| PC für Videorendering aber auch Gelegenheitsspiele bis 1200 EUR
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Frage von steptics:
Hallo Leute ich habe ein System zusammengestellt und dazu hätte ich gerne eure Meinung gehört! Hauptanwendung, DV-Material schneiden (;demnächst auch HD-Material), Videos gucken, vielleicht mal ein Spielchen gerne auch in 3D ;-)
Preis: ~1200 EUR
CPU: http://geizhals.at/deutschland/a401758.html MB: http://geizhals.at/deutschland/a483925.html RAM: http://geizhals.at/deutschland/a411316.html NT: http://geizhals.at/deutschland/a300327.html Kühlung: http://geizhals.at/deutschland/a501991.html GraKa: http://geizhals.at/deutschland/a567049.html HDD: http://geizhals.at/deutschland/a486924.html Case: http://geizhals.at/deutschland/a566182.html
Jetzt noch ein paar Hinweise worauf ich wert lege: Das Board soll USB3 und SATA3 unterstützen. Das System soll möglichst Silent sein, auch ohne WaKü, was hoffentlich bei einigen Komponenten ersichtlich wird.
Ich habe viele Tips in Richtung AMD bekommen, muss aber sagen das ich aktuell gar nicht und in Zukunft kaum bis mäßig Computerspiele spielen werde. Rendering und Ähnliches haben bei mir Vorrang. Daher tendiere ich, auch in der Glaubensfrage, eher zu einem Intel Prozessor der ja dort seine Stärken besser ausspielen kann.
Ich wurde gefragt warum nicht ein günstigeres S1156 statt des S1366 Systems. Dazu kann ich nur sagen das der Preisunterschied des o.g. Mainboards plus i7-950 im Vergleich zu einem änhlichen Board mit P55 Chipsatz und einem i7-875K faktisch nicht existiert und mir in diesem Forum dann klar zu S1366 geraten wurde.
Die Festplatte ist zu langsam soll aber vorrangig als Datengrab fungieren. Trotzdem welche wäre denn eher zu empfehlen wenn man auf konventionelle HDDs für die Systempartition zurückgreift? Denn ein Datengrab kann immer einmal noch gekauft werden.
Der RAM ist zumindest von der Größe her sehr reichlich dimensioniert, was mir klar ist, aber das Gefühl noch drei Bänke frei zu haben ist für mich immer ein Gutes, weil man relativ einfach etwas nachkaufen kann.
Schlussendlich bildet die Grafikkarte ein weiteres Nadelöhr. Allerdings tut es mir die Silent Technologie ganz besonders an. Wenn es vergleichbare Geforce Modell gibt und das Netzteil noch ausreicht lasse ich mich gerne auch von einer Geforce überzeugen. Allerdings sollten hier 200 EUR genügen sowohl für eine Radeon Alternative als auch eine aus dem Hause Nvidia und da bin ich mir über die Leistung nciht ganz im Klaren.
Der RAM wurde ausgewählt weil das Board den RAM mit nur 1066 MHz anspricht was eine Investition in höher getakten RAM für mich fraglich macht. Ausserdem habe ich den Ram zum Schluss ausgewählt und kam daher etwas unter Preisdruck.
Ich hoffe ihr könnt mir objektive Hilfestellung geben und Hinweise das das System runder wird, mehr als 1300,- ist im Budget nicht drin.
Antwort von tommyb:
Na dann wollen wir mal *Finger-knack*:
Schau erstmal auf diese Tabelle: http://www.techarp.com/showarticle.aspx?artno=520&pgno=6
Der x264 Benchmark ist nicht der heilige Gral, aber er ist auch nicht besonders weit von ihm entfernt. Hier kannst Du die pure Rechenleistung einzelner Prozessoren vergleichen.
CPU: Dein Prozessor ist zwar nicht gelistet, rein rechnerisch dürfte er aber so um die 28,50 Frames schaffen (;merke: der zweite Durchlauf ist der, der die CPU richtig fordert - Pass 1 ist "locker").
Du schreibst:
Rendering und Ähnliches haben bei mir Vorrang. Daher tendiere ich, auch in der Glaubensfrage, eher zu einem Intel Prozessor der ja dort seine Stärken besser ausspielen kann. Wie Du siehst, wäre ein 1090T schon mal schneller als der Prozessor den Du dir ausgesucht hast - zudem ist er auch noch etwa 30 Euro günstiger.
Dazu kann ich nur sagen das der Preisunterschied des o.g. Mainboards plus i7-950 im Vergleich zu einem änhlichen Board mit P55 Chipsatz und einem i7-875K faktisch nicht existiert und mir in diesem Forum dann klar zu S1366 geraten wurde.
Völlig richtig, aber ein 1366er System beißt sich mit dieser Aussage:
Das System soll möglichst Silent sein
Ich habe sowohl ein 1366er System als auch ein 1156er. Im 1156er werkelt ein Core i7 860, im 1366er steckt ein Core i7 920. Nicht nur, dass der 860 einen ticken schneller rendert als der 920, produziert dieser auch noch weniger Wärme.
Dein 950er hat eine TDP von 130 Watt. Ein 860er hat eine TDP von 95 Watt. D.h. es werden 35 Watt weniger in Wärme umgewandelt und müssen daher auch nicht von Lüfter abgesaugt werden -> Lüfter können langsamer drehen -> System ist leiser.
1366er Mainboards haben zudem auch noch die Eigenschaft nicht besonders sparsam zu sein. Der Chipsatz heizt die Luft etwas mehr auf als der 1156er und das wiederum landet natürlich im Gehäuse.
Der 1090T von AMD ist von der Wärme her im ähnlichen Bereich wie der 950 und daher nur eine Budget-gebundene Alternative (;Boards mit AM3 sind WESENTLICH günstiger als die überteuerten 1366er).
Ach ja, Erfahrungswerte: Core i7 920 und 860 stecken beide in identischen Gehäusen. Intern ist zwar nicht die gleiche Hardware verbaut, aber der Luftzug ist ziemlich identisch. Beide Prozessoren wurden per Undervolting an ihre Grenze gebracht (;-10° bei beiden!). Die Temperatur des 920 beträgt bei voller Last mit Hyper Threading 72° Celsius. Der 860er kommt auf 51°. Schon ein dicker Unterschied würde ich sagen...
Mainboard: Dieses Board unterstützt Speicher mit 1333 Mhz, denn PC3-10667 steht genau dafür. Mit einem 1156er Board hast Du zwar "nur" vier Speicherbänke, auf 12GB kommst Du aber trotzdem (;und an die Grenze muss man erstmal stoßen). Alternativ kannst Du auch auf 4x4GB zurückgreifen, denn ein wenig Kohle müsstest Du dann haben (;so um die 80 bis 90 Euro 1366 vs 1156).
Wie bereits gesagt, sind die Boards mit 1366 extrem überteuert und leisten selten mehr als 1156er.
RAM: 1333 Mhz sollte es schon sein und vor allem scharfe Timings. CL7 ist gut. Ich habe hier Speicher mit 2133 Mhz der aber auf 1333 läuft. Dafür kann ich stabile Timings von CL5 schaffen und davon profitiert gerade x264 sehr (;1:50 Renderzeit vs. 2:01).
Der Super-Duper-Hochtakt-Speicher ist aber nur so ein Hinweis...
Netzteil: Nichts entgegenzusetzen. Be Quiet! fertig zwar zum Großteil nicht selbst, aber die Netzteile die sie haben sind wirklich klasse.
Kühlung: In Ordnung. Organisiere Dir aber auch eine gute Wärmeleitpaste (;evtl. mal Reviews lesen diesbezüglich), denn das macht gut und gerne 1 bis 2 Grad aus.
Grafikkarte: Passiv ist eine gute Idee, allerdings sind die aktiv gekühlten Radeons aus der 5000er Reihe absolut unhörbar (;5870 ist bei mir drin und man hört sie wirklich gar NICHT - und ja, Silent PC).
Hintergrund passiv vs. aktiv: Habe ebenfalls lange auf passive Karten zurückgegriffen. Wenn man allerdings zockt, erreichen diese Karten mal schnell 70 bis 80° (;und dabei leisten die nicht mal besonders viel). Grafikkarten die ein Kühlsystem haben welches die warme Luft durch einen PCI-Schlitz nach draußen schickt, sind hier definitiv besser, denn sie heizen das Gehäuse nicht unnötig auf - zudem kriegt gerade der Prozessor die volle Kamineffekt-Breitseite bei passiver Kühlung.
Wenn's aber passiv bleiben soll, würde Dir noch einen PCI-Slot-Lüfter empfehlen - nämlich den Lian Li BS-08B (;http://www.heise.de/preisvergleich/a380781.html). Das Ding saugt die warme Luft nach draußen, dürfte sich daher direkt unter der Grafikkarte sehr wohl fühlen. Zudem ist es ein totales Monstrum und dabei gänzlich nicht zu hören...
Festplatte: Wenn's nur ein Datengrab sein soll - ok. Ab "halber Befüllung" wird die Arbeit mit Caviar Green unnötig gebremst.
Für gute Performance ist die Caviar Black Serie empfehlenswert.
Case: Super Teil!
Antwort von steptics:
Danke erstmal für die ausführlichen Hinweise. Haben mir doch alle bisher zu einem S1366 geraten... mmmh Einfach ist es nicht! Ich habe bezüglich der Prozessorleistung auch andere Tests gesehen in denen die Intel Prozessoren deutlich vor den AMD Konkurrenten standen. Das mit der TDP der S1366 Prozessoren im Vergleich zu den s1156 hatte mich auch bedenklich gestimmt allerdings sollte das in diesem Fall nicht das ausschlaggebene Kaufargument sein. Zum Punkt Silent wollte ich nocheinmal sagen das ich zwar Silent anstrebe, ich aber nicht sehr empfindlich ggü. Geräuschen bin und mein aktueller Rechner röhrt wie ein Triebwerk. D. h. ich denke ich bin auch mit etwas erhöhtem Geräuschpegel der Meinung es ist Silent :-) Auch die Passive Graka ist schon überholt, mir wurde allgemein eine stärkere GraKa empholen, im speziellen eine Geforce aufgrund CUDA und der 256 Bit Anbindung (;eine Geforce GTX 460) welche auch nur 40 EUR mehr kostet und bei dem richtigen Hersteller erstaunlich leise sein soll. Da ich gerne bei Intel bleiben möchte bleibt es wohl die Frage 1156 o. 1366 auch bei den relativ hohen MB Preisen wobei das GB X58A-UD3r um 170 EUR zu bekommen ist, was für mich noch ein absolut akzeptabler Preis ist.
Bei der Festplatte würde ich dann für das BS und Programme auf diese heir zurückgreifen: 1 x Western Digital Caviar Black 640GB, SATA 6Gb/s
@tommyb Kann ich RAM mit höherem Takt denn bei reduziertem Takt mit besseren Timings betreiben? Oder passiert das automatisch wie tommyb in seinem Beitrag geschrieben hat? Damit kenne ich mich nämlcih absolut nicht aus! Also dann doch lieber Speicher mit sehr hohem Takt?
Ich danke! ;-)
Antwort von tommyb:
Speicher: Du brauchst nicht zwangsweise diesen Speicher. Die meisten schneller Speicher laufen standardmäßig mit 1333 Mhz und müssen mittels Mainboard auf die 2133 beschleunigt werden. Das passiert nicht automatisch sondern muss manuell im Bios eingestellt werden (;XMP Profile war das glaube ich). Das Mainboard muss dies aber auch explizit unterstützen!
Wenn Du die hohe Taktrate nicht brauchst (;und das ist ja der Kern der Sache), dann lassen sich meistens bessere Timings erreichen (;allerdings auch nur von Hand).
Wieviel da geht, muss man mittels Torture-Tests rausfinden. Prime95 eignet sich da ganz gut für.
Dennoch: Der Gewinn ist nicht so gravierend, außer Du willst wirklich 24 Stunden am Tag irgendwelche Sachen rendern - dann lohnt sich der Aufpreis vielleicht. Ansonsten fährst Du mit gutem 1333er RAM auch prima.
Grafikkarte: Ob AMD oder NVIDIA entscheidet im Prinzip deine Schnittsoftware. CUDA ist tatsächlich sehr weit vorne und viele Programme profitieren bereits davon. Mit einer GTX 460 kannst Du nichts falsch machen in diesem Fall.
Wenn Du allerdings mit Software schneidest die keinen Nutzen von CUDA hat (;oder nur sehr geringen), dann ab zu AMD.
Antwort von steptics:
Nein, ich denke ich bin ein fortgeschrittener Video-Amateur, was heißt 24 Stunden läuft da nichts. Ich denke ich kann einige wichtige Dinge aus deinen Empfehlungen herausnehmen. Und CUDA ist in der Tat interessant zumal die neuen Adobe Generationen diese Technik zum Vorteil nutzen können, auch wenn ich für meine bescheidenen (;noch) DV-Aufnahmen wohl auch bestens mit einer kleineren Karte ohne CUDA auskäme ist doch hier ein gutes Gefühl im Hinblick auf AVCHD beim Kauf einer akt. Geforce GraKa.
Ich werde das System dahingehend abändern das die größere Geforce GTX 460 reinkommt. Der Speicher bleibt bei 1333 MHz und ich entscheide mich für das kleinere der 1366 Boards und eine schnellere HDD aus der Caviar Black Serie! Ich bin trotzdem für die kritischen Tips dankbar. Wenn sich auch 'leider' nur tommyb an dem Beitrag beteiligt hat :-D dafür aber mit sehr viel Mühe soweit ich das von hier einschätze. @tommyb Danke nochmal!
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