Sony erweitert sein PTZ-Portfolio um zwei neue Modelle, die Ende 2026 verfügbar sein sollen: die SRG-AS10 und die SRG-XS10. Die SRG-AS10 ist eine 4K-60p-fähige PTZ-Auto-Framing-Kamera, die Sonys proprietäre KI nutzt, um Motive automatisch zu erkennen, zu verfolgen und mit natürlich wirkender Bildkomposition aufzunehmen. Die SRG-XS10 ist das kompaktere Basismodell. Beide Kameras sind in Schwarz und Weiß erhältlich.
STARVIS-Sensor und flüssige PTZ-Bewegung
Beide Modelle sind mit einem 4K-STARVIS-Bildsensor vom Typ 1/2,8-Zoll ausgestattet, der klare Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglichen soll, und verfügen über eine verbesserte, flüssige Schwenk-Neige-Mechanik für natürliche Kamerabewegungen, welche bisherige Manöver wie zu abruptes Beschleunigen oder Abbremsen ersetzen sollen. Zusätzlich unterstützen beide Kameras einen 10-fachen optischen Zoom in 4K sowie bis zu 20-fachen Zoom in Full HD via Tele-Konverter-Modus.

KI-Auto-Framing der SRG-AS10: mehr als nur Tracking
Der große Unterschied zwischen den beiden Versionen: nur die Sony SRG-AS10 verfügt über PTZ-Auto-Framing mit mehreren intelligenten Funktionen. Ein KI-Algorithmus erfasst dabei nicht nur die Position im Raum und trackt diese, sondern auch Körperhaltung und Kopfposition, was präzises Framing auch bei mehreren Personen im Bild ermöglichen soll. Zudem passt der sogenannte Lead Room Effect den Bildausschnitt automatisch an die Blickrichtung des Motivs an. Mit dem Tracking Range lässt sich zudem ein fester Bereich definieren, auf den sich das Auto-Framing beschränkt - verlässt das Motiv diesen Bereich, zoomt die Kamera sanft heraus und wartet auf Rückkehr. Das ist zum Beispiel besonders praktisch bei Rednern am Pult, bei denen man keine unkontrollierte Kamerawanderung wünscht.
Die SRG-AS10 unterstützt einen Mehr-Personen-Modus für bis zu acht Personen - ideal für Meetings und Events - sowie einen speziellen Basketball-Modus, der Spieler und Ballbewegungen für automatisierte Sportaufnahmen verfolgt. Über eine Gesichtsregistrierung (auch per JPEG-Import im Vorfeld) lassen sich Hauptmotive priorisieren.
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Beide Kameras verfügen über eine integrierte Tally-Lampe: Bei der SRG-AS10 signalisiert Rot den „On Air"-Status - die Kamera sendet oder zeichnet auf - während Grün anzeigt, dass der KI-Auto-Framing-Modus aktiv ist und die Kamera dem Sprecher selbstständig folgt. So wissen Sprecher auf einen Blick nicht nur ob, sondern auch wie sie erfasst werden und können sich darauf einstellen.

Flexibel einsetzbar - von der Schule bis zum Stadion
Die kompakten Kameras eignen sich laut Sony für Klassenzimmer, Konferenzräume, Konzerthallen, Theater und Sportstätten. Unterstützt werden Streaming-Protokolle wie RTSP, RTMP und SRT sowie NDI HX2 - ab Werk vorinstalliert, ohne zusätzliche Lizenzkonfiguration - für flexible IP-basierte Fernproduktion. Dank PoE++ lassen sich Strom, Video und Steuerung über ein einziges LAN-Kabel übertragen. Steuerung ist per VISCA over IP, Web-App (Browser auf Tablet oder PC) sowie der mitgelieferten IR-Fernbedienung möglich. Optional ist die RM-IP500-Fernbedienung erhältlich.
Noch keien Preise
Die SRG-AS10 und SRG-XS10 positionieren sich durch ihre Spezifikationen als kompaktere, zugänglichere Ergänzung unterhalb der bisherigen KI-PTZ-Flaggschiffe; Preise nennt Sony noch keine. Zum Vergleich: Die 2023 eingeführte SRG-A12 (12-fach-Zoom, KI-Auto-Framing) kostet rund 3.500 Euro, die SRG-A40 (40-fach-Zoom) rund 4.225 Euro. Die SRG-XS10 als reines Streaming-/Meeting-Modell ohne KI-Framing dürfte sich preislich deutlich unterhalb der A12 einordnen, die SRG-AS10 mit vollem KI-Auto-Framing dürfte näher an der A12 liegen, aber durch kleineren Sensor und reduzierten Zoom günstiger ausfallen.

















