Mit einer Stereobasis
von 42mm bietet der soeben auf der IFA vorgestellte 3D-Camcorder HDC-Z10000 etwas mehr "3D" als die kleineren Sony TD10 und JVC TD1, allerdings nicht ganz so viel wie das größere Panasonic-Modell AG-3DA1. Auch was die Funktionalität und den Preis angeht, reiht sich der neue integrierte Henkelmann für stereoskopische Aufnahmen zwischen diesen beiden Polen ein. Er scheint deutlich mehr manuelle Kontrolle zu bieten als die kleine Konkurrenz -- es gibt drei separate Einstellringe für Fokus, Zoom
und Blende
, und am Gehäuse stechen externe Schalter für Zebra-Anzeige und Farbbalken
sowie drei frei belegbare User-Tasten ins Auge. Sogar der Konvergenzpunkt
kann justiert werden, wobei unklar ist, ob es sich hierbei um eine elektronische Verschiebung handelt oder ob tatsächlich an der Lage der beiden Optiken geschraubt werden kann. Auch zwei XLR-Audioeingänge sind an Bord.
Das F1.5 Doppelobjektiv ist mit umgerechnet 32,0mm (29,8mm im 2D-Betrieb) nochmal etwas weitwinkliger als bei Sonys TD10 (um nicht von den 47,1mm der 3DA1 zu sprechen). Der optische Zoom
ist 10-fach (12x in 2D). Hinter den beiden Optiken sind 2x 1/4" 3MOS Sensoren verbaut, aufgezeichnet wird Full HD in AVCHD
2.0 (1920x1080/50i) im MVC-Format (auf SD-Karten, doppelter Karten-Slot vorhanden).
Neuartig sieht die Anbringung des 8,8cm 3D-Displays oben am Handgriff aus: den Abbildungen nach scheint es dort einen Schacht zu geben, aus dem man das Display herauszieht. Die LCD-Auflösung beträgt 1,1 Mio. Pixel
, ein Farbsucher mit 1,2 Mio. Pixel
ist ebenfalls verfügbar.
Abschließend sei gesagt, daß sich mit der HDC-Z10000 natürlich auch hochauflösendes 2D-Material aufnehmen läßt, und zwar in 50p (AVCHD 2.0).
Ab November wird die Kamera verfügbar sein -- ein genauer Preis wurde noch nicht genannt, er soll jedoch "unter 4.000 Euro" liegen.