| Frage zu Typhoon DVB-T/Analog/PCMCIA-Karte
Frage von Alexander Keune:
Hallo!
Ich möchte mir diese DVB-T/Analog-Kombi-Karte von Typhoon/Anubis zulegen.
Nun ist mein Notebook schon ein paar Jahre alt (;P-Mobile 900 MHz, 256 MB RAM, 8 MB Savage Grafikkarte) und die Hardware-Anforderungen auf der Anubis-Seite sprechen von mind. 2 GHz und 32 MB Grafik.
Braucht man wirklich so ein modernes Notebook oder tut's die Karte auch mit einem älteren? Hat die Karte vielleicht jemand mit älterer Hardware in Betrieb und kann mir seine Erfahrungen damit mitteilen?
Danke! :-)
Alex
Antwort von Reinhard Schuepferling:
Alexander Keune wrote:
> Ich möchte mir diese DVB-T/Analog-Kombi-Karte von Typhoon/Anubis > zulegen. > Nun ist mein Notebook schon ein paar Jahre alt (;P-Mobile 900 MHz, > 256 MB RAM, 8 MB Savage Grafikkarte) [..]
In de.comp.sys.notebooks steht was über CPU-Last bei einem Thinkpad R51e (;1,5 GHz) 30-70% [1]. Klingt nicht so, als wenn das mit einem PIII-900 noch ruckelfrei läuft.
Grüße, Reinhard
[1]http://groups.google.de/group/de.comp.sys.notebooks/browse frm/thread/ad0a898a33ff2cc6/8f5965b6231d6a88 (;"DVBT am Notebook", de.comp.sys.notebook 20050805)
Antwort von Ralf Koenig:
Alexander Keune wrote: > Ich möchte mir diese DVB-T/Analog-Kombi-Karte von Typhoon/Anubis zulegen. > > Nun ist mein Notebook schon ein paar Jahre alt (;P-Mobile 900 MHz, 256 MB > RAM, 8 MB Savage Grafikkarte) und die Hardware-Anforderungen auf der > Anubis-Seite sprechen von mind. 2 GHz und 32 MB Grafik. > > Braucht man wirklich so ein modernes Notebook oder tut's die Karte auch > mit einem älteren? Hat die Karte vielleicht jemand mit älterer Hardware > in Betrieb und kann mir seine Erfahrungen damit mitteilen?
Langer Thread zu der Karte: http://www.pcwelt.de/forum/showthread.php?t0381&page1&pp
Da geht es bei einem mit einem PIII 700 MHz, 8 MB Grafik mit Alternativ-Teibern von Lifeview. [Stand: Feb 2005]
Und hier gibt auch jede Menge (;"Dieses Forum durchsuchen" -> "Cardbus"): http://forum.digitalfernsehen.de/forum/forumdisplay.php?f
Also genau die Karte habe ich nicht, sondern eine Terratec Cinery T2. Die läuft mit USB 2.0 (;USB 1.1 reicht nicht) und schickt die Daten des gesamten Transponders in den Rechner.
PC: Duron 1300 MHz, 256 MB RAM (;-32 MB für die Nforce-1-Onboard-Grafik), USB 2.0-Controller (;NEC) als PCI-Steckkarte, Windows 2000 SP4.
Nach Installation eines Win2000-Patches (;KB838989) lief auch DVB-T läuft ruckelfrei in der Terratec-Applikation mit eigenem Demuxer und MPEG-Dekoder bei ca. 60% CPU-Auslastung. Wenn man den Stream auf Platte schreibt und dann abspielt in PowerDVD ca. 30% CPU-Last.
Analog-Fernsehen: Hier liefert die Karte fertige Bilddaten. Natürlich wird der CardBus und dessen Controller ordentlich belastet - 720x576, 3x8Bit, 25 fps macht 30 MByte/s - , aber der hat zumindest theoretisch ausreichend Bandbreite (;133 MByte/s), es kommt aber auf den CardBus-Controller an. Diese Bilddaten müssen dann eigentlich nur noch in das Bild eingeblendet werden müssen (;Overlay). Der Video-Scaler (;z.B. für Vollbild) sollte in Hardware implementiert sein. Aktuelle Grafiktreiber sorgen meist für deren Nutzung. Insgesamt sehe ich bei deinem Notebook hier Probleme.
DVB-T: Datenstrom über den CardBus ist kein Problem, ganz egal, ob da nur ein Program Stream (;ca. 500 kByte/s) oder gleich ein ganzer Transponder (;ca. 2 MByte/s) drübergeht.
Nun entscheidet die Effizienz der nachgelagerten Einheiten: Demuxer und MPEG-Dekoder. Die Beipack-Applikationen sind hier oft nicht so effizient. Third-Party-Applikationen sind mitunter besser. Mit Timeshift wird es auf jeden Fall eng, aber das muss man ja nicht nutzen.
Auf jeden Fall scheint DVB-T noch eher zu funktionieren als das analoge Interface.
Fazit: Viel hängt an der Viewer-Applikation, MPEG-Dekoder und den Treibern. Auf jeden Fall Rückgaberecht vereinbaren und einfach mal testen.
Wenn's nicht läuft: Mehr Glück könntest du mit einer reinen DVB-T-USB 1.1-Lösung haben (;dann wahrscheinlich ohne Analogteil oder mit MPEG-Encoder für den Analogteil), die nur einen einzelnen Program Stream an die CPU sendet. -> 512 kByte/s über den Bus, das Demuxen und MPEG-Dekomprimieren müsste dann gut klappen.
Guter Test: Besorg dir von nem Freund mal einen digitalen DVB-T-Mitschnitt, z.B. auf USB-Platte als MPEG PS. Den kopierst du auf deine Festplatte und spielst ihn ab, z.B. im Mediaplayer oder einer DVD-Viewer-Applikation. Dazu brauchst du natürlich erst mal einen MPEG2-Dekoder.
Wenn das klappt, dann siehts gut aus mit DVB, die zusätzliche CPU-Belastung durch den DVB-Strom über den CardBus sollte sich in Grenzen halten.
Auch ein guter Test: Kanotix-CDR zum Booten eines Linux mit VDR: http://www.dvbmagic.de/index.php?nav%Linux&page%linux/kanotix vdr.htm&language=
Klappt wunderbar bei mir, bei CArdBus kann das schon anders aussehen.
Ralf
PS. Hier gibts noch ein paar Hinweise vom Hersteller, aber besonders sinnvoll scheinen die alle nicht: http://www.typhoon.de/de/art.php?p€5&pv9
Antwort von Alexander Keune:
Hallo Ralf,
danke für die umfangreiche Antwort.
Bei uns gibt es leider noch kein DVB-T und auf der entsprechenden Website gibt es noch nicht einmal einen Termin für die Einführung in unserer Region (;Raum Dresden).
Deshalb geht es bis dahin, also noch mehrere Jahre, vorrangig um Analog-TV. Und dafür scheint mein Notebook nach all den Informationen wohl doch zu schwach auf der Brust zu sein. Und ein neues kommt frühestens nächstes Jahr in Frage. 5 Jahre müssen die Teile bei den Preisen schon durchhalten.
Vielen Dank an alle für die Informationen!
Alex
| |
| |