Nikon hat seine Geschäftszahlen für das letzte Jahr veröffentlicht sowie auch einen Ausblick darauf, wo das Management das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren hinführen möchte. Diese Informationen zielen hauptsächlich auf Investoren, doch wer sich fragt, was in den nächsten Jahren in Punkto Kameras von Nikon und RED zu erwarten ist, wird hier natürlich auch fündig.

Während in den letzten Jahren spiegellose Kameras profitabel waren, sieht Nikon bis 2030 nun hauptsächlich bei digitalen Cinema-Kameras ein Wachstumspotenzial. So wird angestrebt, die Z CINEMA-Serie durch die Entwicklung digitaler Cine-Kameras auszubauen, welche die Stärken von Nikon und RED verbinden; zudem sollen Cine-Objektive ergänzt werden. Bis zum Geschäftsjahr 2030 soll außerdem das Z-Mount-Objektivportfolio auf über 80 Modelle ausgebaut werden.

Eingefleischten RED-Fans könnte es allerdings bei folgender Zielsetzung mulmig werden: Das Netzwerk und die Vertriebskanäle von RED in der Cine-Branche sollen genutzt werden, um die Marke Nikon als Hersteller von Cine-Kameras aufzubauen ("to rebuild the Nikon brand as a cinema camera manufacture"). Denn wenn Nikon mehr Cine wird, bleibt dann noch genug Platz für RED? Und was passiert eigentlich mit der Fotosparte, das Urstandbein von Nikon Imaging, wenn die Marke Richtung Cinema gerückt wird?
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Mit seiner mittelfristigen Zielsetzung reagiert Nikon auf die aktuelle Geschäftsentwicklung. Wie sich bereits abgezeichnet hatte, war das letzte Jahr für Nikon nicht sonderlich rosig; bereits für das 3. Quartal wurden ja hohe operative Verluste gemeldet, hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen in der Digital Manufacturing-Sparte. Durch den Abstoß der Motion Control-Tochter MRMC wurden im vierten und letzten Quartal nun auch in der Imaging-Division einmalige Verluste verbucht.
Für das kommende Jahr rechnet Nikon mit stabilen Kameraverkäufen bzw. -umsätzen, jedoch sinkenden Gewinnmargen aufgrund von höheren Kosten, u.a. aufgrund der Speicherkrise.


















