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Editorials : Kamera-Trends 2030 - oder die Filmproduktion im nächsten Jahrzehnt

von Mo, 1.Februar 2021 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Gehts noch... (besser)?



Gehts noch... (besser)?



Doch wohin gehend kann oder soll sich eine szenische Kamera im nächsten Jahrzehnt dann eigentlich noch entscheidend verbessern? Klar der eine oder andere Hersteller darf noch beim Autofokus aufholen oder die Stabilisierungs-Leistung des Sensors optimieren. Aber wenn auch das einmal durch die Bank aller Hersteller geschehen ist, dürften die bald verfügbaren Kameras nahezu komplett austauschbar sein, solange keine weiteren großen Innovationen ins Spiel gebracht werden.

Undenkbar?! Doch welche wirklich großen Neuigkeiten könnten am Horizont auf uns warten? Wir wagen eine Prognose:

Das größte Feld dürfte die Computational Videography werden, die natürlich maßgeblich von der KI beeinflusst werden wird. Zuerst werden wir erleben wie Smartphones bei mit künstlicher Dynamik weiter an professionelle Kameras heranrücken. Diese künstliche Dynamik wird wie das künstliche Bokeh für die meisten Smartphone Anwender "gut genug" sein, um noch seltener zu einer "ehrlichen" Kamera greifen zu wollen.

Die künstlich verbesserten Bilder und Videos aus dem Smartphone werden auf Kosten der Realität immer blendender aussehen. Was wahrscheinlich in dem Extrem enden wird, dass man Freunde und bekannte aufgrund perfekter Haut, dichter Frisur und makellosen Zähnen gelegentlich gar nicht mehr wiedererkennt. Urlaubsfotos werden noch austauschbarer und werden durch automatisches Entfernen von Autos und Passanten sowie perfektionierten Lichteinfall noch beliebiger. Aber das wird eine andere Geschichte...

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Der Einsatzzweck von Cinekameras wird sich dahingehend verändern, dass sie von einer Szene so viel wie möglich und dies so exakt wie möglich aufzeichnen soll. Oder sollte man schon eher von einer Messung und Messdaten sprechen? Wir wetten an dieser Stelle, dass man schon in ein paar Jahren dazu übergehen wird, eine Szene als Ganzes mit mehreren Kameras aufzuzeichnen, um aus diesem Mehrkamera-Modell die späteren Szenen in der Post zu extrahieren. Framing, Perspektive oder Kamerafahrten entstehen erst nach dem Dreh in der Postproduktion. Daher wird bei zukünftigen Kameras vor allem eine hohe Framerate und eine hohe Auflösung wichtig sein. Und eine exakte, ms-genaue Synchronisation der Kameras.

Einleitung / 2020 - Der Sieg der digitalen Revolution? / Advantage DSLM / Smartphones holen weiter "künstlich" auf
Die Postprodu(K)t(I)on


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Einleitung / 2020 - Der Sieg der digitalen Revolution? / Advantage DSLM / Smartphones holen weiter "künstlich" auf
Gehts noch... (besser)?
Die Postprodu(K)t(I)on
  

[54 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
patfish    16:31 am 19.2.2021
1)Echtes HDR Video z.B. durch höher aufgelöster Sensoren mit unterschiedlich lange belichtenden Pixel-Gruppen. 2) RGB+Z Kanal. Also einen zusätzlichen Kanal für die...weiterlesen
tom    18:55 am 7.2.2021
Die Diskussion über Politik findet sich hier wieder: viewtopic.php?f=17&t=151839
norbi    01:10 am 6.2.2021
ja Musterkennung gibts ja schon ne weile.. Man unterscheidet auch zwischen schwachen und starken KI. Das erste ist begrenzt auf einen abgesteckten Bereich und für eine bestimmte...weiterlesen
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update am 5.März 2021 - 15:02
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