Das Blog 99% hat interessante Auszüge aus einem Workshopgespräch von Francis Ford Coppola mit amerikanischen Filmstudenten zusammengetragen. Es geht um wesentliche Elemente und Lehren seines Filmschaffens. Wie gewohnt bezieht Coppola eine radikale Stellung zum Urheberrecht mit der gerade
in diesen Tagen als von Einigen als ketzerisch empfundenen Frage, weshalb Kunst etwas kosten müsse. Viel wichtiger erachtet Coppola das Moment des Experimentierens, des Risiken Eingehens. Allerdings sind Produzenten immer weniger bereit, entsprechende Risiken zu tragen. Sie wollen Filme die funktionieren, im wörtlichen Sinn also kalkulierbar sind. Immer wieder erfrischend den Gründer von American Zoetrope die Fackel des Independent Filmemachens hoch halten zu sehen.
Aber auch Fragen zum Umgang mit Schauspielgrößen, dem ständigen Kampf mit der eigenen Unsicherheit, die wichtigsten Leitideen eines Films und die Art und Weise, wie ein Drehbuch beschaffen sein muss, damit es brauchbar ist, welcher Einfluss vor Ort beim Dreh entscheidend dazu beiträgt, dass eine Szene funktioniert werden in diesen interessanten Exzerpten behandelt.
Zu unserer Schande müssen wir gestehen, dass wir bis Dato noch nichts über Coppolas
Weingut wussten. Da dieses Unternehmen ihm jedoch u.a. erlaubt, die Filme zu realisieren, die er für interessant hält und nicht jene die aus Sicht eines Großstudio-Marketingteams gemacht werden sollten, werden wir uns sofort um eine Flasche
Directors Cut kümmern und uns einen Apocalypse Now Abend gönnen, dessen Anfangssequenz ja hervorragend mit Alkohol harmoniert. Einen Toast auf Coppola und alle kreativen Wege der Filmfinanzierung!