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Frage von ha_te:


Hallo zusammen,

ich bin ziemlich neu beim Videoschnitt und muss nun eine Stunde Videomaterial zu Forschungszwecken in MPEGMPEG im Glossar erklärt umwandeln.
Dabei bekomme ich immer solche Sägezähne bei schnellen Bewegungen. Da das Endprodukt nicht auf dem TV, sondern zur Analyse eben dieser Bewegungen auf dem PC-Monitor angeschaut wird, brauche ich dringend Tipps, wie ich die Qualität optimal einstellen kann.

Vielen Dank im Voraus

Henning




Antwort von Markus:

Hallo Henning,

der Computermonitor stellt Vollbilder (;progressiv) dar, der Fernseher arbeitet jedoch mit Halbbildern im Zeilensprungverfahren (;interlaced). Das beschriebene Sägezahnmuster nennt man Kammeffekt (;manche nennen es auch Lattenzaun). Das ist völlig normal bei der Darstellung von "gewöhnlichen Videobildern" am Computer.

Bevor (;oder während) die Videodateien nach MPEGMPEG im Glossar erklärt gewandelt werden, müssen die Bilder einem De-Interlacing unterzogen werden, um aus den Halbbildern Vollbilder zu machen. Für eine nachfolgende Bewegungsanalyse könnte diese Umwandlung (;je nach Material und Art des De-Interlacings) jedoch hinderlich sein. Besser wäre es gewesen, direkt in 25p (;25 Vollbilder pro Sekunde, also progressiv) aufzuzeichnen.

Ähnliches Thema:
Unscharfe Bewegungen und flimmerndes Bild



Antwort von ha_te:

Hallo Markus,

der Tipp hat mich endlich mal nach vorne gebracht. Ich rendere die Sequenz jetzt mal als MPEGMPEG im Glossar erklärt in DVD Qualität mit VBRVBR im Glossar erklärt und aktiviertem Deinterlacing.
Für's nächste Mal: Kann man eine Kamera auf Progressiv umschalten? Ich gehe mal davon aus, dass das nicht mit jeder möglich ist.

Danke für den Tipp

Henning



Antwort von Markus:

"Henning "ha_te"" wrote:
Kann man eine Kamera auf Progressiv umschalten? Ich gehe mal davon aus, dass das nicht mit jeder möglich ist.

Das ist richtig. Welche Kamera wird denn für die Aufnahme eingesetzt.

Was mir gerade noch einfällt: Falls die Bewegungen zu verschwommen sind (;Bewegungsunschärfe), empfiehlt es sich, die Belichtungszeit (;ist standardmäßig 1/50 Sekunde) zu reduzieren.



Antwort von ha_te:

Also ich habe eine Sony DCR-PC6E. Wie ich die Belichtungszeit reduzieren kann, weiß ich nicht. Das Manual gibt unter Exposure zwar einige Tipps, dort kann ich aber auch nur mit + oder - rauf- und runtergehen. Ein Blendenwert gibt es da nicht.
Ich habe die Kamera schon seit 4 1/2 Jahren und damals extra für die Untersuchung gekauft. Da es meine erste Videokamera ist, hat mein technisches Verständnis damals gerade zum Stativaufbauen gereicht...
Fotographieren kann ich gut, aber Video ist ein Buch mit 7 Siegeln und wenn ich eines aufmache, kommen zwei neue hinzu.

Die Bewegungsunschärfe ist auch nicht das große Problem. Schlimmer war der Lattenzaun, und den habe ich jetzt recht gut in den Griff gekriegt. Komischerweise ist das Bild jetzt auch nicht mehr verzerrt. Vorher war es immer horizontal etwas gestaucht - warum auch immer.

Gruß
Henning



Antwort von Markus:

Hallo Henning,

als Fotograf hast Du ja schon die nötigen Grundkenntnisse hinsichtlich der Belichtungsthematik. Beim Videofilmen verhält sich das ähnlich: Die Belichtung ist von den beiden Faktoren BlendeBlende im Glossar erklärt (;Exposure) und Belichtungszeit (;Shutter Speed) abhängig, wobei die Belichtungszeit bei Video normalerweise (;ohne manuelle Vorgabe) 1/50 Sekunde beträgt.

Zum Seiten-/Höhenverhältnis von Videoaufnahmen (;entnommen aus DiaShow ohne Zitterbilder erstellen!):

"Optimal ist es, die Fotos zunächst auf die Größe des Fernsehbildes zu skalieren, also auf 720×576 Bildpunkte. Doch Vorsicht: Videobilder haben leicht rechteckige Bildpunkte, so dass es hier zu einer Verzerrung kommen kann. Zunächst werden die Digitalfotos auf 768×576 Bildpunkte skaliert bzw. beschnitten (;= FormatFormat im Glossar erklärt 4:3) und dann vertikal von 768 auf 720 Bildpunkte gestaucht. Am Fernseher haben die Bilder dann das korrekte Seiten-/Höhenverhältnis von 4:3.

[...] wenn Du Deine Aufnahmen ohne Veränderung von DV-Band auf den Rechner überträgst, dann erhältst Du DV-AVI-Dateien mit 720×576 Bildpunkten und einem Pixel-Seitenverhältnis von 1,07 (;4:3-Format) bzw. 1,42 (;16:9-Format)."




Antwort von Stefan:

Mit der Sony PC6E kannst Du die Belichtungszeit nur grob verkürzen, wenn Du unter Program AE in den Sport Modus wechselst.

Mit dieser Kamera kannst Du auch nur mit Halbbildern (;Interlaced) filmen. Es steht kein progressiver / Movie / Film-Aufnahmemodus zur Verfügung. Das Umrechnen in Vollbilder (;deinterlace) müsstest Du also auf einem Rechner machen.

Viel Glück
Der dicke Stefan



Antwort von ha_te:

Hallo zusammen. Danke für alle Tipps. Jetzt geht's. Auch das Umrechnen auf Deinterlaced ist nicht so schlimm. Für die Auswertung reicht es. Das nächste Mal besorg ich mir eine mit Henkel...

Gruß

Henning




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