Frage von asymmetric:April 2026
Für den Dreh eines Videoclips habe ich mir überlegt, die gute alte Rückprojektion anzuwenden. Da ich dahingehend keinerlei Erfahrungen habe, würde ich gerne wissen worauf ich beim Kauf eines
- Ultrakurzdistanz Beamers (wieviel Ansi/Lumen mindestens, HD oder 4K,...?) und der
- Leinwand (speziell für Rückprojektion, was genau,...?) achten soll.
Sehr hilfreich wären konkrete Produktbezeichnungen.
Die Projektionsfläche sollte mindestens
- 2,50m Höhe x 3m Breite betragen
Der Raum ist leider sehr begrenzt, daher würde der Darsteller ca. 1,50m vor der Leinwand stehen und die Kamera wiederum ca 2,50m vor dem Darsteller. Zur Ausleuchtung des Darstellers stehen 2x Godox SL300 und 4x Rollei Lumen 150 (jeweils Tageslicht LED) zur Verfügung. Normalerweise fotografiere ich, daher ist einiges an Bowens Softboxgedöns vorhanden...
Da ich mir einige Zeit geben will, um mich reinzufuchsen und ich nicht genau weiss, ob und wie oft ich die Anlage danach weiterhin benötige, möchte ich den Ultrakurzdistanz Beamer und die Leinwand gebraucht kaufen. Das Zauberwort ist daher „kostengünstig“
Vielen lieben Dank vorab und viele Grüsse!
Antwort von soulbrother:
Das könnte spannend werden.
Rückprojektion dürfte mehr Verlust haben als Forntprojektion (bei gleichem ANSI output des Beamers)
Dazu die geringen Abstände der Objekte zur Leinwand.
D.h. sobald Licht von vorne auf die Leinwand fällt, wird diese immer weisser.
Wie gesagt, spannend...
Ich würde erstmal nen (Front-)Beamer besorgen/leihen, ne weisse Wand nehmen und dann einen ersten Test mit deinen Lichtern und den Abständen/Positionen machen.
Antwort von Jott:
Rückprojektion in der Größe? Dazu brauchst du den fettesten Beamer, den du dir im Rental leisten kannst.
Und denk dran, Schwarz kannst du nicht projizieren. Schwarz ist bei Rückpro die Farbe der Leinwand. Deswegen darf von vorne kein Licht drauffallen. Tricky!
Antwort von asymmetric:
Jott hat geschrieben:
....den fettesten Beamer, den du dir im Rental leisten kannst....
Ersteinmal vielen Dank für die Antwort! Da die Beamer Sache für mich echtes Neuland ist... Hättest du ne ungefähre Hausmarke für mich, wieviele ANSI ein Beamer mindestens haben sollte? Damit ich eine ungefähre Richtung habe...
Antwort von asymmetric:
soulbrother hat geschrieben:
...
Ich würde erstmal nen (Front-)Beamer besorgen/leihen, ne weisse Wand nehmen und dann einen ersten Test mit deinen Lichtern und den Abständen/Positionen machen.
Auch dir, vielen Dank für die Antwort! Das hört sich nach einer guten Idee an, um mich der Sache anzunähern. Da es nach der ersten Recherche gefühlt mehrere Milliarden Beamer gibt... Kannst du einen empfehlen oder gibt es da eine Marke / Modell, das "gängig" ist?
Antwort von soulbrother:
Frag im Bekanntenkreis oder bei Dir gut bekannten Firmenkontakten mal, ob jemand nen Beamer hat, den Du zum Test mal leihen kannst.
Dann mach den Aufbau und Testaufnahmen und schau erstmal, wie Du das mit dem Licht für die Protas machen willst/kannst, ohne dass es die Leinwand zu stark beleuchtet/stört.
Dann kannst Du hoffentlich gaaanz grob abschätzen, ob ein Beamer mit unter ca. 8000 ANSI überhaupt "funktioniert" in so einem Setup.
Antwort von asymmetric:
soulbrother hat geschrieben:
…. ob ein Beamer mit unter ca. 8000 ANSI überhaupt "funktioniert" in so einem Setup.
8000 ANSI, eine Zahl die mich sehr traurig machen würde…
Bekannte / Verleiher zu finden wird auf jeden Fall eine Herausforderung, da ich hier in Südostspanien bin, aber ich will nicht rumjammern. Es ist auf jeden Fall ein guter Ansatzpunkt!
Wie sieht es mit der Synchronisation aus. Sowohl Kamera, als auch Beamer müssen die gleiche Bildwiederholfrequenz haben (bsp. beide haben 29,97) und die Synchro geschieht auf der Timeline über Audio. Habe ich das so richtig verstanden oder übersehe ich da was? Gibt es evtl. Beamer mit einem Sync-Lock Ausgang, der über Kabel mit einer entsprechenden Kamera verbunden werden kann?
Antwort von rabe131:
Willst du, dass es ausschaut wie Rückprojektion, weil das sieht man ja immer.
Warum nicht Keying, mit mehr Spielraum, besserer Qualität und weniger Aufwand?
Vielleicht ließe sich das auch im Schnitt auf einen Rückprojektions-Stil bringen.
Antwort von asymmetric:
rabe131 hat geschrieben:
Willst du, dass es ausschaut wie Rückprojektion, weil das sieht man ja immer.
Warum nicht Keying, mit mehr Spielraum, besserer Qualität und weniger Aufwand?
Vielleicht ließe sich das auch im Schnitt auf einen Rückprojektions-Stil bringen.
Hallo und vielen Dank für die Antwort. Ich freue mich wirklich sehr, über jede Antwort!
Das Keying hatte ich schoneinmal versucht und ich war (aus der Fotoecke kommend) entsetzt wie schlecht ich die grünen Reflektionen aus den Klamotten und den Haaren heraus bekommen hatte. Sicher fehlt mir da die Erfahrung, aber allein die grüne Reflektion vom Boden auf die Schuhe und den grünen Schatten der Schuhe auf dem Boden... wie machen die das?
Aber selbst, wenn es da mit mehr Postpro Einsatz meinerseits besser wird, arbeite ich mit Laiendarstellern. Mein Grundgedanke war dahingehend, das es diesen „Darstellern“ leichter fällt in Interaktion mit den Geschehnissen auf der Rückpro zu Interagieren, als auf beispielsweise „Hinter dir explodiert das Universum und Action“ Regieanweissungen...
Antwort von Darth Schneider:
Hinter dir explodiert das Universum und Action“ Regieanweisungen..
Den Film will ich dann definitiv sehen.😂😂
Probier es nochmal mit Greenscreen, das Grün kriegst du schon raus.
Kommt natürlich betreffend Grün das ungewollt auf die Klamotten Reflektiert auch drauf an was die Darsteller für Kleider/Stoffe tragen…
Je nachdem, kann auch Bluescreen besser geeignet sein….
Antwort von asymmetric:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Hinter dir explodiert das Universum und Action“ Regieanweisungen..
Den Film will ich dann definitiv sehen.😂😂
… das war doch nur so ne Metapher 😁…
Wie schon erwähnt, abseits der qualitativen Ebene, wäre für mich der Aspekt der anderen Darstellerführung interessant.
Interessant für mich wäre noch zu erfahren, worauf ich bezüglich der Synchronisation der Kamera und der Projektion achten muss / sollte?
Antwort von Darth Schneider:
Die Darsteller Führung wäre mit einer Live Projektion sicher grundsätzlich für die Laien einfacher und sinnvoller.
Aber ob das für dich und das Projekt einfacher wäre ?
Weiss nicht ?
Kommen halt mit der Projektion zusätzlicher Aufwand und ganz andere Hürden, beim Dreh, mit dazu.
Damit am Schluss alles wirklich passt.
Technisch und vom Aufwand am Set (beim Dreh) gesehen ist Greenscreen viel einfacher.
Am Rechner natürlich aufwendiger aber dafür hast du auch viel mehr Spielraum.
Antwort von gammanagel:
Hallo,
ich würde die Magic mask von Davinci Resolve nutzen. Geringer Aufwand und gutes Ergebnis. Du bekommst einen Alphakanal und kannst einen Clip hinter den Protagonisten stellen. Auf Youtube gibt es viele Anleitungen.
Rückprojektion macht sicher Spaß, das Ergebnis wird Dich nicht zufriedenstellen.
Dein Problem beim Green Screen ist natürlich auch lösbar:
Ki sagt
"Green Screen Spill ist das unerwünschte Reflektieren des grünen Hintergrundlichts auf dem Motiv, meist sichtbar als grüner Farbstich an Rändern, Haaren oder Kleidung. Es entsteht durch zu nahe Positionierung am Hintergrund oder zu intensive Beleuchtung. Vorbeugung erfolgt durch Abstand (1,8–3 m), korrektes Licht (45°-Winkel, Hairlight) und Despill-Funktionen in der Postproduktion."
Gruß
Elimar