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Sony CineAlta VENICE - Vollformat-Kamera fürs große Kino

[19:00 Mi,6.September 2017 [e]  von ]    

Heute hat Sony weltweit mit Veranstaltungen (u.a. in den Pinewood Studios) seine neue CineCamera VENICE vorgestellt, die als erste dezidierte Filmkamera von Sony einen Kleinbild/Vollformat-Sensor (36 x24mm) besitzt.

Sony_Venice_presentation





Mit der Alpha 7 Serie hat Sony ja schon einige Vollformat-fähige Kameras im Portfolio, jedoch spielt VENICE in einer ganz anderen Liga. Hier will man ARRI und RED endlich mal wieder richtig Paroli bieten. Der Basis-Body-Preis von 37.000 Euro liegt dabei spürbar unter den Cinema-Topmodellen der Konkurrenz.

Der 6K-Sensor ist das Herz der Kamera und soll speziell für VENICE entwickelt worden sein. Er glänzt nicht nur durch einen sehr schnellen Readout gegen Rolling-Shutter Artefakte. Auch auf die Farbwiedergabe (besonders für Hauttöne) soll besonderer Wert gelegt worden sein. Die Gamut soll den BT2020-Farbraum übertreffen und auch den Farbraum von analogem Film voll umschließen. Mit mehr als 15 Blendenstufen Dynamikumfang spielt man auf dem Papier mit den meisten Konkurrenten in einer Liga. Bei einer geschätzten Senselgröße von ungefähr 6 µm dürfte diese Angabe des Belichtungsspielraums durchaus realistisch sein.

Sony_Venice_schraeg



Die 6K-FullFrame-Auflösung erlaubt weiters 4K-Aufnahmen im Super35mm-Fenster des Sensors (in zahlreichen Aspect Ratio Spielarten). Auch anamorphote Aufzeichnungsformate sollen breit unterstützt werden. Der gesamte Sensorblock ist inklusive aufgeflanschter E-Mount austauschbar. Sony stellt hierfür explizit die Möglichkeit zum Sensor-Upgrade in Aussicht ohne in eine neue Kamera investieren zu müssen. Dieses Versprechen haben wir in der Vergangenheit schon von mehreren Herstellern gehört, jedoch noch selten im Nachhinein eine sinnvolle Upgrademöglichkeit erlebt. Auf der E-Mount sitzt dann (wohl im Default-Lieferzustand) eine PL-Mount, die unter anderem auch PL-Lens Metadaten (Cooke/i) auslesen kann.

Sony_Venice_seite



Vor dem Sensor sitzt ein 8stufiger ND-FilterND-Filter im Glossar erklärt der durch zwei ND-Filterräder realisiert wird und ND-Werte von 0.3 bis 2.4 ermöglicht. Eine modernere und technisch elegantere Liquid-Kristall-ND-Filter-Lösung wie bei der Sony FS5 scheint Sony hier -aus welchen Gründen auch immer- nicht angebracht.

Sony_Venice_display



Auf beiden Gehäuseteilen sind (OLED-)Operator-Displays angebracht, zur Vorschau muss allerdings eine zusätzliche, externe Monitoring-Lösung genutzt werden. Diese kann über HDMIHDMI im Glossar erklärt oder 4K-SDI angedockt werden. Sony legt natürlich den hauseigenen OLED-Sucher DVF-EL200 ans Herz, der schon mit Blick auf VENICE designt wurde, aber sicherlich keine günstige Angelegenheit wird.

Sony_Venice_display2



Sony hat weiter Wert darauf gelegt, dass viele Zubehör-Teile der F55 auch an der VENICE Anschluss finden. Unter anderem auch der AXS-R7 Recorder, AXS-CR1 und AR1 Kartenleser, AXS- und SxS-Speicherkarten. Das führt uns auch direkt zu den Formaten der Aufzeichnung:

16 BitBit im Glossar erklärt lineares RAW und Sonys komprimierter RAW-Dialekt X-OCN lassen sich nur mit einem externen AXSM-Recorder aufzeichnen. Intern gibt es eine Aufzeichnung in XAVC 4K auf SxS-Karten (Class480 und Class300, beide 4:2:24:2:2 im Glossar erklärt Intraframe 10 Bit). Auch eine ProRES Aufzeichnung ist auf SxS möglich, jedoch maximal in FullHDFullHD im Glossar erklärt 4:2:24:2:2 im Glossar erklärt HQ, also vornehmlich für den Proxy-Einsatz. Mehr als 60FPS sollen laut Sony in keinem FormatFormat im Glossar erklärt möglich werden. Auch nicht mit einem späteren Update.

Ab Februar 2018 soll die VENICE für 37.000 Euro Gehäusepreis ausgeliefert werden. Doch sowohl für die anamorphe Aufzeichnung als auch für die Aufzeichnung in Kleinbild/Vollformat benötigt man weiters den Kauf oder die Miete zusätzlicher Lizenzen. Diese wird es wochen- oder monatsweise geben. Wer die Funktionen dauerhaft freischalten will, muss noch einmal ca. 10.000 Euro für Anamorph und FullFrame-Aufzeichnung einrechnen. Dazu wird es zum Start nur die anamorphen Funktionen geben. FullFrame-Aufzeichnung soll erst im Sommer 2018 möglich werden.


    
[31 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
rush    22:46 am 27.9.2017
Man muss Franks Ansichten nicht immer teilen... wie lang er sich gegen interne ND-Filter um Kopf und Kragen geredet hat... ... und dann bringt BMD plötzlich selbst eingebaute...weiterlesen
Valentino    12:59 am 27.9.2017
Außer der Alexa65 können alle Cinema-Kameras so zwischen 120 und 240fps. Sogar die F65 kann 120fps aufzeichnen, wurde sie nicht gerade deswegen für das HFR Soldatenepos...weiterlesen
Frank Glencairn    12:41 am 27.9.2017
Das Teil ist ausdrücklich als Cinema Kamera positioniert. Wieviel SlowMo ist denn im durchschnittlichen Kinofilm? Der klassische Shot der Helden, die von einer Explosion...weiterlesen
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