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Welchen Nutzen hat das LUT-File?




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Frage von sentenza:


Hi Leute,

wenn man mit den cinestyle von technicolor dreht, wird ja einem geraten für das grading das LUT-File zu laden. Welchen Nutzen hat denn das LUT-File? Man kann/könnte ja auch ohne dieses graden.. Würde das verständnisshalber gerne wissen wollen welchen Effekt es mit sich bringt.

Freu mich auf eure Antworten! :)

lg




Antwort von florianbepunkt:

LUT heißt lookup table... das ist im grunde nichts anderes als eine korrekte, fixe zuweisung von farbinformationen. stellt hier sicher, dass die farben korrekt angezeigt werden...in dem sinne, ist das kein effekt.

gruß



Antwort von sentenza:

genau das meinte ich..mir war aufgefallen wenn ich in davinci das LUT file einlade sich die farben und der kontrast des shots wesentlich stärker werden..man also von dem flachen weichen bild nicht mehr so viel übrig hat



Antwort von jwd96:

Im Prinzip sieht das Bild mit LUT dann wieder genau so aus wie ohne Cinestyle (;also mit Standard Picture-Style)
Doch es gibt einen Entscheidenden Unterschied:
Die Bildinformationen in den hellen und dunklen Bereichen sind immer noch da. Das heißt man hat wesentlich mehr Spielraum beim graden.



Antwort von WoWu:

Man benutzt LTUs, wenn der Content beispielsweise ausbleichtet wird.
Der Belichtungsprozess unterliegt anderen Gammaverläufen.
Gradest Du also ohne LTU, kannst Du den Content für eine Ausbelichtung vergessen. Daher erzeugt der LTU nur auf deinem Monitor die Farbe, ändert bei einem Gradient aber nur das Verhältnis am Original, sodass das Bild nach der Ausbelichtung wieder dem entspricht, was Du auf dem Monitor gesehen hast.
Es ist also soetwas wie ein "Offset".



Antwort von sentenza:

muss man den das LUT file laden? oder kann man auch graden ohne das lut file? ich habs gefühl dass das lut file schon einiges an farbkorrektur am bild vornimmt, sind die möglichkeiten nicht größer ohne das lut file?



Antwort von WoWu:

Der LUT verändert Dir nur die Anzeige für eine korrekte Darstellung durch den Monitor. Es verändert nicht das Content file.
Durch das Gradient veränderst Du den Content. Ohne den LUT würdest Du den Content unbrauchbar machen.
Erklär doch einfach mal im Detail was Du wo anwenden willst. Sonst ist das ein Schwimmfest und ein LUT auf den Content anwenden kann in die Hose gehen.



Antwort von sentenza:

haste recht :)

also es geht mir einfach generell um das verständniss und das nutzen des lut-file.
und zwar ich arbeit mich derzeit fürs grade in davinci ein. die frage is mir halt aufgekommen nachdem ich mich über den workflow vom technicolor cinestyle und davinci erkundigt habe. nach diesem video:



man sieht ja das er das lut-file einlädt und wie sich das bild dadurch verändert. und allein durch dieses lade kriegt das ganze bild mehr kontrast sättigung farbe. deswegen hat sich mir hier die frage gestellt ob man dann noch großartig weitergraden kann/sollte, weil das lutfile einem ja schon einiges abnimmt (;wie im video zu sehen - nach meinem verständniss :) )

vllt kannst du nach betrachten des videos meine frage besser verstehen bzw. was ich will :) ich bin da noch sehr neu und arbeite mich wie gesagt da grade ein!

freu mich auf die antwort!
lg



Antwort von WoWu:

@ sentenza

Hallo ... und frohe Weihnacht.

Ich habe mir das Tutorial mal angesehen und es ist die einfachste Anwendung eines LUT Files, nämlich nur das Reverse.
Bedenken muss man eben nur, dass auch die Kamera mit der entgegengesetzten Entzerrung ausgestattet gewesen sein muss. Dann korrigiert das File nur die Farb-Werte dorthin, wo sie bei einer 709 Aufnahme gewesen wären.
Benutzt Du ein solches File auf "normalem" Content, wird die Sache ziemlich "bunt", weil die vorentzerren gefehlt hat.

Man unterscheidet also solche Reverse Files (;hier LUT genannt) und eigentliche LUTs, die dort zur Anwendung kommen, wo am Content nichts verändert werden soll, sondern lediglich die Anzeige korrigiert vorgenommen wird.
Dann würde das LUT in den Monitor geladen und der würde die Ansicht korrekt darstellen, aber das Material bleibt unverändert, bzw. wird lediglich durch die Korrekturen verändert, die man im Gradient vornimmt.
Das hat den Vorteil, dass der Content (;noch ohne Entzerrung, aber dann mit den Gradingkorrekturen) zur Ausbelichtung gehen kann und dort wird ein entsprechendes Reversefile aufgesetzt, das den korrekten Eigenschaften des Filmmaterials entspricht, sodass in der Summe wieder eine bestimmte, beabsichtigte Entzerrung entsteht.
Nur durch ein LUT im Monitor konntest Du also eine korrekte Beurteilung überhaupt vornehmen, ohne das Material gleich nach 709 zu schiften.
Ohne einen solchen LUT müsstest Du mit den "unechten" Farben leben und ein Grading wäre gar nicht möglich.

Wichtig bei LTUs ist es also zu wissen, wohin der Content geht und ob Du den LUT auf dem Monitor anwendest oder auf den Conten direkt.

Aber in diesem Fall ist es ein einfaches Reverse File.
Ich hoffe, ich Gabe das einigermassen dargestellt. Wenn nicht, ... Nachfrage genügt.




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