Die neue Version des Open Source VP8-Codec SDKs konzentriert sich ganz auf die Verbesserung der Komprimiergeschwindigkeit und Qualität. Das SDK bietet Entwicklern die Möglichkeit, VP8/WebM Encoding und Decoding-Funktionalität in ihre eigenen Programme einzubauen. Je nach Prozessor-Plattform (x86, ARM, Tegra2) ist die aktuelle Version (Codename Bali) rund viermal so schnell wie die allererste Version und rund 1,3mal so schnell wie die vorhergehende. Die Bildqualität soll über die gesamt Cliplänge jetzt konsistenter sein und besonders bei rauschigen Clips verbessert worden sein. Ebenso sollen Szenenwechsel (Schnitte) jetzt besser aussehen.
Wir sind gespannt auf die ersten Implementierungen und Tests - WebM soll ja eine Konkurrenz zu H.264 Videos im Netz werden. Wie das Wall Street Journal unlängst
berichtete, will das US-Justizministerium übrigens prüfen, ob die MPEG
LA, die den Lizenzpool rund um H.264 verwaltet, bei diesem Konkurrenzkampf gegen das Kartellrecht verstößt. Die Organisation sammelt derzeit ausdrücklich Patente, die der Videocodec VP8 verletzen könnte... (möglicherweise, um mit diesem Patentpool gegen Google vor Gericht zu gehen, siehe zB. bei
zdnet).