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Kurztest : ATOMOS Samurai

von Di, 10.April 2012 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

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Mit dem Samurai bietet ATOMOS das entsprechende SDI-Pendant zu seinem Ninja-Rekorder (HDMI), der mit ProRes Aufzeichnung, Touchdisplay, SDI-In und Out sowie Einschüben für Wechselschlitten mit entweder HDDs oder SDDs bestückt ist. Wir hatten Gelegenheit zu einem Kurztest des Samurai.




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Externe Rekorder für HD-Formate wie der Nanoflash, der Samurai oder der HyperDeck Shuttle bringen unserer Erfahrung nach immer wieder viel Potential für große Indie-Träume mit: Den „minderwertigen“, internen Codec umgehen und ein „kristall-klares“ Bild erhalten, dass tausendmal besser farbkorrigiert und gekeyed werden kann. Also aus einem AVCHD-Camcorder eine Kamera für´s große Kino machen. Klingt zu gut um wahr zu sein? Ja, ist es leider auch.

Dabei ist das Verfahren der Umgehung der internen Codecs völlig korrekt – aber leider wird dadurch nicht Hokus-Pokus aus unserem Videoclip ein Kinofilm. Dafür verantwortlich sind ein gutes Drehbuch, gute Schauspieler, ein guter Regisseur, Kameramann/frau, Ton-Techniker, Beleuchter, Locations, Komponisten, Profis an der Farbkorrektur, im Videoschnitt, Soundesigner, Produktionsleiter etc.pp. … (und die machen auch mit einem Handy einen tollen Film.)

Auch zaubern externe Rekorder einem 8 Bit-Signal keine 10 Bit Fähigkeiten hinzu. Und auch eine Prosumer HD-Optik wird durch einen externen Rekorder nicht in brilliantes Kinoglas verwandelt.

Was wir damit sagen wollen: Externe Rekorder, die in 10 Bit 4:2:2 oder auch höherwertig aufnehmen, werden sehr häufig massiv falsch eingeschätzt – gerade in Verbindung mit Prosumer-Cams. Der qualitative Unterschied der Umgehung des Codecs ist bei sehr genauem Pixelpeeping zu sehen, aber den wird kaum ein Zuschauer wahrnehmen. Tatsächlich sind moderne AVCHD-Formate bereits ziemlich gut. Sie lassen sich im 8 Bit-Rahmen auf modernen Systemen verhältnismässig gut farbkorrigieren ohne allzu krasses Bending und auch Greenscreen-Keys können mit modernen Keyern ziemlich erfolgreich von AVCHD-Material produziert werden, wenn korrekt beleuchtet/belichtet wurde.

Wer also meint, einen externen Rekorder zu benötigen, der sollte ihn sich nicht wegen der falschen, sondern wegen der richtigen Gründe anschaffen und auch die mag es durchaus geben: Wenn man Farbkorrekturen im Grenzbereich auszuführen hat, wenn Motive soviel Informationen enthalten, dass der Codec an seine Grenzen gerät, wenn im Camcorder intern 8 Bit und extern 10 Bit verarbeitet werden, wenn am Set ein Backup-Medium zum schnellen Sichten von Dailies zum Einsatz kommen soll etc. Doch diese Anwendungsbereiche stellen Spezialfälle dar – dies sollte man unbedingt im Hinterkopf behalten.


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[5 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Jott    15:09 am 11.4.2012
Ist aber gern genommen, und besonders eine Firma dieser Sorte wird dafür sogar bejubelt.
Frank Glencairn    14:55 am 11.4.2012
...ähem, ich habs gekauft. Immerhin hab ich den Samurai sofort bekommen. Bis der Rest kommt, wandle ich halt über den (sonst arbeitslosen) Hyperdeck Shuttle und zeichne in...weiterlesen
chackl    14:49 am 11.4.2012
Wer kauft denn dann sowas? Ich verstehe solche Firmen nicht, vollmundig ankündigen und dann Monate dannach keine Verfügbarkeit. Bauernfängerei.
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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