| Prod.Suite User - Wie sieht euer Workflow aus?
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Frage von Helmut W.:
Hallo. Adobe's Production Suite wirbt ja damit, dass alle Applikationen schön integriert und aufeinander abgestimmt sind. Seit einiger Zeit arbeite ich mit Premiere Pro 2 und bin soweit ganz zufrieden damit. Jeodch mehren sich die Augenblicke wo ich mit dem Programm allein an die Grenzen stosse, sei es mit Animationen, Spezialeffekte oder einfachen Bildverbesserungsaufgaben (;entwackeln, Farbabgleich usw.). Da ich mit den anderen Programmen der Prod.Suite (;noch) keine Erfahrung habe, würde mich mal ein typischer Workflow der benutzten Programme interessieren. In den Broschüren steht zwar alles plausibel erklärt drin, aber wie sieht es in der Praxis wirklich aus? Nutzt ihr Encore wirklich, um die DVDs zu erstellen, obgleich man das auch aus Premiere erledigen kann usw.? Ich bin am Überlegen, auf die Prod.Suite upzugraden, möchte aber Gewissheit haben, dass ich das Zeug dann auch richtig nutzen kann ;-) Es wäre nett, wenn ihr mir einfach in ein paar Sätzen beschreiben könntet, wie ihr im Projekt vorgeht und welche Rolle dann die jeweiligen Anwendungen spielen. Zu guter letzt würde mich noch interessieren, ob ihr die bordeigenen Mittel zur Erstellung von DVDs oder anderen Formaten nutzt (;z.B. Mainconcept MPEG-Encoder usw.) oder auf 3rd Party Tools zurückgreift (;und warum) ? Ich danke euch vielmals !!!! -- Helmut.
Antwort von Jörg:
Hi, den workflow zu schildern nutzt eigentlich wenig, da jeder wohl anders arbeitet. Stell dir einfach ein stinknormales Projekt vor, Du schneidest in AP, wechselt nach AE für eine typoanim, kontrollierst das in AP. Die Farbe des Textes passt nicht zum clip, retour zu AE, anpassen fertig. Ohne zu rendern , zu exportieren etc.Das passiert einmal am Ende des Projekts. Da Du Marker gesetzt hast sind die Kapitel für Encore vorbereitet. Jetzt wird in AE ein animiertes Menü gefertigt, darin werden Buttons aus Photoshop eingefügt, Änderungen werden in simplen Arbeitsschritten auf die existierenden Dateien angewendet.Sofort, ohne jegliche Rechnerei, simples Speichern und aktualisieren reicht. Zwischendurch wird immer mal wieder in Audition am Sound gefeilt, wobei in diesem Fall der workflow noch verbesserungswürdig ist. Zum Schluss wird alles in Encore zur DVD getoasted. Wenn Du die Programme im Griff hast, ist das alles so simpel wie beschrieben. Es läuft nahezu störungsfrei ab, vorausgesetzt Dein Rechner entspricht mindesten den Höchstanforderungen von Adobe. Wenn Du dann zwischendurch mit Deinem Kunden über die clipnotes Änderungen bespricht, in den Programmen blitzschnell umsetzt, dann weißt Du, warum manch ein Nutzer für immer wieder ins Gespräch gebrachte "Echtzeit"programme nicht mal ein müdes Lächeln übrig hat. Arbeitszeitersparnis erreicht man eben mit vielschichtig verknüpften Appli- kationen wie Prod.suite effektiver und dazu noch mit viel mehr Spaß. Es sind nicht unbedingt weitere standalone encoder nötig, der mainconcept ist in der Suite intergriert. Meiner Meinung nach ist Adobe mit dieser Produktlinie ein großer Wurf gelungen. Wer seit Jahren mit den einzelnen Apps gearbeitet hat, wird ein großes Lächeln schwerlich unterdrücken können, wenn er das Studio genießt. Solltest Du das Geschriebene als Kaufempfehlung ansehen, ist Deine Wahrnehmung richtig. Gruß Jörg
Antwort von Wiro:
Hallo, wie sagte auf der Photokina jemand bei einem Workshop? Es gibt im Videobereich nichts, was mit Production Studio nicht möglich ist. Na ja, lassen wir da die Kirche mal lieber im Dorf ;-)
Nutzt ihr Encore wirklich, um die DVDs zu erstellen, obgleich man das auch aus Premiere erledigen kann? ... Das ist z.B. solch ein typischer Fall: um schnell mal eben eine DVD zu brutzeln wird niemand nach Encore wechseln - das geht in APPro wie's Brötchenbacken. Aber wenn man erweiterte Funktionalitäten braucht, dann wird man wie selbstverständlich zu Encore (;dem großen Bruder) übergehen. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit hat man das im Blut und merkt gar nicht mehr, daß man praktisch das Programm wechselt - man tut es einfach.
... ob ihr die bordeigenen Mittel nutzt (;z.B. Mainconcept MPEG-Encoder usw.) oder auf 3rd Party Tools zurückgreift ... Mainconcept hat einen weltweiten Ruf für seine Produkte auf sehr hohem Niveau (;nicht umsonst nennen sie sich "the Codec-People", die mit 80 Senior Codec Engineers über das vielleicht größte Codec Expertenteam weltweit verfügen). Die integrierten Presets sind sehr vielfältig und decken alle Standard-Bedürfnisse ab. Und wenn man auch hier "mehr" braucht, dann sind die Eingriffsmöglichkeiten schier unbegrenzt. Was natürlich dann ein gewisses Know-How voraussetzt. Aber das weißt Du ja selbst ;-) Gruss Wiro
Antwort von Uwe:
Speziell zum Production Studio gibt es hier ein paar schöne Videos: http://www.adobe.com/designcenter/productionstudio/articles/prs1am_newfeat.html
Ich teile die durchklingende Begeisterung meiner geschätzten Vorschreiber, aber es gibt aus meiner Sicht eben auch ein paar Dinge, wo ich manchmal ein bißchen das Gesicht verziehe + manchmal sogar leicht abgenervt bin.
Ein wichtiger Aspekt ist bei mir die ständige Erkenntnis, dass mein Rechner einfach zu schwach für ein flüssiges Arbeiten mit dem APS ist. Obwohl der P4 mit 3,2 GHz, 2 GB Ram, Radeon 9600 XT... gar nicht mal soooo ne Krücke ist merk ich doch jedesmal schmerzhaft, wenn AE + PP geöffnet ist + die Clips bearbeitet werden sollen, das die Power einfach zu gering ist....
Dann muss man sich deutlich vor Augen halten, dass das Arbeiten mit dem APS eigentlich eine "Einbahnstrasse" ist, d.h. von AE nach PP, von AE nach Encore... Wenn man z.B. aus einer fertig geschnittenen Timeline in PP einen bestimmten Clip in AE bearbeiten möchte, kann man zwar aus PP heraus ein entspr. AE-Projekt über DL anlegen, man muss den entsprechenden Clip dann aber extra wieder von PP nach AE kopieren. Und dann bekommt man ihn nicht in der getrimmten Version, sondern komplett in ganzer Länge auf die AE-Timeline...
Der MC-Mpeg2-Codec ist zweifellos ein Guter, aber komischwerweise ist er in PP etwas mit Vorsicht zu geniessen. Der gleiche Codec liefert z.B. in Vegas eine etwas bessere Qualität als in PP - woran das liegt? Weiß der Teufel... Viele empfehlen daher, nicht aus PP ein Mpeg2 zu exportieren. Für eine DVD läßt man besser Encore den Job machen (;hier arbeitet der MC wieder ausgezeichnet... Oder für ein konvertieren von HDV nach SD gibt es auch div Empfehlungen, bloß nicht unbedingt über PP nach Mpeg2 raus zu rendern...
Aber trotzdem ist das Adobe Production Studio ein heller leuchtender Stern am Video-Himmel... :)
Antwort von luikelo:
Ein wichtiger Aspekt ist bei mir die ständige Erkenntnis, dass mein Rechner einfach zu schwach für ein flüssiges Arbeiten mit dem APS ist. Obwohl der P4 mit 3,2 GHz, 2 GB Ram, Radeon 9600 XT... gar nicht mal soooo ne Krücke ist
Ich hoffe das die adobe Leute ihre progs endlich 64bit kompatibel machen. =>mehr Ram.
Antwort von BeeZee:
Der MC-Mpeg2-Codec ist zweifellos ein Guter, aber komischwerweise ist er in PP etwas mit Vorsicht zu geniessen. Der gleiche Codec liefert z.B. in Vegas eine etwas bessere Qualität als in PP - woran das liegt? Weiß der Teufel... Viele empfehlen daher, nicht aus PP ein Mpeg2 zu exportieren. Für eine DVD läßt man besser Encore den Job machen (;hier arbeitet der MC wieder ausgezeichnet... Oder für ein konvertieren von HDV nach SD gibt es auch div Empfehlungen, bloß nicht unbedingt über PP nach Mpeg2 raus zu rendern...
Bitte? Das ist mir neu. Wie kann denn sowas sein? Kann das jemand bestätigen? BZ.
Antwort von Kameramann:
Blödsinn! Das Umwandeln in MPEG2 ist Sache des Encoders, der ist bei Premiere und Encore gleich (;Mainconcept), warum sollen da verschiedene Qualitäten rauskommen ?
Antwort von Jörg:
mit Blödsinn wäre ich da vorsichtig.Wo mainconcept draufsteht ist zwar auch mainconcept drin, aberrr: lt Auskunft mc ist einzig und allei der Hersteller der Programme für die Implementierung zuständig. Also können in verschiedenen Apps durchaus unterschiedliche Versionen bzw. Auslegungen einer einzigen Encoderversion vorkommen. Ganz interessant wird es, wenn standalone encoder mit implantierten verglichen werden. Also, eine unterschiedliche Qualität ist durchaus möglich, zu Encore gibts da Aussagen verschiedener Nutzer, die das bestätigen. Gruß Jörg
Antwort von Uwe:
...: lt Auskunft mc ist einzig und allei der Hersteller der Programme für die Implementierung zuständig. Also können in verschiedenen Apps durchaus unterschiedliche Versionen bzw. Auslegungen einer einzigen Encoderversion vorkommen...
In dieser Richtung muss wohl die Begründung dafür liegen, dass das Mpeg2-Encoding aus PP heraus teilweise nicht so gut abschneidet.
Es gab mal vor ca. 11/2-2 Jahren eine Diskussion im digitalvideoschnitt-Forum mit genau diesem Thema (;viellecht kann sich Jörg oder Wiro noch daran erinnern - finde den thread leider nicht auf die Schnelle). Jedenfalls äußerte man damals die Vermutung, dass es evtl. in Encore eine neuere Version MC gibt, der die leicht bessere Qualität begründet.
Daraufhin hatte ich selber ein paar kurze tests gemacht + kam auch zu dem Schluss, dass ein Mpeg-Encoding in Encore mit der Einstellung auf Automatisch ganz leicht bessere Ergebnisse bringen. Das ist natürlich so minimal, dass man es so einfach beim ansehen nicht unbedingt merkt. Aber beim reinzoomen auf 200% sah man schon leicht größere artefakte im Vergleich zum Encore-Encoding.
Im Laufe der zeit hab ich des öfteren mal ähnliche threads mit ähnlichen Äußerungen gelesen. Dazu passend sind die des öfteren erscheinenden Vergleiche des Mpeg-Encodings zwischen PP + Vegas, die fast immer zugunsten von Vegas ausfallen, obwohl hier auch derselbe MCMpeg-Encoder am arbeiten ist.
Das letzte Mal war es bei einem fachlich durchaus glaubwürdigen Test, bei dem es um den besten Weg einer Herunter-Skalierung von HDV-Material nach SD für DVD ging. Hier der link: http://www.dvinfo.net/conf/showthread.php?t=70792 Wieder schnitt das Mpeg-Encoding von Premiere Pro sichtlich schlecht ab. Vegas wiederum besser mit gleichem MC-Encoder..
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