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Grundlagen : Was unterscheidet Cine-Optiken von Foto-Objektiven? Hier: Objektivanschluss und Blende

von Mo, 27.Mai 2013 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Objektivanschluss
  Blende



Blende



Die Blende bei Fotoobjektiven ist fast immer gerastert. Die einzelnen Blendenwerte lassen sich so leichter sicher einstellen. Zwischenwerte, die zwischen den Rasterungen möglich wären, sind in der Fotografie nicht wirklich von Belang. Ganz anders hingegen bei Film-Optiken.

Hier benötigt man während der Aufnahme die Möglichkeit, die Blende auf- oder abzublenden. Eine gerasterte Blende wie bei Fotoptiken würde hier zu unschönen Hackern im Bild führen. Deshalb sind die Blenden von Filmoptiken stets ungerastert.

Zu den beliebtesten Umbauten von manuellen Foto-Optiken zu Film-Optiken zählt neben der Montage von Zahnkränzen (hierzu demnächst mehr) somit vor allem das "Entklicken" der Blende.

Traditionell wird in der Filmwelt eher mit Festbrennweiten als mit Zoommoptiken gearbeitet. Dies ermöglicht den Einsatz relativ lichtstarker Optiken - häufig werden Optik-Sets (z.b. 25, 35, 50 und 75 mm) mit Werten zwischen T 1.3 und T 2.1 angeboten (dem Unterschied zwischen T und f Werten für die Beschreibung der Lichtstärke von Optiken widmen wir hier demnächst ein eigenes Kapitel). Licht beim Film ist aufwendig (und damit teuer) und wenn man Licht sparen kann, um mehr mit Available Light auszukommen, dann kann sich der Einsatz von lichtstarken Optiken schnell rechnen.

Auch bei der Gestaltung des Bokehs - also der Anmutung des unscharfen Bildbereichs - können Cine-Optiken häufig Vorteile ins Feld gegenüber AF-Optiken der Fotografie führen. Die mechanische Blende vieler Cine-Objektive besteht häufig aus mehr als den 8-9 Lamellen, die bei Foto-(AF)-Objektiven eingesetzt werden. Dadurch sind bei Cine-Optiken rundere Blendenöffnungen möglich, was in der Gestaltung des Bokehs häufig als angenehmer empfunden wird. 14 Lamellen sind bei der Blendenkonstruktion von Cine-Objektiven häufiger anzutreffen. Der Aufwand an Reibung, der hier zum manuellen Verstellen der Blende benötigt wird ist für Film-Anwendungen vernachlässigbar. Bei Foto-Objektiven mit Automatikblende zählt hingegen jede Kraftersparnis zum Stellen der Blende (und die einfachere Konstruktion dürfte auch willkommen sein).

Einleitung / Objektivanschluss


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Blende
  

[7 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
WWJD    08:18 am 28.5.2013
Ja, finde ich ganz gut gelungen. Bringt bitte mehr solcher Detailwissen auf Slashcam. Vielleicht mal ein Interview oder Reportage über Canon? Jaja, ich weiss, sehr werbelastig,...weiterlesen
rob    15:26 am 27.5.2013
Hallo 0815-Styler, tatsächlich hatten wir bei einem anderen Hersteller nach einem Kamera-Bild mit PL Mount angefragt, aber da kam leider nichts - so ist es dann Canon geworden,...weiterlesen
Bodis.tv    14:48 am 27.5.2013
ist zwar alles schön erklärt, aber warum muss das alles so aufgeteilt werden in 3 oder mehr teile? steht ja nicht einmal so viel pro Artikel drinnen. Bei den Mounts wäre...weiterlesen
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