Wie jedes Jahr zur NAB präsentiert Adobe kleine und größere Neuerungen in seinen Videoprodukten. Die größte Überraschung dürfte wohl der neue Color Mode in der vorgestellten Premiere Beta sein: Hier hat Adobe nicht weniger versucht, als Color Grading komplett neu zu denken. So lässt sich der Look einer Timeline nun in einem neuen Raum bearbeiten, der von einer großflächigen Monitor-Vorschau dominiert wird.
Premiere mit Color Mode
Die Farbkorrektur lässt sich darin aus Modulen zusammensetzen, die verschiedene Korrekturen ausführen können und meistens aus einer Kombination aus klassischen Parametern bestehen. Die Einstellung erfolgt dann über sogenannte Color Controls, die in zwei Koordinaten arbeiten, beispielsweise Kontrast und Kontrastmittelpunkt. Wie auf einem gedachten Ball, lassen sich dann diese zwei Parameter durch links-rechts, bzw. oben-unten Bewegungen einstellen. Wobei zugleich ein Mini-HUD eingeblendet wird, der die Auswirkungen in relevanten Messinstrumenten darstellt (also z.B. ein Histogramm beim Kontrast).

Über Operationen lassen sich dann die Color-Einstellungen über Clips, Gruppen oder Timelines verteilen, wobei auf der rechten Seite alle beeinflussten Clips als Miniaturen dargestellt werden. Und nicht zuletzt stehen auch noch KI-Objektmasken für eine sekundäre Farbkorrektur bereit.
Des Weiteren gibt es in den jetzt aktuellen Version 26.2 neue GPU-beschleunigte Effekte, wie Gradient, Noise oder Channel Blur und eine neue "Smooth Option" für die KI-Masken, welche detaillierte Kanten verspricht. Zudem ist der Sequenz-Index nun durchsuchbar und das Relinking von Clips wurde deutlich beschleunigt.
After Effects mit KI-Objektmasken
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Firefly jetzt mit Kling 3.0
Unter Firefly hat sich die Anzahl der nutzbaren Modelle mittlerweile auf über 30 erhöht. Zur NAB 2026 kommt als Neuzugang Kling 3.0 und Kling 3.0 Omni, wobei ersteres durch starkes Storyboarding und guten Audio-Sync hervorstechen soll. Die Omni-Variante soll dagegen ihre Stärken in Kamerabewegungen und Charakter-Konsistenz zeigen. Der Firefly-Online-Videoeditor soll ebenfalls neue Funktionen bekommen haben, u.a. Enhanced Speech.
Frame.io bringt Mounted Stroage
Frame.io versucht sich mittelfristig nicht nur für die Videobearbeitung, sondern für jegliches kollaboratives Arbeiten zu empfehlen und präsentiert hierfür nun ein eigenes virtuelles "Mounted" Storage-System. Dieses stellt sich für den Anwender einfach wie ein externes Laufwerk im System dar, kann aber von vielen Anwendern gleichzeitig im Team genutzt werden.

Genutzte Dateien sollen dabei intelligent lokal zwischengespeichert werden, so dass sich das Laufwerk wie ein lokaler Speicher anfühlt und man beispielsweise sofort von einem geteilten Projekt losschneiden kann, ohne die Clips vorher herunterzuladen. Frame.io verspricht, dass man hiermit nie mehr Daten-Laufwerke verschicken oder auf Downloads warten muss. Und das alles mit Versionskontrolle und ohne VPN-Konfiguration.
Alle genannten Neuerungen sollen ab sofort für Abonnenten der Creative Cloud im Download, teilweise allerdings noch als Beta verfügbar sein.


















