| Mit dem Taskplaner aus dem Ruhezustand reaktivieren DVB-Viewer Pro
Frage von Udo Kleinlein:
Hallo zusammen,
ich habe mein Problem schon in der Microsoft-XP NG geschildert. Da von dort aber nichts kam und es sich wohl doch eher um eine Frage handelt, die vorwiegend im Zusammenhang mit TV-Aufnahmen auftritt, versuche ich es auch noch hier.
Ich habe nun auf den DVB-Viewer Pro aufgerüstet. In erster Linie, um das Rauf- und Runterfahren von Windows einfacher zu gestalten. Mit der Technisat-Version bin ich so vorgegangen: Den DVB-Viewer TE Timer programmieren (;inkl. Abschalten nach Aufnahme) und dann zusätzlich die Zeiten zum Hochfahren in "VirtualDVR" eintragen - das hat nämlich bei mir bisher immer funktioniert. Den letzten Schritt hoffte ich mir mit der Pro-Version zu ersparen, ich wollte alles den Taskplaner erledigen lassen. Also das Plugin eingerichtet und los geht's - eben nicht.
Die Tasks werden korrekt angelegt, aber mein PC fährt aus dem Ruhezustand nicht mehr hoch (;der BIOS-Timer wird auch gar nicht entsprechend gesetzt).
Der Ruhezustand an sich funktioniert und via "VirtualDVR" kann ich den PC auch daraus aufwecken lassen - was dann aber mehr oder weniger meiner bisherigen Vorgehensweise entspricht... :-(;
Auch manuell angelegte (;andere Tasks) wecken den Rechner nicht auf (;"Reaktivieren" natürlich angehakt), es liegt also wohl kein Problem mit dem DVB-Viewer Pro vor. Ein Benutzerkennwort ist vergeben, allerdings die Anforderung des Kennworts bei Aufwachen aus dem Ruhezustand deaktiviert (;wird also nur bei richtigem Neustart verlangt). ACPI ist im BIOS aktiviert, auch Wake On RTC.
Wake on Keyboard funkioniert einwandfrei.
Mainboard EPOX KTA3, XP Prof.
Ich habe inzwischen alle möglichen BIOS-Einstellungen durch (;denke ich...) und keine Ahnung mehr, was ich noch probieren soll.
Zu dem Thema habe ich noch das gefunden (;was mich aber auch nicht weiterbringt): http://www.slashcam.de/info/Tool-zum-Setzen-des-Wake-On-Alarm-Timers-des-Bios-von-Windows-XP--1000437.html
Danke schon mal, Udo
Antwort von Thomas Beyer:
Udo Kleinlein schrieb...
> Die Tasks werden korrekt angelegt, aber mein PC fährt aus dem > Ruhezustand nicht mehr hoch (;der BIOS-Timer wird auch gar nicht > entsprechend gesetzt).
Dann ist es ein Hardwareproblem. Damit kein Verständnisproblem entsteht: Was verstehst Du unter "Ruhezustand"? Wenn Du damit (;wegen der BIOS- Semantik) andeutest, dass Du den Rechner ganz runterfährst und Dich nun wunderst, warum zum gewünschten Zeitpunkt nichts wieder startet: das geht nicht.
Beim "normalen PC" unterscheidet man verschiedene Schlafzustände, bezeichnet zwischen S1 und S4. Der gebräuchlichste ist S3, was bedeutet, das bei der Anwahl des Modus *Standby* beim Windows-Beenden die Lüfter ausgehen, die Platten aufhören zu rödeln und alles ausser dem RAM sich im Stromsparmodus befindet.
Um einen "geplanten Task" unter Windows auszuführen und damit den Rechner wieder zum gewünschten Zeitpunkt Leben zu erwecken, *musst* Du per Standby runterfahren. Aus dem Ruhezustand heraus geht der Taskplaner nicht, und auch nicht, wenn der Rechner komplett runtergefahren wurde.
> Der Ruhezustand an sich funktioniert und via "VirtualDVR" kann ich den > PC auch daraus aufwecken lassen - was dann aber mehr oder weniger > meiner bisherigen Vorgehensweise entspricht... :-(;
Dann setzt VirtualVDR den BIOS-Timer und nicht Windows-Mechanismen. MfG, Thomas
Antwort von Udo Kleinlein:
On Tue, 7 Jun 2005 23:33:24 0200, Thomas Beyer wrote:
>Damit kein Verständnisproblem entsteht: >Was verstehst Du unter "Ruhezustand"?
Das, was auch Windows darunter versteht...
>Beim "normalen PC" unterscheidet man verschiedene Schlafzustände, >bezeichnet zwischen S1 und S4. Der gebräuchlichste ist S3, was bedeutet, >das bei der Anwahl des Modus *Standby* beim Windows-Beenden die Lüfter >ausgehen, die Platten aufhören zu rödeln und alles ausser dem RAM sich >im Stromsparmodus befindet.
OK. Dieser Modus funktioniert bei mir leider überhaupt nicht. Der Computer versetzt sich zwar in den Standby-Modus. Wenn ich ihn aber daraus zurückholen will, piept er nur einmal und der Bildschirm bleibt schwarz. Nicht einmal der Reset-Taster hilft, ich muß aus- und wieder einschalten.
>Um einen "geplanten Task" unter Windows auszuführen und damit den >Rechner wieder zum gewünschten Zeitpunkt Leben zu erwecken, *musst* Du >per Standby runterfahren. Aus dem Ruhezustand heraus geht der Taskplaner >nicht,
Verstanden - genau das dachte ich aber.
>und auch nicht, wenn der Rechner komplett runtergefahren wurde.
Logisch. Dafür habe ich bisher den BIOS-Timer verwendet.
>Dann setzt VirtualVDR den BIOS-Timer und nicht Windows-Mechanismen.
Genau das.
Danke für Deine Erklärung. Den DVBViewer Pro habe ich dann wohl vergeblich gekauft, schade.
Gruß, Udo
Antwort von Thomas Beyer:
Udo Kleinlein schrieb... > On Tue, 7 Jun 2005 23:33:24 0200, Thomas Beyer > wrote: > > >Damit kein Verständnisproblem entsteht: > >Was verstehst Du unter "Ruhezustand"? > > Das, was auch Windows darunter versteht...
Beim Ruhezustand wird der aktuelle Inhalt des RAMs (;laufende Programme, Daten etc) als Datei auf der Platte gespeichert und der Rechner dann rigoros komplett heruntergefahren. Es wird ein Flag gesetzt das besagt "boote beim nächsten Einschalten nicht normal Windows, sondern lade den kompletten RAM-Inhalt". Man kann einen in den Ruhezustand versetzen Rechner sogar vom Stromnetz trennen - er wird bei erneutem Einschalten trotzdem den alten Zustand beim Hochfahren wiedeherstellen.
Das man so den Rechner nicht per Timer starten kann (;mit Ausnahme des BIOS-Timers), sollte deutlichw werden. > >Beim "normalen PC" unterscheidet man verschiedene Schlafzustände, > >bezeichnet zwischen S1 und S4. Der gebräuchlichste ist S3, was bedeutet, > >das bei der Anwahl des Modus *Standby* beim Windows-Beenden die Lüfter > >ausgehen, die Platten aufhören zu rödeln und alles ausser dem RAM sich > >im Stromsparmodus befindet. > > OK. Dieser Modus funktioniert bei mir leider überhaupt nicht. > Der Computer versetzt sich zwar in den Standby-Modus. Wenn ich ihn > aber daraus zurückholen will, piept er nur einmal und der Bildschirm > bleibt schwarz.
Ein weit verbreitetes Problem, vor allem bedingt durch unsauber programmierte Treiber. Welcher das ist, kriegt man mit dem Microsoft- Tool "BootVis" relativ einfach heraus. Um einen Trace des Standby-Modus auszulösen, startet man aus Windows heraus BootVis und wählt im Menüpunkt "Trace" => "Next Standby and resume".
Bootvis versucht nun, den Rechner in den Standby-Modus zu versetzen und 10 Sekunden später wieder aufzuwecken. Geht dabei etwas schief, werden die Treiber/Programme gelistet, die das Einschlafen verhindert haben.
> Nicht einmal der Reset-Taster hilft, ich muß aus- und > wieder einschalten.
Das geht dann aber in Richtung Systempflege und am Topic dieser Newsgroup vorbei ;-). > Danke für Deine Erklärung. Den DVBViewer Pro habe ich dann wohl > vergeblich gekauft, schade.
DVBViewer wird nicht das einzige bei Dir Programm sein/bleiben, was ein funktionierendes System voraussetzt ;-). Die Krux besteht leider darin, dass sich viele Benutzer gar nicht bewusst sind, dass ihr System längst unter Schwindsucht leidet und man lieber grundlegende Fehlerbeseitigung favorisiert statt zu flicken.
Die saubere Lösung wird eigentlich immer schwieriger sein. Leider suggerieren Hersteller von Software, Betriebssystemen sowie Hardware dem heutigen User, das Computer eigentlich von jedem zu handhaben sind, sogar von John Doe, der mit Technik nichts am Hut hat. Gefährlicherweise wird dabei unter schicken Oberflächen versteckt, was früher sofort zu Warnmeldungen/Abstürzen führte. Und weg ist das Problem.
Erschwerend dazu kommt eine Unzahl von schrottiger Hardware (;Motherboard, Steckkarten, PCMCIA-Karten samt Treiber ...) die nicht den Konventionen eines sauberen Systems entsprechen. Und natürlich sind dann immer die Betriebssystem-Developer schuld respektive haben für Workarounds zu sorgen, weil John Doe eine pragmatische Lösung will ,-) Bestes Beispiel ist das seit Jahren populäre Windows-Bashing.
Gruss, Thomas
Antwort von Udo Kleinlein:
On Wed, 8 Jun 2005 13:50:14 0200, Thomas Beyer wrote:
>Beim Ruhezustand wird der aktuelle Inhalt des RAMs (;laufende Programme, >Daten etc) als Datei auf der Platte gespeichert und der Rechner dann >rigoros komplett heruntergefahren.
Genau das meine ich. Ich hatte nur Deine Frage nicht verstanden, da es meiner Meinung nach nur einen Ruhezustand unter WinXP gibt. Das andere ist für mich der Standby-Modus. Falls das für Verwirrung gesorgt haben sollte war das nicht beabsichtigt.
>Das man so den Rechner nicht per Timer starten kann (;mit Ausnahme des >BIOS-Timers), sollte deutlichw werden.
Klar, aber ich dachte, es würde eben über den BIOS-Timer gehen.
>Ein weit verbreitetes Problem, vor allem bedingt durch unsauber >programmierte Treiber. Welcher das ist, kriegt man mit dem Microsoft- >Tool "BootVis" relativ einfach heraus.
OK, wird probiert.
Vielen Dank für Deine Erklärungen, Udo
Antwort von Udo Kleinlein:
On Wed, 8 Jun 2005 13:50:14 0200, Thomas Beyer wrote:
>Ein weit verbreitetes Problem, vor allem bedingt durch unsauber >programmierte Treiber. Welcher das ist, kriegt man mit dem Microsoft- >Tool "BootVis" relativ einfach heraus. Um einen Trace des Standby-Modus >auszulösen, startet man aus Windows heraus BootVis und wählt im >Menüpunkt "Trace" => "Next Standby and resume". > >Bootvis versucht nun, den Rechner in den Standby-Modus zu versetzen und >10 Sekunden später wieder aufzuwecken. Geht dabei etwas schief, werden >die Treiber/Programme gelistet, die das Einschlafen verhindert haben.
Selbstständig startet Bootvis den Rechner bei mir gar nicht aus von ihm veranlassten Standby-Modus. Drücke ich eine Taste auf der Tastatur, so passiert das Gleiche wie sonst auch: Piieep - Schluß. Aber per Ferndiagnose wird sich das Problem wohl ohnehin nicht beheben lassen.
Gruß, Udo
Antwort von Thomas Beyer:
Udo Kleinlein schrieb...
> ihm veranlassten Standby-Modus. > Drücke ich eine Taste auf der Tastatur, so passiert das Gleiche wie > sonst auch: Piieep - Schluß. > Aber per Ferndiagnose wird sich das Problem wohl ohnehin nicht beheben > lassen.
Klingt eher nach BIOS/Motherboard Problem als nach Treiber/Windows. Suche mal im BIOS (;Stichwort "APM", "Power Management") nach folgenden Optionen:
- "Suspend Mode" => "Auto"/"S1"/"S2"/"S3"/"S4" (;vorzugsweise auf S3 stellen) - "Graphic card Refresh after Resume" => "Yes"/"No" (;hängt von Grafikkarte ab, bei ATI auf AGP-Basis bspw. "No" - "Wake Up Events" => "Modem"/"PCI-Card"/"Keyboard"/"Mouse"/"USB" (;beliebte Fehlerquelle, hier möglichst viel auf "on" zu stellen, das VERHINDERT dann kurioserweise oftmals korrektes Suspend)
Alles in allem kristallisiert sich nach meiner Ansicht das Motherboard/BIOS hier als Problem. BootVis setzt da viel zu spät an, um den Fehler zu finden.
Systematisches Vorgehen wäre hier die Roßkur:
- Rechner entschlacken (;alle Steckkarten raus, möglichst viel Peripherie abklemmen (;USB/Firewire etc.) und mit minimalistischem Rechner testen, ob es dann geht. - Neben MoBo/BIOS Problemen ist auch oftmals ein zu knapp dimensioniertes Netzteil an sowas schuld (;Stichwort: Standby Stromversorgung). Wenn die Möglichkeit besteht, das probehalber mal tauschen - schrittweise (;pro Test immer nur ein Device) Karten und Peripherie wieder bestücken. Bei dem Gerät, ab dem Standby/Resume nicht mehr geht, hast Du den Probanden. - Stabilitätstests durchführen (;RAM-Stresstest,HD-Diagnose ...)
Leider ist heutzutage nicht mal mehr gewährleistet, das sich Hersteller von Komplettsystemen um einen sauberen Systemaufbau bemühen - von grossen Anbietern wie Dell und Siemens mal abgesehen, aber die haben auch Ausrutscher im Katalog.
Bei selbst zusammengebauten Systemen ist so ziemlich gar nichts sicher. Oben Geschildertes ist aber eigentlich DIE Pflichtkür, bevor man das Testsystem dann wieder plattmacht und mit dem eigentlichen Aufspielen/Arbeiten beginnt, um sich sicher zu sein eine stabile/saubere Umgebung zu haben. Du ahnst gar nicht, wie viel ich bei solchen Gelegenheiten aussortiere ;-).
Gruss, Thomas
Antwort von Udo Kleinlein:
On Wed, 8 Jun 2005 15:45:27 0200, Thomas Beyer wrote:
>Klingt eher nach BIOS/Motherboard Problem als nach Treiber/Windows. >Suche mal im BIOS (;Stichwort "APM", "Power Management") nach folgenden >Optionen: [...] Glaub' mir, diese Optionen habe ich schon bis zum Erbrechen durchprobiert... Danke aber für Deine Tips, ich habe sie nochmals getestet - erfolglos.
>Alles in allem kristallisiert sich nach meiner Ansicht das >Motherboard/BIOS hier als Problem. BootVis setzt da viel zu spät an, um >den Fehler zu finden.
Wie lange dauert denn eigtl. das Herunterfahren in den Standby-Modus? Bei meinem Rechenr kommt es mir sehr schnell vor. Der Bildschirm "Standby-Modus wird vorbereitet" (;oder so ähnlich) ist bei mir so um die 1-2 Sekunden zu sehen, dann ist die Kiste auch schon aus.
>Systematisches Vorgehen wäre hier die Roßkur: [...] >Bei selbst zusammengebauten Systemen ist so ziemlich gar nichts sicher. >Oben Geschildertes ist aber eigentlich DIE Pflichtkür, bevor man das >Testsystem dann wieder plattmacht und mit dem eigentlichen >Aufspielen/Arbeiten beginnt, um sich sicher zu sein eine stabile/saubere >Umgebung zu haben. Du ahnst gar nicht, wie viel ich bei solchen >Gelegenheiten aussortiere ;-).
Ich glaube Dir schon - mein System ist schließlich auch selbst zusammengestöpselt und immer wieder mal erweitert worden. WinXP habe ich nach dem letzten Umbau allerdings mal komplett neu aufgespielt. Nur: wenn ich durch x-faches Zerlegen wirklich eine Steckkarte als die "Schuldige" ausmachen sollte - was dann? Ich hab' schließlich nix im Rechner drin, was ich nicht brauche, rausschmeißen scheidet also aus...
Vielen Dank für Deine Mühe, Udo
Antwort von Axel Farr:
Hallo Udo,
"Udo Kleinlein" schrieb im Newsbeitrag Re: Mit dem Taskplaner aus dem Ruhezustand reaktivieren DVB-Viewer Pro### > On Wed, 8 Jun 2005 15:45:27 0200, Thomas Beyer > wrote:
[schnippel]
> Wie lange dauert denn eigtl. das Herunterfahren in den Standby-Modus? > Bei meinem Rechenr kommt es mir sehr schnell vor. Der Bildschirm > "Standby-Modus wird vorbereitet" (;oder so ähnlich) ist bei mir so um > die 1-2 Sekunden zu sehen, dann ist die Kiste auch schon aus.
Das ist normal. Windows muß ja nur bei den Treibern frage, ob der Suspend geht (;hier kann schon der erste Fehler kommen, z.B. wenn man ein älteres PGP installiert hat, das sich da sträubt), und dann eben bescheid geben, daß die sich gefälligst jetzt den Zustand der von ihnen kontrollierten Hardware zu sichern haben. Dann sagt Windows dem BIOS Bescheid: So, bitte jetzt die Lichter aus - und schwupps ist der Rechner im Standby. Die Anwendungen bekommen oft gar nichts davon mit, sofern sie nicht auf die System-Nachricht reagieren, denn sie werden ja ähnlich wie beim Ruhezustand nicht aus dem Speicher geworfen. Das Aufwachen geht ähnlich: Die CPU wird vom Bios wieder mit Takt versorgt, landet auf einem alternativen Bootvektor und versucht, den im RAM gesicherten Status nach einer Verifizierung wieder zu reaktivieren, indem den geladenen Treibern erst mal gesagt wird: "So, nun macht mal, daß alles wieder so funktioniert wie vorher". Die Applikationen merken bestenfalls, daß eine unendlich lange Zeitspanne seit der letzten Aktivität vergangen ist, weil eben Dinge wie eine Echtzeituhr halt trotzdem weiterlaufen, auch wenn die Hardware pennt.
>>Bei selbst zusammengebauten Systemen ist so ziemlich gar nichts sicher. >>Oben Geschildertes ist aber eigentlich DIE Pflichtkür, bevor man das >>Testsystem dann wieder plattmacht und mit dem eigentlichen >>Aufspielen/Arbeiten beginnt, um sich sicher zu sein eine stabile/saubere >>Umgebung zu haben. Du ahnst gar nicht, wie viel ich bei solchen >>Gelegenheiten aussortiere ;-). > > Ich glaube Dir schon - mein System ist schließlich auch selbst > zusammengestöpselt und immer wieder mal erweitert worden. WinXP habe > ich nach dem letzten Umbau allerdings mal komplett neu aufgespielt. > Nur: wenn ich durch x-faches Zerlegen wirklich eine Steckkarte als die > "Schuldige" ausmachen sollte - was dann? Ich hab' schließlich nix im > Rechner drin, was ich nicht brauche, rausschmeißen scheidet also > aus...
Naja, Du könntest schauen, durch was sich die betreffende Karte evtl. ersetzen ließe.
Noch etwas: In einer der letzten c'ts (;11/2005) war ein Test von einigen internen DVB-S-Karten. Dabei ist auch aufgefallen, daß praktisch keine der Karten es fertigbringt, aus dem Standby komplett in dem Zustand wieder aufzuwachen, daß die mit der Karte verbundene Applikation wieder laufen konnte. Evtl. liegt da der Hase begraben: Für viele Karten stand da im Bericht, daß man den Rechner nach dem Standby in S3 beim Aufwachen resetten mußte, damit die Karte wieder angesprochen werden konnte, bei anderen Karten ging es gar nicht - evtl. ist ja Deine Karte auch so ein Kandidat.
Gruß, Axel -------------------------------------------------- Für Antworten bitte ohne Punkt im Namen!
Antwort von Thomas Beyer:
Udo Kleinlein schrieb...
> >Klingt eher nach BIOS/Motherboard Problem als nach Treiber/Windows. > >Suche mal im BIOS (;Stichwort "APM", "Power Management") nach folgenden > >Optionen:
> Glaub' mir, diese Optionen habe ich schon bis zum Erbrechen > durchprobiert... Danke aber für Deine Tips, ich habe sie nochmals > getestet - erfolglos.
Ok, sind wir also damit (;fast) durch. Um das Netzteil als Verursacher auszuschliessen: der Rechner wacht also korrekt auf, wenn der BIOS-Timer gesetzt wurde? > Wie lange dauert denn eigtl. das Herunterfahren in den Standby-Modus? > Bei meinem Rechenr kommt es mir sehr schnell vor. Der Bildschirm > "Standby-Modus wird vorbereitet" (;oder so ähnlich) ist bei mir so um > die 1-2 Sekunden zu sehen, dann ist die Kiste auch schon aus.
Das kommt darauf an, wieviel Speicher gerade alloziert ist (;wieviele Programme sich gerade abmühen), wie schnell die aktiven Treiber/Services ihr "ok" zum Standby geben etc.
Als Beispiel braucht mein System nach Druck auf "Standby" aud meiner Tastatur zwischen 0.5 und ~5 Sekunden, bis die Kiste keinen Mux mehr von sich gibt. Und die ist voll bis zum Anschlag:
- P4P800 Mobo / P4 2.8GHz HT / 2GB DDR-RAM Kingston - Gigabit-Ethernet / USB Onboard - AGP: Radeon 9600 Pro (;passiv gekühlt) => 2x TFT 19" (;über DVI) ADI1925 - SB Audigy ZS Firewire externe HD an Firewire - 1 x NEC 3540 Brenner - 1 x Plextor 716A Brenner - 1x Toshiba SD-M1802 DVD-LW - intern: 1xATA HD, 2xSATA HD (;insg. ~800GB HD-Space) - Winfast TV2000 analoge Capture Card - Technisat Airstar2 DVB-T Card - Fritz! ISDN 2.0 - USB: Canon Pixma IPX4000 Drucker - USB: Canon LiDE 500F Scanner - USB: Philips 646 Webcam - USB: Logitech DiNovo USB/Bluethooth Keyboard/Mouse mit paired Handy - USB: externe HD mit Prolific-Chipset - USB: Saitek P3000 wireless Gamepad - Über GB-Ethernet (;Router Zyxel 334w) Kopplung an Dbox2, DSL-Modem, Notebook und NDAS-Ximeta HD
Rausgeflogen wegen verschiedener unerwünschter Interferenzen ist so Einiges. (;Relevantermaßen) wegem mangelhaftem S3/S4 Support erwähnenswert:
- FritzDSL! PCI Card (;weckte den Rechner aus dem Standby immer wieder unerwünschtermaßen auf) - TerraTec TVRadio (;Treiber scheisse, verhinderte S3) - SCSI-Card DC315 (;unmögliches Teil, verlangsamte wegen IRQ-Polling den gesamten Rechner, ASP Totalmüll, je nach angeschlossenem SCSI-Device blue screens deluxe, S3-Verhinderung) - DVB-T Card VisionTV (;Treiberkatastrophe, Applikationskatastrophe, kein S3) - Twinhan DVB-T Card (;Applikationskatastrophe, weckte Rechner immer wieder unmotiviert aus dem S3 auf)
Damit das System anstandslos mit Suspend umgeht, war noch Finetuning nötig (;welches auf teilweise ignoranten Treibern beruht):
- BIOS: auf S3-Modus fixieren, Resume nur für "PCI-Devices" aktivieren - Windows: "HID compilant Mouse" => "Energieverwaltung" => "Gerät kann den Computer aus dem Standbymodus aktivieren" => "aus" - Windows: "HID Tastatur" => "Energieverwaltung" => "Gerät kann den Computer aus dem Standbymodus aktivieren" => "aus" - Windows: Netzwerkkarte => "Energieverwaltung" => "Gerät kann den Computer aus dem Standbymodus aktivieren" => "an" - Windows: Netzwerkkarte => "Erweitert" => "Wake Up Capabilities" => "Magic Packet"
Du siehst, es WIRD komplex, je mehr drinsteckt. :-)
> >Systematisches Vorgehen wäre hier die Roßkur: > [...] > >Bei selbst zusammengebauten Systemen ist so ziemlich gar nichts sicher. > >Oben Geschildertes ist aber eigentlich DIE Pflichtkür, bevor man das > >Testsystem dann wieder plattmacht und mit dem eigentlichen > >Aufspielen/Arbeiten beginnt, um sich sicher zu sein eine stabile/saubere > >Umgebung zu haben. Du ahnst gar nicht, wie viel ich bei solchen > >Gelegenheiten aussortiere ;-). > > Ich glaube Dir schon - mein System ist schließlich auch selbst > zusammengestöpselt und immer wieder mal erweitert worden. WinXP habe > ich nach dem letzten Umbau allerdings mal komplett neu aufgespielt. > Nur: wenn ich durch x-faches Zerlegen wirklich eine Steckkarte als die > "Schuldige" ausmachen sollte - was dann? Ich hab' schließlich nix im > Rechner drin, was ich nicht brauche, rausschmeißen scheidet also > aus...
Nun, wenn man professioneller Schrauber ist, sollte man seine Schweine schon am Gang erkennen und eine Komplettassemblierung am Stück hinkriegen. Ich bin keiner, und deswegen empfehle ich Schritt für Schritt vorzugehen.
Das die HID-Maus/Tastatur meinen Standy verhindert, meldete mit bspw. Windows freundlicherweise selbstständig. Wie man das umgehen kann (;siehe oben, Gerätemanager) sagt es Dir schon nicht mehr.
Das meine externe DBox den Rechner aufweckt zum Streamen (;und das ich dafür "Magic Packet" bei der Netzwerkkarte einstellen muss) kriegt man vielleicht noch mit Trial und Error raus. Aber bei der nächsten Ethernetkarte/Router Combo mag das schon wieder ganz anders sein.
WENN du nicht vorzeitig aufgibst, funktioniert dann irgendwann alles so, wie es sein sollte.
Noch eine Bemerkung sei gestattet: Das Handling der verschiedenen Stromspar/Suspendmodis klingt nicht nur kompliziert, es ist eine höchst komplexe Geschichte. Nicht ohne Grund zerzweifeln daran viele, und einige Peripheriehersteller schalten Suspend sogar (;ignoranterweise) komplett ab. In der Regel ist ein sauber aufgebautes System, welches diese Mechanismen nutzen kann, aber auch um ein Vielfaches stabiler als zusammengeflicktes Zeug, was "irgendwie manchmal rennt".
Gruss, Thomas
Antwort von Udo Kleinlein:
On Thu, 9 Jun 2005 15:43:30 0200, "Axel Farr" wrote:
>Noch etwas: In einer der letzten c'ts (;11/2005) war ein Test von einigen >internen DVB-S-Karten. Dabei ist auch aufgefallen, daß praktisch keine der >Karten es fertigbringt, aus dem Standby komplett in dem Zustand wieder >aufzuwachen, daß die mit der Karte verbundene Applikation wieder laufen >konnte. Evtl. liegt da der Hase begraben: Für viele Karten stand da im >Bericht, daß man den Rechner nach dem Standby in S3 beim Aufwachen resetten >mußte, damit die Karte wieder angesprochen werden konnte, bei anderen Karten >ging es gar nicht - evtl. ist ja Deine Karte auch so ein Kandidat.
Gut - ich denke, dann kann ich mir die Suche gleich ersparen: in der Kiste steckt eine DVB-S Karte und dazu noch eine alte analoge TV-Karte, deren Treiber garantiert uralt ist...
Danke für Deine Erklärungen!
Udo
Antwort von Udo Kleinlein:
On Thu, 9 Jun 2005 18:41:29 0200, Thomas Beyer wrote:
>Ok, sind wir also damit (;fast) durch. Um das Netzteil als Verursacher >auszuschliessen: der Rechner wacht also korrekt auf, wenn der BIOS-Timer >gesetzt wurde?
Yep. Sowohl aus "Soft-Aus" (;oder wie das heißt) und Ruhezustand - macht ja aber für den Rechner wohl keinen Unterschied. Netzteil: 350 Watt, Prozessor Athlon TB 1400 Mhz, GraKa Geforce 2 GTS.
>WENN du nicht vorzeitig aufgibst, funktioniert dann irgendwann alles so, >wie es sein sollte.
Vorausgesetzt, man hat genügend Zeit zum Experimentieren... mein Urlaub ist morgen aber leider schon wieder vorbei :-)
Inzwischen habe ich auch eine mehr als brauchbare (;für mich eigentlich schon perfekte) Lösung gefunden: Der "CMOSTimer" lässt sich durch Einträge in der ini-Datei in den DVB-Viewer Scheduler integrieren. Dadurch wird vor jedem Herunterfahren/Ruhemodus der BIOS-Timer gesetzt und der Rechner wacht zum gewünschten Zeitpunkt wieder auf (;Dank nochmals an Marcus Else für diesen Tip!).
Danke aber für Deine ausführlichen Erklärungen!
Gruß, Udo
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