| Welche Kamera für Trickfilme? Show your knowledge!
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Frage von Jonathan Froehlich:
hallo erstmal,
welche Kamera ist am besten UND billig um Trickfilme zu drehen?
Also eine mit der man nacheinander einzelne Frames aufnehmen kann müsste das dann doch sein (;?)
wenn ich meinen Trickfilm gemacht habe landet er hier: http://www.hello.de.pn auf meiner Homepage die aber noch nicht fertig ist
~jonathan inc. presents.. hello depn! email -BEI- me.de
Antwort von Stefan:
So komisch wie es klingt - Videokameras sind nicht sonderlich gut geeignet Einzelbilder für Trickfilme aufzunehmen. Das Anfahren des Laufwerks und die Bandstuereung ist nämlich auf Daueraufnahme ausgelegt.
Man behilft sich mit Softwareunterstützung. Die Videokamera ist im Kameramodus und das Bild wird nicht auf Band aufnenommen, sondern "live" zum Rechner weitergegeben. Die Software dort macht dann auf Tastendruck und/oder zeitgesteuert die Einzelbilder.
Je nach Trickfilmart und Deinen Vorstellungen ist eine Videokamera auch vom Bild her nicht das Gelbe vom Ei. Videokameras nehmen nicht für alle Bildpunkte die Helligkeit und Farbe getrennt auf, sondern nehmen aus Speichergründen für mehrere Pixel nur eine Farbinformation. Das kann zu heftigen Problemen führen, wenn man exakte Farbinformationen braucht, um z.B. mit Bluescreen Figuren vor einem Hintergrund freizustellen um einen Hintergrund aus einem anderen Bild einzustanzen...
Als drittes bist Du mit dem Bildformat 720x576 ziemlich festgelegt, was Schwenks im Bild angeht. Du müsstest alle Schwenks mit Einzelbildern machen und dazu brauchst Du eine sehr gute Kamerabewegungssteuerung. Mit einem grösseren aufgenommenen Bild, könntest Du innerhalb des Bildes mit Hilfe der Softwarenachbearbeitung schwenken. Das kann etliche Einzelbilder sparen!
Deshalb würde ich mir überlegen, den Trickfilm mit einem digitalen Fotoapparat zu machen. Die Einzelbilder hätten die volle Farbauflösung und ein grösseres Format. Das Composing wäre insgesamt einfacher. Der fertige Film wird dann durch Hintereinanderhängen der Einzelbilder, Beschneiden und Resizen gemacht.
Von der Optik her, würde ich darauf achten, dass die geplante "Bühne" auch vom Objektiv scharfgestellt werden kann. Jenachdem ist vielleicht ein Objektiv mit Macrofähigkeiten erforderlich.
Gruss Stefan
Antwort von BFVA:
Mit jeder Digitalkamera oder einem Recorder, z.B. so:
http://home.datacomm.ch/fritschij/zeitr/index.html
oder ähnlich auch mit Premiere.
mfg BFVA
: : hallo erstmal, : : welche Kamera ist am besten UND billig um Trickfilme zu drehen? : : Also eine mit der man nacheinander einzelne Frames aufnehmen kann müsste das dann doch : sein (;?) : : wenn ich meinen Trickfilm gemacht habe landet er hier: http://www.hello.de.pn auf : meiner Homepage die aber noch nicht fertig ist
Antwort von Nick:
Ich mache viele meiner Trickfilme - so scheiße das klingen mag - mit Super8... die gute alte Einzelbildschaltung findet man bei DV glaub ich nicht. Super8 hat eben das Feeling... aber das ist reines bessesen sein nach dem guten Alten. ich mache meine tricfilme mit der XL1s... bei www.stopmotionfilm.de sind viele auch mit der gemacht. Bin zufrieden damit. Ist aber wie Super8 nicht ganz billig. Wenn du dich doch für eine MiniDV intressierst: -Manuellerr weißabgleich - Manueller Fokus - Stativgewinde und eine fernbedienung sind glaub ich unumgägnglich für einen Trickfilm.
naja, also viel Glück noch!
Nick
nick.boese -BEI- gmx.de
Antwort von Wolfgang Maier:
: thx! das war meiner Meinung nach eine gute Erklärung ! : : Noch Lust euer Wissen zu zeigen? : : Was meint ihr, welches Bildformat ist gut? und welche Software bringt es?
Grundsätzlich hat Stefan recht. Ich versuche mich grade auch am Trickfilm mit dem Camcorder, und zwar im Fotomode aus den von Stefan erläuterten Gründen. Zum Bildformat lässt sich noch anmerken, dass man mit Bildern grösser als PAL zwar schon nachträglich einen Schwenk per Software machen kann. Ob das letztendlich aber schneller geht als die Einzelbilder mit der Cam sei dahingestellt. Wenn die Bilder größer sind als Pal muss die Schnittsoftware auch alle runterrechnen, was Zeit und/oder Qualität kostet. Zum importieren aller Einzelbilder auf einen Rutsch als Animation eignet sich Premiere gut.
Grüsse
Wolfgang
maier.software -BEI- t-online.de
Antwort von Jonathan Froehlich:
thx! das war meiner Meinung nach eine gute Erklärung !
Noch Lust euer Wissen zu zeigen?
Was meint ihr, welches Bildformat ist gut? und welche Software bringt es?
i'm presenting to you..."~hello depn!*" email -BEI- me.de
Antwort von Wiro:
>>> Stefan schrieb: >>> Man behilft sich mit Softwareunterstützung. Die Videokamera ist im Kameramodus und das Bild wird nicht auf Band aufnenommen, sondern "live" zum Rechner weitergegeben. Die Software dort macht dann auf Tastendruck und/oder zeitgesteuert die Einzelbilder. >>>
Genau so ist es. "Behelfen" ist allerdings ein etwas abfälliges Wort - "man bedient sich heutzutage der Softwareunterstützung" klingt schon realistischer. Ein Schalk, wer zuerst seinen Trickfilm auf Band aufzunehmen versucht. Das ist ja der Vorteil des Computer-Trickfilms gegenüber Super-8: da man nur und direkt auf den Festplatten des PC arbeitet, sind die Bearbeitungsmöglichkeiten unbegrenzt - wenn man bei Super-8 einmal eine Einzelbildaufnahme (;in der Regel werden 2 Einzelbilder pro Bewegungseinheit "geschossen") verhunzt hat, merkt man das meist erst nach dem Entwickeln, und dann ist die Not groß ;-)))
Eine weitere Software, die speziell auf dieses Einsatzgebiet optimiert ist, wäre "Stop Motion Pro". Es besitzt Features, die speziell für die Entwicklung von Einzelbild-Sequenzen gemacht wurden, wie z.B. die Onionskin-Technik, mit der man jeweils das vorhergehende Bild in den aktuellen Bildschirm halbtransparent einblenden kann, um einen Bewegungsvergleich zu haben. Oder das gezielte Doppeln oder Weglassen von Bildern, um den Bewegungsverlauf flüssig zu machen. Oder das Hinterlegen eines AVI-Livevideos, um einen Vergleich Trickfigurenbewegung - Livebewegung zu sehen.
Für nichtprofessionelle Zwecke genügt m.E. ein Video-Camcorder, da er von vorne herein Bilder in der richtigen TV-Auflösung liefert. Profistudios dagegen verwenden Digital-Stillcameras, speichern die Bilder unkomprimiert und hochauflösend und exportieren erst das Endprodukt im gewünschten Distributionsformat. Dies ist jedoch auch eine Frage der Rechnerleistung - Stop Motion Pro kann beides. Eine Trial-Version gibts unter http://www.stopmotionpro.com Gruss Wiro
http://www.bdfa.de
Antwort von apfel:
Kurz und knapp:
Im Grunde ist es egal, welche Kamera du nimmst, kommt nur drauf an, wie Du arbeiten möchtest:
Mein Tip (;so habe ich es vor zu machen): Finepix S7000 - über VideoOut zur Videokarte und "Anasazi SMA" für den Preview. Die Bilder mit Drahtauslöser knipsen. Die Qualität der Filme hängt dann von der Kameraauflösung ab, aber damit kannst Du jede DV oder Analogkamera schlichtweg vergessen.
Problem: Ich habe es noch nicht getestet, sollte aber klappen.
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