| Steadydrive System ausbalancieren
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Frage von Tim:
Hallo Forum! Also, ich habe mir auf eBay nach langem Zögern ein Steadydrive Schwebestativ gekauft. Soweit so gut, nur fehlt bei der spartanischen Anleitung eine Formel, mit der man berechnet, wie schwer das Gegengewicht zur Kamera sein soll.. Die Scheiben, die dabeisind kann man vergesssen, eine ist für meine Sony DCR TRV 950 schon zuviel. Die Homepage gibt leider auch keine Infos her.. Hat da jemand Erfahrung? Schöne Grüße Tim
tim.krieger -BEI- web.de
Antwort von Axel:
Nicht mit dem Steadydrive, aber mit dem Handyman, das Prinzip ist überall das gleiche. Je höher das Ausgleichsgewicht, desto grösser die Anstrengung deines Armes, der Schwerkraft entgegenzuwirken (;Isometrie) und umso ruhiger kannst du die Kamera unbewegt halten. Ist das Gegengewicht unter dem Schwerpunkt (;Ausgleich) aber deutlich größer als darüber (;Kamera) erhöht sich die Anzahl der Pendelbewegungen, während die Pendelweite kleiner wird, und umgekehrt (;bei zu kleinem Gegengewicht gibt"s nur noch eine Kippbewegung: nach vorne). Wähle zunächst das Gegengewicht so, dass es in etwa der Kamera entspricht oder etwas mehr. Das Gegengewicht ist für das Ausbalancieren nämlich zweitrangig. Wichtiger ist, die Position der Kamera (;meist mit einer Schiene o.ä. ) so zu verändern, daß die Kamera vorne und seitlich genau waagerecht steht. Bestimmt wurde eine Tischklemme oder sowas mitgeliefert, auf die du die Kamera mit dem Haltegriff aufstecken kannst, denn dieses Ausbalancieren muß auf Bruchteile von Milimetern genau sein. Fange damit an, diese Justierung so lange anzupassen, bis die Kamera ohne Hilfe völlig gerade "in der Luft" steht. Dann gibst du ihr einen kleinen Schubs. Pendelt sie zweimal oder noch öfter, ist das Gewicht zu hoch, Kippt sie in einem sehr großen Winkel, ist es zu klein. Benutze andere Gewichte als die mitgelieferten, wenn die nicht passen, vielleicht reichen schon zwei große Unterlegscheiben. Das machst du so lange, bis die Kamera, wenn du sie ein bißchen schubst, sofort in die Ausgangsposition zurückkehrt. Das kann schon insgesamt eine halbe Stunde dauern. Allerdings ist das nur die halbe Miete. Dieses Ding soll ja deine Schritte ausgleichen können, aber das funktioniert nicht ohne Übung. Du mußt ein Gefühl für die Balance entwickeln, so ähnlich als würdest du Fahrrad fahren lernen. Bei sehr schnellen Bewegungen mußt das Gegengewicht mit der freien Hand führen. Vielleicht merkst du, dass du besser zurechtkommst, wenn du mehr Gewicht draufpackst. Wichtig ist, daß du in der Weitwinkeleinstellung bleibst.
AxelSchreiter -BEI- t-online.de
Antwort von Gustav:
Hallo,
mit welcher Ausführung arbeitest Du denn? Wenn Du z.B. mit einer Steadydrive Pro55 in der Vollausstattung arbeitest, kann ich mir nicht vorstellen, daß Du Deine Kamera nicht ausbalanciert bekommst. Bei meiner war eine 16seitige Bedienungsanleitung dabei. Das war mir eigentlich schon zu viel und alles andere als spartanisch. Da ich eh mit zwei Händen arbeite (;eine am oberen und eine am unteren Haltegriff) und die Pendelbewegungen dadurch erst gar nicht auftreten, brauche ich auch nichts ausbalancieren. Ich habe vor zwei Monaten die Hochzeit meiner Cousine damit gefilmt und alle sind begeistert.
Viele Grüße (;und gutes Gelingen)
Gustav
Antwort von Gustav:
Hallo,
die Kontergewichte der Steadydrive haben mehrere Bohrungen. So kann man das Gewicht auch aussermittig anbringen. Wenn Du nun zwei Gewichte verwendest und diese aussermittig anbringst, kannst Du durch Verstellen des V-Winkels eine genaue Justierung erreichen. Die schnellste Justierung bekommt man aber mit dem sog. Spiderjoint hin. Diesen gibt es als optionales Zubehör. Hier hast Du nicht nur die Möglichkeit durch Verstellen der "Gewichtsarme" die aussermittige Balance hinzubekommen, Du kannst damit sogar die Verdrehungsdämpfung genau einstellen. Ich selber finde es allerdings meistens zu lästig eine genaue Justage vorzunehmen. Da ich quasi immer mit zwei Händen arbeite ist eine 100%ige Austarierung nicht notwendig. Aus diesem Grund habe ich mir ja diese Steadycam zugelegt. So habe ich jetzt die Möglichkeit die Kamera zu schwenken, zu drehen und zu kippen, ohne alles zu verwackeln. Wenn ich mit dem Ding arbeite, sehen die Leute immer nur ungläubig zu, weil Sie nicht kapieren wie das Gerät funktioniert :-)
Gruss
Gustav
Antwort von videonic:
Auf den Fotos der Steadydrive kann ich keine Möglichkeit erkennen, irgendetwas zu justieren. Ich habe den Eindruck dass eine genaue Justierung gar nicht möglich ist. Seit Mitte letzten Jahres arbeite ich mit dem IG-N800 von schwebestative.de, da lagen verschiedene Gewichte bei. Durch Verschieben des Gewichtes und Verdrehen des unteren Arms kann die Kamera genau justiert werden. Teuerere Systeme haben einen verstellbaren Schlitten auf dem die Kamera montiert wird.
Gruß Videonic
videonic -BEI- web.de
Antwort von Flo:
Hallo Tim,
wenn Du Deine Steadydrive ausbalancieren willst, benutzt Du am besten die Tischklemme. Die ist aber nicht bei jeder Ausführung dabei. Gibt es aber zum Nachkaufen. Einfach mal direkt bei Steadydrive über deren Website anfragen, die haben einen excellenten Service. Wenn das Ding dann an der Klemme hängt, kannst Du prima mit den Gewichten "spielen". Ich habe damit sogar die kleine "Medion Digital Cam" von meinem Kumpel ausbalanciert bekommen. Dafür habe ich zwei Gewichte und etwa 1 Minute gebraucht.
Gruss
Flo
P.S.: Für die Steadydrive gibt es auch einen Einstellschlitten, welcher anstelle des Neigekopfes montiert wird. Damit geht das Ausbalancieren noch schneller.
Antwort von Lennart2:
Weiß nicht ob hier in der Diskussion noch Aktivität ist, da schon etwas länger her. Ich sehe Ihr kennt Euch ganz gut aus mit den Steadydrive Systemen. Ich habe mir von Steadydrive das Stativ Steadycam Schwebestativ Full Rig Tragehilfe gekauft und auch schon einige Tage damit verbracht das System auszubalancieren und richtig einzustellen. Ich arbeite mit einer Sony HVR Z1E, die ungefähr 5 Kilo wiegt. Habe alle 5 gegengewichtsscheiben befestigt um höchstmögliche austarierung zu haben. Die obere ausrichtung der gasfedern habe ich etwas weiter als die mitte zu mir verschoben. und auch die kamera auf dem schlitten etwas weiter zu mir gezogen. ich habe jetzt den ruhigen bereich (;ca. brusthöhe) wo die kamera perfekt liegt und wo sie auch gerade bleibt wenn ich langsam gehe. unterschreitet sie aber den toten punkt bricht sie aus und sackt mir weg. ist dies normal? hat jemand erfahrung mit der hvr z1e und dem steadydrive steadycam+vest system?
finde auch, dass wenn man etwas schnellere bewegungen macht, sofort unruhe ins bild kommt. kann man doch eigentlich von einer 1200 € steadycam erwarten, dass sie dies nicht tut oder?
danke für feedback
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