Unter chromatischen Aberrationen versteht man eine Fehlabbildung durch das Objektiv, bei der an kontraststarken Kanten die einzelnen Grundfarben verschieden stark ausfransen. Wenn beispielsweise eine dunkle Kante
vor einem hellen Hintergrund am Objektivrand erscheint, so treten um diese Kante
deutlich sichtbare Farbsäume auf. Moderne Kameras können diese Aberrationen digital korrigieren, jedoch scheint sich die menschliche Wahrnehmung mittlerweile auf dieses Phänomen eingestellt zu haben. Nicht anders ist es zu erklären, dass mittlerweile bei vielen 3D-Animationen auch chromatische Aberrationen künstlich dazu gerendert
werden, um die Abbildung glaubhafter erscheinen zu lassen. Ähnliche Effekte kennt man ja auch von syntetischem Rauschen oder Blendenflecken. Das Auge liebt es eben dreckig.