Boris FX Mocha Pro für planares 2D/3D-Tracking und Masking ist in der Version 2026.5 verfügbar. Hinzugekommen sind ein neues, KI-gestütztes Point Tracking, detailliertere automatische Mattes, neue Exportoptionen zur besseren Unterstützung von Studio-Pipelines sowie eine Windows-ARM-Unterstützung für das Adobe-Plugin und die Standalone-Anwendung.

Point Track ML
Die PowerMesh Tracking-Funktion, mit der sich in Mocha Pro subtile Verformungen auf Oberflächen wie Haut oder Stoff erfassen lassen, erhält Point Track ML. Der neue Tracking-Modus nutzt KI, um Tracks über eine gesamte Sequenz hinweg zu analysieren – im Gegensatz zu klassischen Punkt- oder Planar-Trackern, die auf einer bildweisen Analyse basieren. Das Modell wurde darauf trainiert, Verdeckungen, Lichtveränderungen und Schatten zu ignorieren. Dadurch sollen sich bislang schwierige Aufgaben, etwa Mesh-Tracking auf zerknitterter Kleidung oder in Situationen, in denen sich Hände über die getrackte Oberfläche bewegen, schneller lösen lassen.
Point Track ML verfolgt laut Boris FX außerdem Oberflächen, die sich von der Kamera weg- und dann wieder hindrehen, was mit planarem Tracking bisher nicht möglich war. Drei weitere Werkzeuge sollen schnelle Workflows ermöglichen: ein Refine Mode für höher aufgelöste Analysen, editierbare Meshes bei Bedarf sowie die Möglichkeit, PowerMesh-Tracks auf Wunsch wieder in planare Daten umzuwandeln.

Zusätzlich enthält auch das AdjustTrack-Modul Point Track ML. Dieses Modul dient als Korrekturwerkzeug im letzten Arbeitsschritt und hilft dabei, extrem schwierige Tracks zu bereinigen, die aufgrund von Bewegungsunschärfe, schnellen Bewegungen, wechselnden Referenzpunkten oder aus dem Bild laufenden Bereichen immer wieder verrutschen. Bisher mussten Anwender in solchen Fällen jeden Anpassungspunkt manuell korrigieren. Nun soll ein einfacher Workflow mit dem Auto Nudge Tool und Point Track ML automatisch driftende Punkte erkennen und sie korrigieren, sodass Oberflächen-Tracks stabil verankert bleiben. Wer mehr Kontrolle benötigt, kann die Nudge-Position über Anpassungen pro Punkt weiter verfeinern, eine hochaufgelöste Analyse zur Anzeige zusätzlicher Details vorab betrachten und Stützraster verwenden, um einer Aufnahme zusätzliche Punkte hinzuzufügen und die Genauigkeit zu verbessern.
Erweitertes KI-Masking
Darüberhinaus erhalten die bereits verfügbaren, KI-gestützten Masking-Werkzeuge von Mocha Pro neue Funktionen, die die Erstellung und Verfeinerung von Mattes weiter automatisieren. So erzeugt Object Brush, angetrieben von Mask ML, mit dem neuen Auto ROI-Werkzeug laut BorisFX automatisch feinere Kantendetails. Zudem lassen sich eigene ROIs – also eine Region of Interest – zeichnen, um ein Motiv präziser zu isolieren.

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Optimierte Workflows
Weitere Verbesserungen sollen für ein reibungsloseres Arbeiten in unterschiedlichen VFX-Pipelines sorgen. Neue flexible Exportoptionen etwa ermöglichen unter anderem den Export von Render-Shapes nach RGBA zusammen mit dem Quellclip oder einem beliebigen gerenderten Clip, den Export separater Layer-Mattes als mehrschichtige EXR-Dateien, die Trennung von Ebenen nach Farbkanälen sowie das Deaktivieren von Layer-Opacity-Keyframes auf Matte-Daten beim Export nach After Effects, Fusion und Flame.
Der Curve Editor, der Problemstellen in einem Track visualisiert und Daten glättet, erlaubt es Anwendern nun, PowerMesh-Keyframes pro Vertex anzuzeigen und zu bearbeiten. Dadurch lassen sich Korrekturen bei meshbasierten Tracking-Aufgaben schneller durchführen.
Ferner gibt es nun eine Windows-ARM-Unterstützung für das Adobe-Plugin und die Standalone-Versionen sowie eine erweiterte Unterstützung der Python-API für PowerMesh und die Konturfunktionen von Matte Assist ML.
Mocha Pro ist als Plugin und Standalone-Anwendung über monatliche/jährliche Abonnements, Upgrade- und Support-Plänen und Dauerlizenzen erhältlich. Zu den unterstützten Host-Anwendungen gehören Adobe After Effects und Adobe Premiere Pro, Avid Media Composer, Foundry Nuke, Blackmagic Fusion, Autodesk Flame und VEGAS Pro.


















