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Korrekte Bearbeitungsreihenfolge der Effekte




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Frage von Auf Achse:


Hi!

Die Bearbeitungsreihenfolge der Video- und Audioeffekte im Effektfenster erfolgt meines wissens "absteigend". Soll heißen wenn auf einem Clip mehrere Videoeffekte (;oder Audioeffekte) zugefügt sind wird zuerst der oberste, dann der jeweils untere abgearbeitet. Also in der Reihenfolge wie sie dem Clip zugefügt wurden, zB: zuerst "RGB-Kurven" dann "reduce Noise". Oder in den Audioeffekten: zuerst Equalizier, dann Dynamics ...

Wenn ich von einem anderen Clip die oben genannten Effekte kopiere und in den aktuellen Clip einfüge, dann sind sie aber alphabetisch gereiht und mehr in meiner gewünschten Reihenfolge. Kann man diese automatische alphabetische Reihung ausschalten, ich habe dazu nichts gefunden. Das Zurechtrücken per drag&drop ist mir zu zeitaufwändig.
(;Adobe Premiere CS5.5)

Danke + Grüße,
Auf Achse




Antwort von Axel:

Die tatsächliche Renderreihenfolge, d.h. die Reihenfolge, in der die Software deine Veränderungen zu neuen Frames verrechnet, folgt folgender Logik:

Hinzugefügte Effekte
Animationen
Farb- und Helligkeitsfilter
Geometrie
Zeiteffekte
Transitions

Warum? Weil alles andere unlogisch wäre. Überleg mal selbst.

Ist es also egal, in welcher Reihenfolge du die Effekte anwendest? Zum größten Teil ja, mit einer Einschränkung: Was du gerade wegfilterst (;Informationen, Werte aus dem Originalfootage), kannst du zwei Arbeitsschritte später nicht mehr bearbeiten.

Welche Reihenfolge empfiehlt sich für den Bearbeiter?

Es empfiehlt sich, eine FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt als vorletzten Schritt auszuführen, denn Skalierungen und Zeiteffekte sind im Grunde genommen non-destruktiv und können problemlos im NLE durchgeführt werden.

Die FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt erfolgt am besten mindestens zweistufig:
> Optimierung von Farben und Gradation
> Stilisierung.

(;Erläuterung: Lässt man den ersten Schritt aus, arbeitet man auf Sicht mit "schlechterem" Ausgangsmaterial. Das ist die wichtige Bearbeitungsreihenfolge!)

Übergänge ganz am Schluss, das ist klar.



Antwort von Auf Achse:

Servus Axel!

Danke für deine perfekte Auflistung und Erklärung! Du beschreibst mir die prinzipiellen Arbeitsschritte, ich meine aber die Reihenfolge der einzelnen Effekte innerhalb eines Arbeitsschrittes.

Meine Frage bezieht sich momentan im Audiobereich auf die Effekte Equalizier und nachfolgend Dynamics. Ich denke das ist die korrekte Reihenfolge für diese immer wieder im "Doppelpack" wiederkehrenden Effekte. Und nach meinen Beobachtungen ist die Reihenfolge ganz und gar nicht egal. Trotzdem erhalte ich beim Kopieren unter bestimmten Umständen immer wieder zuerst Dynamics, dann "darunter" Equalizier. Bitte um weitere Infos wenn das nicht so ist.

Die FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt und Stilisierung führe ich in der Reihenfolge durch wie du es beschreibst. Im Arbeitsablauf füge ich zuerst RGBRGB im Glossar erklärt Kurven für die primäre FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt bei. Als Sekundäre (;Stilisierung) in einem aktuellen Fall dann Entsättigung (;HSL), darauf Dreiwege-Farbkorrektur, manchmal noch Helligkeit und Kontrast. Nach dem Kopieren erhalte ich dann zuerst Dreiwege FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt, darunter Helligkeit und Kontrast, darunter HSL, und zu guter letzt die RGBRGB im Glossar erklärt Kurven, eben alphabetisch absteigend sortiert. Auch hier ist nach meinen Versuchen und Logik die Reihenfolge nicht egal, das Ergebnis sieht ganz anders aus. Bitte auch hier um weitere Infos.

Vielen Dank und Grüße,
Auf Achse



Antwort von srone:

das kommt ganz darauf an wie du den equalizer einsetzt, wenn du in als puren filter, dh rausregeln von störgeräuschen benutzt, ist er vor den (;lautstärkeausgleichenden) dynamics genau richtig, benutzt du ihn allerdings zur klangformung und die dynamics auch, ist die reihenfolge, vom zu erzielenden ergebnis abhängig, es lässt sich hier keine pauschale aussage treffen, hier entscheidet dein ohr.
wobei ich grundsätzlich aufräumende bearbeitungen vor den klangformenden vornehmen würde.

lg

srone



Antwort von Auf Achse:

Servus!

Nach meiner audiophilen Logik korrigiere ich mit EQ zuerst den Klang und korrigiere mit dem Masterschieber den Output. Dann folgt Dynamics mit KompressorKompressor im Glossar erklärt + MakeUp und zu guter letzt der Limiter falls nötig.

Kann man diese alphabetische Reihung nicht einfach ausschalten? Ich kann mir nicht vorstellen daß das nicht geht und Premiere vollautomatisch und unabänderlich auf alphabetischer Reihung besteht ....

Grüße,
Auf Achse



Antwort von Axel:

"Auf Achse" wrote:
Die FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt und Stilisierung führe ich in der Reihenfolge durch wie du es beschreibst. Im Arbeitsablauf füge ich zuerst RGBRGB im Glossar erklärt Kurven für die primäre FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt bei. Als Sekundäre (;Stilisierung) in einem aktuellen Fall dann Entsättigung (;HSL), darauf Dreiwege-Farbkorrektur, manchmal noch Helligkeit und Kontrast. Nach dem Kopieren erhalte ich dann zuerst Dreiwege FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt, darunter Helligkeit und Kontrast, darunter HSL, und zu guter letzt die RGBRGB im Glossar erklärt Kurven ...


Diese Kombi ist sehr stark verlustbehaftet. Hier sind die Farbkorrekturwerkzeuge aus Premiere:
zum Bild

In der Premiere Hilfe heißt es unter "Effekte in hoher Farbtiefe":

Quote:
Hinweis: 32-bpc-Effekte werden nur mit 32 BitBit im Glossar erklärt pro Kanal gerendertgerendert im Glossar erklärt, wenn alle anderen Effekte in der Render-Pipeline ebenfalls 32-bpc-Effekte sind. Wenn Sie einen 8-bpc-Effekt in einer Sequenz platzieren, die einen 32-bpc-Effekt enthält, werden alle Effekte in der betreffenden Sequenz von Premiere Pro mit 8 BitBit im Glossar erklärt gerendert.


Du hast also schwache Glieder in deiner Kette. Ein ausgewiesenes CC-Tool wie Colorista wäre zu empfehlen. Oder das vorhandene Color Finesse (;unter After Effects >Effekte >Synthetic Aperture).

Eine Besonderheit der Renderreihenfolge betrifft Ebenen. Compositings erstellt man freilich am klügsten in AAE, und hier gilt: Die unterste Ebene wird zuerst berechnet, dann die darüber liegende, die Comp (;das Deckkraftverhältnis) aus beiden, danach die dritte, usw.

Sehr logisch, dass man diesen Stapel erst am Schluss gradet, ausgenommen Anpassung. Und dass man nicht sagen darf "einmal 8-bit ist keinmal". Im Gegenteil.



Antwort von Auf Achse:

Servus!

Die Bitzahl der Effekte habe ich bisher bei meinen Anwendungen noch nicht beachtet. Danke für den Hinweis, ist gut zu wissen!

Colorista steht schon auf meiner Wunschliste ....

Grüße,
Auf Achse




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