Newsmeldung von slashCAM:Juni 2026
Der Einsatz von KI spaltet nicht nur in Hollywood die Gemüter - mit Martin Scorsese hat das deutsche KI-Startup Blackforest Labs nun einen prominenten Fürsprecher gewonne...
Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Martin Scorsese sieht KI-Storyboards als "kreativ befreiend"
Antwort von 7River:
Das ist eine Möglichkeit, wenn man kein oder wenig Talent zum Zeichnen hat, Film-Szenen zu visualisieren.
Antwort von iasi:
Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Wobei das Prompten leider noch immer nicht so schnell zu dem Ergebnis führt, das man es sich wünschen würde.
Die Notwendigkeit der Beschreibung macht die Bildgestaltung aber nochmals bewußter.
Antwort von Blackbox:
"bewußter"?
Wohl eher im Gegenteil:
zufälliger!
Beim Selberzeichnen stammt die konkrete visuelle Form aus der eigenen Imagination, die quasi freihändig Gestalt annimmt, bei 'Ki'-Einsatz macht der stochastische Papagei Vorschläge auf Basis des vorher von den Konzernen hineingefütterten visuellen Raubgutes anderer Produktionen.
Antwort von iasi:
Blackbox hat geschrieben:
"bewußter"?
Wohl eher im Gegenteil:
zufälliger!
Beim Selberzeichnen stammt die konkrete visuelle Form aus der eigenen Imagination, die quasi freihändig Gestalt annimmt, bei 'Ki'-Einsatz macht der stochastische Papagei Vorschläge auf Basis des vorher von den Konzernen hineingefütterten visuellen Raubgutes anderer Produktionen.
Das Artikulieren der eigenen Imagination ist ein zusätzlicher Schritt, der den kreativen Prozess bewußter macht. Genau das erfolgt beim prompten.
Letztlich muss man seiner Crew auch mühsam mit Worten erklären, was man möchte. :)
Übrigens macht jeder Künstler dasselbe wie KI: Sein Denken basiert auf erlerntem und gesehenem.
Deine Bildgestaltung basiert auf dem "visuellen Raubgut" der Produktionen, die du gesehen hattest.
Wenn du am Schnittrechner sitzt, beraubst du Louis Le Prince, wenn du eine Einstellung an die andere hängst. ;)
Antwort von MaxSchreck:
Ziemlicher Blödsinn. Als ob man so früh in der Produktionsphase derart detaillierte Bilder braucht.
Antwort von iasi:
MaxSchreck hat geschrieben:
Ziemlicher Blödsinn. Als ob man so früh in der Produktionsphase derart detaillierte Bilder braucht.
Blödsinn ist es doch eher, wenn man in der Planungsphase keine Visualisierung nutzt.
Antwort von Darth Schneider:
Blödsinn ist doch wenn man keinen Zeichner findet.
Oder halt nicht selber zeichnet.
Macht doch auch spass.
Es muss ja kein Kunstwerk werden
Antwort von MaxSchreck:
125 Jahre Kino und auf einmal kann man Filme nur noch machen, wenn sie quasi schon beim Schreiben fertig sind. Alles klar.
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Blödsinn ist doch wenn man keinen Zeichner findet.
Oder halt nicht selber zeichnet.
Macht doch auch spass.
Es muss ja kein Kunstwerk werden
Einem Zeichner muss man auch erstmal erklären, was man will.
Und der Zeichner nutzt dabei ebenfalls seine Kenntnisse über die vielen vielen Werke anderer.
Indem man etwas aktikuliert überdenkt und reflektiert man das "Bild", das einem vorschwebt.
Antwort von iasi:
MaxSchreck hat geschrieben:
125 Jahre Kino und auf einmal kann man Filme nur noch machen, wenn sie quasi schon beim Schreiben fertig sind. Alles klar.
Die Coen-Brüder hatten schon vor den KI-Zeiten Bilder für jede Einstellung hergestellt, die sie dann beim Dreh auch drehten. Und dabei kam dann am Ende auch jede Einstellung in den Film.
Fassbinder hatte im Drehbuch zu
Berlin Alexanderplatz jede Einstellung beschrieben.
Gute Vorbereitung hilft dabei, einen guten Film zu drehen.
Daran hat sich nichts geändert.
Antwort von MaxSchreck:
https://boords.com/blog/the-coen-brothe ... ehind-them
Ja, so hatte ich Storyboards in Erinnerung, nicht den Schwachsinn, den der Typ da verzapft.
Antwort von Darth Schneider:
Ridley Scott hatte doch nach eigener Aussage die Storyboards gleich selbst gezeichnet. Im Netz gibt es welche und die sehen echt toll aus.
Womöglich sehen seine Filme darum so gut aus.
Antwort von Rick SSon:
Ich gebe ihm Recht. Zum Storyboarden und präsentieren is das echt super.
Ich brauche dafür bloss kein extra Tool. Die Bilder kann ich auch direkt selbst prompten. Dieser alberne Versuch von tausenden Startups eine individuelle Maske zu bauen und im Hintergrund arbeiten dieselben, großen Modelle ist aber auch wieder so eine "tolle Idee". Man benutzt für seinen Versuch der Wertschöpfung ein Fundament, dass selbst noch nicht bewiesen hat, dass es auch wertschöpfend ist 😂
Prinzipiell kann ja jeder seinen Workflow so gestalten wie er möchte, ich passe meinen gerne dem Projekt und der Teamgröße an ;-)
Antwort von freezer:
"Rick SSon" hat geschrieben:
Ich brauche dafür bloss kein extra Tool. Die Bilder kann ich auch direkt selbst prompten. Dieser alberne Versuch von tausenden Startups eine individuelle Maske zu bauen und im Hintergrund arbeiten dieselben, großen Modelle ist aber auch wieder so eine "tolle Idee". Man benutzt für seinen Versuch der Wertschöpfung ein Fundament, dass selbst noch nicht bewiesen hat, dass es auch wertschöpfend ist 😂
Nur ist halt Blackforest Labs in diesem Fall der Kopf hinter dem Modell, denn sie haben die Flux Modelle entwickelt.
Antwort von 7River:
MaxSchreck hat geschrieben:
https://boords.com/blog/the-coen-brothe ... ehind-them
Ja, so hatte ich Storyboards in Erinnerung, nicht den Schwachsinn, den der Typ da verzapft.
Ist halt eine richtige Kunst. Storyboards gibt es von einfach bis detailliert.
Ich erinnere mich noch an den Film „Shoot ’Em Up (2007)“, wo der Filmemacher im Making-of der DVD (Videothek) erklärt hat, dass alleine seine simpel gezeichneten Storyboards den Produzenten letztlich überzeugt haben.
Antwort von MaxSchreck:
7River hat geschrieben:
Ist halt eine richtige Kunst. Storyboards gibt es von einfach bis detailliert.
Ich erinnere mich noch an den Film „Shoot ’Em Up (2007)“, wo der Filmemacher im Making-of der DVD (Videothek) erklärt hat, dass alleine seine simpel gezeichneten Storyboards den Produzenten letztlich überzeugt haben.
Ja. Aber Storyboards waren i.d.R. Regel eher Skizzen, keine bis ins letzte Detail ausgearbeiteten Fotos, weil das nichts bringt oder Leute sogar eher einzwängt. Bei Werbung oder TV Design gibt es natürlich Styleframes, aber da geht es gerade um Farben, Gestaltung usw.
Das Perfide bei diesem ganzen KI-Push in jede noch so kleine Ritze aber ist, daß sich, wie ich vielfach schon schrieb, arme (und ich meine wirklich im wörtlichen Sinne "arme") kleine Typen ob irgendwo in westlichen und erst recht in Entwicklungsländern einbilden, es mit "den Großen" aufnehmen zu können und verheizen ihre wenige Kohle oder ihre gesamte Zeit mit diesem Schwachsinn.
Ein anderer Teil verplempert unglaublich viel Zeit mit solchem Quatsch, weil ein Opa behauptet, man könne und müsse dem Team mit viel zu konkreten Bildern zeigen, was die Vision ist. Dabei sind nicht wenige "Filmemacher" ohnehin sehr anfällig dafür sich von Nebensächlichen Dingen ablenken zu lassen. Ich sehe grad ganz persönlich am Beispiel einer Regiestudentin, wie sie sich mit der vermeintlich wichtigsten Schlüsselszene ihres Kurzfilms derart Gedanken um ein lächerliches Element macht daß ich mich echt nur in meinen Vorurteilen gegenüber Filmstudenten bestätigt sehe: ADS, OCD, Autismus oder allgemein einfach völlig weltfremd...