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Kabelloses Reportermikrofon?




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Frage von Andysound:


Hallo zusammen,

ich stehe vor einem kleinen Problem. Für einige Ausseneinsätze von einem Videocast, benötigen wir Reportermikrofone, die kabellos sind. Leider habe ich keine wirklich preiswerte Variante gefunden und bin nur auf folgendes, interessantes Modell gestoßen: HHB FLASHMIC DRMDRM im Glossar erklärt 85 C

http://www.thomann.de/de/hhb_flashmic_drm_85_c.htm

http://www.flashmic.de/index.php

Kennt jemand eine günstigere Lösung? Oftmals sind zwei Moderatoren im Bild und jeder benötigt somit sein eigenes Mikrofon. Von mobilen Rekordern habe ich auf Grund der Griffgeräusche etwas Panik und ein kabelgebundenes Mikrofon an einen Rekorder anzuschließen löst wieder Kabelsalat aus.

Wie löst man so etwas am besten? Auf einer gut besuchten Messe kann man als "rasender Reporter" schlecht mit den XLRXLR im Glossar erklärt Kabeln direkt in die Kamera rein, ohne Stolperfallen zu verursachen. Ich habe dann noch von den Sennheiser Aufstecksendern gehört, bin mir aber bezüglich der Frequenzen und Modelle unsicher, welche man noch ab 2015 anmeldefrei benutzen kann. Ausserdem sind sie bei zwei Aufstecksendern und Empfängern preislich auch im eher hohen Rahmen (;scheint aber bei einer Funklösung normal zu sein).

Ich wäre über jede Hilfe sehr dankbar, wie man das drahtlos oder kabelgebunden problemlos umsetzen könnte bzw. welche Produkte für diese Anwendungsbereiche auf dem Markt sind. Das Flashmic wäre schon eine super Lösung, nur leider etwas zu teuer.

Schon jetzt vielen Dank!




Antwort von domain:

Für rein akkustische Reportagen kann ich mir Flashmikros schon vorstellen aber nicht in Verbindung mit gleichzeitigen Videoaufzeichnungen. Das Zusammenführen von Bild und zwei Tonquellen, das dann noch dazu nicht zwangsläufig über längere Passagen synchron läuft, wird im Schnitt viel zu kompliziert und umständlich.
Ohne Kontroll-Kopfhörer mache ich z.B. gar keine Aufnahmen mit der Sennheiser G3 Funkstrecke.
Wenn zwei Moderatoren gleichzeitig agieren, dann müsste halt noch ein zweites Set angeschafft und auf den rechten Kanal des Camcorders geschaltet werden. Derartiges Equipment kann man aber sicher auch leihen.



Antwort von beiti:

Die billigsten Funk-Lösungen, die ich kenne, sind diese hier:
http://www.thomann.de/de/samson_video_handheld_system_e1.htm
http://www.thomann.de/de/samson_video_handheld_system_u6.htm

Größter Nachteil dieser Billigvariante scheint die fehlende Frequenzwahl zu sein. Systeme ohne wählbare Frequenz sind immer etwas riskant - besonders in Umgebungen, wo vielleicht noch andere Teams mit Funkmikros unterwegs sind.

Eine separate Aufzeichnung mit Flash-Mikro bzw. Recorder halte ich unterm Strich für problemloser. Mit Funk kann viel mehr schiefgehen. Ja, das nachträgliche Tonanlegen macht etwas Arbeit, ist aber letztlich Übungssache.

Die verlinkten Flash-Mikros sind leider sehr profesionell angelegt und gründlich überteuert. Ihr einziger handfester Vorteil gegenüber "billigen" Flashrecordern ist die gefällige Mikrofon-Form. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man mit einem schlanken Flash-Recorder und einem hübschen Windschutz drauf eine ähnliche Optik hinkriegt.



Antwort von domain:

Ich selbst habe ja auch schon mit dem Edirol extern aufgenommenen Ton ins Video integriert, aber wenn ich nicht vor jeder Aufnahme ein in Bild und Ton gleichzeitig erkennbares Händeklatschen aufgenommen hätte, wäre ich bei den vielen Takes im Schnitt ein Schwammerl geworden :D
Hängt wahrscheinlich auch davon ab, wie schnell man Material abliefern muss. Wenn man sehr viel Zeit für das permanente Herumschieben der Tonspuren hat, dann ist das keine schlechte Lösung.



Antwort von Andysound:

Welche Funkstrecke von Sennheiser müsste man denn kaufen, um auch in Zukunft sicher und störungsfrei "funken" zu können?



Antwort von TobiasD:

G3 oder G2. Ich empfehle G3, z.B. ew 135-p.

Das E-Band (;aber nur ab 863MHz) bleibt, das D-Band wird in Zukunft mit anderen Funkdiensten belegt werden, wobei die Nutzung von drahtlosen Mikrofonanlagen dort bis 31.12.2015 weiterhin erlaubt ist.
Achtung: Für das C-Band ist eine kostenpflichtige Frequenzzuteilung seitens der BNetzA erforderlich.



Antwort von Somin:

Das Flashmic ist top aber wahnsinnig teuer (;kosten ja z.Z immer noch über 1000) und für das was du vorhast nicht geeignet. Ich würde auch zur Sennheiserfunke greifen.
PS: ich habe mit beiden geräten schon gearbeitet.



Antwort von Andysound:

Vielen Dank schon mal an alle, die hier Ihre Tipps und Anregungen posten!

"TobiasD" wrote:
Das E-Band (;aber nur ab 863MHz) bleibt


Wird das dann nicht an einigen Plätzen enorm knapp? Das E-Band geht ja nur bis 865.000 MHz. Und das C-Band ist sogar noch kostenpflichtig... kann man da in Zukunft mit anderen Funkstrecken rechnen? Dann wäre ein frühzeitiger Kauf ja ärgerlich, wenn paar Monate später neue Frequenzbereiche ausgehandelt werden.

Fünf Jahre sind zwar eine lange Zeit, wenn man sich aber für das D-Band entscheidet und damit rechnen muss, das Equipment ab 2016 auf den Müll zu werfen ist das ja auch nicht die idealste Lösung. :-(;

Mit Tonspuren die ich hin und herschieben muss habe ich eigentlich kein großes Problem. Die Szenen sind meist kurz, womit das asynchrone also eher kaum bis gar nicht auftreten wird und ich notfalls einfach die Tonspur anpassen kann.



Antwort von domain:

"TobiasD" wrote:

....das D-Band wird in Zukunft mit anderen Funkdiensten belegt werden, wobei die Nutzung von drahtlosen Mikrofonanlagen dort bis 31.12.2015 weiterhin erlaubt ist.

Nach 2015 wird es dann aber ganz gefährlich. Hunderte hochempfindliche mobile Abhör- und Peilempfänger mit Parabolantennen werden dann im Einsatz sein, um ev. Sünder, die sich intelligenter Weise lange genug an ein und demselben Ort für eine präzise Peilung ihrer starken Senheisersender aufgehalten haben einzukreisen, sofort zu verhaften und in den Kerker zu werfen.



Antwort von deti:

Weiter geht's hier: http://forum.slashcam.de/spiegel-online-netzagentur-erwartet-heien-wettstreit-bei-frequenzauktion-vp415440.html

Deti



Antwort von beiti:

Was passiert mit D-Netz-Funkstrecken nach 2015? Kann man die dann ganz wegwerfen, oder kann man sie bei Sennheiser umrüsten lassen, oder gibt es vielleicht andere Länder, wo die entsprechenden Frequenzen noch erlaubt sind?



Antwort von TobiasD:

Laut Sennheiser Aussage (;PLS 2010), kann man die G3 recht einfach umrüsten, bei der G2 ist Hardwaretausch möglich und bei der G1 wird nichts mehr gemacht.




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