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So filme ich jetzt - Nach 2 Jahren ein neuer Versuch




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Frage von tillfilm:


Hallo liebe Slashcamer,

zu Beginn der Link zu einem alten Thread von mir: http://forum.slashcam.de/kurzer-naturfilm-kritik-und-anregungen-erwunscht-vt70088.html

Tja, das war 2009, mitlerweile hat sich bei mir auch einiges getan, neue Kamera und immer mehr Erfahrung,
nicht zuletzt durch fleißiges mitlesen bei euch.

Und jetzt feuer frei, für drei Filme die ich in den letzten beiden Wochen eher zum Spaß gemacht habe, trotzdem bin ich auf eure Meinung gespannt.

Film über eine Ballonfahrt vom letzten Freitag:
http://vimeo.com/23718699

Katzen im Garten:
http://vimeo.com/23607676

Streifzug durch Wald und Wiesen:
http://vimeo.com/23062025

Liebe Grüße

Till




Antwort von Debonnaire:

Ich geh jetzt nicht spezifisch auf einzelne Videos und einzelne Momente in ihnen ein, aber mich stört generell deine sehr unruhige Kamerführung. Es wackelt, zittert, schwenkt, schwingt und zoomt immer irgendwie nervös. Vielleicht solltest du dich mit einem guten Stativ mit Videokopf anfreunden und deine Shots vor der Aufnahme ein paar Mal durchspielen, damit z.B. die Kamera den Endpunkt eines Schwenks nicht überschhiesst?

Ebenso fällt mir auf, dass du ein echtes "Talent" hast, dauernd im falschen Moment zu schneiden, wie z.B. mitten aus laufenden Schwenks. Das ist total ermüdend und verwirrend für den Zuschauer. Machst du das, weil dir in der Postproduction selbst aufgefallen ist, dass du die Endpunkte der Schwenks oder Zooms nicht getroffen hast und damit das Nach-/Zurückwippen cachieren willst?

Nochmals zum Schnitt: Sehr oft machst du nicht nachvollziehbare Schnitte z.B. von einer Totalen des Waldes/der Bäume (;wahrscheinlich aus einem laufenden Schwenk oder ZoomZoom im Glossar erklärt raus) direkt auf eine Makroaufnahme eines Käfers. Das mag künstlerisch gemeint sein, ist aber für den Betrachter schlicht nicht nachvollziehbar. Da weiss keiner, wo sich denn nun das Tierchen in dem riesigen Waldausschnitt befindet und verliert zusammen mit der Orientierung auch gleich die Lust das Gewackel weiter zu schauen.

Auf der Positivseite: Die Themen sind nett und viele Aufnahmen ganz gut gelungen, wenn sie - wie gesagt - etwas stabiler aufgenommen wären!

Irgendwie entsteht aber genrell in deinen Filmen kein Erzählfluss, keine Story, keine Entwicklung. Es sind einfach - aber immerhin - nette Bilder, welche bewegt aneinander gereiht wurden, dies aber eher durch Würfelwurf denn durch Damaturgieaufbau.

Also, frisch zurück ans Werk und zeige uns mal was dann daraus eworden ist, ok?! :-)



Antwort von Axel:

Die Ballonfahrt ist der schwächste Film, zu lang, irgendwie beliebig, und so nüdlüche Müsük. Du erzählst nichts, du reihst Bilder aneinander. Das ist auch kaum Schnitt zu nennen.

Auf die Katzen wollte ich die Tage schonmal reagieren, aber dann war der Thread verschwunden. Für Katzen als Motive braucht man keine Entschuldigung, zumal wenn es solche Hammerviecher sind. Und für schöne Bilder an und für sich braucht man auch keine Entschuldigung. Du machst schon durchaus sehr schöne Bilder.

Der letzte Film ist bloß noch ein Fotokalender, aber die Bilder sind extrem schön. Auch die Mucke ist weniger aufdringlich, so dass es das Herz ein bisschen streicheln kann.

Was soll man sagen? Du brauchst einen Autor, denn das Erzählerische liegt dir nicht. Der in letzten Zeit um sich greifenden Totenstarre-Epidemie - 50p-Kurzfilme ohne jede Bewegung - bist du aber nicht erlegen, du bewegst die Kamera oder beobachtest sich bewegende Motive. Setze deine Talente ein, und lass dir von jemandem mit einem Konzept unter die Arme greifen ...



Antwort von pilskopf:

Weniger Glow. Ich mag das überhaupt nicht, weg von diesem Effekt. Ich irr mich doch nicht dass da glow benutzt wurde oder?



Antwort von Axel:

"pilskopf" wrote:
Weniger Glow. Ich mag das überhaupt nicht, weg von diesem Effekt. Ich irr mich doch nicht dass da glow benutzt wurde oder?

In welchem Film siehst du an welcher Stelle speziell Glow? Bei MBL ist natürlich meistens eine Prise Glow drin. Die Bilder fand ich schon, wie gesagt, sehr schön, und da es sehr viele plakative Looks gibt, finde ich, dass Till sehr gut gearbeitet hat. Ist natürlich, wie alles, Geschmackssache.



Antwort von tillfilm:

"Debonnaire" wrote:
Vielleicht solltest du dich mit einem guten Stativ mit Videokopf anfreunden und deine Shots vor der Aufnahme ein paar Mal durchspielen, damit z.B. die Kamera den Endpunkt eines Schwenks nicht überschhiesst?


Bei dem Ballonvideo hätte ich kein Stativ nutzen können, aber in den letzten Tagen dachte ich auch daran, wie schön die Aufnahmen gewesen wären, wenn ich ein Stativ dabei gehabt hätte.
Bei den Katzen und auch den Käfern etc. habe ich bewusst kein Stativ benutzt, weil ich mehr im Geschehen sein wollte. Momentan darf ich ein Bilora936 mein eigen nennen, ist nicht gerade der beste Kopf.

"Debonnaire" wrote:
Ebenso fällt mir auf, dass du ein echtes "Talent" hast, dauernd im falschen Moment zu schneiden


Da ich wie du schon festgestellt hast, nicht dramaturgisch schneide, halte ich mich beim Schnitt immer an die Musik, allerdings habe ich auch schon "kleine" Berichte gemacht, die sind teilweise noch nicht im Netz, ein Beispiel ist vielleicht der hier: http://vimeo.com/18158775 Ist eher ein Testvideo für meine Kamera gewesen, aber im Endeffekt hat er sein Ziel erreicht, eine humorvolle Zusammenfassung. Obwohl dieser Film für Außenstehende nicht ganz so interessant ist, oder?



"Debonnaire" wrote:
Irgendwie entsteht aber genrell in deinen Filmen kein Erzählfluss, keine Story, keine Entwicklung.


Ich denke mal, das ist mein großes Problem, ich konzentriere mich zu sehr auf das Bild und vergesse den Rest, oft habe ich schon darüber nachgedacht mit anderen gemeinsam einen Film zu machen, das Problem, ich liebe Reportagen und bin mir noch nicht sicher, wie man so einen Film am besten plant, aber vielleicht habt ihr diesbezüglich ein paar Tipps?
Also Themen hätte ich so viele, über die ich gerne mal erzählen würde.



Antwort von tillfilm:

"Axel" wrote:
Die Ballonfahrt ist der schwächste Film.


Liegt wahrscheinlich auch an der Zeit, in der ich den Film geschnitten habe :P

"Axel" wrote:
Auf die Katzen wollte ich die Tage schonmal reagieren, aber dann war der Thread verschwunden. Für Katzen als Motive braucht man keine Entschuldigung, zumal wenn es solche Hammerviecher sind. Und für schöne Bilder an und für sich braucht man auch keine Entschuldigung.


Wirklich? Das freut mich natürlich, naja, ich habe den Thread wieder rausgenommen, weil ich mir echt zu unsicher war, ob der Film hier richtig plaziert ist.

"Axel" wrote:
Der letzte Film ist bloß noch ein Fotokalender, aber die Bilder sind extrem schön. Auch die Mucke ist weniger aufdringlich, so dass es das Herz ein bisschen streicheln kann.


Wieder das eben schon beschriebene Problem, na wenigsten weiß ich, woran ich arbeiten muss, das ist besser als eine total vernichtende Kritik.
Danke dafür.



Antwort von nicecam:

Hab mir nur den letzten Film angeschaut.

"Axel" wrote:
Der letzte Film ist bloß noch ein Fotokalender, aber die Bilder sind extrem schön.

...

Was soll man sagen? Du brauchst einen Autor, denn das Erzählerische liegt dir nicht.

Nur angenommen, Rolf Hankel hätte seinen Namen druntergesetzt - die Analyse [ rolfs o-ton jetzt mal ausgenommen ;-) ] wäre möglicherweise anders ausgefallen.



Antwort von tillfilm:

"Axel" wrote:
"pilskopf" wrote:
Weniger Glow. Ich mag das überhaupt nicht, weg von diesem Effekt. Ich irr mich doch nicht dass da glow benutzt wurde oder?

In welchem Film siehst du an welcher Stelle speziell Glow? Bei MBL ist natürlich meistens eine Prise Glow drin. Die Bilder fand ich schon, wie gesagt, sehr schön, und da es sehr viele plakative Looks gibt, finde ich, dass Till sehr gut gearbeitet hat. Ist natürlich, wie alles, Geschmackssache.


Die einzige FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt, die ich hier gemacht habe, war, dass ich die Bilder etwas dunkler und kontrastreicher gemacht habe, mehr nicht. Wie der Effekt jetzt genau heißt, weiß ich leider gerade nicht.



Antwort von tillfilm:

"pilskopf" wrote:
Was ich schon mal sehe sind Halbbilder, typisches HDVHDV im Glossar erklärt mein ich, zusätzlich Glow.


Also die Kamera kann ich leider nicht austauschen, anders lässt sich das Halbbildproblem bei HDVHDV im Glossar erklärt 1080 50i ja wohl nicht beheben oder gibt es da einen sinnvollen Umwandlungsprozess bevor der Film ins Netz geht?

Es hat halt nicht jeder eine GH2 die 1080p1080p im Glossar erklärt beherrscht ;)



Antwort von pilskopf:

Ich bin ne verwöhnte Schnauze, ich gebs auch zu. Entweder schieb ich es auf die Halbbilder oder eben Glow, wenn du sagts es ist kein Glow, dann sinds einfach nur die Halbbilder. Bei meinem Skippy Hundevideo hab ich auch recht schlecht gergradet gehabt, mit Glow, daran haben mich deine Bilder erinnert gehabt, da hab ich halt auch ne HDVHDV im Glossar erklärt Cam benutzt.



Antwort von tillfilm:

"pilskopf" wrote:
Ich bin ne verwöhnte Schnauze, ich gebs auch zu.


Und ich habe mich vor einigen Wochen angesteckt, ich bin noch immer am überlegen, ob die FX7 einer DSLR mit Videofunktion weichen soll.



Antwort von nicecam:

Pilskopf wird dir schon gleich die richtige Antwort geben :-)



Antwort von tillfilm:

"nicecam" wrote:
Pilskopf wird dir schon gleich die richtige Antwort geben :-)


Ich bin gespannt, darauf warte ich gerade auch :P



Antwort von pilskopf:

Vergesst es. :D



Antwort von Jörg:

Quote:
Es hat halt nicht jeder eine GH2 die 1080p1080p im Glossar erklärt beherrscht ;)


die brauchts ja nun auch wirklich nicht, um schöne clips zu drehen, lass Dich mal von DEM hype jetzt nicht aus der Ruhe bringen.

Auch nicht von Fotokalendergerede und solch elitären Gedanken, die einem kommen, wenn man jeden Tag die Großen dieses Genre auf der Rolle hat.

Viel mehr solltest Du auf Debonnaire hören, die clips ruhiger gestalten, Stativ, Auflagen etc nutzen.Und die Schnitte deutlich mehr kontrollieren.

Dem Ballon schaden ja leichte Bewegungen nicht, trotzdem würde ich hier sicherlich ruhigere Bilder besser finden.
Könnte ein Fall für After effects sein, das wirklich "smooth movement" des Warp stabilizers käme den Bildern zugute.



Antwort von einsiedler:

Hallo Till,

vieles was hier geschrieben wurde entspricht auch meiner Meinung.
Ich möchte nochmal auf die Motivation eingehen:
Natürlich kann man filmen um des Filmens Willen. Die dabei entstehenden Clips sind aber sogar für einen selbst bereits nach kurzer Zeit eher langweilig.
Ich finde es wichtig mich vor dem Filmen zu fragen: Warum will ich das überhaupt filmen? Zur Erinnerung, als Doku, als Reportage, oder einfach um zusammen mit entsprechender Musik etwas Entspannung in den Alltag der Zuseher zu bringen?
Wenn ich etwas als Erinnerung filme, dann ist das eigentlich nur für mich und andere direkt beteiligte interessant.
Will ich mit einem Film etwas erzählen, dann muss ich mir vorher einige Gedanken über Story, Erzählweise, usw. machen. Dadurch weiß ich auch bereits was ich wie zeigen kann, sollte oder möchte.
Will ich Naturaufnahmen zur Entspannung machen, dann sollten diese den Zuseher (;auch mich selbst) berühren, z.B. durch ganz außergewöhnliche Lichtstimmung, besondere Perspektiven, einzigartige Motive, eventuell speziell angefertigte Musik.

Viele (;Teile) Deiner Clips gefallen mir sehr gut. Dennoch vermisse ich den besonderen "Einsatz" beim Filmen. Klar - Stativ aufbauen, eine besonders gute Perspektive finden, den Bildausschnitt bestimmen,... - das alles kostet Mühe und Zeit. Aber eben genau diese Arbeit ist es, die man im Ergebnis sieht, und die den Clip zum Film machen.

Das alles ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung. Vor allem finde ich es toll, dass Du Dich so direkt der Kritik stellst. Mach weiter so, es wird immer besser werden.

Viele Grüße an Till von Til :)



Antwort von Tiefflieger:

Hallo Till,


Vorerst, ich bin Amateur und habe nichts mit Film zu tun.
Filme aber selber und schaue mit Kollegen selbstgedrehtes.

Ich habe bewusst den Ton ausgeschaltet.

Technisch gibt es für mich nichts zu bemängeln, die Bildqualität, Freistellen und Schärfeverlagerung ist gut.
Für Freihandaufnahmen ist der Bildstabilisator der Kamera zuwenig gut (;Ja es gibt wirkungsvolle eingebaute Stabi).

Mit ungewöhnlicher Perspektive z.B Kamera ins Gras legen (;Ballon zusammenfalten) wird Interesse geweckt.
-> Generell sind Örtlichkeiten oder Handlungen für eingeweihte Interessant, da alles mit anderen Augen gesehen wird.
Es sind Kurzsequenzen die Du zeigst. Daher ist es unwahrscheinlich, dass der Augenblick langweilig wird.

Du zeigst stille Bewohner und/oder Residenzen.
Der Marienkäfer ist technisch scharf, fällt er auch mal runter?
Ist das seine Residenz und ist ein Bewohner von Landschaften (;Bereichen).
Ist es ein Schädling oder ein Nützling?
Gibt es noch mehr davon?
Wie interagiert er mit anderen Bewohnern (;Ist er wirklich Silent?).
Was passiert wenn man drauftritt? (;damit löst Du schon Reaktionen aus) nee ist nicht nötig. :-))


Ballonfahren:
Was ist wichtig beim Ballonfahren?
Welche Vorbereitungen braucht es?
Welche Route ist geplant?
Wird nach GPS gefahren?
Mit der Karte wird der Weg nach Sicht nachvollzogen (;Markante Geländepunkte).
Welche Flughöhen sind genehmigt (;Funkverkehr).
Welche Zonen sind tabu.
Welche Höhenwinde sind aktuell, wohin würden sie mich tragen etc.
Wie werden unterschiedliche Luft-Strömungen festgestellt (;mit Toilettenpapier)
War es der einzige Heissluftballon.
Bodenpersonal...
alles technische Punkte, da Ballonfahren nicht nur schön ist.

Kittens
Du verfolgst kleine Kätzchen, eigentlich niedlich.
Es erforscht alles, aber man sieht nicht was.
Aber ausser im Garten Tollen, Spielen sie auch und mit was?
Sind sie nur im Garten?
Welche Arten gibt es?
Schlafen sie auch und wo?
Ist es ein Haustier und interagiert es mit dem Mensch.
Sammeln sie Erfahrungen und welche?
Gibt es Züchter und Austellungen?
Ich denke um eine Geschichte zu Zeigen braucht es mehr Zeit zum Planen.
Für mich ist das gezeigte kein Katzenkind -> spielen, lernen, sich ungewöhnlich befreien, putzen wie auch immer.
Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, frage doch mal einen Katzenfreund über Ihre Erlebnisse und versuche es umzusetzen (;ich habe keine Ahnung davon und möchte als Zuschauer überrascht werden).


Das ist meine persönliche Meinung und ich hoffe ich habe Dich und Deine Filme nicht missverstanden.
Du zeigst Bilder, aber es hat für mich keine Kern Aussage, Wissenswertes darin.
Es wirkt alles kühl und löst bei mir keine Reaktion aus, bzw. nichts worüber ich nachdenken müsste.
(;Die Bilder sind eher eine Begleitung zum Ton (;Beat) und eignen sich für Tanz Projektion-Background)

Wenn Du ein Film drehst.
- was ist die Aussage, um was geht es im Kern
- wie stelle ich es dar, damit es verstanden wird
- wiederholt es sich, typisch, aussergewöhnlich
- wer oder was ist beteiligt
- Jahreszeit, Umfeld, Veränderung...

Gruss Tiefflieger




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