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Frage von roki100:


Ich habe das in einem anderen Forum gefunden und gesehen. Ich fand es sehr interessant und dachte, ich poste es hier. :)

https://www.youtube.com/watch?v=Nm1k3UPhpgg

ab 5:09 :D

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Antwort von pillepalle:

Na ja, keine wirklich neue Erkenntnis ;) Aber statt Influencern vorzuwerfen das sie ihren Job machen und positiv/unkritisch über Produkte berichten, sollte man sich vielleicht selber fragen, ob man den neuesten Scheiß wirklich braucht? In den wenigsten Fällen ist es ja so, dass man ein neues Produkt wirklich braucht. Es geht eher darum das man die neuen Features haben möchte und diese einem schmackhaft gemacht werden sollen, auch wenn sie für viele überhaupt keine Rolle spielen. Es werden eben oft Dinge gehyped die nüchtern betrachtet gar nicht so wichtig und revolutionär sind. Da muss man eben lernen nicht auf jeden Zug aufzuspringen, zumindest wenn das Hobby nicht aus Equipment sammeln bestehen soll. Brauche ich den besten AF wenn ich nur Sit-Down Interviews mache? Brauche ich den neuesten Gimbal, wenn ich eh ihn nur selten einsetze? Vermutlich dauert es einfach eine Zeit bis man lernt was für einen selber wirklich wichtig ist und was weniger.

VG

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Antwort von Darth Schneider:

Ist ja wohl logisch das Sony, Panasonic, Apple und Co ihre Produkte nur Leuten schenken die mehrheitlich sehr positiv auf YouTube darüber plappern und viele Clicks und Abonnenten haben.
Gruss Boris

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Antwort von roki100:

pillepalle hat geschrieben:
Na ja, keine wirklich neue Erkenntnis ;) Aber statt Influencern vorzuwerfen das sie ihren Job machen und positiv/unkritisch über Produkte berichten, sollte man sich vielleicht selber fragen, ob man den neuesten Scheiß wirklich braucht?
Ja, hier geht es oft darum, dass man immer das Neueste braucht... ;) Zur Erinnerung: die Pyxis-Diskussion (im Video ab 5:09). Leute, die die Box nicht gut fanden, finden Box plötzlich gut und andere die das anders sahen...uiii^^ Ob die Überzeugung aus Fanboy-Liebe zu der Kameraherstellermarke oder durch viel YouTube-Schauen ausgelöst wurde, weiß ich nicht, vielleicht beides oder mindestens eines davon. ;)

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Antwort von TheGadgetFilms:

Darum gibt es so tolle Institutionen wie Slashcam, Film-Tv-Video usw - natürlich ist da auch immer etwas Druck der Sponsoren, aber die Technik wird nach dem Test wieder zurückgeschickt. Und ganz abgesehen davon arbeiten da nicht irgendwelche Youtube Trolls, die seit einem Jahr wissen was eine Kamera ist, sondern Profis ;)

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Antwort von roki100:

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Darum gibt es so tolle Institutionen wie Slashcam, Film-Tv-Video usw - natürlich ist da auch immer etwas Druck der Sponsoren, aber die Technik wird nach dem Test wieder zurückgeschickt. Und ganz abgesehen davon arbeiten da nicht irgendwelche Youtube Trolls, die seit einem Jahr wissen was eine Kamera ist, sondern Profis ;)
Natürlich.

Ich glaube auch nicht, dass man das mit SlashCam & Co. vergleichen kann. Zumindest bin ich der Meinung, dass z.B. SlashCam, cined & Co. ehrlicher bewerten... Das bedeutet nicht, dass ihre Bewertungen immer passen, aber das liegt nicht an Sponsoren , sondern an ihrer eigenen Sichtweise der Dinge und z.B. sowas wie, andere Messtechniken (z.B. für RS, DR usw.), die andere Ergebnisse liefern bzw. sich ein wenig unterscheiden (zeigt nur dass sie tatsächlich messen, testen, vergleichen usw.). Das kann man nachvollziehen.

Aber dieses ganze "alles ist amazing" auf YouTube und auch in manchen Foren, Blogs & Co. ist etwas wie diese ganzen Werbungen: "Zahnpasta X – super weiße Zähne" und "Zahnpasta Y – noch weißere Zähne".... Dabei bekommen sie keine Zahnpasta geschenkt, sondern ist eine klar finanzierte sache und bekloppt aber (l)egal....Die anderen aber, behalten die getesteten Geräte oder bekommen welche bzw. etwas... Hauptsache postiv und amazing bewerten.

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Antwort von cantsin:

Gerade gepostetes schriftliches Statement von Gerald Undone auf YouTube:
Was ist das Schlimmste, was man über einen durchschnittlichen Kamera-YouTuber bei einem Presse-Event sagen kann? Dass sie einige der Nachteile herunterspielen, weil sie in Wahrheit... Halt mal...

Reden wir mal über Presse-Events. Sie sind seltsam. In der Foto- und Videobranche sind viele von uns Kameratestern miteinander befreundet. Wenn also eine Gruppe von uns an einen interessanten Ort eingeladen wird und wir dort abhängen, gut essen und uns Anekdoten erzählen, steigt die gute Stimmung ganz von selbst. Dann werden wir alle in ein Auditorium geführt, wo ein enthusiastischer Firmensprecher auftaucht, um uns über das neue Produkt zu informieren, das sie uns unbedingt vorstellen möchten. Zu diesem Zeitpunkt ist der Saal bereits so begeistert, dass wir klatschen und jubeln, nur weil ein Typ von einer Kamerafirma die Bühne betreten hat.

Wenn er uns dann auf einer riesigen Leinwand Bilder seines neuesten, wahrscheinlich nur unwesentlich besseren Geräts zeigt, fangen wir kollektiv an, in unseren Köpfen ein Video zu erstellen, wie wir es Euch, dem Konsumenten und YouTube-Zuschauer, am besten schmackhaft machen können. Und wahrscheinlich auch, wie wir einen Sponsor dazwischenschieben können, damit wir tatsächlich bezahlt werden, denn diese Presseveranstaltungen kosten in der Regel Geld, statt dass man daran verdient.

Die Präsentation lässt die Nachteile der Kamera aus, also liegt es an uns, sie zu finden. Stellt Euch einmal vor, all diese Nachteile zu finden, während man an einem exotischen Ort herumläuft, mit einer Gruppe von Freunden, die alle über ein paar esoterische Memes kichern, und mit wenig Zeit, bevor man wieder abreist und hektisch das Video schneidet, um die Test-Embargofrist einzuhalten.

Es ist ein System voller Fehler, mit dem Zweck, einen Hype zu erzeugen und Produkte zu verkaufen. Und es ist extrem effektiv. Wir sollten eigentlich vielen Machern Respekt dafür zollen, dass sie überhaupt dazu in der Lage sind, unter diesen Bedingungen eine einigermaßen ausgewogene Produktrezension hinzukriegen. Ich mache niemandem einen Vorwurf für die Art von Inhalten, die im Umfeld von Embargos oder nach Presse-Events veröffentlicht werden, abgesehen von den in der Regel wenig bemerkenswerten oder gänzlich fehlenden Enthüllungen, aber ich denke, unser eigentliche Fehler ist, dieses Spiel überhaupt mitzuspielen."

Original:
"Typically, what's the worst you can say about your average camera reviewer at a press event? That they're downplaying some of the cons because they actually, wait.

Let's talk about press events for a minute.
They're weird. In the photo/video space, many of us camera reviewers are friends. So when you invite a bunch of us to an interesting location and we're hanging out, eating good food, and sharing stories, the positivity in the air naturally rises. Then they shuffle us all into an auditorium where an enthusiastic speaker from the brand comes out to tell us about this new product that they're very excited to share with us. By this point the room is already so excited to just be there in that moment that we clap and cheer just because some dude from a camera brand merely walked on stage.
So then when they start showing us slides on a massive screen about their latest, likely-only-infinitesimally- better gadget, we collectively start building a video in our minds of how to best regurgitate this to you the consumer and YouTube viewer. And likely how to shoehorn a sponsor in there so we can actually get paid, because these press events usually cost money, not make it.

They don't give a presentation about the cameras cons, so it's up to us to find them. Now imagine trying to find all of those cons while walking around an exotic location, with a group of friends all giggling about a bunch of esoteric memes, and with limited time before you have to travel back home and rush to edit the video to hit embargo.

It's a flawed system designed to generate hype and sell products. It is also extremely effective. We should actually be impressed that many creators are able to put out any kind of reasonably balanced review at all considering those conditions. I don't generally fault anyone for the type of content that comes out around embargos or after press events, aside from generally lackluster or completely absent disclosures, but I think what we're actually doing wrong is playing the game in the first place."


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Antwort von klusterdegenerierung:

Ich find dieses Video von ihm eigentlich spannender. :-)



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Antwort von Jalue:

Zitat: "Wenn du ehrlich deine Meinung sagen willst, ist es ziemlich schwierig, mit diesen Firmen ( = die, die ihn bezahlen) zu arbeiten". Oh! ... Nein! ... Doch! Gen Z kapiert hoffentlich langsam, wie Kapitalismus (dys-)funktioniert. Bislang hat es ja gereicht, wenn Cheffe Tischkicker und Obstkorb hinstellt.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Ich weiß auch nicht was das soll, denn das ist der deal und der business!
Warum sollte eine Brand daran Interesse haben die negativen Dinge ans Licht zu bringen?

Die wollen verkaufen nicht Diskutieren.
Wer Fleisch essen will muß Tiere töten, so ist das halt überall.

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Antwort von roki100:

Jalue hat geschrieben:
Bislang hat es ja gereicht, wenn Cheffe Tischkicker und Obstkorb hinstellt.
:D

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Antwort von cantsin:

Die Youtuber können ja selbst kein Interesse an negativen Reviews haben, weil dann ihre affiliate links nichts einbringen und sie in Zukunft keine Review-Geräte und Event-Einladungen von den Herstellern mehr erhalten.

Und wenn es Hype um eine Kamera gibt, schlägt sich das positiv in den Views und Werbeeinnahmen ihrer Videos nieder.

Die sind einfach Teil des Ökosystems der Kameraindustrie und können da gar nicht heraus, zumal nicht, wenn sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen.

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Antwort von Skeptiker:

Es ist nicht falsch, wenn ich hier lese: Man darf sich keine Illusionen machen, es ist so, wie's ist, letztlich sind diese Produkt Reviewer Teil der Werbkampagnen der grossen Kamerafirmen, für die sie reviewen, und diese Firmen wollen vor allem eines: Ihre neusten (und damit immer besten, begehrenswertesten, 'must buy') Produkte verkaufen.

Das heisst: Die Review-Message muss positiv sein - so weit, so klar.

Aber dann kommt der zweite Punkt hinzu: Die Review-Message muss glaubwürdig sein.
Und da wirkt ein mit Dauer-Zahnpastalächeln in die Kamera 'gehyptes' "alles easy, funktioniert perfekt"-Statement nicht unbedingt überzeugend, ausser vielleicht für das völlig arglose Publikum mit Goldesel in Reichweite und "Neu ist immer besser"-Ansatz.

Und damit wird das Ganze dann für die guten Reviewer / Produktbewerter zu einem Balace-Akt: Wieviel Positives ist nötig, um den Photo/Video-Hersteller von weiterer Zusammenarbeit zu überzeugen (nicht zu verärgern) und wieviel angebrachte/fundierte/begründete Kritik am Produkt ist nötig, um beim Fachpublikum den Eindruck zu erwecken, diese Produktvorstellung sei (einigermassen) objektiv? Vom letzten Punkt profitiert auf längere Sicht auch der Hersteller, wenn er es merkt und auch so einkalkuliert.

Aber letztlich läuft der Reviewer an einer mehr oder weniger langen, 'goldenen' Leine, an deren anderem Ende der Hersteller zieht und Spiel lässt.

Ist ein gegenseitiges Agreement, bei dem die Kunst (neben dem Fachwissen und der guten Präsentationstenik) auch darin darin besteht, dies nicht so offensichtlich werden zu lassen.

PS:
Danke an roki, für den interessanten (und in seiner ungefilterten Offenheit sympathischen) Link zu Beginn! (und das von kluster verlinkte, zweite Video zur BM Pyxis kommt ähnlich erfrischend ungefiltert daher - ebenfalls danke!). Und nicht zuletzt thanks an cantsin für das Statement von Gerald Undone!

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Antwort von Frank Glencairn:

Ich hab vor vielen Jahren auf meinem Blog einiges an Reviews gemacht.

Ich war dabei nicht nur immer darauf bedacht, niemals Werbung oder Affiliate Links zuzulassen (erinnert sich noch jemand an Bloom's Blog, der damals zur Hälfte aus Werbebannern bestand), sondern hab mir auch erlaubt etwas in der Luft zu zerreißen, wenn ich es scheiße fand. Mehr als ein mal hab ich ein Produkt nach dem ersten Testen gleich wieder zurück geschickt, und nicht mal angefangen ne Review zu schreiben, weil es so unterirdisch war (Edelkrone fand das damals gar nicht witzig).

Kein Wunder, daß ich schon lange so gut wie nix mehr in der Richtung mache, sondern nur noch technische Artikel schreibe ;-)

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Antwort von klusterdegenerierung:

Wie peinlich ist das denn jetzt!



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Antwort von Skeptiker:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Wie peinlich ist das denn jetzt!

-> obiger Link auf aktuelles Statement von Gerald Undone zum Thema "Wie unabhängig und objektiv sind Videos von YouTube-Reviewern Foto/Video?" (spezifisch auch zur aktuellen Vorstellung der Panasonic Lumix S9, zu der er (und andere) nicht eingeladen wurde, weil laut Hersteller vermutlich zu kritisch gegenüber dieser Art Kamera).
in welcher Beziehung?

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Antwort von klusterdegenerierung:

Da macht irgendein unbedeutender Youtuber ein Fass auf und versaut sich die eigene Karriere und ein großer unter den YTern plappert ihm blind hinterher und meint man müße das System mal revolutionieren!

Klar, ich stelle mich jetzt auch mit großen Plakaten vor die Metzgerei statt dort nix mehr zu kaufen wenn es nicht zu mir passt.
Was soll der ganze Quatsch? Entweder man will Kohle verdienen und macht das Spiel mit, oder man ist unabhängig, berichtet wie man will und verdient sein Geld meinetwegen wo anders.

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Antwort von MrMeeseeks:

Mal eine Frage, woher kommt dieser Text?


"-> obiger Link auf aktuelles Statement von Gerald Undone zum Thema "Wie unabhängig und objektiv sind Videos von YouTube-Reviewern Foto/Video?" (spezifisch auch zur aktuellen Vorstellung der Panasonic Lumix S9, zu der er (und andere) nicht eingeladen wurde, weil laut Hersteller vermutlich zu kritisch gegenüber dieser Art Kamera)."

Von wem wird der generiert?

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Antwort von Skeptiker:

MrMeeseeks hat geschrieben:
Mal eine Frage, woher kommt dieser Text?


"-> obiger Link auf aktuelles Statement von Gerald Undone zum Thema "Wie unabhängig und objektiv sind Videos von YouTube-Reviewern Foto/Video?" (spezifisch auch zur aktuellen Vorstellung der Panasonic Lumix S9, zu der er (und andere) nicht eingeladen wurde, weil laut Hersteller vermutlich zu kritisch gegenüber dieser Art Kamera)."

Von wem wird der generiert?
Der Text ist von mir statt das Bild vom Video nochmals zu verlinken. Ich hätte ihn in seiner Länge (der ganze Text dazu war ursprünglich nicht vorgesehen und wurde dann ergänzt) vielleicht besser aus dem kluster-Zitat herausgenommen - da stand von mir ursprünglich nur "-> obiger Link zu Gerald Undone".

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Antwort von Skeptiker:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
... Was soll der ganze Quatsch? Entweder man will Kohle verdienen und macht das Spiel mit, oder man ist unabhängig, berichtet wie man will und verdient sein Geld meinetwegen wo anders.
Ich habe mir nicht das ganze Statement angesehen, sondern den Anfang und dann das Schlussfazit (das ich oben zitiert habe).
Offensichtlich hat sich Undone in seiner Reviewer-Ehre angekratzt gefühlt. Ich glaube nicht, dass er wegen dieses Statements von den Herstellern nun gemieden wird.
Er sagt mit anderen Worten: Ja, wie alle spielen das Spiel mit, aber es gibt Unterschiede: Die, die nach Japan zum S9-Launch eingeladen wurden, weil sie ziemlich sicher auch in der anschliessenden Review jubeln, und die, die gar nicht erst eingeladen wurden (u.a. er selbst), weil sie - von Panasonic vermutet - das wohl nicht tun würden. Und er möchte lieber in die 2. Gruppe gehören und künftig auf diese Art Promotion-Reisen verzichten, aber die Produkte dennoch nach Zusendung zu Hause reviewen (möglichst ehrlich).

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Antwort von klusterdegenerierung:

Naja, aber Gerald macht jetzt einen auf mitläufer und plappert plötzlich den selben quatsch.

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Antwort von Skeptiker:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Naja, aber Gerald macht jetzt einen auf mitläufer und plappert plötzlich den selben quatsch.
Die stehen wohl alle unter enormem Druck.

a) die Erwartungen der Hersteller
b) die Erwartungen der Zuschauer (samt Feedback aufs Feedback)
c) Die Erwartungen an sich selbst (kann ich morgens noch in den Spiegel gucken? (oder auf mein Portrait im Schrank - der Dorian Gray Effekt))
d) Die Pflege des über die Zeit sorgfältig aufgebauten Influencer-Images: Überzeuge ich noch?, kann ich's noch?, liebt man mich noch?
e) Die Erwartungen an die Einnahmen (reicht's noch für Wohnungsmiete und Warmwasser plus fürs Equipment und die geplanten Ferien?)

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Antwort von klusterdegenerierung:

Ich verstehe Deinen Post in meinem Zusammenhang nicht, denn Du erklärst den Job von jemanden wie GU, aber was hat das mit dem TO Video zu tun?

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Antwort von Skeptiker:

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Ich verstehe Deinen Post in meinem Zusammenhang nicht, denn Du erklärst den Job von jemanden wie GU, aber was hat das mit dem TO Video zu tun?
Beide sind Produkt-Reviewer. Der vom TO am Anfang verlinkte ist frustriert und will es nicht mehr sein und holt zu einem Rundumschlag ("rant") aus. Und Du hast zuletzt Undone verlinkt, der sich (so habe ich es verstanden, auch wegen des cantsin-Links) irgendwie auch darauf bezieht und seine eigene Stellung und Haltung kritisch hinterfragt. Ich finde, er kriegt den Spagat ganz gut hin (redet allerdings so schnell, dass ich Mühe habe, alles mitzukriegen) zwischen "ich mache weiter" und "ich lasse mich nicht verbiegen". Und ich erkenne nicht, dass er dem frustrierten Anfangs-Kritiker einfach 1:1 hinterherredet.

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Antwort von cantsin:

Undones nachgereichtes Video riecht aber ein bisschen komisch.

Denn er geriert sich hier als "der ehrliche YouTuber", was ebenso eine Verkaufsmasche sein könnte.

Das hat deshalb eine Geschmäckle, weil er ja selbst sagt, dass ihn Panasonic wegen eines nicht hinreichend positiven Videos aus der Liste der von der Firma eingeladenen YouTuber gestrichen hat.

Woraus folgt: Er macht sonst bei dem Zirkus mit und wäre wohl auch auf den von Panasonic organisierten Japan-Trip gegangen, wenn er nicht von der Liste gestrichen worden wäre. Mit dem Video probiert er jetzt eine Machtprobe ggü. Panasonics PR-Abteilung, bzw. einen PR-Sieg für sich selbst.

Das ist so ein bisschen wie in korrupten Ländern, in denen irgendein aufständiger General, der Teil des Regimes war, das Volk hinter sich bringt, indem er Ehrlichkeit verspricht, letztlich aber sein eigenes Süppchen kocht.

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Antwort von MrMeeseeks:

@cantsin

Genau das hat er ja eben nicht, er wurde nicht eingeladen weil er sich schon zuvor negativ zu einer anderen Panasonic Kamera geäußert hatte und man annahm er würde dies wieder tun.

Meiner Erinnerung nach war es die GH6 die ihm
nicht sonderlich gefiel.

Persönlich empfinde ich das Video auch eher scheinheilig rausgeknallt aber seien Reviews nennen halt oft Tatsachen die Panasonic den anderen eingeflogenen Youtubern verbietet anzusprechen, besser gesagt nicht vorgibt zu sagen.

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Antwort von Jalue:

Ich finde ja auch lustig, dass so getan wird, als sei dieses Phänomen neu und bedürfe des ach so mutigen Whistleblowings.

Fachjournalisten stehen schon seit Ewigkeiten unter Korruptionsverdacht, wenn es um Produkttests geht. Als Binse gilt das für Automobiljournalisten, aber auch andere Branchen sind betroffen und das Muster ist so alt wie das Wort „Schleichwerbung“: Du kriegst das Produkt oder die Dienstleistung entweder geschenkt oder für einen längeren Zeitraum zur Nutzung überlassen. Niemand zensiert dich oder stellt Forderungen, aber klar ist: Wenn du „das Ding“ zerreißt, bist du raus aus dem lukrativen Spiel, also belässt du es bei Feigenblatt-Kritik, z.B.: „ Nervig fand ich, dass sich der Kameragurt nur unter Verrenkungen einfädeln ließ bei dieser ansonsten perfekten Kamera - was allerdings auch an meinen dicken Fingern liegen mag.“

Ich nehme die Berichte von Youtubern/Influencern/Fachjournalisten gerne zur Kenntnis, wenn mich ein Produkt interessiert, aber mindestens so aussagekräftig sind Kunden-Kritiken (z.B. bei dem großen, us-amerikanischen Händler B&H), die Meinung mir bekannter Kollegen und vor allem das Hands-on beim Fachhändler.

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Antwort von cantsin:

Jalue hat geschrieben:
Ich nehme die Berichte von Youtubern/Influencern/Fachjournalisten gerne zur Kenntnis, wenn mich ein Produkt interessiert, aber mindestens so aussagekräftig sind Kunden-Kritiken (z.B. bei dem großen, us-amerikanischen Händler B&H), die Meinung mir bekannter Kollegen und vor allem das Hands-on beim Fachhändler.
Ja, kann das aus ziemlich naher Erfahrung bestätigen - in der vordigitalen Zeit waren die sog. "Fachzeitschriften" auch Teil der Industrie, sogar direkt von deren Werbeanzeigen abhängig und genauso "eingebunden" wie heute die YouTuber. Da wurden Titel sogar erst auf den Markt gebracht, wenn es vorher positive Signale der Hersteller gab. Im Prinzip ist das nur der Wechsel eines altbekannten Systems in ein neueres Medium. Ausnahmen gab es zwar, wie z.B. im Computerbereich die c't, aber in der ganzen Fotobranche war das AFAIK schon immer eine eher hoffnungslose Angelegenheit.

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Antwort von Jalue:

Der Punkt ist wohl, dass Influencer (zu denen ich Youtuber zähle) mit dem Pfund der Nahbarkeit und Authentizität wuchern. "Hey, ich bin ich selbst, bin wie du und lüge dich nicht an!" lautet in a nutshell der USP. Viele, vor allem junge Menschen, glauben diesen Bullsh ...t tatsächlich, halten solche Menschen für Freunde, zumindest aber für Rollenmuster.

Sobald diese Lüge auffliegt - und einiges spricht dafür, dass es bald soweit ist- dürften die allermeisten dieser Selbstdarsteller im Orkus der Geschichte verschwinden.

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Antwort von cantsin:

Jalue hat geschrieben:
Der Punkt ist wohl, dass Influencer (zu denen ich Youtuber zähle) mit dem Pfund der Nahbarkeit und Authentizität wuchern. "Hey, ich bin ich selbst, bin wie du und lüge dich nicht an!" lautet in a nutshell der USP. Viele, vor allem junge Menschen, glauben diesen Bullsh ...t tatsächlich, halten solche Menschen für Freunde, zumindest aber für Rollenmuster.
Ich war ja hier im Forum vor sieben Jahren (aber eher zufallsbedingt) einer der ersten, der darauf hingewiesen hat, weil ich durch Hochschul-Kolleginnen unseres Studiengangs Kommunikation Zugang zu einer kommerziellen Datenbank bzw. B2B-Website kriegte, auf der Influencer ihre Dienste an die Industrie anboten, und ich den damals noch sehr populären Philip Bloom in der Datenbank finden konnte.

Nehm' mir mal die Freiheit, mein eigenes Posting von damals vollständig zu zitieren:
cantsin hat geschrieben:
Vor allem ein sog. "Influencer". Vor ein paar Monaten konnte ich da viel lernen von zwei Hochschul-Kolleginnen von mir, die im Studiengang Marketing und Kommunikation unterrichten und über "influencer marketing" geforscht haben.

Prinzipiell sind Instagram und YouTube-Vlogging (aber auch andere soziale Medien) ein gigantisches Spiel- und Minenfeld des influencer marketing. Dass da massiv Werbung/Schleichwerbung betrieben wird und praktisch jedes Produkt, das in einem Vlog oder Instagram-Foto zu sehen ist, platziert und gesponsert wurde, ist vielleicht bekannt.

Weniger bekannt war mir, wie sehr sich die dafür nötige Infrastruktur mittlerweile professionalisiert hat. Das läuft vor allem über öffentlich nicht zugängliche Datenbanken bzw. Websites, die als Matchmaker zwischen Social Media-Persönlichkeiten ("influencern") und Werbe-Auftraggebern fungieren. In der Datenbank, die meine Kolleginnen präsentierten, konnte ich z.B. Philip Bloom finden, der da seine eigenen Dienste anbot. (Casey Neistat hatte ich nicht gesucht, weil der mir damals noch kein Begriff war.)

Es werden von Agenturen auch Kurse und Schulungen angeboten, wie Vlogger und Instagrammer ihre Reichweite ausbauen bzw. zu Influencern aufsteigen können.

Man kann ziemlich sicher davon ausgehen, dass erst Panasonic und Sony Influencer-Kampagnen unter prominenten YouTube-Vloggern gestartet haben, um ihre Kameras zu bewerben, und dass Canon jetzt eine Gegenkampagne fährt. (Und es funktioniert offenbar, wenn man den Titel dieses threads zum Maßstab nimmt...)

- Die ganze Video-DSLR-Kultur hat sich halt so entwickelt, dass die Leute nicht mehr davon träumen, Kinofilme zu machen (was in der Vergangenheit Laforet und Bloom bedient haben), sondern YouTube-Stars zu werden. Da kann man in der Tat kulturpessimistisch werden...

viewtopic.php?p=928252#p928252

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Antwort von cantsin:

Wo er recht hat, hat er recht:

https://www.youtube.com/watch?v=o0V41d43vvw

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Antwort von Skeptiker:

cantsin hat geschrieben:
Wo er recht hat, hat er recht:

https://www.youtube.com/watch?v=o0V41d43vvw
Moralisch absolut gesehen, ja.
Aber wer irgendwie im Reviewer-Business bleiben will, muss Kompromisse machen.
Und G. U. ist offensichtlich noch nicht so frustriuert wie die beiden (Ex?)-Reviewer mit verbalem Rundumschlag - er versucht irgendeinen Mittelweg zu finden, damit er weitermachen kann. Warum ihm das jetzt alles einfällt, kann man sich fragen (wie obiger Reviewer, der Gerald nicht komplett abschreibt, aber in diesem Punkt als Heuchler kritisiert).
Heuchelei-Vorwurf (Hypocrisy) beiseite (der lässt sich fast beliebig anbringen je nach Maßstab, den man anlegt - von "moralisches Vorbild" bis "abscheulicher Heuchler"), werden die Präsentatoren der neusten Foto/Video-Werkzeuge nicht verschwinden (vielleicht in Zukunft als AI-Avatare auftauchen), und wer als Zuschauer das Spiel zumindest etwas durchschaut, kann abschätzen, wie hoch der Wahrheitsgehalt etwa ist und die nützlichen Infos zum letzten "Must buy"-Gadget mitnehmen, die trotz allem drinstecken. Komplette Trottel sind die Zuseher ja nun auch nicht!

PS: Der Vorschlag, die Gadgets selber zu kaufen und dann ohne Hersteller-Druck zu reviewen, wäre auch für Gerald Undone eine Möglichkeit, solange das Geld dafür vorhanden ist und er nicht unbedingt der Erste sein will, der die exklusive Neuheit präsentiert.

Änderungen: Schreibfehler und Formulierungen

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Antwort von cantsin:

Skeptiker hat geschrieben:
Heuchelei-Vorwurf (Hypocrisy) beiseite (der lässt sich fast beliebig anbringen je nach Maßstab, den man anlegt - von "moralisch perfektes Verhalten" bis "käuflicher Heuchler"), werden die Präsentatoren der neusten Foto/Video-Werkzeuge nicht verschwinden (vielleicht in Zukunft al AI-Avatare), und wer das Spiel zumindest etwas durchschaut, kann abschätzen, wie der Wahrheitsgehalt etwa ist und die nützlichen Infos mitnehmen, dir trotz allem drinstecken. Komplette Trottel sind die Zuseher ja nun auch nicht!
Ich finde ja, dass es sehr seriöse, unabhängige Tester bzw. Rezension-Sites gibt, bei Objektiven Optical Limits (früher PhotoZone), Phillip Reeve und das polnische LensTip. Auf YouTube auch z.B. Curtis Judd für Audiotechnik (der sogar bei allen seinen Rezensionen eine Texttafel-Zusammenfassung am Anfang bringt, so dass man den Rest des Videos nicht unbedingt ansehen muss - aus kommerzieller YouTuber-Perspektive eigentlich tödlich). Oder Leute, die aus Liebhaberei ältere Kameras rezensieren wie z.B. James Warner mit seinem YouTube-Kanal snappiness und Ali O'Keefe mit ihrem Kanal "one month two cameras" (Disclaimer: habe mit ihr gemeinsame Bekannte).

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Antwort von Skeptiker:

cantsin hat geschrieben:
Ich finde ja, dass es sehr seriöse, unabhängige Tester bzw. Rezension-Sites gibt, bei Objektiven Optical Limits (früher PhotoZone), Phillip Reeve und das polnische LensTip. Auf YouTube auch z.B. Curtis Judd für Audiotechnik ...
Die sind wohltuend unaufgeregt, aber wollen/müssen auch nicht topaktuell sein (Curtis Judd ist es trotzdem +/-), um die "Early Adopters" und "Tech Nerds" bereits abzugrasen (in die eigene Viewer-Statistik aufzunehmen), bevor die grosse Menge auftaucht, um den Zeitnachteil mit möglichst ausladender Körpersprache und spektakulären Review-Enthüllungen auszugleichen.

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Antwort von dienstag_01:

Also, bei Davinci Resolve nervt es mich total, dass jedes Tutorial als Video daher kommt.
Bei Kamers brauche ich die Videos.

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Antwort von berlin123:

cantsin hat geschrieben:
Auf YouTube auch z.B. Curtis Judd für Audiotechnik (der sogar bei allen seinen Rezensionen eine Texttafel-Zusammenfassung am Anfang bringt, so dass man den Rest des Videos nicht unbedingt ansehen muss - aus kommerzieller YouTuber-Perspektive eigentlich tödlich).
Curtis hat ebenfalls gerade ein Video zu diesem Thema gemacht. Er hat 10 Wochen keine Produkte angenommen, und das jetzt mit einem Fazit verbunden: Was die Leute von ihm am meisten sehen wollen sind nunmal Produkt Reviews. Darum wird er wieder kostenlose Produkte annehmen.

Man hat keinen Anspruch darauf, dass ein Youtuber alles mit eigenem Geld kauft. Wenn man ihm deswegen nicht traut kann man ihn ja meiden. Bei Gerald Undone und Curtis hab ich persönlich das Problem jedenfalls nicht.


https://www.youtube.com/watch?v=7FKojCSA9Ns

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Antwort von Frank Glencairn:



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Antwort von klusterdegenerierung:

Ich finde man hätte die Microarme 3x so dick machen können, dann hätte man raten können wer dort spricht! Holy! ;-)

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