Für große Studios sind Filme bekanntlich Investitionen -- Produkte, die sich möglichst gut verkaufen sollen (an der Kinokasse, als DVD, etc.). Um dieses Produkt zu optimieren, wird die Wirkung eines Films meist vor Veröffentlichung bei Testscreenings geprüft. Zeigt sich das Publikum nur mäßig begeistert, folgt ein Neuschnitt (der durchaus radikal ausfallen kann). Allerdings bringen Publikumsbefragungen reichlich unpräzise Ergebnisse. Um noch genauer feststellen zu können, welche Szenen oder Einstellungen besonders starke Reaktionen hervorrufen, oder im Gegenteil den Zuschauer langweilen, möchte laut Wired (s. Link unten) eine Gruppe Forscher in Zukunft Magnetresonanztomographen (MRT) einsetzen. Bei ersten Versuchen wurden einer Probandin Ausschnitte aus einem Horrorfilm gezeigt, während sie in einem entsprechendem Scanner lag. Anhand der Aktivität insbesondere ihrer Amygdala läßt sich, so die Forscher, exakt feststellen, welche Bilder besonders viel Angst evoziert haben -- Erkenntnisse, die zur Produktion noch wirkungsvollerer (Horror-)Filme beitragen sollen.
Mal abgesehen davon, was man von einer solchen Herangehensweise ans Filmemachen überhaupt hält, so ist die MRT-Forschung selbst nicht völlig unumstritten; werden die Meßwerte nicht mit größter Sorgfalt ausgewertet, so kann es zu fehlerhaften Resultaten kommen. Und dann kann sogar ein toter Lachs erhöhte Gehirnaktivität aufweisen, wie
dieser nette Artikel in der SZ schildert...