‘Karung and Philipp‘ Entstand 2012. Soll Freie Bildende Kunst sein. Ein Großteil davon ist mit einer Arri Alexa und Alura-Zoom gedreht. Der Rest mit einer Varicam und einer alten Panasonic DVX.
Parallel zu unseren Imagefilmausflügen und Experimenten im (;noch) unkommerziellen Musikvideo arbeite ich auch als Videokünstler. Ich mag keine Linie ziehen zwischen ‘Video‘ und ‘Film‘, auch ‘experimental‘ möchte nicht vorne anstellen. Es ist time-based media und erzählt über verschiedenen Ebenen nichts und doch eine Menge.
Wie sind die Reaktionen darauf?
Antwort von Jan:
Ich denke es gibt wenige Filmer, die eine Alexa so schlecht aussehen lassen.
Kunst muss man nicht verstehen, vielleicht fehlt mir auch der Horizont dafür.
Mir gefällts nicht, mich würde aber mal die Meinung von 7nic interessieren...
VG Jan
Antwort von mann:
Ich habs bis zum Ende angeguckt. Ich seh's als so'ne Art Studie. Entwicklungsfähig (;soll ja wohl noch nicht DAS Meisterwerk sein, oder).
Antwort von PowerMac:
Meisterwerk?
Der Film wird nur in Kinoräumen angesehen. Im Internet auf Vimeo mag ich ihn nicht so. Wenn man sich im Dunklen auf ihn einlässt, finde ich ihn gut. Also nicht schön, oder nett anzusehen. Das soll er gar nicht sein. Aber irgendwie bin ich damit zufrieden.
Zur Alexa: das ist nur eine Kamera - wer Alexa hört und sich auf Hollywoodbilder einstellt, den enttäusche ich. Absichtlich, so wie der Film entstanden ist, wollte ich große Bilder vermeiden. Nur den Fuß finde ich gut. Vielleicht passt er trotzdem…
Antwort von pilskopf:
Ne, mehr als ne minute geht nicht, kein Faden, kein Sinn zu schauen. Die erste Szenen sehen aber toll aus, die mit dem Zug.
Antwort von NEEL:
Finds gar nicht schlecht. Gefällt mir. Liegt aber auch daran, daß ich gerne Experimentalfilme gucke, da kann der Geist mal baumeln... In jedem Fall ein echter Gegensatz zu seinen sonstigen angry young man - Testosteronsprüchen. Vielleicht wird er ja erwachsen;-)
Antwort von domain:
Ich glaube Powermac, dir ist etwas passiert, was ab 7:30 im zweiten Teil von MA 2412 "Hollywood" auch zu verfolgen ist.. :-)
Antwort von Valentino:
"Jan" wrote:
Ich denke es gibt wenige Filmer, die eine Alexa so schlecht aussehen lassen.
Ist auch nicht so viel Alexa Material im Video und bei dem "Grading" hätte auch eine FS100 völlig ausgereicht. Das 4:3 Material kommt von der DVX100 und das rauschen HD Zeugs von einer 2/3" DCVProHD Kamera.
Der Schnitt ist 2012 entstanden, das Material teilweise aus früheren Projekten von PowerMac und Co.
Antwort von domain:
PowerMac wäre ja nicht der erste Künstler, der eine Restelverwertung betreibt und den Dingen damit damit eine neue Bedeutung verleiht. So auch Franz Gsellmann, der ein halbes Leben lang Sperrmüll etc. in seiner Weltmaschine verbaute. Bei PowerMac sind es halt Filmschnippsel, die mehr nebenbei als Abfall angefallen waren. http://joulupukki.wordpress.com/2008/07/08/herrn-gsellmanns-weltmaschine/
Antwort von PowerMac:
Der größte Teil der Bilder entstand für irgendetwas, das später Kunst werden sollte. (;Es ist mir völlig egal, dass es eine Alexa war. Das spielt keine Rolle.) Dieser ‘Film‘ war auch nicht vorher so geplant. Es sind Bilder von unserem historischen Schinken ‘A life beyond‘ drin, etwa das im Zug. Aber auch Bilder, die ich 2005 in Neuseeland gedreht habe. Meine damals recht naive Kameraarbeit finde ich heute ausgesprochen gut. Die Bilder sind teils wunderschön -wenn auch handwerklich oft für traditionelle Filmverhältnisse schlecht- und bilden für mich die Basis des Filmes.
Es ist ein fließender Übergang zwischen ‘Resteverwertung‘ und ‘Bilder für einen vorher exakt konzipierten Film drehen und auch zu verwenden‘. Diese Dialektik gibt es eher im harten Produktionsbetrieb des kommerziellen Filmes. (;Auch der ‘Kurzfilm‘ ist oft nur der kleine Bruder des großen Spielfilmes, in der Machart, der Erzählweise und letztendlich der Produktionsweise. Man dreht nach Drehbuch einen vorher konzipierten, erzählenden Film. Nur finanziert man den Kurzfilm meist selbst und die Auswertung liegt maximal in Festivals.) In der Kunst hilft mir die Trennung zwischen ‘gefunden‘ und ‘geplant‘ nicht. Sehr oft drehe ich hier und da etwas für den Hinterkopf um später es irgendwann zu verwenden.
Prinzipiell sehe ich ganz viele Schnipsel, die erst einmal nur für sich selbst stehen. Woher sie kommen, spielt natürlich eine Rolle.
Antwort von Valentino:
"PowerMac" wrote:
...Ein Großteil davon ist mit einer Arri Alexa und Alura-Zoom gedreht..
vs.
"PowerMac" wrote:
...Es ist mir völlig egal, dass es eine Alexa war. Das spielt keine Rolle...
Naja Kunst ist halt immer etwas Widersprüchliches ;-)
Kann man den Clip mal bei euch in Frankfurt bei einer Werksschau anschauen? So als Internet-Clip kann ich dieser Arbeit nicht viel abgewinnen. Ging dir ja bei unserem Tarantino-Trash ja auch nicht anderes.
Eure Imagefilme gefallen mir da doch schon etwas mehr.
Antwort von handiro:
Habs mir angesehen.....da Kunst auch mit Können zu tun hat finde ich da noch etwas Übung notwendig. Ansatzweise kommt mal so kurz ein Schimmer durch aber er bildet sich nur Aufgrund wohlwollender Empathie.
Schnipselverwertung war schon bei Borroughs und Joyce im Einsatz, man zerschnitt das Manuskript und warf die Schnipsel in die Luft....
Antwort von PowerMac:
Ihr seid alle eingeladen, den Film auf großer Leinwand in Frankfurt am Main anzusehen. Nächstes Wochenende. Er läuft im Filmprogramm der umgewandelten Aula in HD. Nächsten Freitag bis Sonntag ist der Rundgang der Städelschule, an der ich studiere. Die Akademie liegt am Main, am Museumsufer. Staatlich, etwa 160 Kunststudenten, also sehr klein.
Ich stelle dort auch eine Installation aus. Sie besteht aus einem Biedermeierstuhl (;ca. 1830, Süddeutschland), den ich habe umarbeiten lassen von einem Schreinermeister. Zum Werk gehören Gurte, die mit Silber und Gold gefärbt sind, sowie eine ARRI Tageslichtlampe (;575 W, Compact). Zu finden im Atelier Prof. Willem de Rooij.
Ich würde mich freuen, alte und neue Leute zu treffen. Kommt doch vorbei. Ich kann euch herumführen.
Antwort von Jan:
Es ehrt Dich Patrick, dass Du genau so gut einstecken kannst, wie Du auszuteilen vermagst.
Irgendwie erwarte ich bei dem Thema Alexa immer fantastische Bilder, im Grunde genommen ist das aber auch nur eine Kamera.
Vielleicht liegt das daher, dass ich nicht weit weg von der Türkenstrasse wohne, und dass ich mich ab und zu mit Arri Mitarbeitern unterhalte.
Wenn ich in Hessen wohnhaft wäre, würde ich mir den Film in richtiger Atmosphäre geben....
VG Jan
Antwort von frm:
Da frag ich mich mal ob da Musikrechte von Hotel Kalifornia bezahlt werden? Ui ui und das in Zeiten der Acta!
Antwort von PowerMac:
Kunstfreiheit. Mindestens das Zitatrecht, § 51 UrhG. Hotel California ist hier aber eine eigene Interpretation von jemandem, es geht also nur um Leistungsschutzrechte. Mag jemand widersprechen?
Antwort von frm:
Ich weiß es nicht genau, aber ich wolte mal eine Version von den Gipsy Kings verwenden für einen Kinospot. War eher unbezahlbar. Gema war da noch nicht bei.
Du müsstest aber trotzdem Gemaprobleme bekommen da das Werk geschützt ist.