| Imagefilm von PowerMac
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Frage von PowerMac:
Gedreht über den Sommer in Spanien.
Meinungen? Feedback?
Englisch: youtube=Sr_bQhhQroM
Deutsch: youtube=lzFZWY0D0mQ
Antwort von susy:
intro zu typisch find ich und cuts meiner meinung zu schnell..
Antwort von Axel:
Sehr professionell, die Schnitte bei ~3:06 ff beziehen sich schon auf den nächsten Ort (;oder?) und irritieren ein wenig, insgesamt aber auch sehr gut und unterhaltsam geschnitten.
Solar ist die Zukunft. Für die deutsche Staatskasse bedeutet es womöglich den Ruin. Ich hörte, es wurde ein fettes Förderpaket verabschiedet. Wenn sich alle Konzerne entschlössen, ihre flachen Lagerhallen mit Solardächern auszustatten, könnte das teuer werden. Man prüft angeblich schon überall die Statik ...
Antwort von Kloogschieter:
... puh ... für mich waren die schnellen Schnitte anstrengend, vielleicht liegt das an meinem Alter (;PowerMac x2) ...
... by the way, Emerson ist kein deutscher Hersteller, Hauptfertigungsstätte ist Wales (;UK) für Umrichter ...
Antwort von B.DeKid:
Schöne Bilder (; war das ne Kobi aus 7D und ?)
Schnitte wirklich teils wie ,OTon Ray eben: "Bissel wie in nem Musikvideo"
Ging aber für nen "MesseFilm" - da bewegt das dazu hin zu schaun.
Grading war sehr gut (; natürlich)
Kadrage fand ich gut
Alles in allem Top Arbeit (; wohl auch Zeitaufwendig bzgl mehrfach anreise / Locations , spätere zusammen setzen Arbeit)
Sauberer Ton
MfG B.DeKid
Antwort von musicmze:
Wie der erste Beitrag: Intro irgendwie zu lang und nicht mitreißend genug. Dafür aber die folgenden Urlaubsbilder ein wenig zu schnell und die ganze Sache zu lang.
Aber sehr professionell - schön!
Antwort von DWUA:
Die Bilder transportieren sehr gut die Temperaturen, die Hitze, die Energie, die dahinter steckt. Zwei, drei ganz kurze Cuts weniger (;s.o.) wäre mehr. Zum Ton: Sprecher gut! Aber wo man im englischen Text "stony" hört, kommt das deutsche "felsig" ziemlich undeutlich. Und noch etwas zum "Wusch-Effekt" beim Szenenwechsel: Ziemlich inflationär eingesetzt auch dort, wo es gar nicht nötig ist. Ist aber wohl derzeit "Mode" und somit Geschmacksfrage.
EDIT: Genauer? Wo "Wusch" weg? Z.B. bei ~ 1:25 (;vor ...die Herausforderung... bei ~ 1:36 (;vor ...bei 35 Grad... bei ~ 3:13 (;vor ...eine trockene... In einem einfachen Aussagesatz braucht man keine Satzzeichen. Intro passt. (;Im Verhältnis zum Ganzen absolut stimmig!)
;))
Antwort von NEEL:
Edit
Antwort von rush:
Es fehlen einfach die entsprechenden Bilder zum Text (;die gesamte erste Minute ist von der Bildebene her gesehen beliebig, der Schnitt zudem stellenweise sehr unrhytmisch), es findet keine "Nähe" statt (;treffende, handlungsvorantreibende Aussagen von Vorarbeitern, Projektleitern, portraithafte Aufnahmen der Arbeiter, Details etc), die konventionellen Einstellungen sind zwar nett getroffen, aber sie führen nirgendwo hin, der rote Faden ist unsichtbar.
War auch mein erster Gedanke... Ich hatte Anfangs das Gefühl einer leichten Text/Bild Schere.. die Impressionen an Bildern rauschen nur so dahin, beziehen sich aber nicht immer konkret auf den Text. Das ist auch kein Muss - aber durch die schnelleren Schnitte wirkt das ganze noch etwas unausgewogener - wogegen der gesprochene Text eher ruhig und souverän daher kommt. Genau wie die Musik - die teilweise sehr ruhig und gemächlich daher kommt - die schnellen Bildschnitte sprechen jedoch einen ganz anderen Rhythmus.
Ich habe das Gefühl, ihr wolltet auch nahezu alle gedrehten Bilder unterbringen ;) Manchmal ist - wie bereits erwähnt - weniger mehr... Aber vielleicht ist es ja auch so gewollt.
Das Intro - auch wenn etwas lang - empfinde ich für solch einen Imagefilm dagegen als völlig in Ordnung... die Unternehmen legen ja Wert auf sowas, es ist eben "Werbung" - und kein Spielfilm.
Ansonsten handwerklich völlig oke... passt schon! :)
Antwort von DWUA:
@ Neel
Good Morning! Hier nix Doku, nix Reportage, nix N24!
;))
Antwort von NEEL:
Edit
Antwort von DWUA:
... Das Genre Imagefilm werd ich nie so richtig verstehen... Warum suchst du dann nach einem roten Faden auf einem roten Teppich? ;))
Antwort von NEEL:
Warum suchst du dann nach einem roten Faden auf einem roten Teppich? ;))
Berufskrankheit, bin Schreiberling. Aber ab jetzt weiß ich, daß es neben dem Genre "Experimentalfilm" eben auch das Genre "Imagefilm" gibt, daß ohne wirklichen Handlungsfaden auskommen kann... vielleicht ein Schlüssel zum Verständnis des obigen Projekts?;-) Überdies glaube ich, daß eh bald alles egal ist: http://www.welt.de/finanzen/article13661139/China-taumelt-dem-grossen-Finanz-Crash-entgegen.html Vor dieser sich abzeichnenden Mad-Max-Aussicht ist vermutlich (;im Gegensatz zu Axels Prognose) jede installierte Solarzelle wertvoll;-)))
Antwort von 0711video:
ein weiterer beliebiger imagefilm ... gähn
inhaltlich mager. text-bild-schere. zu wenig auf bild getextet. klobiger sperriger text auf mediengestalterniveau erstsemester.
Antwort von DWUA:
... Ich hatte Anfangs das Gefühl einer leichten Text/Bild Schere.. die Impressionen an Bildern rauschen nur so dahin, beziehen sich aber nicht immer konkret auf den Text.
Na, so was Unverschämtes aber auch! Ist ja eine krasse Überforderung, wenn das, was man sieht, nicht auch noch zusätzlich beschrieben wird.
;))
Antwort von dienstag_01:
An der Stelle muss ich mich auch mal einschalten:
Na, so was Unverschämtes aber auch! Ist ja eine krasse Überforderung, wenn das, was man sieht, nicht auch noch zusätzlich beschrieben wird. Das ist nun ein sehr simples Argument (;Totschlag-...). Jeder Film schafft sich ja erstmal seine eigene Struktur. Und bei diesem ist es eine illustrierende. Da fall ich dann auch raus, wenn mir ständig die Bilder zum Text geliefert werden und dann an dieser und jener Stelle nicht: - Ministerpräsident - größere Maschinen als in Deutschland Nur mal als Beispiel.
Antwort von B.DeKid:
OT:
Na, so was Unverschämtes aber auch! Ist ja eine krasse Überforderung , wenn das, was man sieht, nicht auch noch zusätzlich beschrieben wird.
;))
Kennt ihr aus der Art "Kinder erklären Kunst"
Beispiel
zum Bild
Lotta, 7, über Salvador Dalís "Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen" (;1944):
"Ein Elefant mit viel zu langen Beinen trägt einen Kristall auf dem Rücken. Ein Goldfisch spuckt einen Tiger aus, und ein anderer Tiger schießt einer nackten Frau in den Arm. ...
http://www.art-magazin.de/div/heftarchiv/2010/9/EGOWTEGWPOPPTPOGRCTWOAWR/FR%DCHE-ERKENNTNIS---KINDER-ERKL%C4REN-KUNST-(;22)?cat=0
** Hier als TinyUrl http://tinyurl.com/6zpl8x9 **
Nun auch als Buch zu kaufen ;-)
Zum Abschluss der Serie erscheint die Sammlung der fantasievollen und überraschenden Kunstinterpretationen als Buch.
Barbara Hein: "Ich weiß genau, was da passiert" (;Belser Verlag, 48 S., 14,95 Euro)
MfG B.DeKid
/OT
Antwort von DWUA:
Jeder Film schafft sich ja erstmal seine eigene Struktur.
Stimmt! Aber genau so wichtig: Jeder "Zuschauer" hat auch seine eigene Struktur.
Oder sind wir bereits borgs?
;))
Antwort von PowerMac:
Danke für euer Feedback.
Das mit der leichten Bild/Text-Schere sehe ich auch so. Der Anfang ist sehr allgemein und die Bilder zeigen einfach nur Spanien. Wir wollten anfangs keine Solaranlagen zeigen, weil wir dann das Produkt vorwegnehmen würden. Also ist es austauschbar und beliebig - aber dafür schäme ich mich angesichts völlig beliebig bebilderter Nachrichtenfilme nicht wirklich. Beim nächsten ähnlichen Imagefilm werden wir nicht mit allgemeinem Anfang beginnen, um dann die Stationen abzuklappern.
Das Problem am Imagefilm und daran, ob er ein Genre ist, liegt auch daran, dass diese Filme oft für den Kunden gemacht sind, da er das Geld zahlt. Unsere Filme kommen ziemlich gut bei unseren Kunden an, deshalb bekommen wir auch immer wieder neue, tolle Aufträge. Und das schöne daran: Wir können uns technisch ausprobieren, Zugänge und Erzählweisen ausprobieren, Stile testen. Das macht richtig Spaß. Ein weiteres Problem sind unterschiedliche Wahrnehmungshaltungen. Hier im Forum wird der Film an sich von vielen Subjekten bewertet, jeder aus ein eigenen Welt mit völlig differenzierten Erwartungen. Der Sinn des Filmes ist die Kommunikation der Projekte, vor allem auch intern in den beteiligen Konzernen. Ich glaube schon, dass da ein Unterschied ist. Damit will ich nicht jede Scheisse rechtfertigen, sondern nur den Gedanken zur Diskussion stellen.
Ein noch angesprochener Punkt ist der ‘rote Faden‘. Es ist schon fast eine Volksweisheit, dass überall ein roter Faden sein soll. Jeder sucht den roten Faden. Aber wieso? Was bedeutet das? Ich kenne das schon, eine Person, die durch den Film führt, eine Geschichte, die irgendwo beginnt und sich durchzieht, ein Witz und sowas. Aber macht das Filme besser? Was wäre ein roter Faden gewesen?
Der Text sei schlecht, sagt 0711video. Kannst du das erklären? Wie ginge es besser?
Antwort von Jörg:
Es ist schon fast eine Volksweisheit, dass überall ein roter Faden sein soll. Jeder sucht den roten Faden. Aber wieso?
Wieso?? Das hat mal einer gesagt, dann haben es 2 geschrieben, man rief es sich zu, "roter Faden muss sein, man muss eine Geschichte erzählen, der Zuschauer begreift es sonst nicht".... und alle, alle machen da mit ;-(;(;, Was muss man sich für ein Gebräu bei Urlaubsfilmen antun, jeder bemüht sich eine Geschichte zu erzählen, welche Qual.
Lasst den Faden ruhig weg, macht Euer Ding, Du willst doch anders sein, etwas besser machen, dann kill diesen verdammten roten Faden und mach schöne Bilder...und lass alte Männer auf der Straße singen, wie bei Deinen alten Sachen, das hat Stil.
Antwort von NEEL:
Edit
Antwort von Axel:
Oder sind wir bereits borgs ? Ihr, das weiß man, seid DWUA. Borg aber sind Borg, ohne Singular, ohne Artikel und ohne "s": "Wir sind Borg."
Antwort von bjelgorod:
Schöne Bilder, aber der Film an sich gefällt mir nicht. Wie schon bemerkt wurde, nicht Fleisch und nicht Fisch, auch kein typischer Imagefilm, weil zuviel Reportageinhalt. Aber wie Du schon sagtest, dem CHef muss es gefallen. Den Schnitt finde ich ziemlich daneben, vor allen in Anbetracht der Tatsache, dass Ihr hier immer ziemlich einen auf dicke Hose macht bei Filmen von anderen Forumsteilnehmern. Da kriegt man einfach Auegnkrebs, viel zu schnelle Schnitte für jemanden der den Film zum ersten mal sieht. Und viel zu viele Totalen aneinandergereiht. Das zeugt nicht grad von Kreativität.
Aber die Bilder sind Top!
Antwort von pete1234:
Oder sind wir bereits borgs ? Ihr, das weiß man, seid DWUA. Borg aber sind Borg, ohne Singular, ohne Artikel und ohne "s": "Wir sind Borg."
LOL, DWUA finde ich, ist hier bekannt fürs selektive Zitieren und daraus eine allgemeine Meinung zu generieren/versuchen.
Meine Meinung zum Imagefilm: Hab noch dein Musikvideo im Hinterkopf, welches ich nicht so berauschend fand, dieses hier hat mich positiv überrascht.
Bin kein Profi, hab aber schon ein paar Firmenportraits gesehen und fand Dein"s ziemlich gut (;abzüglich ein paar zu schnelle Schnitte, wurde aber schon gesagt).
Antwort von DWUA:
Der Text sei schlecht, sagt 0711video. Kannst du das erklären? Wie ginge es besser?
Jetzt wird's interessant.
;))
Antwort von Axel:
Ein speziell Interessierter, an den sich dieser Film wohl richtet, benötigt keinen "roten Faden", um dem Dargelegten zu folgen, er bringt Voraussetzungen mit, die sich die Videoproduktion erstmal erarbeiten muss. Das ist ein Kriterium. Der eine sachliche Fehler, den weiter oben jemand gefunden hat, wiegt schwerer als das Dutzend für speziell Video-Interessierte verzichtbare Füllbilder, und informelles Geplapper ist m. E. völlig angemessen. Auch hier ist es dann wichtiger, dass der Sprecher gut rüberkommt als mit schöner Sprache zu glänzen. Leute, das ist ein Imagefilm, nicht Die große Arte-Doku über Solarkraft.
Zum Schnitt habe ich folgende Einstellung: Er sollte an der Wirkung gemessen werden, nicht an irgendwelchen Übergängen oder überhaupt an "Regeln". Wäre die Wirkung ohne die peppigen Wuschs oder in einem etwas gemäßigterem Rythmus gediegener, "wertiger", gewesen? Womöglich. Mal sehen, was der Kunde sagt. Auch der Imagefilmer hat ein Image, durch Referenzen. Ich hab mal bei einer Firma für Industrie-Sachfilme Kabelschlepper gemacht, Werbung für Siemag Stahlwerke. Die Filme wirkten selbst so schwer wie Stahlwalzen, handwerklich behäbig und auch inhaltlich autoritär und konservativ wie alter Zigarrenrauch. Wird schon einen Grund haben, dass man Powermac beauftragt hat.
Das Ganze zu sehr zu zerpflücken lohnt sich in meinen Augen nicht.
Antwort von rush:
... Ich hatte Anfangs das Gefühl einer leichten Text/Bild Schere.. die Impressionen an Bildern rauschen nur so dahin, beziehen sich aber nicht immer konkret auf den Text. Na, so was Unverschämtes aber auch! Ist ja eine krasse Überforderung , wenn das, was man sieht, nicht auch noch zusätzlich beschrieben wird. ;))
Du darfst mich ruhig auch komplett zitieren... ;) Ich habe nicht um sonst geschrieben das es "kein Muss" ist! :)
In diesem Falle aber durch die schnellen Schnitte und den eher ruhig daherkommenden Text diesen Effekt einer Text/Bild-Schere für mich verstärkt wurde. Klar ist es subjektives Empfinden - aber es wurde um Meinungen und Feedback gebeten ;)
Antwort von Rolf Hankel:
Ich als kleiner Amateur, siehe hier:http://www.youtube.com/user/sonnenscheinfilm?feature=mhum würde sagen, hervorragend gemacht und dann der Sprecher:Klasse!!!
Beste Grüsse....Rolf
Antwort von Axel:
Ich als kleiner Amateur, siehe hier:http://www.youtube.com/user/sonnenscheinfilm?feature=mhum würde sagen, hervorragend gemacht und dann der Sprecher:Klasse!!!
Beste Grüsse....Rolf @Rolf Wie immer ein Original. Dass die Feldmaus lebt und Chips mampft, mag für die meisten ebenso erstaunlich wie für ihren Lebensplan völlig irrelevant sein, man genießt aber deine Filme um ihrer selbst willen wie einen raffiniert fermentierten Tee. Du hast ja sogar - Beweis, dass du dir des Retro-Charmes bewusst bist - das völlig veraltete 4:3-Format gewählt.
Du hast deinen Stil gefunden. Man würde dich als Imagefilmproduzent wohl buchen, wenn es um Touristik ginge. Oder um Honig oder sowas: Seit drei Generationen sind die Meiers schon Imker ...
Antwort von NEEL:
@Axel: War es dieser Siemag-Film? http://www.sms-siemag.com/de/index.html
Antwort von Axel:
@Axel: War es dieser Siemag-Film? http://www.sms-siemag.com/de/index.html
Nein. Bei mir war das so 86/87. Die Filme wurden auf 35mm gedreht. Um die Walzwerkhallen auszuleuchten - denn selbstredend malochten die Stahlarbeiter bei *weniger gutem* Licht -, waren immer mindestens 20 KW von einem Extra-Laster mit zwei Elektrikern am Start. Die Kabel anschließend vom Dreck zu reinigen, war alleine eine Schicht für zwei. Der Schnitt wurde mit Schnittkopien (;eine Positiv-Kopie, nicht farbkorrigiert) im A/B-Verfahren gemacht. Eine Kopie für die ungeraden, eine für die geraden Takes. Das ermöglichte u.a. Überblendungen, es gab kein "Strg.+D". Ich habe vergessen, wieviele Generationen noch vor dem Negativ-Master standen, aber ich habe in einem auftragsschwachen Monat das Lager katalogisiert, und ein Zehnminüter war schon eine Kiste voller Büchsen. Was an Effekten (;Stichwort optische Bänke für Grafikanimationen) und Lichtbestimmung/Farbkorrektur noch an Spezialfirmen in Auftrag gegeben wurde und Extra-Kopien erforderte, darüber habe ich keinen Überblick.
O-Ton wurde vom gequarzten Tonband auf perforiertes Band (;Filmträger mit Magnetschicht) überspielt. Tonschnitt in des Wortes früherer Bedeutung. Zur Abmischung, die genau wie der Filmschnitt destruktiv war, liefen mehrere riesige Tonbandmaschinen parallel. Alle Magnetbänder wurden aufbewahrt, da sammelte sich was an.
Der ironischerweise zu dieser Zeit bereits auf VHS als Zielmedium verteilte Film konnte natürlich nicht für einen vier- und vielleicht nicht einmal für einen fünfstelligen Betrag angeboten werden, was allerdings bei den achtstelligen Beträgen für ein scheiß Stahlwerk nicht mehr so ins Gewicht fiel.
Das klingt bestimmt alles lächerlich übertrieben, aber es war tatsächlich so. Eine auch noch so banale Einstellung in diesen langweiligen Machwerken kostete eine Menge Schweiß, da überlegte man sich halt dreimal, was wirklich nötig war. Filmschnitt war effizienter, aber deswegen ja nicht besser.
Zu dieser Zeit begannen Videoproduktionen dem Film Konkurrenz zu machen. Die eingesessenen Filmklitschen rümpften die Nase. Es ist, als wollte man eine Alexa-Produktion mit der mit einer 7D vergleichen. Aber wenn z.B. Webpräsenz das Ziel ist ...
Wie das Rennen ausging, ist ja bekannt.
Ich schere Imagefilme, Musikvideos und Hochzeitsfilme über einen Kamm: Das ist Profession (;oder meinetwegen Semi-Profession), man soll es gut verkaufen, aber sich besser nichts drauf einbilden. Die Disziplinen, die die Aufregung lohnen, sind szenischer Film und Dokus.
Antwort von kichiku:
"Ich schere Imagefilme, Musikvideos und Hochzeitsfilme über einen Kamm: Das ist Profession (;oder meinetwegen Semi-Profession), man soll es gut verkaufen, aber sich besser nichts drauf einbilden. Die Disziplinen, die die Aufregung lohnen, sind szenischer Film und Dokus."
sehe ich gar nicht so... es gibt soooo gute imagefilme oder musikvideos, da kannste dir schon sehr was darauf einbilden, wenn du sie gemacht oder dabei warst... egal ob jetzt kamera, regie oder schnitt oder was auch immer...
würde nie etwas nur machen, das es der kunde gut findet, du musst es auch gut finden, sonst wird es meistens nichts...
Antwort von bjelgorod:
"würde nie etwas nur machen, das es der kunde gut findet, du musst es auch gut finden, sonst wird es meistens nichts..."
Ich glaub mit dieser Einstellung kommst Du bei bestimmten Kunden nicht weiter. Manchmal muss man eben das umsetzen, was der Kunde will, oder ein anderer bekommt den Job. Das ist nun mal so. Mal etwas übertrieben gesagt, wenn ich einen Maler bestelle, der mir die Wand weiß streichen soll und der sagt nee gefällt mir nich, mach ich ich nur in blau. Dann nehm ich eben einen anderen, der sie mir weiß streicht.
Antwort von kichiku:
anders gesagt, wenn ein kunde blau möchte, gibt es da ziemlich viele verschiedene blautöne, und ich würde ihm einige vorschlagen und ihn auch beraten warum ich dieses blau wählen würde... es gibt nie nur einen bestimmten weg...
Antwort von Erik01:
Mir gefällt's! Ist halt was der Kunde braucht! Gerade das Intro ist cool gemacht...
Antwort von bjelgorod:
doppel post
Antwort von Axel:
... würde nie etwas nur machen, das es der kunde gut findet, du musst es auch gut finden, sonst wird es meistens nichts...
Ich bin in verschiedenen, eher handlangerartigen Funktionen an Musikvideos und Imagefilmen beteiligt. Worum geht's? Rappen, Schlager, eine recht gute, aber völlig chaotisch-bekiffte Soulband, Gewerkschaftsarbeit (;d.i. auf Auftragsebene nur Politikgeschäft), Verbände und Vereine (;der Tod), Manager-Kurse, Hundefutter, Bio-Bauern (;Geschäftsleute wie alle), Denkmalschutz.
Oder der Solarpark. Ist ja sogar mäßig interessant. Aber könntest du dich dafür tatsächlich engagieren? Dahinter stehen, solange du nicht selbst Aktionär oder sowas bist? Komm!
Antwort von kichiku:
... würde nie etwas nur machen, das es der kunde gut findet, du musst es auch gut finden, sonst wird es meistens nichts... Ich bin in verschiedenen, eher handlangerartigen Funktionen an Musikvideos und Imagefilmen beteiligt. Worum geht's? Rappen, Schlager, eine recht gute, aber völlig chaotisch-bekiffte Soulband, Gewerkschaftsarbeit (;d.i. auf Auftragsebene nur Politikgeschäft), Verbände und Vereine (;der Tod), Manager-Kurse, Hundefutter, Bio-Bauern (;Geschäftsleute wie alle), Denkmalschutz. verstehe ich nicht, weiß nicht was du damit meinst... Oder der Solarpark. Ist ja sogar mäßig interessant. Aber könntest du dich dafür tatsächlich engagieren? Dahinter stehen, solange du nicht selbst Aktionär oder sowas bist? Komm!
aber sicher, wenn der kunde geld hat, und das hat er wohl bei euch gehabt, wenn er euch nach spanien schickt um einen film zu drehen, ist es doch erst mal eine sehr gute sache... dann würde ich mir auch etwas gutes zu dem thema sonnenenergie einfallen lassen... Jetzt spontan, würde mich mit der "Sonne" befassen... mir filme mit dem thema sonne anschauen... zb. sunshine... mich mit Lensflaires beschäftigen, sie eventuell als stilmittel einsetzten... etc... da gibt es wirklich viele kleinigkeiten, die einen film etwas besser machen als nur normal... aber nur meine kleine bescheidene meinung...
Antwort von Axel:
... aber sicher, wenn der kunde geld hat, und das hat er wohl bei euch gehabt, wenn er euch nach spanien schickt um einen film zu drehen, ist es doch erst mal eine sehr gute sache... dann würde ich mir auch etwas gutes zu dem thema sonnenenergie einfallen lassen... Jetzt spontan, würde mich mit der "Sonne" befassen... mir filme mit dem thema sonne anschauen... zb. sunshine... mich mit Lensflaires beschäftigen, sie eventuell als stilmittel einsetzten... etc... da gibt es wirklich viele kleinigkeiten, die einen film etwas besser machen als nur normal... aber nur meine kleine bescheidene meinung...
Sehr gut. Das verhindert Schema F. Der Auftraggeber kauft diese Begeisterung, die du aufbaust, als Glitzer für sein Image. Warum sollte er sonst ein Video bestellen? Das Projekt ist - wahrscheinlich - nichts Böses. Bloß, lass die Kirche im Dorf. Die Sonne wurde nicht gefragt. Das Imagevideo ist gut, wenn es funktioniert, und ein weiteres Kriterium zählt nicht.
Antwort von kichiku:
... aber sicher, wenn der kunde geld hat, und das hat er wohl bei euch gehabt, wenn er euch nach spanien schickt um einen film zu drehen, ist es doch erst mal eine sehr gute sache... dann würde ich mir auch etwas gutes zu dem thema sonnenenergie einfallen lassen... Jetzt spontan, würde mich mit der "Sonne" befassen... mir filme mit dem thema sonne anschauen... zb. sunshine... mich mit Lensflaires beschäftigen, sie eventuell als stilmittel einsetzten... etc... da gibt es wirklich viele kleinigkeiten, die einen film etwas besser machen als nur normal... aber nur meine kleine bescheidene meinung... Sehr gut. Das verhindert Schema F. Der Auftraggeber kauft diese Begeisterung, die du aufbaust, als Glitzer für sein Image. Warum sollte er sonst ein Video bestellen? Das Projekt ist - wahrscheinlich - nichts Böses. Bloß, lass die Kirche im Dorf. Die Sonne wurde nicht gefragt. Das Imagevideo ist gut, wenn es funktioniert, und ein weiteres Kriterium zählt nicht.
:-) "Die Sonne wurde nicht gefragt" ????? geht es hier um Sonnenenergie oder habe ich da etwas falsch verstanden... Aber mir ja egal... glaube im video kam genau einmal die sonne vor... aber entspannt passt schon...
Antwort von Axel:
Meine blumige, indirekte Ausdrucksweise. Ich meinte: Es ist ein Anliegen mit sehr einseitiger Interessenlage zu vertreten. Liegt in der Natur der Sache. Die Nutznießer bezahlen keine Kritiker, sondern Schönfärber. Etwas zugespitzt gesagt.
Deine Arbeit gefällt mir übrigens, aber das ist hier OT.
Antwort von Tiefflieger:
Der Film möchte einen Inhalt transportieren, Kulturelles, "Land und Leute", Politik, Entstehung, Technik,erfolgreiche Umsetzung und Ziele wie Perspektiven vermitteln.
Puuh.. in einem Satz die ganze Information wie im Film. Um den Inhalt zu verstehen muss man Ihn mehrmals anschauen, ist das so gewollt?
Bildtechnisch sehr schön um bei den Aufnahmen sicher geschwitzt. Die Schnittfolge lenkt vom Inhalt ab. D.h. Inhalt in Worten werden von den Bildern zugedeckt. Der deutsche Sprecher hat eine sehr angenehme Stimme.
Aber es gab bestimmt Marketinggespräche, wie sich die Firmen darstellen wollen. Wichtig ist die Meinung der Auftraggeber, passt es zum Image wie man sich zeigen will...?
Gruss Tiefflieger
Antwort von Pianist:
Unsere Filme kommen ziemlich gut bei unseren Kunden an, deshalb bekommen wir auch immer wieder neue, tolle Aufträge. Dann ist es doch prima. Ist bei mir übrigens genauso. Der Film geht aus meiner Sicht auch vollkommen in Ordnung. Die paar Details, über die hier diskutiert wird, interessieren weder den Auftraggeber noch den Zuschauer auf einer Fachmesse oder einem Kongress. Ich hätte vielleicht vier statt sechs Minuten gemacht. Ansonsten tut der Film genau das, was er soll.
Dieses ewige Thema "roter Faden" verstehe ich auch nicht. Der rote Faden ist meistens einfach die Zeitschiene, entlang derer man ein Projekt vorstellt. Also kurze Einleitung, dann Vorgeschichte, Planung, Ausführung, Inbetriebnahme, Zukunftsausblick. Und genau so wurde es hier ja auch gemacht, von daher alles in Ordnung.
Ich finde sogar, dass die beiden deutlich mehr Aufwand getrieben haben, als man für einen solchen Film müsste. Der Anfang mit dem Compositing war sicher ziemlich aufwendig, das wäre mir schon zu fummelig, außer wenn ich jemanden hätte, der sowas jeden Tag macht. Die beiden haben sogar einen kleinen Kamerakran benutzt und sich vermutlich auch mal im Arbeitskorb eines großen Kranes mitnehmen lassen. Sowas könnte man auch wie eine reinrassige Fernsehreportage gestalten, den Kunden hätte es sicher trotzdem gefallen.
Zur Kadrage fiel mir nur auf, dass manchmal die Interviewpartner zu mittig waren, aber das ist Geschmackssache...
Matthias
Antwort von PowerMac:
Danke für eure Kommentare. Auf meine Nachfrage, was am schlecht sein soll/ist und was ein roter Faden sein könnte, hat noch niemand geantwortet, oder?
Antwort von 0711video:
junger mann, ganz kurz:
erste minute: palmen und palmen und palmen, straßen . der text: solarenergie zu teuer geworden. der text bezieht sich nicht auf die bilder, auch ergänzt er ihn nicht. entweder andere bilder oder die bilder textlich ergänzen. die ersten achtzig sekunden sind bilderteppich, dessen teile beliebig wirken. sie behindern den transport des inhaltes durch seine wahllosigkeit. große text-bild-schere.
die einstrahlende energie ist 40 prozent höher als in deutschland= in spanien scheint die sonne ein drittel länger und intensiver als in deutschalnd
was heißt einstrahlende energie? licht? wärme ? was? sei konkret und einfach. abstrakte sätze bedürfen mehr konzentration als einfache.
spanien soll 1/3 der energiestellen. was heißt das? warum das modalverb "sollen"? wer sind die experten?
2010 wurde die solarenergieförderung neu aufgesetzt. = seit 2010 fördert die spanische regierung (;?) die solarenergie zu schlechteren bedingungen. diese sind: blabla ... keine passivsätze, die den agens schlucken, das verb geht ans ende des satzes, was schlecht ist. kein nominalstil, sondern verbalstil mit dem verb im präsens auf position zwei, was der hörerwartung des zuschauers am nächsten kommt.
was heißt "spanische mentalität mit deutschem knowhow" vereinen? das sind allgemeinplätze, die nicht weiter zu ende klar ausgeführt werden. die aussagen und der sprechertext kommen einfach niht auf den punkt und formulieren oft nebulöse aussagen.
am ende: das ist eine riesenpipeline, die wir abarbeiten müssen. eine pipeline kann man nicht abarbeiten, eher einen stapel oder das tagesgeschäft. die ausdrücke werden nicht im korrekten bild benutzt. das hätte schon bei der aufnahmen im interview korrigiert werden müssen.
manche einstellungen sind zu kurz, beim aufbau der anlage. bauarbeiter wurschteln da rum, was machen sie? man kann es nicht erfassen. faustregel: je schneller die schnitte, je mehr bewegung im bild, umso stärker vernachlässigt der zuschauer den text. bsp.: 3:29 sek. 6800 m2 solarfläche. das geht unter in der schnellen montage.
beratungshonorar: 200 euro zzgl. steuer kurs für besseres texten: 100 euro 2 h.
Antwort von Axel:
Na, da hast du's. Und? Was machst du jetzt? Neu texten, neu schneiden und neu sprechen lassen?
Der Film startet mit mit Titel und Bildern der Solaranlage. Man weiß, was kommt (;BTW: Eure Namen blitzen zu kurz auf, fast verschämt, das irritiert). Es folgen sehr schöne Landschaftsbilder. Eine Einstimmung. Mir wird durch Bilder und einführenden Kommentar irgendwie klar, dass dieses Spanien ja ein verdammt heißes Land ist, man kriegt schon Durst vom Zusehen. Satz 1: "Nirgendwo scheint die Sonne öfter." Satz 2: "Die einstrahlende Energie pro Jahr ist etwa 40% höher als in Deutschland."
Stattdessen möchte dir Honorarveteran 0711 diese Formulierung vorschlagen: "in spanien scheint die sonne ein drittel länger und intensiver als in deutschalnd"
Das soll einfacher sein und weniger vage? Ich sage nicht, dass es schlecht ist, aber ich zumindest finde den pseudo-exakten Wert von 40% eingängiger als ein fragwürdiges "ein drittel intensiver", denn das klingt aus den Fingern gesogen.
"In einigen Jahren soll Südeuropa einen großen Teil ..."
Hier stört sich 0711 an der schwammigen Formulierung und fragt, wer das zu bestimmen hat. In den nächsten Sätzen wird ausgeführt, dass die Spanier selbst auf die Idee gekommen waren, aber zwischenzeitlich nicht mehr genügend Mittel hatten.
Tut mir leid, ich sehe das anders als 0711. Es gibt eine Text-Bild-Schere. O-Oh! Es gibt eine Menge Regeln und Verbote, aber solange du mir die oben von mir flapsig beschriebene Wirkungsbeschreibung abkaufst, kannst du den ganzen Vorpostern ein paar Tips für Verschönerungen im Detail entnehmen, aber für eine Komplettrestauration gibt es glaube ich keinen Handlungsbedarf. Warte doch ab, was bei der Abnahme gesagt wird, wahrscheinlich musst du sowieso eine Menge ändern.
0711 verkauft bestimmt Stahlwalzwerke.
Antwort von NEEL:
Edit
Antwort von Alf_300:
Also ich als Kunde würde dem PowerMac kein Video abkaufen das auch auf YouTube läuft
Antwort von Axel:
Ein ganz toller Thread.
Gerade habe ich das Video nochmal mit frischen Augen angesehen, und jetzt mache ich eine Kehrtwende.
Es werden mir als angelegentlich interessiertem Zuseher sehr viele und auch interessante Informationen gegeben, aber fast ausschließlich verbal. Ich muss mich auf den Film völlig konzentrieren. Drehe ich den Ton ab (;probiert) oder bin ich abgelenkt (;Messe) sind die Bilder sehr oft ohne Ausdruck.
Das Intro gefällt jedem, die Kranfahrten, die Musik, die ersten Sätze des Sprechers. Aber gleich darauf folgen die "Impressionen" aus dem Urlaubsland Spanien, die Aufmerksamkeitskurve geht nach einigen Sekunden stark nach unten. Der Sprecher kittet das ganz gut (;wenn es eine Schere ist, ist der Kommentar der starke Schenkel, die Bilder greifen da zu kurz), aber ohne Zweifel könnte man es besser machen.
Es gibt einige wiederum verbal vermittelte Aussagen, die vielleicht der Kern des Images sind, was vermittelt werden soll:
1. Bau, Planung und Durchführung sind sehr effizient.
Die Bilder zeigen ohne begleitenden Text aber - überspitzt gesagt - ein Wühlen im Staub. Man kann sich vorstellen, dass nach den aktionistischen Filmaufnahmen gleich eine Siesta eingelegt wird, denn hey, wir sind in Spanien.
2. Das Joint-Venture ist von Sympathie, ja Freundschaft geprägt. Das stimmt absolut. Deutsche Unternehmer stellen diese Werte über alles. Kann höchstens sein, dass sie woanders oft als etwas anstrengende Freunde betrachtet werden.
Diese Dinge werden erzählt. Die legere Haltung der Sprechenden im On ist gut, aber als ein diesen Sachverhalt darstellender Bilderbogen wären viel mehr einander anlachende Gesichter, Händeschütteln, stolz gefeierte Hightech-Plastiken möglich. Ein Schnittpuzzle, in das sich diese Elemente ganz natürlich einfügen wäre besser.
0711, NEEL usw. haben wohl recht.
Antwort von dustdancer:
eines darf man auch nicht außer acht lassen: wenn es als messefilm gedacht ist, geht mal nicht von einem verständlichen ton aus, denn den gibt es kaum auf messen. die bilder sind das maß der dinge, in bezug auf eine messe.
Antwort von domain:
Jetzt hast du es ausgezeichnet zusammengefasst Axel. Ich hatte diesen Eindruck von Anfang an. Der Theorie folgend, wie man eine Message am besten rüberbringt, beginnt man am besten mit einer den Zuseher berührenden Frage, einer Provokation, einem ungewöhnlichen Erlebnis, einem Witz, einem landläufigen Vorurteil oder -urteil oder sonst was Markantem. Die ersten Sekunden sind entscheidend. Danach erfolgt schon die erste Aussage: wir haben eine Lösung! Dann folgen Argumente und Fakten, welche die zunächst vielleicht noch "großspurige" Botschaft untermauern, belegen und beweisen sollen. Man geht in die Breite. Zuletzt wird die Message noch mal zusammengefasst und zu einer Kernaussage verdichtet. Das muss alles innerhalb von max. 5 Minuten ablaufen. Die Botschaft ist wie ein Pfeil, der ins Herz treffen soll, der Schaft kann abbrechen aber die Spitze muss stecken bleiben. Ich glaube, dass man dazu schon ein vorher erstelltes Storyboard braucht, um gezielt auch die entsprechenden Bilder zu der Botschaft zu schaffen.
Antwort von 7nic:
Bleibt nur anzufügen, dass der Film eigentlich gar kein wirklicher Imagefilm ist. Und auch vor allem kein Messefilm. Primäres Kommunikationsziel ist es die Zusammenarbeit der beiden Konzerntöchter den jeweiligen Konzernführungen vorzuführen und Partnern und potenziellen Kunden ein Gefühl für die Arbeit im "fernen" Spanien zu geben. Kurz: Was machen wir dort drüben? Wie sieht das aus? Und ist unser Geld dort sicher? Ohne Ton und Interesse wird das niemand sehen, der dem Auftraggeber wichtig ist.
Antwort von Axel:
@domain Das ist es. Die Bilder in der späteren Durchführung müssen konkrete Situationen zeigen, aber nur solche Bilder kommen rein, die selbst folgende Geschichte als Subtext erzählen: - Schönes, aber karges, braches Land. Was tun? - In guter Laune planen, Zuversicht. Menschen blicken von physischen Plänen auf in die Wüste, Mitschwenk. Assoziation: Vision, die Chancen vor Augen. - Per aspera ad astra: Heute muss die Glocke werden! Das Aufrichten von "Sonnensegeln" könnte geradezu ein Tränendrücker sein. Tatsächlich habe ich ein paarmal bei Andrej Rubljow geweint, als die Glocke endlich fertig ist. Die Herstellung eines Produktes emotional aufladen. Eigentlich mit Licht und Energie im Zusammenhang mit Freundschaft und Völkerverständigung eine Steilvorlage. - Den Erfolg feiern ... EDIT: Ich nenne Tarkowski im Zusammenhang mit einem banalen Industriefilm. Perlen, Säue ...
Antwort von 7nic:
@domain Das ist es. Die Bilder in der späteren Durchführung müssen konkrete Situationen zeigen, aber nur solche Bilder kommen rein, die selbst folgende Geschichte als Subtext erzählen: - Schönes, aber karges, braches Land. Was tun? - In guter Laune planen, Zuversicht. Menschen blicken von physischen Plänen auf in die Wüste, Mitschwenk. Assoziation: Vision, die Chancen vor Augen. - Per aspera ad astra: Heute muss die Glocke werden! Das Aufrichten von Sonnensegeln könnte geradezu ein Tränendrücker sein. Tatsächlich habe ich ein paarmal bei Andrej Rubljow geweint, als die Glocke endlich fertig ist. Die Herstellung eines Produktes emotional aufladen. Eigentlich mit Licht und Energie im Zusammenhang mit Freundschaft und Völkerverständigung eine Steilvorlage. - Den Erfolg feiern ... Ironie?
Antwort von Axel:
Ironie?
Nein. Aber schau mein "Edit" an.
Kichikus Beteuerung, er würde auch in einen Imagefilm all seine Leidenschaft investieren. Das geht jedenfalls über Handwerk hinaus und kommt mir ein bisschen zynisch vor.
Antwort von NEEL:
Edit
Antwort von Axel:
Mannomann! Starker Toback! Wie gesagt, der Thread des Jahres.
Antwort von Jott:
Saubere Arbeit. Wir machen seit vielen Jahren filmische Unternehmenskommunikation für Kunden in ganz Europa. Ich weiß, was diese Clientel will und bezahlt. Ziemlich genau so was. Gut gemacht.
Dinge, die mich stören: die Touri-Aufnahmen am Anfang - dabei waren die Kameraflüge über die karge Landschaft so schön. Der ganze Quatsch mit Beachlife und Motorrad ist unnötiger Mumpitz, stattdessen hätten mir Impressionen von Landschaft + Sonne (;die fehlt, wurde mal oben richtig erkannt) besser gefallen.
Später gibt es mal hektische Schnitte zu ruhiger Musik, lenkt arg vom Text ab. Nicht mein Ding, aber warum nicht, Geschmackssache.
Intro: so was gefällt halt. Hoffentlich mit einem gekauften Template in einer halben Stunde zusammengesetzt und nicht von Hand gebastelt! :-)
Solche Filme sind Projekte für Kunden, nicht für Videoforen. Man legt fest, was ausgedrückt werden soll, für wen und in welcher Situation, Angebot, Auftrag, durchziehen, präsentieren. Kunde ist zufrieden, zahlt und vergibt Folgeauftrage, reicht durch, empfiehlt weiter.
Wieso Powermac einen solchen Film unter der Überschrift "Imagefilm" in einem Nörgelforum voller Neider zur Diskussion stellt, bleibt sein Geheimnis.
Antwort von Pianist:
Solche Filme sind Projekte für Kunden, nicht für Videoforen. Genau deshalb zeige ich hier nie was von mir... :-)
Matthias
Antwort von 0711video:
Ich weiß, was diese Clientel will und bezahlt. Ziemlich genau so was. Gut gemacht.
diese klientel will grundsätzlich einen film für sich selbst. es heißt zwar: wir wollen uns nach außen hin präsentieren und darstellen. diese darstellung entspricht selten bis nie der realität. dafür werden dann auch gerne 50.000 euro und mehr bezahlt, egal, welche lasche und dünne botschaft das visuell aufwändige opus transportiert.
diese klientel richtet den blick eher auf bilanzen, als darauf, wie und ob sie den zuschauer erreicht, da sie sich null gedanken darüber machen, wie der film beim zuschauer w i r k l i c h ankommt. der für das unternehmen wichtige zuschauer guckt den film an, während er nebenher sein wichtiges smartphone traktiert. er wird es abnicken und sagen: schee (;schön) wars, aber was haben die gesagt? worum gings?
weil die allermeisten imagefilme sich in schnellen bildfolgen, schillernden grafiken und wabernder musik, gepaart mit einem baritonösen affektierten sprecher, ergehen, was die firmen natürlich auch schon bei der konkurrenz gesehen haben, und meinen, das sei d i e visuelle offenbarung!
eine größere inhaltliche und fachliche diskussion kann die klientel auf fachspezifischer ebene gar nicht führen, weil sie keine ahnung hat, so wie ich ein gutes schnitzel von einem schlechten schnitzel nicht unterscheiden kann, außer es stinkt und ist schon lilablaßblau.
imagefilme zeigen eine heile welt und wir-sind-toll-wohlfühlatmosphäre. dabei interessiert eine fachliche, fach- und wirkungsspezifische diskussion - wie sie hier geführt wird - überhaupt nicht.
honorarveteran0711 und stahlwalzwerk-verkäufer
ps: was ich gern wäre, denn dann würde ich mit einem geschäftsabschluss soviel verdienen wie andere hier in diesem forum das ganze leben nicht ....
Antwort von 7nic:
*** gelöscht von admin ***
Antwort von Jott:
diese k lientel will grundsätzlich einen film für sich selbst
Na dann, wenn's dir so wichtig ist, mich bei der lateinischen Wurzel zu ertappen: ein Punkt für dich! Diese falsche, aber immerhin schöngeistige Schreibweise halte ich allerdings für einen kleineren Fehltritt als deine pseudointellektuelle Kleinschreibung.
Antwort von NEEL:
Edit
Antwort von Jott:
Auftragsfilm bringt zuweilen keinen künstlerischen Ruhm, allerdings immer sehr viel Geld, wenn man's richtig macht. Aber Geld verdienen ist ja für viele etwas Ekliges.
Antwort von NEEL:
Edit
Antwort von Axel:
Imagefilmer vs. Filmemacher Oder Macher vs. Träumer
Einer der Gründe, sich mit Film/Video zu beschäftigen, ist bei vielen sicher persönliche Affinität. Der sensible und von mir verehrte André Heller formulierte es in einem Song so:
Sei Poet: Den inn'ren Erdteil projizier' mit magischen Laternen und mit Spiegeln, die man für zwei Kometen überall erhält.
Mit bloßem Broterwerb ist zumindest für mich die Liebe zum Bewegtbild nicht zu erklären.
Nun heißt es in der Bibel "Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist". Zu Deutsch: Sei hemmungslos korrupt, verkaufe alles, was sich verkaufen lässt. Lern alle Tricks, um andere zu überzeugen. Was der Welt gefällt, ist immer ein wertloser Fake. Es hat mit dir nichts zu tun. Lass nicht zu, dass dein Herz daran hängt. Lass es raus!
The medium is the message Rock'n Roll is bigger than all of us It's not easy, but we have to try - or else our world becomes a waiting room
EDIT: Gute Denke, Kichiku und NEEL!
Antwort von domain:
Irgendwie muss es sich doch um virales Marketing handeln, denn die spanische Firma WILSOR-Solarprojecs hat sich schon gut in mein Gedächtnis eingeprägt.
Antwort von Tiefflieger:
In Saudiarabien und anderswo wird schon fleissig in Ölalternativen investiert. Spanien ist auch eine Region bei der in Nullenergiehäuser und Solartechnik investiert wird (;z.T. noch eperimentell mit Konsortien aus Ölländern).
Im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung und Tourismusexpansion kommt es in Spanien zur Wasserknappheit. Wie schön, dass sich Meerwasserentsalzungsanlagen und Solarstrom ergänzen ;-)
Gruss Tiefflieger
Antwort von Jott:
Irgendwie muss es sich doch um virales Marketing handeln, denn die spanische Firma WILSOR-Solarprojecs hat sich schon gut in mein Gedächtnis eingeprägt.
Wilsor? Wirsol? Windsor? Wirsing? Nee, das viralt noch nicht gut genug.
Antwort von iMän:
sehr schön und wie nicht anders zu erwarten sehr professionell. das kannst du. aber lass die finger von musikvideos. für sowas braucht man Gefühl....
Antwort von PowerMac:
Was sich hier abzeichnet - Imagefilmer vs. Filmemacher, ist wohl ein Konflikt zwischen zwei Seelen, die nicht in eine Brust passen. Ähnlich auf dem Bau: Architekten und Maurer. Beide bauen Häuser, aber gehen nicht auf die gleiche Party. Das ist wohl das große Mißverständnis des Slashcam - Forums, zu dessen Mitgliedschaft der bloße Besitz einer Kamera genügt...
Eigentlich könnte Slashcam aus diesen Lagern ja mal zwei Fußballmannschaften aufstellen - wäre sicherlich entspannter;-).
Das nervt mich ziemlich an dir. Ich bin ganz gewiss kein Maurer oder Imagefilmer. Man kann es auch übertreiben mit der Einbildung, wenn man auf einer Filmakademie war. Meine scheiss Kunsthochschule ist auch wahnsinnig renommiert. Ja, und? Ich sehe mich als verdammter Künstler (;time based media) und als Standbein Nummer zwei als Nachwuchsregisseur, der alles mögliche macht. Rein für mich - bilde ich mir ein. Zum Großteil natürlich Auftragsarbeit, etwa Imagefilme oder Werbefilme. Das macht auch Spaß, vor allem lernt man unternehmerisch zu denken. Und man erlernt die Techniken durch learning by doing und durch Reflexion und Analyse der Werke anderer. Aber ich habe immerhin die Eier selbständig zu sein und die Verantwortung für meine Firma und für meine Filme zu tragen. Und poste hier meine Filme, um daran zu lernen. Ich heule auch nicht herum, wenn mich einer kritisiert. Aber komm‘ du mir nicht damit, ich sei ein Handwerker, der von Film gar nichts versteht. Solche Kategorisierungen kotzen mich persönlich richtig an. Letzten Endes muss Auftragsarbeit immer dem Kunden gefallen. Das versuche ich nach bestem Gewissen. Hier siehst du den Konflikt. Aber den Konflikt gibt es überall, Der Studioboss, der CvD, der Produzent, die Redaktion, der anspruchsvolle Zuschauer.
Antwort von Axel:
Das versuche ich nach bestem Gewissen.
Unübersehbar. Toll, wie du wütend wirst. Ich nehme viel mit aus diesem Thread und danke dir persönlich.
Antwort von olja:
Wer kein Rhytmusgefühl hat, sollte einfach mal das Cutten sein lassen. Wer nicht kadrieren kann, sogar das Filmen. Fürchterlich...allerdings erst auf den 2ten Blick, aber dann ist die Rechnung ja schon bezahlt.
Man darf nur nicht zu tief gucken und an den Kunden des Kunden denken...aber Nachhaltigkeit ist eh egal...heutzutage ;-)...
Powermac und Nic...talentfreies Duo, was oberflächlich mit Technik beeindruckt und hier offensichtlich "fishing" betreibt, aber oftmals nur herablassend zu anderen hier postet. Wie bescheuert muß man eigentlich sein ?
Antwort von PowerMac:
Darf ich Dir frittierte Pommes zum Fisch reichen?
Antwort von olja:
Darf ich Dir frittierte Pommes zum Fisch reichen?
Ich mag kein Fisch, aber wenn's dir hilft,... ich halt mir auch die Nase zu ;-)
Antwort von 7nic:
Wer kein Rhytmusgefühl hat, sollte einfach mal das Cutten sein lassen. Wer nicht kadrieren kann, sogar das Filmen. Fürchterlich...allerdings erst auf den 2ten Blick, aber dann ist die Rechnung ja schon bezahlt.
Man darf nur nicht zu tief gucken und an den Kunden des Kunden denken...aber Nachhaltigkeit ist eh egal...heutzutage ;-)...
Powermac und Nic...talentfreies Duo, was oberflächlich mit Technik beeindruckt und hier offensichtlich "fishing" betreibt, aber oftmals nur herablassend zu anderen hier postet. Wie bescheuert muß man eigentlich sein ?
Schon wieder du? Bist du irgendwie frustriert? Mit welcher Technik sollten wir denn beeindrucken? Mit einer alten 7D? Mit einem verbeulten Stativ oder mit dem kleinen, von Ryanair verbogenen Reisekran? Ansonsten hatte ich noch Unterhosen, ein paar Kleider und eine Zahnbürste dabei, zumindest bei der zweiten Reise. Die erste war etwas zu spontan, da hab ich die irgendwie vergessen.
Ich bin mal ehrlich: Ich kann diese "Forumsrächer" nicht leiden, die in erster Linie antworten, um sich für "herablassende" Beiträge zu revanchieren. Das finde ich einerseits zwar lustig, andererseits nervt es mich aber auch. Das ist nicht mal mehr Polemik, das ist einfach nur kindisch.
Antwort von olja:
Wer kein Rhytmusgefühl hat, sollte einfach mal das Cutten sein lassen. Wer nicht kadrieren kann, sogar das Filmen. Fürchterlich...allerdings erst auf den 2ten Blick, aber dann ist die Rechnung ja schon bezahlt.
Man darf nur nicht zu tief gucken und an den Kunden des Kunden denken...aber Nachhaltigkeit ist eh egal...heutzutage ;-)...
Powermac und Nic...talentfreies Duo, was oberflächlich mit Technik beeindruckt und hier offensichtlich "fishing" betreibt, aber oftmals nur herablassend zu anderen hier postet. Wie bescheuert muß man eigentlich sein ? Schon wieder du? Bist du irgendwie frustriert? Mit welcher Technik sollten wir denn beeindrucken? Mit einer alten 7D? Mit einem verbeulten Stativ oder mit dem kleinen, von Ryanair verbogenen Reisekran? Ansonsten hatte ich noch Unterhosen, ein paar Kleider und eine Zahnbürste dabei, zumindest bei der zweiten Reise. Die erste war etwas zu spontan, da hab ich die irgendwie vergessen. Ich bin mal ehrlich: Ich kann diese "Forumsrächer" nicht leiden, die in erster Linie antworten, um sich für "herablassende" Beiträge zu revanchieren. Das finde ich einerseits zwar lustig, andererseits nervt es mich aber auch. Das ist nicht mal mehr Polemik, das ist einfach nur kindisch.
Ich glaube, du kapierst das nicht. Ich meine, die Technik stimmt, die Bilder gefallen mir. Ihr solltet euch nur einfach jemanden zum Cutten nehmen, der Feeling und Rhytmusgefühl dafür hat. Ansonsten bleibt das für mich einfach nur ein Blender.
Übrigens holt der Sprecher richtig was raus, gute Wahl. Die englische Version klingt aber doof.
Wenn du das nicht daraus lesen kannst oder willst, so what. Und ein frustrierter Forumsrächer bin ich schon gar nicht ;-), sondern sogar relativ entspannt.
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Antwort von 7nic:
Wer kein Rhytmusgefühl hat, sollte einfach mal das Cutten sein lassen. Wer nicht kadrieren kann, sogar das Filmen. Fürchterlich... [...]
Powermac und Nic...talentfreies Duo, was [...] hier offensichtlich "fishing" betreibt, aber oftmals nur herablassend zu anderen hier postet. Wie bescheuert muß man eigentlich sein ? Bist du irgendwie frustriert? [...] Das ist nicht mal mehr Polemik, das ist einfach nur kindisch. Ich glaube, du kapierst das nicht. [...] die Bilder gefallen mir. [...] Wenn du das nicht daraus lesen kannst oder willst, so what. [...]
Vielleicht bin ich ja paranoid, aber aus deinen Beiträgen lese ich nicht als Überheblichkeit.
Antwort von NEEL:
Edit
Antwort von domain:
"Damit gehe ich aber nicht hier ins Forum, denn manche Kritik kann töten."
Also das ist aber schon etwas dramatisch ausgedrückt. Man denke an die ehemaligen beinharten MarcBallhaus-Kritiken, die haben auch nicht umgebracht sondern hatten wirklich Substanz, wie übrigens auch seine Musikvideos. Eine Klasse für sich, jede Szene, jedes Bild offenbar schon weitgehend im vorhinein im Kopf vorhanden. Bei uns werden aber oft Sachen vorgestellt, wo nur Relationen zählen: ist das Video eigentlich nicht doch ganz ordentlich geworden in Anbetracht dessen, dass es in nur 3 Tagen entstanden ist und wir ursprünglich gar keine Idee und Plan hatten? Oder aber: was sagt ihr zum unglaublichen Aufwand im Schnitt und im Grading, alles selbst gemacht, habe Wochen daran gearbeitet. Sieht man wohl hoffentlich? Dafür hätte ich schon gern eine kleine Anerkennung (;obwohl ich eh weiß, dass der Film ziemlich schwach ist).
Diese persönlichen Relativitäten dürfen aber nicht interessieren sondern nur das Endprodukt. Erste Bedingung muss m.E. immer eine sehr ausgeprägte Selbstkritikfähigkeit sein und ich glaube, dass diese immer schon eine der markantesten Eigenschaften von herausragenden Regisseuren etc. war.
Antwort von r.p.television:
Das Intro trifft nicht meinen Geschmack und es wirkt wie auch der übrige Schnitt, als hätte hier ursprünglich ein gänzlich anderer Musiktrack den Schnittrhythmus diktiert. Beginnt bereits während die Intros und zieht sich durch den gesamten Film. Es sind viele schöne Bilder dabei, allerdings entsteht der Eindruck jemand wollte sich von keinem Insert trennen - daher der schnelle Schnitt. Habe hier ein wenig die Kritiken überflogen. Die Kadrage war mir zwar bei einigen Einstellungen auch zu mittig, aber das würde ich auch noch als Geschmacksfrage einordnen. Da hatte ich mit Redakteuren schon Streitereien die Protagonisten weitaus bildmittiger haben wollten. Von aussen kritisiert es sich leicht. Hatte selbst oft schon das Problem dass zunächst ein wirklich rundes Werk dastand und nach der "Kundenverbesserung" ein gänzlich verhackstücktes Puzzlestück übrigblieb. Jeder Vorstand will mitreden, ist aber gänzlich frei von gutem Geschmack und der Weitsicht, was seine tollen Ideen dem Video antun. Von daher ist es generell schwierig solche Imagefilme zu beurteilen, weil man nie weiss welche Freiheiten der Künstler bei der Entstehung hatte.
Antwort von Axel:
Hatte selbst oft schon das Problem dass zunächst ein wirklich rundes Werk dastand und nach der "Kundenverbesserung" ein gänzlich verhackstücktes Puzzlestück übrigblieb.
Dazu fällt einem die Analogie vom Sternekoch ein (;oder dem ambitionierten Koch, um es mal vorsichtiger zu sagen), der zusehen muss, wie der Gast großzügig Ketchup drüberkippt. Ein Profi muss dabei cool bleiben.
Antwort von r.p.television:
Hatte selbst oft schon das Problem dass zunächst ein wirklich rundes Werk dastand und nach der "Kundenverbesserung" ein gänzlich verhackstücktes Puzzlestück übrigblieb. Dazu fällt einem die Analogie vom Sternekoch ein (;oder dem ambitionierten Koch, um es mal vorsichtiger zu sagen), der zusehen muss, wie der Gast großzügig Ketchup drüberkippt. Ein Profi muss dabei cool bleiben.
Ich bleib dabei auch cool. Was soll ich mich deshalb auch aufregen? Ich kenn MEINE Version und jeder der mich wegen der Kundenversion kritisiert bekommt MEINE Version zu sehen. Die Version lasse ich immer passwortgeschützt online damit ich denen immer schnell die Ursprungsversion zeigen kann. Manchen gefällt dann nach langem hin und her doch die erste Version besser, weil die Einsicht kommt, dass der persönliche Lieblingssong oder die gute Idee der Lieblingssektretärin eher schadet als nutzt. Ich sehe mich auch eher als Künstler der seine Visionen verwirklichen will, aber der Kunde bleibt nunmal trotzdem König. Er bezahlt die Rechnung und hat deshalb auch das letzte Wort. Ich versuche mit besten Empfehlungen dagegenzuhalten, aber wenn der Kunde beratungsresistent ist soll er das bekommen was er will. Ganz einfach. Wird halt dann kein Film den man für Eigenwerbung präsentieren kann.
Antwort von Axel:
Ich sehe mich auch eher als Künstler der seine Visionen verwirklichen will, aber der Kunde bleibt nunmal trotzdem König. Er bezahlt die Rechnung und hat deshalb auch das letzte Wort.
Oder wie eine Nutte, die den Kunden drüberrutschen lässt, sich im Inneren aber nicht völlig preisgibt. Das ist es, was dieser Thread mir gesagt hat: Das, worauf es ankommt, lässt sich nicht verderben. Es lässt sich nur aus den Augen verlieren. Die Nutte erlebt vielleicht hundertmal mehr tiefe Gefühle als die romantische alte Jungfer.
Antwort von r.p.television:
Dann sind wir aber alle Nutten. Der Anstreicher, der Fliesenleger, der Bäcker etc. Jeder arbeitet irgendwo nach Kundenwunsch, und selbst wenn nur indirekt die Nachfrage das Endprodukt diktiert.
Antwort von bjelgorod:
"Damit gehe ich aber nicht hier ins Forum, denn manche Kritik kann töten."
Man denke an die ehemaligen beinharten MarcBallhaus-Kritiken, die haben auch nicht umgebracht sondern hatten wirklich Substanz, wie übrigens auch seine Musikvideos. Eine Klasse für sich, jede Szene, jedes Bild offenbar schon weitgehend im vorhinein im Kopf vorhanden. .
Hallo domain,
ich glaub ich hab was verpasst, wo kann man den Videos von Marc Ballhaus sehen? Würde mich echt interessieren eins zu sehen
Antwort von domain:
Da hast du wirklich was verpasst, aber leider finde ich die Videos nicht mehr in meiner Favoritenleiste. Irgendjemand hat das aber sicher noch gespeichert, z.B. das Video mit der Sängerin mit dem knappen Höschen und den USB-Sticks in den Ohren, u.a. an einem Pool gefilmt. Ein genialer Kameramann war daran beteiligt und das ist etwas ganz Wesentliches: dieser Mann und sein Regisseur beherrschen die Bildgestaltung perfekt. Ich glaube, man muss mit SW anfangen zu fotografieren und zu filmen, damit man die grundlegenden Dinge erst mal kapiert und man muss auch schon vorher Vorstellungen von den zu realisierenden Bildern haben. Z.B. Hitze, flirrende Luft mit extremen Tele auf einen einen dürren fast verdursteten alten Esel machen, verbrannte Landschaft mit eindeutigem Spanienbezug, Fliegen um den Eselkopf, sonst nur Stille. Stromausfall bei den Nachrichten tagsüber, ausfallende Pumpen bei den Sprinklern für die Feldbewässerung und dann eine Vision von einem Menschen, so wie sie Axel beschrieben hat. Jede Einstellung müsste eigentlich in der Intention des Ausdruckes schon vorher feststehen. Aber so wie es 7nic gemacht eher nicht: massenhaft Aufnahmen machen und dann darauf vertrauen, dass man mit einem Schnitt noch etwas Gutes daraus zusammenbringt.
Antwort von Axel:
Gerade "Marc Ballhaus", der ganz gewiss heimlich der Kameramann von "Director" war, wenn er nicht sogar (;ähnliche Wortwahl) Ein- und Derselbe war, ist ein gutes Beispiel für hohles Handwerk. Gut fotografiert und knackig gegradet, aber Zeug, das die Welt so dringend braucht wie bunte Kondome. Geschnitten war's auch phantasielos.
Antwort von domain:
Ja das stimmt schon, ich persönlich kann Musikvideos ohnehin nicht leiden. Aber das Gefühl für Licht und Minidramaturgie kann ich ihm nicht absprechen. Aber so ist das eben, die jungen Leuts haben keine Zeit mehr, suchen keine einmaligen Locations mehr auf, haben auch keine Zeit mehr tolle Lichtstimmungen abzuwarten und verstehen einfach zu wenig von Bildwirkung und Lichtstimmungen. Da kann ein Minikran auch nicht mehr helfen.
Antwort von NEEL:
edit
Antwort von 7nic:
Jede Einstellung müsste eigentlich in der Intention des Ausdruckes schon vorher feststehen. Aber so wie es 7nic gemacht eher nicht: massenhaft Aufnahmen machen und dann darauf vertrauen, dass man mit einem Schnitt noch etwas Gutes daraus zusammenbringt.
Da gebe ich dir zu 100% Recht. Wenn es sich um eine szenische Produktion handelt. Bei einer Dokumentation oder Reportage bleibt dir nichts anderes übrig als alle Bilder mitzunehmen, die du nur finden kannst. Filme sind immer ein Kompromiss: Zwischen Anspruch, Zeitaufwand, Kosten, äußeren Zwängen, Zufall und dem eigenen (;Un)vermögen. Um nur ein paar der wichtigen Faktoren zu nennen. Es ist utopisch anzunehmen man könnte einen Film machen der jedem gefällt. Oder auch nur einem selbst. Bei eigenen Projekten versucht man ein eigenes Ideal zu erreichen. Man hat eine "Vision", der man folgt. Bei Auftragsprojekten ist das nicht so. Man denkt in Zielgruppen, in Kosten/ Nutzen-Kategorien. Natürlich würde ich, so wie auch 'PowerMac' zu jedem Thema immer einen Film machen, hinter dem wir zu 100% stehen. Allerdings wären wir dann schon vor drei Jahren insolvent gegangen. Wir investieren oft deutlich mehr Zeit und Aufwand, als wir berechnen (;können) und versuchen den immer noch etwas besseren Film zu liefern, als die Auftraggeber ihn bestellt haben. Doch irgendwann ist Schluss und man liefert ab. Fertig. Wie auch bei dem hier gezeigten Projekt. Auftrag war es die Bauarbeiten an jeweils einem Tag zu begleiten und später das fertige Projekt aufzunehmen und daraus einen kleinen Film zu schneiden, den man Investoren in Deutschland und der Konzernleitung der Mutterkonzerne zeigen kann. Dass die ein 'schickes' Bild davon bekommen wie es in Spanien so aussieht und was die Leute da so machen. Also sind wir hin, haben spontan noch die anliegenden Ortschaften mitgenommen und am Morgen vor dem Abflug ein paar Interviews gedreht. Ich persönlich bin mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn es wirklich einige Schwächen aufweist, aber damit muss und kann ich leben. Ich weiß auch nicht unbedingt, warum 'PowerMac' den Film hier gezeigt hat, aber ich gehe davon aus, dass er sich einfach nur verbessern will. Fast jede Kritik ist auf ihre Art sinnvoll, wenn man sie in etwa in ihrem Gehalt einschätzen kann. Nur dieses ständige 'bashing' nervt mich. Wirklich. Es geht hier um Filme. Um die Produkte und nicht um die Macher. Die sollten sich nicht so wichtig nehmen. Und lernen. Und ehrliche Kritik schreiben. Gerne hart, aber bitte begründet und auf die Filme bezogen. Und nein, kein Werk steht für sich (;wer auch immer das irgendwo behauptet hat). Ein Werk steht im Kontext seiner Bestimmung und seiner Entstehung. Genug geschrieben.
Antwort von dustdancer:
Nur dieses ständige 'bashing' nervt mich. Wirklich. Es geht hier um Filme. Um die Produkte und nicht um die Macher. Die sollten sich nicht so wichtig nehmen. Und lernen. Und ehrliche Kritik schreiben. Gerne hart, aber bitte begründet und auf die Filme bezogen.
nun ja, da pm es auch nicht unbeding auf diese art und weise macht, solltet er/ihr euch auch nicht wundern, wenn leute, sich "rächen" wollen. von diesem gesichtpunkt ist der thread noch sehr produktiv gehalten. nicht, dass ich diese art bevorzuge, aber wie heißt es so schön, wer wind sät wird sturm ernten. daher ist es auch ein wenig unangebracht, wenn sich pm aufregt. nur meine einschätzung als beobachter.
Antwort von domain:
Ein Werk steht im Kontext seiner Bestimmung und seiner Entstehung.
Reg dich nicht auf über meine Postings. Sie sind rein theoretischer Natur. Noch niemals habe ich mit meinen Videos Geld verdienen müssen. Ich habe immer nur persönliche Reisevideos oder unbezahlte EB-Berichterstattung gemacht. Auf unseren Reisen hatten wir noch nicht mal ein bestimmtes Ziel. Über booking.com jeweils von einem Hotel zum nächsten gebucht, je nach Wetterlage, die Richtung und das Ziel waren sehr häufig unbestimmt. Ich kann schon mal deshalb überhaupt nicht mitreden mit auf diesem Sektor wirklich Erwerbstätigen.
Antwort von PowerMac:
Ist doch alles locker.
Antwort von blowup:
"Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler" - so sagt man in der professionellen Kommunikation. Powermac macht Filme, die dem "Angler" schmecken. Na und, man muss schließlich Geld verdienen.
Ein "Imagefilm" ist das jedenfalls nicht. Eher so eine Art Projektdoku. Kann mir irgendwie nicht richtig die Zielgruppe (;B2B ?) dazu vorstellen. Der Text scheint sich ja eher an Voll-Laien zu richten. In einer Langfassung könnte der auf n24 laufen (;recycled von galileo...).
Finde es aber schon bemerkenswert, welche kontroverse Resonanz das Video hier hat. Ist halt nicht so einfach mit dat IMAGE.
Antwort von domain:
Das Hauptproblem aus meiner Sicht ist, dass die Bildabfolge keine eigene logische Geschichte erzählen kann. Selbst wenn man den Ton abdreht, müsste sich theoretisch eine rein visuell nachvollziehbare spannende und berührende Bildgeschichte ergeben. Der Ton ist dazu zunächst mal nebensächlich und muss in seiner Aussage auch nicht in allen Teilen parallel verlaufen, im Gegenteil, er kann in einem Spannungsverhältnis zum Bild operieren. Was ich also meine: die Bilder an sich müssten m.E. schon mal so logisch abfolgen wie in einem Stummfilm und in ihrer eigenen Sprache erzählen.
Antwort von nachtaktiv:
ich find die sachen von doell.tv viel kuhler .... ich hatte mich schon auf eine sprechende solarzelle gefreut :-/ ...
der englische sprecher is nich so prall ... ansonsten gut gemacht.
Antwort von blowup:
Jede Einstellung müsste eigentlich in der Intention des Ausdruckes schon vorher feststehen. Aber so wie es 7nic gemacht eher nicht: massenhaft Aufnahmen machen und dann darauf vertrauen, dass man mit einem Schnitt noch etwas Gutes daraus zusammenbringt. Da gebe ich dir zu 100% Recht. Wenn es sich um eine szenische Produktion handelt. Bei einer Dokumentation oder Reportage bleibt dir nichts anderes übrig als alle Bilder mitzunehmen, die du nur finden kannst..
Ja, was denn nun: Imagefilm oder Reportage? Man sollte sich schon festlegen.
Antwort von PowerMac:
Was helfen solche Einordnungen? Was bringen Genres? Es war ein irgendwas Film. Teils Reportage, viel Schnitt, etwas Konzept.
Der Film war mittel und der nächste wird besser.
Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen Zum Orginal-Thread / Zum Meine Projekte-Forum
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