| Wie Rohmaterial zusammenstellen?
Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen Zum Orginal-Thread / Zum Avid-Forum
Frage von Pianist:
Schönen guten Tag an alle Mitlesenden!
Seit einigen Wochen drehe ich mit der Ikegami Editcam HD, die ja bekanntlich ihre Daten direkt im Avid-DNxHD-Codec als MXF schreibt und in Bins organisiert. Das Kopieren von den Fieldpaks auf S-Ata-Wechselfestplatten und das Öffnen der Bins in einem Avid-Projekt funktioniert hervorragend. Nun meine Frage: Gelegentlich wird es ja vorkommen, dass ich Leuten ausgewähltes Material kopieren möchte und es ihnen in einer Form übergeben will, dass sie es direkt in ihrem Avid öffnen können. Wenn es nur drei oder vier Minuten sind, würde das ja auch auf eine DVD passen.
Wie muss ich vorgehen, damit die Leute auch wirklich die Daten öffnen bzw. importieren können? Meine Idee sah wie folgt aus: Das ausgewählte Material in eine neue Timeline schneiden und diese Timeline auf eine jungfräuliche Platte konsolidieren. Nun hatte ich versucht, die dazugehörige Bin-Datei (;AVB) dazuzulegen, aber der Avid möchte diesen Bin nicht öffnen und nicht importieren. Nun wurde mir empfohlen, stattdessen die PRJ-Datei dazuzupacken, das habe ich jetzt noch nicht probiert. Meine Befürchtung: Dabei werden doch alle Bins eines Projektes mitkopiert, also habe ich dann Unmengen von Offline-Clips im kopierten Projekt, oder? Dass die Daten auf der Zielplatte auf die oberste Ebene bzw. den Ordner MXF 1 müssen, ist mir natürlich klar.
Am liebsten wäre es mir ja wirklich, einfach nur die benötigten Clips und einen Bin zu haben, also genau so als wenn ich direkt mit der Editcam gedreht hätte, aber das scheint nicht zu funktionieren, oder?
Matthias
Antwort von rogerbet:
sorry ich bin kein avid user und kann daher zu deiner anfrage nichts sagen... jedoch eine frage: kann die ikegami in verschieden endformate speichern oder was macht man bei anderen schnittlösungen? gruß cj
Antwort von Pianist:
jedoch eine frage: kann die ikegami in verschieden endformate speichern oder was macht man bei anderen schnittlösungen?
Die Ikegami Editcam HD erzeugt ausschließlich DNxHD-Dateien im MXF-Container mit einer Datenrate von derzeit 120 MBit/s. Du kannst zwar in verschiedenen HD-Formaten drehen, also 1080/50i, 720/50p, 1080/24p, aber nicht in anderen Codecs. Ob andere Schnittsysteme auch DNxHD-Dateien lesen können, weiß ich nicht, aber das ist mir auch ziemlich egal, weil in der Profi-Welt nun mal Avid der Standard ist und es nur sehr wenige Abweichler gibt.
Matthias
Antwort von PowerMac:
(;…) auch ziemlich egal, weil in der Profi-Welt nun mal Avid der Standard ist und es nur sehr wenige Abweichler gibt. (;…)
Ma wieder einen rausgehauen, wa?! Dat is Quatsch. Wir haben 2007 und nicht 1997.
Antwort von Pianist:
Ma wieder einen rausgehauen, wa?! Dat is Quatsch. Wir haben 2007 und nicht 1997. Dann nenne mir eine deutsche Fernsehanstalt oder ein großes Produktionshaus, wo es keinen Avid gibt. FCP ist lediglich bei Einzelkämpfern verbreitet.
Matthias
Antwort von PowerMac:
Avid gibt es natürlich überall. Aber zum Standard wird es deshalb noch nicht. Viele alte Avids stehen halt noch herum, werden aber kaum noch benutzt. Ausnahme sind da die Ö.-R. Aber bei den Privaten sieht es anders aus. FCP und der Rest sind v. a. bei Tausenden an Produktionsfirmen viel vertreten. Die ganzen "Einzelkämpfer" sind weltweit in der Summe mehr als Avid. Das müsste nur mal jemand empirisch untersuchen. Vielleicht kennst du einfach nur Avid-Freunde und ich begegne immer nur FCP-Leuten…
Themawechsel: was für ein Objektiv hast du an deiner Neuen? Ein altes 2/3"? Passt das direkt an die Ikegami? Inkl. Datenkabel? Wie ist die Bildqualität? Merkst du einen Unterschied zwischen SD und HD-Linse?
Antwort von Pianist:
Themawechsel: was für ein Objektiv hast du an deiner Neuen? Ein altes 2/3"? Passt das direkt an die Ikegami? Inkl. Datenkabel? Wie ist die Bildqualität? Merkst du einen Unterschied zwischen SD und HD-Linse? Ich habe mein zehn Jahre altes Canon 15x8 (;innenfokussiert, mit Extender) drangebaut, was ich vorher an der HC-390 hatte. An den Anschlüssen hat sich doch nichts geändert, das passt alles. Mir wird sogar die Blende immer mal kurz im Sucher angezeigt, auch wenn mir das nicht so wichtig ist. Was die Auflösung und Schärfe angeht: Mein SD-Objektiv an der Editcam führt zu besseren Aufnahmen als ein HD-Objektiv an einer Panasonic HDX-900. Das volle 1920x1080-Raster holt also mehr raus als die HD-Optik an einer schlechteren Kamera. Wenn man eine einzelne Vergleichsaufnahme von der HDX-900 reinschneidet, sieht die total matschig aus. Natürlich wäre sicher mit einer HD-Optik oder einer Cinestyle-Optik noch ein wenig rauszuholen, aber für subjektive 5 Prozent Verbesserung bin ich jetzt erst mal nicht bereit, eine erhebliche zusätzliche Summe in eine HD-Optik zu investieren. Andere, die bereits mit dieser Kamera arbeiten, sehen das übrigens genauso. Natürlich muss man schon eine gute Optik haben, es funktioniert also nicht immer.
Wenn Du es ganz genau wissen möchtest, noch ein praktisches Detail: Am Anfang hatte es mich verwundert, dass bei abendlichen Aufnahmen und offener Blende die Bildmitte, auf die ich fokussiert habe, zwar scharf war, aber Objekte auf der gleichen Ebene nach links hin in der Totale ein wenig unschärfer wurden. Wenn ich dann einen Tick weiter Richtung unendlich drehe, ist aber alles komplett scharf. Im hervorragenden Sucher kann man das zum Glück genau sehen. Also man muss einfach den Schärfentiefebereich ein wenig verlagern. Wenn man das weiß, hat man keine Probleme. Man kriegt mit dieser Kamera immer genau die Aufnahmen hin, die man haben möchte. Bisher habe ich eine Verwendbarkeitsquote von fast 100 Prozent.
Matthias
Antwort von r.p. television:
Versteh das jetzt mit der Foksuierung nicht genau. So wie Du es beschreibst, hat der Einstellbereich des Auflagemaßes eine Toleranz bzw Ungenauigkeit. Oder meintest Du einfach eine generelle Randunschärfe....? Aber die kann man ja normalerweise nicht einfach durch Drehen am Fokusrad schärfen, eher durch abblenden.
Antwort von Pianist:
Versteh das jetzt mit der Foksuierung nicht genau. Ich auch nicht, aber das macht nichts, weil ich ja weiß, wie ich das Problem löse... :-)
Das Auflagemaß ist natürlich ganz präzise eingestellt. Jetzt also noch mal ausführlich: Stell Dir zum Beispiel ein ganz breites Gebäude vor, nehmen wir ein prunkvolles Schloss. Da stehst Du etwa 100 Meter von entfernt. Es ist blaue Stunde, Du bist auf offener oder fast offener Blende. Du fokussierst genau in die Mitte auf einen wunderschönen Turm mit einer Kuppel. Fehlt nur die Prinzessin, die hat Urlaub. Nun ziehst Du wieder auf und bist fast auf Anfangsbrennweite oder zumindest noch im eher kurzbrennweitigen Bereich. Du stellst fest, dass die Mitte ganz scharf ist, das Schloss aber am linken Bildrand leicht unscharf wird. Nun bewegst Du den Fokusring ein ganz kleines bißchen Richtung unendlich - und nun ist alles scharf.
Ich habe da folgende Theorie: Entweder ein leichter Abbildungsfehler des Objektives oder einfach die Tatsache, dass die Entfernung von der Kamera zur Mitte des Schlosses kürzer ist als zur Seite des Schlosses. Bei 16:9 ist ja der horizontale Bildwinkel größer als bei 4:3, also wird das bei 4:3 nicht so ins Gewicht fallen. Bisher fiel mir das immer nur links auf.
Aber wie gesagt: Dieser Sucher ist so extrem klasse, dass man das alles beurteilen und sich danach richten kann.
Matthias
Antwort von r.p. television:
Denke auch daß es an der unterschiedlichen Entfernung liegt. Dürfte ja doch einige Meter am Bildrand ausmachen. An diesen Umstand habe ich noch nie gedacht. Muß da mal drauf achten. Zu SD-Zeiten war's ja auch nicht der Rede wert.
Antwort von Pianist:
Zu SD-Zeiten war's ja auch nicht der Rede wert. Tja, man muss eben immer daran denken, dass jeder kleine Fehler und jede nicht ausreichende Präzision sehr viel stärker zu sehen ist als früher. Ich fasse das mal in einem Satz zusammen: Wer immer schon sauber gedreht hat, wird mit HD keine Probleme haben. Wer aber immer schon geschludert hat, der wird mit HD verzweifeln.
Matthias (;schludert nicht)
Antwort von r.p. television:
Leider geht nicht nur vielen das Talent aus, sondern einige male entlarvt HD auch technische Unzulänglichkeiten, mit denen keiner gerechnet hat. Mein Techniker hat vor einem Jahr einige gute SD-Objektive für ihre HD-Tauglichkeit durchgemessen und für gut befunden. Nun hat er davon doch zwei wieder ausgemustert, weil er feststellen mußte, daß sich das Auflagemaß nicht optimal einstellen ließ. Zwischen hoher und niedriger Brennweite gab es immer eine Schärfeverlagerung, auch bei peniblester Einstellung. Also hinzoomen, fokusieren und aufziehen geht nicht mehr, weil das Motiv leicht aus dem Fokus läuft. Eine zu SD-Zeiten unbemerkte Toleranz.
Deshalb auch mein Verdacht mit dem Auflagemaß. Da Du schreibst Dir fällt die Randunschärfe nur links auf, könnte ich mir auch vorstellen, daß auch ein Abbildungsfehler den Effekt verstärkt.
Antwort von Pianist:
Zwischen hoher und niedriger Brennweite gab es immer eine Schärfeverlagerung, auch bei peniblester Einstellung. Also hinzoomen, fokusieren und aufziehen geht nicht mehr, weil das Motiv leicht aus dem Fokus läuft. Ja, davon habe ich auch schon gehört. Und zwar sogar bei HD-Objektiven. Zum Glück ist das bei mir nicht der Fall.
Hat jetzt eigentlich mal jemand was zu meiner Ursprungsfrage? :-)
Matthias
Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen Zum Orginal-Thread / Zum Avid-Forum
| |