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Umstieg Vegas Pro ... ?




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Frage von scrooge:


Salü zusammen,

ich arbeite seit Jahren mit Premiere (;z.Zt. CS3) und habe gerade bei meinem aktuellen Film wieder gemerkt, wie nervig es ist die Audiobearbeitung in einem anderen Programm (;Samplitude) zu machen - denn die Audiobearbeitung in Premiere hat mir nie gefallen.
Nun soll Vegas Pro ja scheinbar auch in der Audiobearbeitung sehr gut sein. Aber es gibt noch andere Gründe für mich mal über Vegas Pro nachzudenken.
Bevor ich meine knappe Zeit in den Test des Programms stecke wollte ich mal ein paar Fragen vorab klären, die mich im Zusammenhang mit Vegas beschäftigen:

1.
Wer von euch hat Erfahrungen sowohl mit Premiere Pro als auch mit Vegas ? Wie würde dein Vergleich ausfallen bezüglich Workflow, Tonbearbeitung und Compositing ?

2.
Ich werde in ein paar Monaten entweder mit einer XDCAM oder der RED ONE drehen und möchte die Postproduktion unbedingt selber machen. Den Umstieg auf Apple (;wg. Final Cut) scheue ich und Avid ist auch nicht mein Freund. Es gibt für Premiere Pro CS4 zwar inzwischen ein RED PluginPlugin im Glossar erklärt, aber ich habe gelesen, dass Vegas Pro 9 scheinbar auch mit Daten der RED ONE (;r3d) und mit sonstigem 4k-Material umgehen kann.
Wie löst Vegas das Performance-Problem ? Arbeitet man da mit Proxydaten ? Falls ja, kann man den Proxies dann alle Vegas-Features zuweisen und auch Plugins wie Magic Bullet Looks auf die Proxies anwenden und dann am Ende in 2K oder 4K berechnen?

3.
Hatte schon mal daran gedacht mir After Effects zuzulegen, aber ich scheue die Kosten. Nun soll Vegas Pro aber im Compositing-Bereich zumindest mehr bieten als Premiere Pro. Wie "nah" ist Vegas in seinen Möglichkeiten denn an AE ? Wieviel mehr kann es als z.B. Premiere Pro ?

4.
Ist denn die Audiosektion von Vegas so flexibel handhabbar, wie z.B. in Samplitude ? Dort kann ich z.B. Effekte sowohl auf Clips als auch auf Spuren und den Master-Out anwenden. Als ich mal kurz das Movie Studio Platinum getestet habe fiel mir auf, dass nach Anwendung eines Filters ein neuer Audioclip auf der Festplatte erstellt und dann statt des alten in der TimelineTimeline im Glossar erklärt eingebunden wird. Dadurch war es aber nicht mehr so einfach z.B. einen angewandten Filter einfach rückgängig zu machen. Ist das so oder habe ich da nur was übersehen ?

Vielen Dank schonmal.

CU
Hartmut




Antwort von Marco:

Du kannst RED Dateien in Vegas Pro sowohl nativ bearbeiten, sofern du einen leistungsstarken PC hast (;wichtig ist dabei v.a. die CPU-Leistung) und die Vorschauauflösung reduzierst. Du kannst aber auch mit Proxys arbeiten. Wenn die Proxy-Dateien später beim RendernRendern im Glossar erklärt gegen die Original ersetzt werden, bleiben sämtliche Filter automatisch erhalten.

Im Compositing-Bereich bietet Vegas Pro beispielsweise die typischen Compositing-Modi wie Differenzkeying, Addition, Subtraktion, etc., einen sauberen Umgang mit Transparenzen, es bietet Arbeiten mit Beziermasken, Filter, die im Signalfluss getoggled werden können, verarbeitet Fotos bis hin zu Gigapixel-Auflösung nativ, so dass Zoomfahrten und Schwenks (;bis zu gewissen Vergrößerungsgrenzen) nicht unter die Projektauflösung abrutschen, es gibt die Möglichkeit Spurverknüpfungen mit Parent-Child-Hierarchie herzustellen, um Spureigenschaften zu vererben und spurbasierende Bewegungen können im 3D-Raum ausgeführt werden (;du kannst damit beispielsweise einen sich drehenden Würfel bauen). Dazu kommen noch Funktionen wie Height-, Bump- und Displacement-Mapping oder interne Mediengeneratoren, die auch diverse Noise-Texturen animiert erzeugen können.
In der Summe ergeben sich daraus etliche Möglichkeiten, für die anderorts ein eigenes Compositing-Programm wie AE zu Hilfe genommen werden muss. Aber ein Ersatz für AE ist Vegas Pro dennoch nicht, besonders wenn der Schwerpunkt auf dem Compositing liegt.

Falls du eine Demo-Version von Vegas Pro installiert hast, kannst du auf VegasVideo.de ein paar Projektdateien runterladen und öffnen, um dir verschiedene Compositings, die allein mit Vegas hergestellt wurden, ansehen. Darunter sind vermutlich v.a. die Projektdateien Würfel und Planetenschweif interessant (;wobei du Planetenschweif wohl erst rendernrendern im Glossar erklärt musst, um eine flüssige Vorschau sehen zu können).

Sowohl im Video- als auch im Audiobereich lassen sich in Vegas Pro Filter an (;fast) jeder Stelle des Signalflusses anwenden: Auf die Timeline-Events, auf die einzelnen Spuren, auf Busse (;und somit auch auf Spurgruppen) und auf den Master-Ausgang (;Videofilter zudem auch noch auf den Clip selbst, noch bevor er in der TimelineTimeline im Glossar erklärt landet).
Es ist richtig, dass eventbasierende Audiofilter (;und wirklich nur die) gerendertgerendert im Glossar erklärt werden. Die Justierungen lassen sich dennoch in Echtzeit auch während der Wiedergabe abhören. Und die gerenderte Datei liegt danach als so genannter Take über der Originaldatei und zwischen beiden Versionen kann per Tastendruck hin- und hergeschaltet werden.

Marco
www.vegasforum.de



Antwort von scrooge:

Wow, das klingt ziemlich cool.
Nun werde ich mir auf jeden Fall die Demo ziehen und Vegas unter die Lupe nehmen.
Danke Marco für die Info.

LG
Hartmut




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