Jährlich wählt die Redaktion des amerikanischen Wörterbuchs Merriam-Webster unter den besonders oft online nachgeschlagenen Worten eines aus, das die Themen und Debatten des Jahres möglichst treffend auf den Punkt bringt. Welches ist wohl das Wort des Jahres 2025? Slop, wie in KI-Slop.
Das Wort an sich ist uralt und bedeutete ursprünglich Schlamm, wurde später für Essenreste, die man seinen Hausschweinen gab, genutzt (pig slop) und dann weiter gefasst als wertloser Abfall. Das damit neuerdings bezeichnete Phänomen (AI slop) ist verhältnismäßig neu - die Definition hierfür lautet "digitale Inhalte von geringer Qualität, die mithilfe von künstlicher Intelligenz in meist großer Menge produziert werden".

Gemeint ist also der lieblos schnell dahergenerierte Kitsch, seien es Bilder, Videos oder Texte, dem man leider immer öfter im Internet - und nicht mehr nur dort - begegnet. Oft fehlerbehaftet und übertrieben quillt der seelenlose KI-Slop nicht mehr nur aus Facebook, Tiktok, YouTube und Co, sondern er hat sich längst auch in Handel und Marketing, in der Businesskommunikation und vielen anderen Bereichen eingeschlichen. Günstig und schnell lautet die Devise; wer hätte gedacht, dass man die klassischen Stock-Fotos einmal vermissen würde?
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So allgegenwärtig der auf Knopfdruck automatisiert hergestellte Content (hier ist das Wort tatsächlich mal angebracht) ist, so unbeliebt ist er aber offensichtlich auch - siehe Wort des Jahres...
Dennoch ist die Prognose sicher nicht allzu gewagt, dass uns auch 2026 eimerweise KI-Slop gereicht werden wird. Nur neu ist das Ganze dann nicht mehr; man gewöhnt sich ja an fast alles.



















