Per KI zum perfekten Film? Roland Emmerich im Interview - KI ist eine Chance für Hollywood

Der Einsatz von KI bei der Produktion von Filmen wird in Hollywood viel diskutiert - auch wenn die Partnerschaft von OpenAI mit Disney gescheitert ist, gibt es doch viele spezialisierte Startups, die versprechen, die verschiedensten Aufgaben in der Filmproduktion zu vereinfachen, um so Zeit und Geld zu sparen.


In einem Interview mit den Tagesthemen hat Roland Emmerich (aka „Master of Disaster“), bekannt durch Blockbuster wie Independence Day und The Day After Tomorrow und der kommerziell erfolgreichste deutsche Regisseur in Hollywood, kürzlich seine Einstellung zum Einsatz von KI kundgetan. Emmerich setzt bei seinem nächsten Film tatsächlich ganz auf KI, um Blockbuster, die nach einem Budget von mehreren Millionen Dollar aussehen, für ein Bruchteil dieses Betrages zu produzieren.






Für sein aktuelles Filmprojekt, den Survival-/Action-Thriller Exodus, experimentiert er damit, die Performance realer Darsteller als Basis zu nutzen, die dann auf stilisierte, nicht-fotorealistische KI-Figuren übertragen wird. Ob dieser Ansatz funktioniert, will er zunächst in Tests klären – eine endgültige Entscheidung über den Umfang realer vs. generierter Schauspieler hat er noch nicht getroffen. Zur Frage, ob KI nicht viele Menschen überflüssig macht, die bisher bei der Filmproduktion notwendig waren, wie etwa Beleuchter, Kameraleute, Schauspieler, antwortet er lakonisch: „they are in trouble...“.




Kreative Freiheit für den Regisseur

Dass gerade Emmerich, dessen Genre vor allem aufwändige (Katastrophen)filme sind, KI vor allem als Chance sieht, überrascht nicht - die für solche Filme nötigen, großen Budgets reduzieren zu können, wirkt natürlich attraktiv. Für sich selbst sieht Emmerich vor allem neue Möglichkeiten, seine Ideen visuell umzusetzen - seien es bisher nicht mögliche Kamerafahrten, eine monumentale Ausstattung für wenig Geld umzusetzen oder eine Szene bei Nichtgefallen einfach anders zu prompten, um etwas leicht anders auszuprobieren - ohne den Aufwand eines echten Drehs und eventueller Umbauten am Set. Besonders die Möglichkeit, das Licht per Prompt frei (nachträglich) zu setzen - auch bei Außendrehs - und beliebige Kamerafahrten frei auszuprobieren, haben es Emmerich angetan. §PIC1

Emmerich sieht allerdings auch die Möglichkeit, dass ein per KI produzierter Film mit seinem typischen Look negative Reaktionen des Publikums auslösen kann, das sich angesichts der Flut an KI-Bildern mehr Authentizität und echte menschliche Schauspieler wünscht.



Seiner Wahrnehmung nach besteht in Hollywood neben aller Kritik auch eine "Why not?"-Stimmung zum Einsatz von KI, welche die Revolution in der Technik nutzt, um Filme billiger produzieren zu können - denn solche mit einem reduzierten Budget produzierte Filme können dann auch einfacher ihre Kosten wieder einspielen und profitabel werden.




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