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Editorials : Das Signalprozessor-Dilemma und die Zukunft der Cine-Kameras (FPGA vs. ASIC)

von Do, 8.August 2019 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Die Signalverarbeitung - Vorteile der FPGAs
  Die Vorteile der ASICs
  Wie lange sind FPGAs noch für spezielle Cine-Funktionen relevant?
  ASICs bekommen immer mehr Cine-Funktionalität



Die Vorteile der ASICs



Doch warum setzen dann nicht alle Hersteller auf FPGAs? Weil diese eben auch gravierende Nachteile haben. So können FPGAs bei vergleichbarer Packungsdichte meist viel weniger Funktionen in einem Chip unterbringen. Noch relevanter ist jedoch der Stromverbrauch. Im laufenden Betrieb sind FPGAs deutlich stromhungriger bzw. viel weniger effizient als ASICs. Gleichzeitig können ASICs in der Regel deutlich schneller rechnen.

Und nicht nur das. In der Massenfertigung sind ASICS auch deutlich günstiger herzustellen. Bei ASICs sind die Fixkosten für das Design und das Aufsetzen des Produktionsprozesses sehr teuer, die Chips selber kosten in hohen Auflagen aber nur noch Kleckerbeträge.

ASICs können günstig in sehr großen Mengen auf Wavern produziert werden.



Daher versuchen die großen Hersteller fast immer auf ASICs zu setzen. Für Kameras bedeutet dies konkret, dass die Hersteller meist einen relativ universellen Chip designen und anschließend in großen Stückzahlen produzieren. Und dieser sollte sich anschließend in möglichst vielen Kameramodellen einsetzen lassen. Vor allem deswegen stecken in vielen Kameras auch viele versteckte Funktionen, die der Hersteller erst bei teureren Modellen "freischaltet." Denn in allen Modellen werkelt aus Kostengründen der gleiche Chip. Damit sich das Design und die Fertigung eines komplexen ASICs rechnet, muss man meistens mit Stückzahlen von mehreren hunderttausend Geräten kalkulieren.

Damit dies alles Sinn macht, müssen Hersteller wie Sony oder Panasonic also sehr sorgfältig vorausplanen, welche Funktionen die eigenen Kameras in Zukunft unterstützen sollen. Denn die Entwicklung eines ASICs von der Planung bis zur Serienfertigung dauert in der Regel zwischen 18 und 36 Monaten.

Oft erkennt man im Kamerabereich eine neue ASIC Serie unter anderem daran, dass neue Codec-Formate unterstützt werden. Aber oft gehen auch ASICs in mehrere Fertigungs-Revisionen. So werden Codecs manchmal auch erst in späteren Modellen freigeschaltet, weil sie in der ersten Revision noch nicht stabil laufen und in einem weiteren Fertigungsdurchlauf gefixt werden müssen. Dies soll gerüchteweise übrigens auch der Grund sein, weshalb es noch immer keine neue Sony A7S III gibt.

Einleitung / Die Signalverarbeitung - Vorteile der FPGAs
Wie lange sind FPGAs noch für spezielle Cine-Funktionen relevant? / ASICs bekommen immer mehr Cine-Funktionalität


4 Seiten:
Einleitung / Die Signalverarbeitung - Vorteile der FPGAs
Die Vorteile der ASICs
Wie lange sind FPGAs noch für spezielle Cine-Funktionen relevant? / ASICs bekommen immer mehr Cine-Funktionalität
  

[3 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Jott    15:37 am 8.8.2019
Diese Filmer, die du meinst, hat Sony in seiner Zielgruppenplanung offensichtlich nicht auf dem Schirm, da für den Massenverkauf irrelevant. Möglichst viele Stunden 4K auf...weiterlesen
Kamerafreund    14:51 am 8.8.2019
Es ist für Sony überhaupt gefährlich noch länger mit neuen Modellen zu warten. Sie werden buchstäblich überrannt. Aber die letzten Jahre kam nur absolutes Highend wie die...weiterlesen
Frank Glencairn    13:02 am 8.8.2019
Ehrlich gesagt seh ich da kein "Dilemma". Für Cine Kameras funktionieren FPGAs ja ganz großartig. Ist ja nicht so, daß Arri/Red/BM irgendwie Probleme haben, schnell genug zu...weiterlesen
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