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video fuer beta sp aufbereiten




Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen!


Frage von Daniel Bauer:


Hallo!
Ich muss ein Musikvideo auf Beta SP ueberspielen lassen. Das
urspruengliche FormatFormat im Glossar erklärt ist 1024*576, allerdings wollen die vom Sender
nix von 16/9 wissen, daher muss ichs wohl letterboxed machen. Ich
moecht ueber den skaliervorgang die kontrolle bewahren und das video
schon bevor ichs zum kopierer bring 'richtig' skalieren. Welche
Aufloesung waere denn da sinnvoll, welches halbbild zuerst und welches
pixelverhaeltnis?
Danke und gruesse,
daniel






Antwort von Benjamin Spitschan:

Daniel Bauer schrieb:
> Ich muss ein Musikvideo auf Beta SP ueberspielen lassen. Das
> urspruengliche FormatFormat im Glossar erklärt ist 1024*576, allerdings wollen die vom Sender
> nix von 16/9 wissen, daher muss ichs wohl letterboxed machen. Ich
> moecht ueber den skaliervorgang die kontrolle bewahren und das video
> schon bevor ichs zum kopierer bring 'richtig' skalieren. Welche
> Aufloesung waere denn da sinnvoll, welches halbbild zuerst und welches
> pixelverhaeltnis?

Hallo Daniel,

1. Frage: Wieso in aller Welt produzierst Du in Square Pixels, bzw.
wieso mit 1024 Horizontalpixeln?
2. Frage: Ist das Material echtes InterlacedInterlaced im Glossar erklärt oder in Wirklichkeit
progressiv?
3. Frage: In welchem Ausgangsmaterial liegt Dir das Material vor?
4. Frage: Von welchem FormatFormat im Glossar erklärt ausgehend soll auf Beta ausgespielt werden?

Ich mache mal ein paar Annahmen, aber bitte trotzdem beantworten:
Zu 1: egal, zu 2: auch fast (;!) egal, zu 3: halbwegs egal (;irgend ein
computerlesbares Format), zu 4: miniDV.

Die Skalierfaktoren ergeben sich wie folgt:
Ein 16:9-Bild belegt in der Vertikalen 432 der 576 Zeilen
[576*(;4:3)/(;16:9) = 432]. In der Horizontalen werden genau 702 (;!) PixelPixel im Glossar erklärt
belegt. Gültige Werte für die horizontale Gesamtpixelzahl sind 720 und
704 PixelPixel im Glossar erklärt, dabei ist 720 der weitaus gebräuchlichere Wert (;z. B. auch
bei DV). Die 702 PixelPixel im Glossar erklärt mit aktivem Bildinhalt liegen dabei in der Mitte
der 720 bzw. 704 PixelPixel im Glossar erklärt Gesamtbildbreite, der Rest wird mit je 9 bzw.
einem schwarzen PixelPixel im Glossar erklärt auf jeder Seite aufgefüllt. Das ergibt übrigens
ein PixelPixel im Glossar erklärt Aspect Ratio von 117/128 Pixelhöhe zu Pixelbreite
[(;702:576)/(;4:3) = 117/128].

Damit wären die Parameter auch schon festgelegt, es müssen also 1024 zu
702 horizontalen Pixeln (;Faktor 351/512) und 576 zu 432 vertikalen
Pixeln (;Faktor 3/4) gestaucht werden, d. h. als Zielgröße in der
Skalieranwendung (;z. B. VirtualDub) 702x432 angeben. Anschließend muß
dieses Bild noch an allen vier Rändern mit schwarzen Pixeln erweitert
werden, um es auf ein Standardformat zu bringen, typischerweise also
720x576 durch Erweitern um je 9 seitlich und je 72 oben und unten. Damit
hättest Du Dein Letterboxbild. Falls auch 16:9 anamorph zugelassen wäre,
könnte man sich die Skalierung in Vertikalrichtung einfach sparen.

Grüße, Benjamin




Antwort von Daniel Bauer:


Benjamin Spitschan wrote:
> Daniel Bauer schrieb:
> > Ich muss ein Musikvideo auf Beta SP ueberspielen lassen. Das
> > urspruengliche FormatFormat im Glossar erklärt ist 1024*576, allerdings wollen die vom Sender
> > nix von 16/9 wissen, daher muss ichs wohl letterboxed machen. Ich
> > moecht ueber den skaliervorgang die kontrolle bewahren und das video
> > schon bevor ichs zum kopierer bring 'richtig' skalieren. Welche
> > Aufloesung waere denn da sinnvoll, welches halbbild zuerst und welches
> > pixelverhaeltnis?
>
> Hallo Daniel,

Hallo Benjamin

>
> 1. Frage: Wieso in aller Welt produzierst Du in Square Pixels, bzw.
> wieso mit 1024 Horizontalpixeln?

Wir produzierten in 1024x576 p 25F;
Das Ausgansmaterial sind Stopmotion Fotos, Architekturfotos und 3D
Animationen. In weiterer Folge 3D Compositing. Erste Veroeffentlichung
war auf Datentraeger in voller Aufloesung, daher das Format. Jetzt gilt
das so schoen als moeglich 'klein zu kriegen'

> 2. Frage: Ist das Material echtes InterlacedInterlaced im Glossar erklärt oder in Wirklichkeit
> progressiv?

Progressive

> 3. Frage: In welchem Ausgangsmaterial liegt Dir das Material vor?

siehe oben

> 4. Frage: Von welchem FormatFormat im Glossar erklärt ausgehend soll auf Beta ausgespielt werden?

das ist ja meine Frage. Ist es geschickter das Ausgansmaterial auf
768*576 mit square pixel zu stauchen bevor es aufs band geht, oder soll
ich klassische 720*576 mit 1,0926 Pixelverhaeltnis nehmen?

Jedenfalls wird das fertige File in ein lossless quciktime manoevriert,
auf cd gebrannt und dann zum herrn kopierer geschickt. MiniDV und DV
Codec also nicht notwendig.

>
> Ich mache mal ein paar Annahmen, aber bitte trotzdem beantworten:
> Zu 1: egal, zu 2: auch fast (;!) egal, zu 3: halbwegs egal (;irgend ein
> computerlesbares Format), zu 4: miniDV.
>
> Die Skalierfaktoren ergeben sich wie folgt:
> Ein 16:9-Bild belegt in der Vertikalen 432 der 576 Zeilen
> [576*(;4:3)/(;16:9) = 432]. In der Horizontalen werden genau 702 (;!) Pixel
> belegt. Gültige Werte für die horizontale Gesamtpixelzahl sind 720 und
> 704 PixelPixel im Glossar erklärt, dabei ist 720 der weitaus gebräuchlichere Wert (;z. B. auch
> bei DV). Die 702 PixelPixel im Glossar erklärt mit aktivem Bildinhalt liegen dabei in der Mitte
> der 720 bzw. 704 PixelPixel im Glossar erklärt Gesamtbildbreite, der Rest wird mit je 9 bzw.
> einem schwarzen PixelPixel im Glossar erklärt auf jeder Seite aufgefüllt. Das ergibt übrigens
> ein PixelPixel im Glossar erklärt Aspect Ratio von 117/128 Pixelhöhe zu Pixelbreite
> [(;702:576)/(;4:3) = 117/128].
>
> Damit wären die Parameter auch schon festgelegt, es müssen also 1024 =
zu
> 702 horizontalen Pixeln (;Faktor 351/512) und 576 zu 432 vertikalen
> Pixeln (;Faktor 3/4) gestaucht werden, d. h. als Zielgröße in der
> Skalieranwendung (;z. B. VirtualDub) 702x432 angeben. Anschließend muß
> dieses Bild noch an allen vier Rändern mit schwarzen Pixeln erweitert
> werden, um es auf ein Standardformat zu bringen, typischerweise also
> 720x576 durch Erweitern um je 9 seitlich und je 72 oben und unten. Damit
> hättest Du Dein Letterboxbild. Falls auch 16:9 anamorph zugelassen wä=
re,
> könnte man sich die Skalierung in Vertikalrichtung einfach sparen.

Nein, anamorph senden die nicht.
Deiner Meinung nach also sollte ich ein 720/576 File machen, allerdings
den aktiven Inhalt um je 9 PixelPixel im Glossar erklärt rechts und links verkleinern, damit er
noch gesehen wird?

>
> Grüße, Benjamin

danke und gruss zurueck.





Antwort von Daniel Bauer:

ps.: wie siehts mit farben aus. Wir arbeiteten mit harten schwarz weiss
kontrasten. Sollte ich dazu etwas beachten (;broadcast colors etc.)





Antwort von Benjamin Spitschan:

Daniel Bauer schrieb:
>> 1. Frage: Wieso in aller Welt produzierst Du in Square Pixels, bzw.
>> wieso mit 1024 Horizontalpixeln?
>
> Wir produzierten in 1024x576 p 25F;
> Das Ausgansmaterial sind Stopmotion Fotos, Architekturfotos und 3D
> Animationen. In weiterer Folge 3D Compositing. Erste Veroeffentlichung
> war auf Datentraeger in voller Aufloesung, daher das Format. Jetzt gilt
> das so schoen als moeglich 'klein zu kriegen'

Ah ok, geklärt ;).

>> 2. Frage: Ist das Material echtes InterlacedInterlaced im Glossar erklärt oder in Wirklichkeit
>> progressiv?
>
> Progressive

Dann ist alles wunderbar, man muß überhaupt nichts beachten. Außer
vielleicht, daß Dein Skalierprogramm die Vollbilder skaliert und nicht
die Halbbilder. Aber auch das wäre nicht sooo tragisch (;der umgekehrte
Fall "interlactes Material wird in Vollbildern skaliert" hingegen schon
und würde alles versauen).

>> 3. Frage: In welchem Ausgangsmaterial liegt Dir das Material vor?
>
> siehe oben
>
>> 4. Frage: Von welchem FormatFormat im Glossar erklärt ausgehend soll auf Beta ausgespielt werden?
>
> das ist ja meine Frage.

Mit Formaten meinte ich eher nicht die Bilddimensionen, sondern das
Dateiformat, den CodecCodec im Glossar erklärt usw. Da Deine Frage nur auf die Aspect Ratios
zielt, ist das auch egal, ich nehme an, Du weißt, wie Du in Deinem
Programm skalierst.

> Ist es geschickter das Ausgansmaterial auf
> 768*576 mit square pixel zu stauchen bevor es aufs band geht, oder soll
> ich klassische 720*576 mit 1,0926 Pixelverhaeltnis nehmen?

Die Antwort hast Du eigentlich schon selbst gegeben, denn Video-D/As
(;Digital-Analog-Wandler) erwarten die 720, d. h. der Kopierer müßte die
Skalierung 768->720 machen, was Du ja genau *nicht* aus Deinen Händen
geben wolltest. Denn auch hier würde erwartungsgemäß wieder der nötige
Zwischenschritt Skalierung auf 702 Erweiterung auf 720 aus
Unwissenheit vergessen. Dies ist aber für ein unverzerrtes Bild nötig.
Der Fehler beträgt zwar nur 2,5%, allerdings würde dann z. B. noch mehr
Bildinhalt im Overscan verschwinden. Außerdem vertrete ich die Ansicht,
daß man sich an Standards halten sollte.

>> [...]
>
> Deiner Meinung nach also sollte ich ein 720/576 File machen, allerdings
> den aktiven Inhalt um je 9 PixelPixel im Glossar erklärt rechts und links verkleinern, damit er
> noch gesehen wird?

Nein, genau nicht. Oder Du falsch formuliert oder ich falsch verstanden ;).
Nacheinander:
- Das volle Ausgangsbild 1024x576 skalieren auf 702x432.
- Das 702x432er-Bild mit schwarzen Pixeln *erweitern* (;nicht skalieren
o. ä.) auf 720x576.
- Ergebnis: Das (;inhaltlich) volle Ausgangsbild ist (;in reduzierter
Auflösung) weiterhin vorhanden, 702x432 PixelPixel im Glossar erklärt groß und eingebettet auf
schwarzem Hintergrund. Links und rechts befinden sich darum je 9 Pixel
breite schwarze Streifen; oben und unten 72 PixelPixel im Glossar erklärt breite Letterbox-
Balken.

So entspricht's zumindest der Norm, andernfalls würde sich eine leichte
Verzerrung ergeben - auch wenn's ganz, ganz oft falsch gemacht wird.
"Nahezu" richtig wäre auch 704, aber da Ihr ja offenbar sowieso auf 720
geht, kannst Du's auch gleich ganz richtig machen.

Da Du eh skalieren mußt (;bei 720 würde sich ein ebenfalls unschönes
Verhältnis von 45/64 ergeben), mach es am besten gleich richtig. Eine
Verbesserung der Qualität des Interpolations-/Dezimationsalgorithmus'
kann man sich bei 45/64 vs. 351/512 nicht versprechen, das ginge nur,
wenn Zähler und Nenner deutlich einstellig wären.

Grüße, Benjamin




Antwort von Benjamin Spitschan:

Daniel Bauer schrieb:
> ps.: wie siehts mit farben aus. Wir arbeiteten mit harten schwarz weiss
> kontrasten. Sollte ich dazu etwas beachten (;broadcast colors etc.)

S/W-Kontraste kann ich so nicht beurteilen, "das hängt davon ab" ;).
Soll das Ding tatsächlich on-air gehen? Im Zweifelsfall ist das halt
künstlerisches Mittel. Wobei man grade im Musikbereich massenhaft
grottiges Material sieht, bei dem es das *nicht* ist, sondern
technisches Unvermögen - aber nicht im Bereich Kontrast! Broadcast
Colors sind nur ein wirklich übles Problem bei NTSC. Gibt es denn vom
Sender keine Technischen Richtlinien?

Es gibt allerdings einige Topics bei dem "Systemwechsel" Computergrafik
-> Video, und zwar ist das einmal die Transferfunktion (;"Gamma"), einmal
der Gamut und dann der Wertebereich. "Computer-RGB" benutzt
typischerweise den Bereich von 0...255 pro Farbe; YCbCr (;fälschlich:
YUV) nimmt 16...235 für Y bzw. 16...240 für Cb und Cr. Wenn man da mit
dem Schwarzwert was falsch macht, wird alles flau oder säuft ab.

Welches Programm benutzt Du denn? Was war das Ausgangsmaterial? Wird in
RGB oder YCbCr abgespeichert? Ich vermute aber stark, daß das Programm
das schon handlet.


Grüße, Benjamin




Antwort von Daniel Bauer:


Benjamin Spitschan wrote:
> Daniel Bauer schrieb:
> > ps.: wie siehts mit farben aus. Wir arbeiteten mit harten schwarz weiss
> > kontrasten. Sollte ich dazu etwas beachten (;broadcast colors etc.)
>
> S/W-Kontraste kann ich so nicht beurteilen, "das hängt davon ab" ;).
> Soll das Ding tatsächlich on-air gehen? Im Zweifelsfall ist das halt
> künstlerisches Mittel. Wobei man grade im Musikbereich massenhaft
> grottiges Material sieht, bei dem es das *nicht* ist, sondern
> technisches Unvermögen - aber nicht im Bereich Kontrast! Broadcast
> Colors sind nur ein wirklich übles Problem bei NTSC. Gibt es denn vom
> Sender keine Technischen Richtlinien?

Nein, das ist ein kleiner Musisender, von denen kommt gar nix.
Ich hab eh einen Kontrollschirm, an dem sieht man schon ganz gut die
Auswirkungen.

>
> Es gibt allerdings einige Topics bei dem "Systemwechsel" Computergrafik
> -> Video, und zwar ist das einmal die Transferfunktion (;"Gamma"), einmal
> der Gamut und dann der Wertebereich. "Computer-RGB" benutzt
> typischerweise den Bereich von 0...255 pro Farbe; YCbCr (;fälschlich:
> YUV) nimmt 16...235 für Y bzw. 16...240 für Cb und Cr. Wenn man da mit
> dem Schwarzwert was falsch macht, wird alles flau oder säuft ab.
>
> Welches Programm benutzt Du denn? Was war das Ausgangsmaterial? Wird in
> RGBRGB im Glossar erklärt oder YCbCr abgespeichert? Ich vermute aber stark, daß das Programm
> das schon handlet.
>
>
> Grüße, Benjamin

Danke Benjamin. Ich blick jetzt durch. Du hast mir sehr geholfen.
Gruesse,
Daniel





Antwort von Benjamin Spitschan:

Daniel Bauer schrieb:
> Danke Benjamin. Ich blick jetzt durch. Du hast mir sehr geholfen.

Ich hoffe mal, das war jetzt nicht ironisch wegen der ganzen Detailinfos
;)???

Grüße, Benjamin




Antwort von Daniel Bauer:


Benjamin Spitschan wrote:
> Daniel Bauer schrieb:
> > Danke Benjamin. Ich blick jetzt durch. Du hast mir sehr geholfen.
>
> Ich hoffe mal, das war jetzt nicht ironisch wegen der ganzen Detailinfos
> ;)???
>
> Grüße, Benjamin

hehe, neinein. Das Band ist mittlerweile fertig. Hat alles gepasst.
Merci.






Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen!


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