Gab's das nicht schon? LYTIA 828
Der Vorgänger LYTIA 828 bot übrigens bereits ebenfalls eine Dynamik von über 100 dB bei 50-Megapixel-Auflösung. Diese Dynamik erzielte er allerdings nur durch eine Mehrfachbelichtung mit den zuvor genannten Problemen. Er kam auch nicht in vielen Smartphones zum Einsatz. Für den LYTIA L910 dürften sich nun wahrscheinlich mehr Hersteller interessieren. Apple allerdings vermutlich eher nicht. Denn hier gilt bereits ein anderer Stacked-Layer-Sensor als gesetzt, der bei Samsungs Chipfertigungssparte in Austin, Texas gefertigt wird. Da Apple im Vorfeld sicherlich den LYTIA L910 ebenfalls von Sony angeboten bekommen haben dürfte, und das iPhone immer versucht, mit klassenbester Dynamik zu glänzen, dürfte der Sensor für das kommende iPhone 18 aus den Samsung-Werken dem LYTIA L910 wahrscheinlich kaum nachstehen.
LYTIA L910 – Für wen oder was?
Als 4:3-Sensor vom Typ 1/1,28 besitzt der Sony LYTIA L910 laut technischen Daten eine Diagonale von 12,49 mm, was den Einsatz in Kameras mit typischen Großsensor-Modellen mit Sicherheit ausschließt.

Und die Senselgröße von 1,22 μm ist für die angesagte Dynamik natürlich untypisch klein. Damit kommen als Einsatzbereich in erster Linie Smartphones in den Sinn. Doch da der Sensor mit bis zu 60 fps mit voller Dynamik (2x2 Bin, TCG-HDR mit LOFIC) in 4K2K (16:9) ausgeben kann, könnten sogar Geräte wie Action-Cams oder dedizierte Camcorder-ähnliche Geräte mit diesem Sensor im Markt auftauchen. Mit reduzierter Dynamik sind übrigens sogar 4K120p möglich.
Fazit
Für die Branche bedeutet das: Der Druck auf die Hersteller traditioneller Cine-Kameras wird weiter zunehmen und der Kampf um die Bildqualität wird sich nicht mehr auf dem Feld der Dynamik entscheiden – denn dort wird das Smartphone in absehbarer Zeit seinen aktuellen Rückstand aufgeholt haben.


















