User - und wirklich erfolgreich kann das RED Hydrogen One nur sein, wenn der Kreis der Käufer und User weit über die RED Fans hinausgeht, die das RED Hydrogen One unbesehen vorbestellt haben. Für einen Massenmarkterfolg - auf den RED klar setzt mit dem Ziel von 16 Millionen verkauften Modellen pro Jahr - muß es sich bewähren als 3D-Smartphone. Dazu muss der 3D-Effekt aber mehr als ein Gimmick sein, die User müssen ihn dauerhaft verwenden wollen – sei es um 3D-Filme anzusehen, in 3D zu spielen oder 3D-Photos mit Freunden über REDs Holopix App auszutauschen. Und nur wenn es weit verbreitet ist, macht es selbst als proprietäre 3D (H4V)-Kamera Sinn.

Doch der Preis des recht teuren Smartphones (es kostet stolze 1.295 Dollar (100 Dollar teurer als für Vorbesteller) für die Aluminium- bzw 1.595 Dollar für die Titan-Version könnte abschreckend wirken - zumal es einen 2017er Qualcomm Snapdragon 835 nutzt und über einige Features der aktuellen Top-Smartphones nicht verfügt.

Für einen Nischenerfolg als Cinema(kamera) Smartphone muß es punkten mit einer extrem hochwertigen Kamera - sei es jetzt oder in Zukunft per Extra-Modulen. Aber dann stellt sich natürlich die Frage nach dem Preis, also der schon hohe Preis des RED Hydrogen One plus dem bestimmt nicht billigen speziellen Kameramodul. Und wie praktikabel ist ein Smartphone, welches dann noch größer ist mit Kameramodul und Objektiv? Wo liegen dann die Vorteile gegenüber einer dezidierten Kamera? Will man wirklich eine professionell genutzte Kamera auch als Smartphone nutzen - bzw umgekehrt?

Leider ist auf der offiziellen Hydrogen One Seite nichts zu finden zu einem weiteren interessanten Aspekt, der ursprünglich von RED angekündigt wurde und der es für (RED-)Filmer interessant machen würde: die Möglichkeit, es mittels spezieller RED Apps als Kontrollmonitor und User InterfaceInterface im Glossar erklärt für die RED Scarlet, Epic und Weapon Kameras via High-Speed-Data Bus zu nutzen.



Die Module



Wenn die Module - geplant sind ein Profi-Kamera-Modul mit einem REDCODE RAW LITE CodecCodec im Glossar erklärt, einer Auflösung von mehr als 5K samt Wechelobjektivmount für u.a. Nikon, Sony, Canon und Fujifilm Objektive, ein spezielles H4V-Modul sowie ein Batteriemodul und eine Speichererweiterung - erscheinen (Ende 2019), wird das RED Hydrogen One technisch als Smartphone ziemlich veraltet sein. In welchem Preisbereich sich das Kamera-Modul bewegen wird ist noch nicht klar, aber billig wird es sicher nicht werden.

Kameramodul


Zudem bringt jeder neue SoC auch verbesserte Kamerafähigkeiten mit, die dem RED Hydrogen One dann fehlen und welche andere Topsmartphones dann haben werden - wie zB die Fähigkeiten des neuen Snapdragon 675 Bokeh auf mehrere Arten einzufangen bzw. nachträglich zu berechnen. Allerdings zielt RED hier mit den geplanten Fähigkeiten der Profi-Kameramodule und dem Ruf von RED als Highend-Kamerahersteller eher auf die Zielgruppe der professionellen Filmer als auf den Durchschnittsuser.

Ob das RED Hydrogen ein Erfolg wird, wird sich wohl bald zeigen, wenn "normale" User es ausprobieren werden -- ob sie vom 3D-Effekt per 4-View überzeugt sind und Freunde davon überzeugen, es auch zu kaufen, um 3D Bilder und 3D-Videos gegenseitig zu sharen. Die jüngere Geschichte von 3D, samt dem Flop vor einigen Jahren im großen Maßstab im Home-Entertainmentbereich, lässt dies nicht unbedingt erhoffen. Allerdings muss RED sich gerade bei Smartphones mit etablierten großen Playern wie Apple, Samsung und Huawei mit ihren aktuellsten Modellen samt Top-Features messen, die RED so nicht alle bieten kann.

Wen das RED Hydrogen One vor allem als professionelles Kamera-Smartphone interessiert, der wird mit dem Kauf warten können bis das entsprechende Cinema-Kamera-Modul auf dem Markt ist. Bis dahin (Ende 2019) wird sich die Kameralandschaft wieder geändert haben.

Da einige unserer User das RED Hydrogen vorbestellt haben, würden wir uns natürlich freuen, von deren Erfahrungen aus erster Hand und ihrer Einschätzung des Hydrogen One hier zu hören.


    

[86 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Jott    06:57 am 12.11.2018
Oder mit der Heizung. Bisher brauchen Red-Sensoren genau definierte Temperaturen für die optimale Performance. Für ein Cinecam-Handy völlig praxisfern, da haben sie sicher...weiterlesen
Starshine Pictures    06:35 am 12.11.2018
Steht nur noch die Frage wie sie es mit der Kühlung eines angeblichen >5k Cinema Sensors in so einem kleinen Modul machen wollen.
jenss    00:22 am 12.11.2018
Jetzt fehlt noch ein Handy von Blackmagic :). Könnte durchaus cool sein mit einem typischen Videosensor. (2 MP oder 8 MP) Dabei eingebaut eine App Davinci. j...weiterlesen
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