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Basiswissen Videoproduktion : RAM-Typen und Bestückung

von So, 17.Januar 2010


Momentan gibt es zwei gängige RAM-Typen mit verschiedenen Frequenzen: Während der Jahre 2007 bis 2009 war DDR2-RAM mit Frequenzen von 400 bis 1200 MHz am meisten verbreitet. Bei neueren Prozessoren (ca. ab 2009) kommt aktuell DDR3-RAM zum Einsatz, das Frequenzen von 800 bis (aktuell) 1600 MHz unterstützt. Entscheidend ist aber auch, mit welchem Timing auf den Speicher zugegriffen wird. Dies wird meist in einem Zugriffsmuster wie CL CL2-3-3-6 angegeben. Ohne hier ins Detail gehen zu wollen, gilt grundsätzlich: Je kleiner diese Zahlen, desto schneller ist das RAM. Besonders die erste Zahl ist dabei entscheidend. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Taktzyklen werden für die Verarbeitung benötigt, was den gesamten Zugriff langsamer macht. Mehr Informationen hierzu findet man unter anderem hier.

Meistens wird behauptet, dass die CL-Zyklen nicht sonderlich wichtig sind, da der Cache des Prozessors hier viele Zugriffe abfängt. Bei der Videobearbeitung ist dies jedoch genau nicht der Fall, weshalb hier RAM mit gutem Timing durchaus einen spürbaren Geschwindigkeitsgewinn bringen kann.

Alle modernen Rechner sprechen RAM besonders effizient an, wenn man immer 2 Bänke parallel mit gleichen Bausteinen bestückt (Dual Channel). Wer dagegen verschiedene RAM-Bausteine mixt, verschenkt viel Speicherperformance. Intel-Rechner die einen Prozessor-Sockel 1366 unterstützen (u.a auch der Mac Pro), können sogar drei DDR3-Rambausteine im Tripple Channel Modus ansprechen, was noch einmal mehr Performance erlaubt.

Da Mainboards in der Regel 4-6 Speicherbänke (Slots) besitzen, sollte man bei einer Speichererweiterung auch darauf achten, dass die RAM-Typen möglichst identisch sind. Der Speicher wird immer nur so schnell angesprochen, wie die langsamste Bank bestückt ist. So kann man beispielsweise in der Regel DDR2-800 Sticks zu DDR2-667 dazu stecken, aber der gesamte Zugriff auf alle Speicherbausteine erfolgt dann nur mit 667 MHz.

Bei Notebooks sowie sehr kompakten Rechnern kommen spezielle SO-Dimm-Bausteine zum Einsatz. Für Sie gilt all das hier gesagte analog. In der Regel erlauben auch SO-Dimms eine Dual Channel-Bestückung, wobei meistens nur zwei Slots zur Verfügung stehen. Bei einem Speicherupgrade muss man daher den alten Speicher komplett ausbauen.


  

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