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HD-Abtastung für 8/16mm Film




Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen!


Frage von Dennis Reinhardt:


Moin,

ich hab heute im Schrank neben einigen anderen Sachen zwei kleine
8mm-Spulen mit historischen Aufnahmen aus den Anfängen der
amerikanischen Meerestierparks gefunden. Irgendwo müsste ich
auch noch einen Delphin-Lehrfilm für Schulen auf ich glaub 16mm
mit Magnet- oder Lichtton haben.

Da ich leider weder 8mm noch 16mm Projektor besitze, aber dafür
einen adequaten 720p-Projektor würde ich die drei Filme gerne
abtasten lassen, ursprünglich hätte eine DVD gereicht, aber
wenn man wirklich noch HD aus 8mm-Film rausholen kann, warum nicht.

Drei Fragen daher:

1. In 16mm kann ich mir ja vorstellen das dort genug Bildinformation
noch drinsteckt, aber bei 8mm...? Ich hab mal versucht mit 3600dpi und
Gegenlicht die Bilder mit dem Scanner einzuscannen... ohne Optik keine
Chance. Man erkennt nur Umrisse. :)

2. Nassabtastung ja oder nein? Bei Berola & co bieten die das ja als
non plus ultra an, allerdings sind mir Schallplatten von Nassläufern
in Erinnerung, die konnte man danach auch wegschmeißen. Hat die Nass-
abtastung wirklich so viele Vorteile die ein ggf. Zerstören des Films
rechtfertigen?

Zu guter letzt: 3. Hat jemand bereits eventuell positive Erfahrungen
mit einer Firma dies bezüglich gemacht? Preis/Leistung und so?

Die große Spule 16mm-Film sind irgendwas um die 15 Minuten, übliches
Schulmaterial halt. Die 8mm-Spulen sind wohl 15 Meter, also irgendwas
mit 4 Minuten. Hält sich preislich also noch im Rahmen, oder?

Gruß, Dennis





Antwort von Wilko Finke:

Dennis Reinhardt schrieb:
[...]
> Drei Fragen daher:
>
> 1. In 16mm kann ich mir ja vorstellen das dort genug Bildinformation
> noch drinsteckt, aber bei 8mm...? Ich hab mal versucht mit 3600dpi und
> Gegenlicht die Bilder mit dem Scanner einzuscannen... ohne Optik keine
> Chance. Man erkennt nur Umrisse. :)

Du wirst Dich wundern was z.B. Berola da noch rausholen kann, für
Footagematerial habe ich die Dienste von denen schon oft in Anspruch
genommen. Daher eine dicke Empfehlung von mir!

> 2. Nassabtastung ja oder nein? Bei Berola & co bieten die das ja als
> non plus ultra an, allerdings sind mir Schallplatten von Nassläufern
> in Erinnerung, die konnte man danach auch wegschmeißen. Hat die Nass-
> abtastung wirklich so viele Vorteile die ein ggf. Zerstören des Films
> rechtfertigen?

Mit der Nassabtastung bekommst Du die ganzen Laufspuren und Kratzer
reduziert. Aber die habe ich immer drin gelassen, wirkte echter. :)

Die Filme sind danach nicht zerstört gewesen (;toller Satz auch!).

> Zu guter letzt: 3. Hat jemand bereits eventuell positive Erfahrungen
> mit einer Firma dies bezüglich gemacht? Preis/Leistung und so?

Schätze mal mit max. 100 Fragezeichen wärst Du dabei. :)
http://www.berola.de/

Viele Grüße

Wilko




Antwort von Gerrit Brodmann:

Dennis Reinhardt wrote:


>Drei Fragen daher:
>
>1. In 16mm kann ich mir ja vorstellen das dort genug Bildinformation
>noch drinsteckt, aber bei 8mm...? Ich hab mal versucht mit 3600dpi und
>Gegenlicht die Bilder mit dem Scanner einzuscannen... ohne Optik keine
>Chance. Man erkennt nur Umrisse. :)

"gegenlicht" heisst, Du hast keinen Durchlichtscanner, sondern selber
was "gebastelt"?

Weil mit einem Durchlichtscanner sollte da schon was zu bekommen sein.
Allerdings hat Dein Scanner mit Sicherheit keine echten 3600 dpi...

>2. Nassabtastung ja oder nein? Bei Berola & co bieten die das ja als
>non plus ultra an, allerdings sind mir Schallplatten von Nassläufern
>in Erinnerung, die konnte man danach auch wegschmeißen. Hat die Nass-
>abtastung wirklich so viele Vorteile die ein ggf. Zerstören des Films
>rechtfertigen?

Also zumindest bei den Trommelscannern, die Filmstreifen nass scannen
konnte man die Filme noch nutzen, allerdings musste man sie ggfls noch
von der Scanflussigkeit befreien (;zumindest für die Lagerung ratsam
8-))

>Zu guter letzt: 3. Hat jemand bereits eventuell positive Erfahrungen
>mit einer Firma dies bezüglich gemacht? Preis/Leistung und so?
>
>Die große Spule 16mm-Film sind irgendwas um die 15 Minuten, übliches
>Schulmaterial halt. Die 8mm-Spulen sind wohl 15 Meter, also irgendwas
>mit 4 Minuten. Hält sich preislich also noch im Rahmen, oder?

Also früher war es recht teuer, da gab es nur wenige, die spezielle
Scanner hatten, die die Einzelbilder erfassen. Wenn Du so einen
Dienstleister noch findest, ist es natürlich das Optimum. (;Berola
scheint das zu machen?)

Inzwischen filmen die meisten nur noch ab (;mit diversen Tricks zur
Verbesserung), wie da wird die Qalität der Anbieter sicher sehr
schwanken...

Ist die Frage, was es Dir wert ist...



--
Fotografie und Foto - Kunst aus Braunschweig
photography - art - sketches: http://gerrit.brodmann.com
LARP macht Sexy - Mittelalter und Fantasy: http://derLARPfotograf.de
One Minute/Random Photoart: http://one-minute.info




Antwort von Dennis Reinhardt:

Gerrit Brodmann schrieb:

> "gegenlicht" heisst, Du hast keinen Durchlichtscanner, sondern selber
> was "gebastelt"?

Ja, ne Luxeon-LED mit Difusor mit nem Drahtkonstrukt über das den Film
gehängt wärend der Scanner von unten am Scannen war. :)

Entweder ist der Scanner eine Mogelpackung (;obwohl die
dreitausendundnochwas DPI optisch und nicht interpoliert sein sollen),
oder aber er ist einfach für soetwas nicht konzipiert. LED-Scanner
scheinen ja sowieso gewisse Nachteile gegenüber normalen beim normalen
Einsatz zu haben. Ich denke mal mit ner Optik um die Tiefenschärfe zu
koregieren hätte der das auch noch halbwegs eingescannt, aber alles
andere als praktikabel um selbst daraus einen Film zu machen, dafür war
mein Versuch auch garnicht gedacht. :)

> Weil mit einem Durchlichtscanner sollte da schon was zu bekommen sein.
> Allerdings hat Dein Scanner mit Sicherheit keine echten 3600 dpi...

doch doch, 3600dpi inner Breite, allerdings kann der Motor in
Längstrichtung den nur auf 1600dpi punktgenau heranfahren wie mir
scheint. Also halbe Mogelpackung :)

> Also zumindest bei den Trommelscannern, die Filmstreifen nass scannen
> konnte man die Filme noch nutzen, allerdings musste man sie ggfls noch
> von der Scanflussigkeit befreien (;zumindest für die Lagerung ratsam
> 8-))

Muss ich das dann selber machen oder sind die Firmen da schon selbst so
schlau? Ich wäre mir nicht sicher wie ich den Film behandeln sollte...
Isopropanol wäre mir zu riskant zum ausprobieren. :P

> Also früher war es recht teuer, da gab es nur wenige, die spezielle
> Scanner hatten, die die Einzelbilder erfassen. Wenn Du so einen
> Dienstleister noch findest, ist es natürlich das Optimum. (;Berola
> scheint das zu machen?)
>
> Inzwischen filmen die meisten nur noch ab (;mit diversen Tricks zur
> Verbesserung), wie da wird die Qalität der Anbieter sicher sehr
> schwanken...
>
> Ist die Frage, was es Dir wert ist...

Den einen oder anderen Euro auf jeden Fall. Ich denke mal das keiner
der mit HD-Scannen wirbt sich das traut das mit ner HD-Cam bloß
abzufilmen? Da zahl ich dann auch lieber was drauf. Ich würds auch
in 2k oder 4k abscannen lassen wenn das praktikabel wäre und nicht
unendlich teuer... werweiß ob das nich in 10 Jahren stand der TEchnik
ist. :P

Gruß, Dennis




Antwort von Gerrit Brodmann:

Dennis Reinhardt wrote:

>Gerrit Brodmann schrieb:
>
>> "gegenlicht" heisst, Du hast keinen Durchlichtscanner, sondern selber
>> was "gebastelt"?
>
>Ja, ne Luxeon-LED mit Difusor mit nem Drahtkonstrukt über das den Film
>gehängt wärend der Scanner von unten am Scannen war. :)

Oh weh 8-)

>Entweder ist der Scanner eine Mogelpackung (;obwohl die
>dreitausendundnochwas DPI optisch und nicht interpoliert sein sollen),

Ist er. Reale Auflösungen der ganzen Konsumer Flachbettscanner liegen
weit unter 2000dpi, je nach Modell weit unter 1500.

>oder aber er ist einfach für soetwas nicht konzipiert.

Das auch. Denn er hat ja das Licht von Unten auch noch an. Scanner,
die zum Scannen von Filmen geeignet sind, schalten die Auflichtlampe
im Schlitten aus und nutzen nur das Durchlicht für den Filmscan.

...
>> Weil mit einem Durchlichtscanner sollte da schon was zu bekommen sein.
>> Allerdings hat Dein Scanner mit Sicherheit keine echten 3600 dpi...
>
>doch doch, 3600dpi inner Breite, allerdings kann der Motor in
>Längstrichtung den nur auf 1600dpi punktgenau heranfahren wie mir
>scheint. Also halbe Mogelpackung :)

Er hat auch keine 3600dpi Auflösung in der Breite. Die steht nur auf
dem Papier.

Mit den Scannern ist das so ähnlich wie mit den Wattzahlen bei Conrad
Kompaktanlagen. Da wird der theoretische maximale Wert aller einzelnen
Komponenten eine Millisekunde vor dem Verglühen zusammengezählt und
als Angabe auf die Packung geschrieben 8-)

>> Also zumindest bei den Trommelscannern, die Filmstreifen nass scannen
>> konnte man die Filme noch nutzen, allerdings musste man sie ggfls noch
>> von der Scanflussigkeit befreien (;zumindest für die Lagerung ratsam
>> 8-))
>
>Muss ich das dann selber machen oder sind die Firmen da schon selbst so
>schlau? Ich wäre mir nicht sicher wie ich den Film behandeln sollte...
>Isopropanol wäre mir zu riskant zum ausprobieren. :P

Musst Du nachfragen, wie die das handhaben.

>> Also früher war es recht teuer, da gab es nur wenige, die spezielle
>> Scanner hatten, die die Einzelbilder erfassen. Wenn Du so einen
>> Dienstleister noch findest, ist es natürlich das Optimum. (;Berola
>> scheint das zu machen?)
>>
>> Inzwischen filmen die meisten nur noch ab (;mit diversen Tricks zur
>> Verbesserung), wie da wird die Qalität der Anbieter sicher sehr
>> schwanken...
>>
>> Ist die Frage, was es Dir wert ist...
>
>Den einen oder anderen Euro auf jeden Fall. Ich denke mal das keiner
>der mit HD-Scannen wirbt sich das traut das mit ner HD-Cam bloß
>abzufilmen?

Sicher wäre ich mir nicht.

>Da zahl ich dann auch lieber was drauf. Ich würds auch
>in 2k oder 4k abscannen lassen wenn das praktikabel wäre und nicht
>unendlich teuer... werweiß ob das nich in 10 Jahren stand der TEchnik
>ist. :P

Ideal wäre wie gesagt etwas, was jedes Bild einzeln erfasst,
meinetwegen auch abfotografiert und das möglichst staubfrei...


--
Fotografie und Foto - Kunst aus Braunschweig
photography - art - sketches: http://gerrit.brodmann.com
LARP macht Sexy - Mittelalter und Fantasy: http://derLARPfotograf.de
One Minute/Random Photoart: http://one-minute.info




Antwort von Dennis Reinhardt:

Gerrit Brodmann schrieb:

>> Ja, ne Luxeon-LED mit Difusor mit nem Drahtkonstrukt über das den Film
>> gehängt wärend der Scanner von unten am Scannen war. :)
>
> Oh weh 8-)

War halt das Einzige was grade griffbereit war. Und besser als eine
Schreibtischlampe war es auch. :P

> Das auch. Denn er hat ja das Licht von Unten auch noch an. Scanner,
> die zum Scannen von Filmen geeignet sind, schalten die Auflichtlampe
> im Schlitten aus und nutzen nur das Durchlicht für den Filmscan.

Eben, nicht wirklich optimal, meine Konstruktion.

> Mit den Scannern ist das so ähnlich wie mit den Wattzahlen bei Conrad
> Kompaktanlagen. Da wird der theoretische maximale Wert aller einzelnen
> Komponenten eine Millisekunde vor dem Verglühen zusammengezählt und
> als Angabe auf die Packung geschrieben 8-)

Bei Conrad kauf ich auch nix, heißt ja nich umsonst die blaue Apotheke...

> Ideal wäre wie gesagt etwas, was jedes Bild einzeln erfasst,
> meinetwegen auch abfotografiert und das möglichst staubfrei...

Eben, mit nem ordentlichen Industriefilmscanner. Wenn jemand
sowas anbietet erwarte ich auch das die sowas nutzen. :P

Na, ich werds sehen. :)

Gruß, Dennis




Antwort von Bernd Nomi:

Dennis Reinhardt schrieb:
>
> Bei Conrad kauf ich auch nix, heißt ja nich umsonst die blaue Apotheke...

Langsam mit den Vorurteilen. Conrad ist längst nicht immer teuer, man
muss auch immer auf die Qualität achten und dann Preise vergleichen.
Kaufe mal z.B. die besten 6,3mm Klinkenbuchsen bei Reichelt und die
mittelpreisigen bei Conrad. Ich hatte den Fehler gemacht und dann nach
viel Arbeit innerhalb von wenigen Tagen Betriebsdauer eines Steckfeldes,
mehr als 40 von 100 Buchsen wieder ausbauen und ersetzen müssen weil die
"Guten" von Reichelt der letzte ChinaSchrott sind.

>> Ideal wäre wie gesagt etwas, was jedes Bild einzeln erfasst,
>> meinetwegen auch abfotografiert und das möglichst staubfrei...
>
> Eben, mit nem ordentlichen Industriefilmscanner. Wenn jemand
> sowas anbietet erwarte ich auch das die sowas nutzen. :P

Wenn die Menge der Filme überschaubar ist, man vor allem nur wirklich
lohnende Aufnahmen raussucht, lohnt es sich, das digitalisieren von
einem Fachbetrieb machen zu lassen. Bei einem größeren Auftrag würde ich
dazu raten, eine Arbeitsprobe zu verlangen und eine Rücknahmegarantie
wenn die Arbeit fehlerhaft ausgeführt wurde.





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