Logo Logo
///  >

Grundlagen : Mikrofone

von Fr, 5.Juli 2013 | 11 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Grenzschalldruck
 Frequenzgang
 Empfindlichkeit (auch Feld-Leerlaufs-Übertragungsfaktor)



Grenzschalldruck



Der sog. Grenzschalldruck ist derjenige Schalldruckpegel, ab dem der Klirrfaktor bei einem Mikrofon größer als 0,5% ist (gemessen an einem 1kHz Ton in 1 m Abstand). Typisch sind 130-150 dB-SPL bei Kondensatormikrofonen. Auch hier gilt es sehr genau die Bezugsgrößen bei den Herstellerangaben zu betrachten. Manche Hersteller beziehen sich nicht auf 0,5% sondern auf 1% Klirrfaktor, was zu deutlich höheren Grenzschalldruckpegeln führt. Der Grenzschalldruck ist vor allem bei Kondensatormikrofonen von Interesse. Dynamische Mikrofone mit ihrem schwereren Membran und niedrigerer Empfindlichkeit sind hier deutlich im Vorteil. Häufig wird ihr Grenzschalldruckwert gar nicht mehr angegeben, weil nicht mehr praxis-relevant.



Frequenzgang



Der Frequenzgang eines Mikrofons gibt an, wie empfindlich sich ein Mikrofon bei unterschiedlichen Frequenzen verhält. Ein möglichst linearer Frequenzgang gilt als neutralste Repräsentation des Original-Signals. Mikrofone mit möglichst linearen Frequenzgängen werden häufig in kontrollierten Studioumgebungen eingesetzt, um ein möglichst „reines“ Signal zu erhalten. Für die Konturierung der menschlichen Stimme oder eines Musikinstruments kann aber eine Frequenzanhebung bestimmter Bereiche durchaus wünschenswert sein. Dies kann man nachträglich mit einem Equalizer machen oder von Anfang an ein Mikrofon nutzen, dass bereits über einen entsprechend angepassten Frequenzgang verfügt. Über die Wahl des probaten Mittels kann man vortrefflich streiten. Der Frequenzgang eines Mikrofons ist sehr viel aussagekräftiger als der sog. Übertragungsbereich. Wir empfehlen für den Vergleich von Mikrofonen auf das Frequenzgang-Diagramm zu schauen und weniger auf den Übertragungsbereich.



Empfindlichkeit (auch Feld-Leerlaufs-Übertragungsfaktor)



Die Empfindlichkeit eines Mikrofons wird bei den technischen Daten in mV/Pa (oder auch im amerikanischen Raum mit dB re 1V/Pa) angegeben. Mikrofonempfindlichkeiten werden also immer in erzeugter Spannung (Millivolt) pro Schalldruck (1Pa = 94 dB) angegeben. Die in Sachen Audio und Mikrofone hervorragende Webseite von Eberhard Sengpiel bietet einen Konverter von dB re 1V/Pa nach mV/Pa. Ein typischer Wert für die Empfindlichkeit eines Kondensatormikrofons liegt bsp. bei 21 mv/Pa (bei einer 1kHz Frequenz, bsp Sennheiser MKE 600) im Vergleich zu 2 mV/Pa eines dynamischen Mikrofons (Sennheiser MD42). Die Empfindlichkeit des Mikrofons ist nicht nur von der Schallwandler-Bauweise abhängig, sondern auch von der Größe der Membran. Die Empfindlichkeit steigt in etwa proportional zur Größe der Membran.

Ersatzgeräuschpegel (auch Eigenrauschen oder Störspannungsabstand) / Geräuschspannungsabstand (Signal-Rauschabstand) / Klirrfaktor (auch THD - Total Harmonic Distortion)
Übertragungsbereich


11 Seiten:
Einleitung
Kondensator- vs dynamisches Mikrofon / Kondensatormikrofon
Dynamisches Mikrofon
Richtcharakteristik / Kugel
Niere
Superniere
Keule
Acht / Begriffsklärung Mikrofone
Ersatzgeräuschpegel (auch Eigenrauschen oder Störspannungsabstand) / Geräuschspannungsabstand (Signal-Rauschabstand) / Klirrfaktor (auch THD - Total Harmonic Distortion)
Grenzschalldruck / Frequenzgang / Empfindlichkeit (auch Feld-Leerlaufs-Übertragungsfaktor)
Übertragungsbereich
  

[15 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
k_munic    17:59 am 9.9.2013
completely OFF-topic, aber ....: bleigefasste Fenster gedrechselte Möbel Sterling-Silber Geschirr ... … UND NE MIKROWELLE mitten im Wohnzimmer!!! Als Hintergrund!!...weiterlesen
Pianist    17:31 am 9.9.2013
Das Problem ist einfach, dass HF-Kondensatormikrofone und Elektret-Kondensatormikrofone extrem unterschiedlich klingen, so dass man sie kaum gemeinsam einsetzen kann. Ich merke das...weiterlesen
pixelschubser2006    17:22 am 9.9.2013
Vielen Dank für den Link zu Ty Ford. Absolut geil gemacht. Simpel und humorlos, dennoch sehr lehrreich und irgendwie unterhaltsam. Das Sennheiser Modulzeugs war übrigens früher...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Grundlagen: Was ist eigentlich eine LUT? Fr, 6.August 2021
Wer keinen tiefen Einblick in Video- und Filmtechnologie hat, versteht vielleicht gar nicht, was eine LUT eigentlich ist. Dem wollen wir mit etwas Grundlagenwissen nachhelfen...
Grundlagen: Investitionen und Steuern für selbständige / freiberufliche Filmer Di, 26.Januar 2021
Steuern und Finanzen sind durchaus für viele Filmemacher relevant. Darum wollten wir auch mal ein paar grundlegende Worte dazu verlieren...
Grundlagen: Richtig satt - Was bei der Sättigung eines Video-Clips falsch laufen kann Di, 21.Juli 2020
Wir werfen einen kritischen Blick auf die Sättigungsfunktion in Videoschnittprogrammen und zeigen einen Ansatz, wie man die Sättigung nach persönlichen Präferenzen anpassen kann...
Grundlagen: Warum man Camcorder/Kameras nicht einfach als Webcams nutzen kann Di, 14.April 2020
Viele Camcorder oder Kameras sind Webcams qualitativ überlegen, doch fürs Streaming oder Videokonferenzen ist deren Nutzung nicht trivial zu realisieren...
Grundlagen: Was ist ETTR und wann macht es Sinn? Di, 17.Dezember 2019
Grundlagen: Warum braucht(e) man eine Videoschnittkarte? Do, 28.November 2019
Grundlagen: Die Philosophie des Editings - Typische Schritte des Filmschnitts Do, 19.Juli 2018
Grundlagen: Rigkomponenten: Schärfezieheinrichtung (Follow Focus) Teil 2 Di, 18.August 2015
Grundlagen: Rigkomponenten: Schärfezieheinrichtung (Follow Focus) Teil 1 Di, 4.August 2015
Grundlagen: Was unterscheidet Cine-Optiken von Foto-Objektiven? Hier: Auflagemaße – wer passt zu wem? Mo, 1.Juli 2013
Grundlagen: Stereoskopisches 3D Glossar Mo, 11.Oktober 2010
Grundlagen: In den Tiefen der Farben Fr, 20.Juli 2007


[nach oben]


[nach oben]















Artikel-Übersicht



Artikel-Kategorien:



update am 20.Oktober 2021 - 19:54
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*