| EX3 oder HPX301
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Frage von cammelcorder:
Ihr lest hier von einem schier verzweifelten, aber kaufentschlossenen Filmer. Es geht um HD, ich will meine VX-9000 endlich ausmustern und mir nach zehn Jahren auch mal wieder eine professionelle Schnittanlage kaufen. Mein Budget für beides beträgt 20.000 Euro, und es soll taugen für Imagefilme und Dokus (;ja, auch für Hochzeiten). Es soll aber auch eine Qualität liefern, dass ich mit dem Endprodukt bei ARD/ZDF aufkreuzen kann und dort ernst genommen werde - ich habe da so meine Ambitionen.
Als Schnittcomputer schwebt mit ein Final Cut Studio auf Mac vor. Dazu sollen noch Behringer Richtmikro mit Zubehör, Stativ sowie Licht kommen und nicht zuletzt eine Möglichkeit, das Endprodukt so auszuspielen, dass ich es bei einem Sender vorlegen kann (;Nebenfrage: Was nehme ich da am besten?).
Nun stehe ich vor der ersten Entscheidung, nämlich welche Kamera ich mir kaufe. Folgendes ist bislang in der engeren Auswahl (;für Vorschläge bin ich offen):
- Sony EX3 mit DOF-Adapter. Die liegt mir aber äußerst bitter auf der Zunge (;meine Meinung), weil sie mit Pixelshift arbeitet und daher eigentlich gar keine Full-HD-Cam ist. Außerdem ist es eben Sony, und wer schonmal Sony hatte, weiß, dass man da auch viel für die Marke bezahlt und sonst Abstriche machen muss.
- Panasonic AG-HPX301 (;hier kann ich wohl auf den DOF-Adapter verzichten, das schafft die Cam bei ordentlicher Beleuchtung ja auch so). Meine Meinung: Hier hab ich zwar keinen Autofocus, aber braucht man den überhaupt bei professioneller Arbeit? Hab ich zu SVHS-Zeiten auf den großen Schultercams auch nicht vermisst. Hier lockt mich die Formatvielfalt und dabei insbesondere AVC-Intra (;damit müsste ich doch bei den Sendern gut ankommen). Und das Allerwichtigste für mich: Kein Pixelshift! Hab aber auch gehört, dass das Objektiv grottenschlecht ist und das Gesamtpaket der Cam eher für Semi-Filmer taugt.
Kann auch sein, dass ich komplett auf dem Holzweg bin. Aber deswegen frage ich Euch ja ...
Danke im Voraus für die Antworten.
Antwort von domain:
Beide Kameras arbeiten mit Full-HD-Sensoren 1920*1080. Wo liegt also der Unterschied außer jenem, dass die EX3 einen 1/2"-Sensor verwendet und die HPX301 nur einen 1/3"-Sensor. Wenn du also an DOF-Effekte denkst, dann wäre wohl die EX3 (;ev. auch ohne DOF-Adapter) die bessere Wahl.
Antwort von deti:
Kann auch sein, dass ich komplett auf dem Holzweg bin. Ziemlich. Wenn du ernsthaft vor hast in diesem Preissegment Anschaffungen zu tätigen, dann solltest du dir selbst die technischen Daten der gewünschten Hardware direkt in den Produktbeschreibungen der Hersteller sehr genau ansehen. Irgendwelchen unbegründeten Mist in die Runde zu werfen und die Leute nach ihrer unbedeutenden Meinung zu fragen, bringt rein gar nichts.
Meine unbedeutende Meinung: Von der Haptik bzw. vom Formfaktor her ist die HPX301E besser, weil sie gut auf die Schulter passt, allerdings gibt es da aktuell ein Problem, das man als Serienfehler bezeichnen könnte (;mehr dazu http://forum.slashcam.de/1-vt75673.html ). Ich würde aufgrund der geringeren Folgekosten und der optischen Qualität zur EX3 greifen.
Hier zum SlashCAM-Vergleich http://www.camcorder-test.com/camcorder-5fe629533e7f9b7cddc28baf8656c9b8.html
Datenblatt AG-HPX301E: http://www.panasonic-broadcast.com/cms_downloads/en/products/AG-HPX301E_Brochure.pdf
Datenblatt PMW-EX3: http://pro.sony.com/bbsc/ssr/product-PMWEX3/
Deti
Antwort von WoWu:
@ cammelcorder
Wenn Du das Material bei guten TV Anstalten loswerden willst, schreiben die technischen Richtlinien eindeutig vor, dass es (;bis auf Ausnahmen) kein 4:2:0 Material sein darf. Damit scheidet die EX3 bereits aus. Was den Thread über die HPX betrifft, so findet das "Problem" auf höchstem Niveau statt, nämlich einem Schärfebereich, den die EX3 aufgrund der geringeren Samplerate in ihren A/D Wandlern offenbar schon gar nicht mehr überträgt. Was den Tiefenschärfebereich betrifft, so wirst Du zwischen den Kameras keinen Unterschied feststellen, zumal die HPX einen 16:9 Sensor hat, wohingegen die EX einen 4:3 Sensor hat. Schon daraus ergeben sich Unterschiede, die mit den simplen Grössenvergleichen nicht mehr abgedeckt sind. Was das Signal in der Bearbeitung betrifft so beleibt ein I-Frame only eben ein I-Frame only und ist in Verbindung mit der sehr viel präzisieren Farbabtastung entsprechend gut zu bearbeiten. Ein paar (;ziemlich) Vorteile gibt es noch im Codec , aber das schenke ich mir hier. Von dem 10-Bit Format der HPX wirst Du vermutlich erst profitieren, wenn Du auch in der Infrastruktur mit 10 Bit arbeitest. (;bessere Grauabstufung und erheblich bessere Farbauflösung) .. nur als Schlagworte.
Antwort von deti:
... wohingegen die EX einen 4:3 Sensor hat. Woher hast du denn diese Information?
Deti
Antwort von WoWu:
Der Exmor entstammt, soviel ich weiss, der Chipserie IMX0xxnn. Hat eben nur einen hübschen, marketingträchtigeren Namen bekommen. Sind aber alles 4:3 Bauformen. Aber wenn Du da andere Informationen hast ?
Antwort von deti:
Der Exmor entstammt, soviel ich weiss, der Chipserie IMX0xxnn. Hat eben nur einen hübschen, marketingträchtigeren Namen bekommen. Sind aber alles 4:3 Bauformen. Aber wenn Du da andere Informationen hast ? Wir haben irgendwo ein Servicemanual o.Ä. rumliegen - dort steht der Sensortyp drin - soweit ich mich erinnern kann, ist das kein IMX0* - sind das nicht ursprünglich Sensoren für Digitalfotokameras von Sony? Es würde mich sehr wundern, wenn in aktuelle Videokameras noch 4:3-Sensoren verbaut werden würden - allein der Aufwand eines hochwertigen Anamorphoten in der Optik wäre nicht zu vertreten.
Deti
Antwort von WoWu:
Der Aufwand fällt nicht an, weil einfach ein 16:9 Windowing gemacht wird. Und in den meisten Kameras sitzen heute noch 4:3 Bauformen. Und dass Sensoren in Foto- und Videokameras verbaut werden, ist ja üblich. Reports über die Sensoren kann man hier bestellen:
http://www.chipworks.com/seamark.aspx?sm=s4%3BDatedfl10%3BDeviceType17%3BCMOS+Image+Sensorfl10%3BReportCode12%3BIPR-0902-801&cw=detail
Einzelheiten gehen aus den Reports hervor. Daher halte ich mich zunächst mal an solche Infos, solange es ausser Spekulationen (;oder Marketing-Gesülz) keine besseren Infos gibt. Aber wenn Du irgendwie an andere, bessere Infos kommst ... gerne !! Ich kann nur meinen Stand vermitteln ... Du weisst doch, nach Karl Popper verfügt jeder nur über Vermutungswissen. :-)
Antwort von deti:
Jetzt hast du mich dazu gebracht unsere Server nach dem Servicemanual zu durchwühlen:
Der einzelne Sensor ist ein IMX015, jedoch kann er nur als 3er-Modul, wie hier gezeigt, ausgetauscht werden: zum Bild
Die native Auflösung beträgt 3MP als 2024(;H)×1485(;V), also auch nicht ganz 4:3 - im Burst auslesbar sind jeweils 1920x1080 Pixel. Der Bereich kann aber pro Sensor per Service Menü zur Feinjustage verschoben werden.
Falls es sonst noch jemand interessiert: Die Kamera hat eine ARM CPU mit 256MByte DDR-RAM und läuft unter dem Betriebssystem VxWorks.
Nicht, dass mir irgendwer nachsagt, ich wäre nicht gründlich ;-)
Jetzt würde mich dann schon interessieren, ob jemand die Muße hat ähnliche Informationen zur Panasonic-Kamera aufzutreiben (;wir haben so kleine Kameras von Panasonic leider nicht im Haus).
Deti
Antwort von ruessel:
Hier sind noch ein paar Infos: http://forum.fotografovani.cz/read.php?98,3060616,3060616,report=1
zum Bild
Antwort von cammelcorder:
Wenn Du das Material bei guten TV Anstalten loswerden willst, schreiben die technischen Richtlinien eindeutig vor, dass es (;bis auf Ausnahmen) kein 4:2:0 Material sein darf. Damit scheidet die EX3 bereits aus.
Genau solche Ratschläge brauche ich. Dass die Panasonic 301 das schafft, weiß ich schon. Die Frage ist, ob sie auch anderweitig taugt.
Und an eine durchgängige 10-Bit-Arbeitsweise habe ich schon gedacht. Das werde ich wohl mit einem MacPro und Final Cut Studio hinkriegen ... ich mache mir nur um mein Budget Sorgen :-)
Antwort von deti:
ich mache mir nur um mein Budget Sorgen :-) Das war im Wesentlichen mein Argument für Sony im Bezug auf deine Forderung "nur" 20k€ zu investieren. Was 4:2:2 betrifft, so musst du dich auf 100Mbit/s, also 12,5Mbytes/s einstellen. Das bedeutet 16Gbyte P2-Karten reichen gerade mal für gute 20 Minuten. In den anderen Modi verwendet die Panasonic Kamera 50Mbit/s. Natürlich sind die SxS-Karten bei Sony auch nicht gerade günstig, aber dort wird eben nur mit 35Mbit/s aufgezeichnet. Es ist neben der ganzen Technik halt auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Benötigst noch weiteres Zubehör - z.B. Akkus, Kopflicht, Funkstrecken etc? Wann sollen sich die Kosten amortisieren?
PS: Dass die Öffis in manchen Fällen nur 4:2:2 annehmen stimmt, aber das heißt noch lange nicht, dass man nicht in 4:2:0 drehen darf. Rein moralisch gesehen ist das natürlich verwerflich, aber technisch kann ich ein interpolierendes Format in ein weniger stark interpolierendes Format überführen - was auch vielerorts gemacht wird. Die Qualität wird dadurch natürlich nicht besser. So gilt Material der EX3 durchaus als sendefähig.
Deti
Antwort von WoWu:
Ich kann nur davon abraten, Redaktionen und Sendeanstalten diesbezüglich zu belügen. Eine einzige Ablehnung aus diesem Grund kostet Dich Deine Reputation. Das ist teurer, also ein billiges Kamerasystem und ein paar eingesparte Euros an der Chipkarte. Wie würdest Du also die Frage: .."mit welcher Kamera ist das aufgenommen.." beantworten ? Ausserdem, wenn Du Dokus machst (;wie wir), hast Du in der Regel keinen Bedarf an stundenlangen Aufzeichnungen. Wenn Du professionelles Material erstellen und abliefern willst, mach es professionell und versuch nicht ein paar Euro zu sparen. Denk dran, eine abgelehnte Produktion macht das, nicht den Anforderungen entsprechende, System zum teureren System, auch wenn es vordergründig günstiger ausgesehen hat.
Sorry Deti, aber das hier ist absoluter Quatsch !!
technisch kann ich ein interpolierendes Format in ein weniger stark interpolierendes Format überführen
Antwort von deti:
Sorry Deti, aber das hier ist absoluter Quatsch !! technisch kann ich ein interpolierendes Format in ein weniger stark interpolierendes Format überführen Ich hab vom Format gesprochen, nicht von algebraisch korrekten Daten!
WoWu, ich spreche auch nur aus Erfahrung, was wir bei den Öffis so an Material angeboten bekommen. Das ist oft nicht das Gelbe vom Ei und es wird trotzdem abgenommen. Ich will auch NIEMAND ermutigen so einen Mist zu machen.
Deti
Antwort von Bernd E.:
...kann nur davon abraten, Redaktionen und Sendeanstalten diesbezüglich zu belügen... Da wird man gar nicht so viel lügen müssen, denn die EX1 zum Beispiel - in diesen technischen Details identisch mit der EX3 - wird unter anderem von Produktionsfirmen im Auftrag des ZDF, WDR, NDR oder ORF eingesetzt. Die Berührungsängste mit XDCAM EX scheinen sich also durchaus in Grenzen zu halten.
Antwort von soahC:
Ich habe gerade diese Woche einen Imagefilm geschnitten der mit der EX3 gedreht wurde und das Material war einfach PHÄNOMENAL! Ich habe selten so gutes Material zum schneiden gehabt, und noch seltener sieht man so eine Qualität im Fernsehen! Also wirklich, das angelieferte Material wird noch durch so viele Instanzen gejagt bis es bei Kunden ankommt, da bleibt NICHTs mehr übrig von der einst höherwertigen Farbauflösung. Schon alleine die Kompresiionen im Digitalen Kabel oder Satellit zeigen das mehr als deutlich. Eine Redaktion die bei solchem Material wie ich es letzte Woche geschnitten habe "Nein" sagen würde, nur weil es sich um TECHNISCH schlechteres material handelt, würde ich einfach nur als dumm bezeichnen...
Antwort von WoWu:
@ bernd Das mag für NEWS oder Inserts wohl zutreffen. Gibt man aber ganze Produktionen ab, so wie wir das tun, durchläuft sie immer die technische Abnahme entlang der bestehenden Richtlinien. das ist bei uns tägliches Prozedere. Wir beliefern etwa 60 Anstalten. Sehr viele davon noch analog, wo das Thema eigentlich gar keine Rolle spielt. Dennoch beharren sie, oft ohne wirklich zu wissen, warum, auf die Einhaltung der Specs. Bei den digital Stationen haben diese Limitierungen absolut ihre Berechtigung. Wer sich einmal die Konsequenzen voraugen geführt hat, wird zu keinem andern Schluss kommen. Der, der das nicht getan hat (;wird schon gut gehen), wird es spätestens lernen, wenn sein Band aus dem Ausstrahlungszyklus genommen worden ist und mit der Banderole "gesperrt" an ihn zurück gesandt worden ist. Dann kann er sich vermutlich nicht mehr sosehr über die paar gesparten Euros freuen.
Und Deti, egal, wie man es nennt, gemeint ist, ein 4:2:0 Format als 4:2:2 zu verkaufen. Juristen würden das Betrug nennen. Man sollte also einmal genau in die Lizenzverträge gucken. Dort steht nämlich ausnahmslos drin, dass man einen Beitrag, entsprechend der gültigen technischen Anforderungen abgibt. Also auch, wenn nicht explizit danach gefragt wird und es vielleicht auch niemand sofort merkt, bleibt es Betrug. Sehr empfehlenswert :-(;
Und egal, ob Du in Deinem Format die zweite (;2) einfügst oder nicht, es ändert nichts am Fehlen der entsprechenden Farbinformation. Denn 4:2:0 und 4:2:2 ist keine Frage der Rechenkunststückchen, sondern eine Frage der Farbdetail-Informaton.
@soahC Was glaubst Du, wie Dein 4:2:0 Material aussieht, wenn es zur weiteren Interpolation im Sende-encoder kommt ? Es ist eine irrige Ansicht, dass gutes Material sich auf dem Weg zum Kunden verschlechtert, schlechtes Material aber so bleibt, wie es ist.
Antwort von soahC:
Natürlich verschlechtert sich das EX3 Material auch. Worauf ich hinaus will ist, dass NIEMAND einen Unterschied feststellen wird. KEIN MENSCH wird sagen, oder auch nur erkennen, um was für ein Material es sich handelt. Da bin ich mir zu 99% sicher. Und wenn man dann, aus diesem THEORETISCHEN Grund, das Material ablehnt, dann weiss ich auch nicht mehr...
Übrigens, über welchen Sender sprechen wir hier denn? Nennt mir mal bitte einen Sender der ausschliesslich Material von "technisch höherwertigen" Cams als der EX3 sendet. Ist doch wirklich lächerlich was da teilweise läuft...
Antwort von domain:
Was den Tiefenschärfebereich betrifft, so wirst Du zwischen den Kameras keinen Unterschied feststellen, zumal die HPX einen 16:9 Sensor hat, wohingegen die EX einen 4:3 Sensor hat. Schon daraus ergeben sich Unterschiede, die mit den simplen Grössenvergleichen nicht mehr abgedeckt sind.
Also der Sensor der EX3 muss schon deutlich größer sein als bei der HPX, das sieht man an den Basisdaten der verwendeten Objektive. Die EX3 beginnt mit 5,8 mm bis *14 = 81,2 mm, das der HPX mit 4,5 mm bis *17 = 76,5 mm. Umgerechnet auf 17-fach hätte die EX1 einen Brennweitenbereich bei vergleichbaren Bildwinkeln von 5,8 bis 98,6 mm. Das ergibt natürlich schon etwas andere Aspekte für ein besseres DOF auch wenn der Telebereich real nicht so stark ist wie bei der HPX.
Antwort von deti:
Sehr empfehlenswert :-(; Und egal, ob Du in Deinem Format die zweite (;2) einfügst oder nicht, es ändert nichts am Fehlen der entsprechenden Farbinformation. Denn 4:2:0 und 4:2:2 ist keine Frage der Rechenkunststückchen, sondern eine Frage der Farb detail -Informaton.
@WoWu: - ich sitze auf der anderen Seite und ich rate niemand dazu 4:2:0 Material als 4:2:2 zu verkaufen, ich habe lediglich gesagt, dass es häufig gemacht wird - oft einfach deshalb, weil der Workflow es an anderer Stelle so vorsieht! - ich habe auch nie behauptet, dass sich technisch irgendetwas durch die Konvertierung von 4:2:0 nach 4:2:2 an den Eigenschaften des Ausgangsmaterial ändert. Das verhält sich genauso mit dem Hochskalieren von SD-Inhalten nach HD. Dadurch entsteht keine effektive HD-Auflösung, wohl aber ein HD-Format!
Ist doch wirklich lächerlich was da teilweise läuft... Da hast du leider Recht. Aktuell ist das leider immer noch mehrheitlich DVCPRO/DigiBeta, wenngleich manchmal mit HD-Kameras gefilmt wird.
Deti
Antwort von WoWu:
@soahC
Da brauch Du nur in die technischen Abnahmebestimmungen der Sender zu sehen. Und was die Effekte betrifft: Bei 4:2:0 entstehen aus 4 Farben eine Interpolation. Aus Rot und Grün entsteht meinetwegen Gelb oder so etwas Ähnliches. Wird im Sendeencoder nun erneut nach 4:2:0 encodiert entsteht dann aus Gelb und einer andern Interpolation, vielleicht Blau, Magenta. Von Deinen ursprünglichen Farben bleibt also nicht besonders viel. Schweinchen-Rosa als Hautfarbe und bizarre Farbkanten sind das lausige Ergebnis. Und keine Angst, das sieht man. Aber, wie gesagt, es bleibt jedem selbst überlassen, ob er sich an seine vertraglichen Verpflichtungen hält oder nicht. Wir geben jedenfalls z.B. bei der BBC jedes (;eingeschnittene) Material, das nicht den Bedingungen entspricht an und lassen es abnehmen. Das klappt und führt nicht zu Reklamationen. Und wenn darauf hingewiesen wird, dass das Ursprungsmaterial 4:2:0 ist und der Sender es dennoch kauft, (;weil vielleicht die Inhalte besonders wichtig oder gut sind), dann ist ja alles in Ordnung. Aber wissend würde ich ein solches Risiko nicht eingehen. Und als Neuling in dem Metier erst recht nicht. da ist man schneller draussen, als man reingekommen ist. Und, soahC, wenn Du sagst, das sieht man nicht, so mag das auf Dich zutreffen, aber dann hast Du es noch nicht mit technischen Abnahmen in guten Sendeanstalten zu tun gehabt. Beim Offenen Kanal sieht das wohl keiner ... und selbst wenn, aber versuch es mal mit FOX oder der BBC oder der NHK oder Canal+ in Frankreich.
Antwort von soahC:
Okay, andere Frage: Wer von den Leuten hier produziert für oder verkauft an FOX oder die BBC oder der NHK oder Canal+ in Frankreich? Ich arbeite übrigens täglich im Schnitt bei einem grossen deutschen Fernsehsender. Und sowas wie das EX3 Zeug wird da kaum angeliefert
Antwort von WoWu:
Also der Sensor der EX3 muss schon deutlich größer sein als bei der HPX, das sieht man an den Basisdaten der verwendeten Objektive. Die EX3 beginnt mit 5,8 mm bis *14 = 81,2 mm, das der HPX mit 4,5 mm bis *17 = 76,5 mm. Umgerechnet auf 17-fach hätte die EX1 einen Brennweitenbereich bei vergleichbaren Bildwinkeln von 5,8 bis 98,6 mm. Das ergibt natürlich schon etwas andere Aspekte für ein besseres DOF auch wenn der Telebereich real nicht so stark ist wie bei der HPX.
Siehst Du, Domain, und genau so kan man das aufgrund der unterschiedlichen Bauformen nämlich nicht rechnen, weil die Brennweite bei einer 16:9 Ausformung einen völlig andern Wert, bei identischem Bildfenster ergibt. Auch ist einzig die Pixelgrösse ausschlaggebend für den Unschärfekreis, von dem die DoF massgeblich abhängt.
Antwort von WoWu:
@soahC
Wer von den Leuten hier produziert für oder verkauft an FOX oder die BBC oder der NHK oder Canal+ in Frankreich?
Ich
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Gegenfrage: Wer betrügt seinen Sender, indem er vertragswidrig Material abgibt, das nachweislich nicht den technischen Anforderungen entspricht ?
Was glaubst Du, wie viele sich darauf melden ??
soahC, Du versuchst das hier ins polemische abgleiten zu lassen. Fehlen Dir vielleicht die sachlichen Argumente ?
Antwort von soahC:
Ich habe keine Ahnung wie viele Leute mit ihrem Material Sender betrügen. Es interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht. Ich habe auch in meinem Job nicht bzw. kaum mit selbstgedrehtem Material zu tun, da ich in der On-Air-Promotion bin und Trailer schneide. Was ich aber sagen kann ist, dass das Material das ich diese Woche geschnitten habe grossartig aussah (;es war natürlich auch sehr gut gedreht) und dass man es wunderbar verarbeiten + graden konnte. Was ich, als Cutter, mit einem mittlerweile doch ziemlich geschulten Auge auch noch sagen kann ist, dass dieses Material besser war als 90% von dem was ich so täglich im Fernsehen sehe. Punkt. Mehr wollte ich nicht aussagen. Zu dem Punkt mit der Redaktion die solches Material nicht annimmt: Vielleicht sollte man sich bei der Auswahl mehr auf Inhalt, Schnitt und Dramaturgie beschränken als auf technische Spezifikationen
Antwort von WoWu:
@soahC Das stimmt, nur kann man das auch im Einklang mit den technischen Anforderungen, also in der vertraglich vereinbarten Qualität. Dann wird auch ein gutes Produkt daraus, das auch technisch wenig Überraschungen birgt. Und darum ging es ja in diesem Thread. Ich habe den Fragesteller nur die technischen Spezifikationen der Sender "ans Herz gelegt", um ihm eine Entscheidungshilfe zu geben. Der Threadstarter muss die dann gekommenen Argumente, wie "merkt doch keiner" oder "gaukel doch das richtige Format vor", selbst bewerten. Wenn er vertraglich mit Sendern ins Geschäft kommen will -und das hat er signalisiert-, würde ich ihm jedenfalls den gut gemeinten Rat geben, nicht damit anzufangen.
Antwort von soahC:
Wie gesagt, ich Filme nicht selbst und kenne auch die Spezifikationen der Sender nicht. Ich bin völlig deiner Meinung dass diese eingehalten werden müssen. Ich frage mich dann eben nur wie sinnvoll sie sind, bzw. auch wieso man trotzdem oft so minderwertige Produktionen im TV sieht.
Hier mal ein paar Bilder der EX3: - Gedreht auf HD 1920x1080 - Unbearbeitet, kein Color Grading - Der fertige Film hat ca. 10 Minuten - die Stills stammen aus einem 300MB H.264 Quicktime in PAL Auflösung und wurden gerade 2x als JPEG abgespeichert
Antwort von WoWu:
@soahC
Keine Frage, die Originalshots sehen gut aus. Die Gefahr steckt in der Kaskdierung von Unterabtastungen und ist streng genommen, erst beim Kunden zu sehen, weil der diese technischen Veränderungen erst mitbekommt. (;Oder in der Sendeabwicklung- aber dann ist es in der Regel schon zu spät). Kurze Grafik, wie eine Kette 4:2:0 => 4:2:2 => 4:2:0 aussehen würde, einschliesslich der Farbgewichtungen bei der Interpolation. Nun gibt es im normalen Bild nur selten solche Farbgegensätze. Die Grafik verdeutlicht also nur das Prinzip, aber auch die Gefahr, die darin steckt. Auffällig wird der Effekt immer nur an den Kanten.
Antwort von soahC:
Klar, ich habe das während meines Studiums auch alles durchgekaut, und du hast ja auch recht damit. Sowohl mit dem Farbsampling als auch mit den Abnahmebedingungen, die einzuhalten sind. Ich wollte auch niemandem empfehlen sein Material künstlich in 4:2:2 auszugeben. Aber wie gesagt, die Shots der EX3 sind bereits ziemlich stark komprimiert und runterskaliert, und sehen dennoch sehr gut aus. Anders gesagt: ich würde es senden :)
Antwort von WoWu:
:-) Na ja, das würden auch andere hier sicher tun, aber das ist eben das Problem. Ein Beispiel: Ein PayTV Anbieter hat BatMan mal in der Kinoentzerrung (;Gamma) ausgestrahlt, (;entgegen der technischen Empfehlung der Abnahme), nur weil ein Heini aus der Programmabteilung das gut fand. Binnen 30 Minuten war die Cue im Callcenter mit 250.000 Anrufen voll, die sich über die "graue Soße" beschwerten. Siehst Du, so kann man sich täuschen, wenn man nicht den gesamten Weg im Auge hat und annimmt, so, wie es am NLE aussieht, oder wie man es vermeintlich gut findet, wird es auch der Kunde sehen.
Antwort von B.V.S:
Wie gesagt, ich Filme nicht selbst und kenne auch die Spezifikationen der Sender nicht. Ich bin völlig deiner Meinung dass diese eingehalten werden müssen. Ich frage mich dann eben nur wie sinnvoll sie sind, bzw. auch wieso man trotzdem oft so minderwertige Produktionen im TV sieht.
Ich finde es kommt immer darauf an was auch Produktionstechnisch geht. Was für bilder gezeigt werden. Manche Produktionen funktionieren auch nur mit kleinen Cams oder sind zumindest unkomplizierter.
In Afrika habe ich mir angewöhnt nur noch kleine Cams zu benutzen ist einfach unauffälliger und billiger wenn einem die Cam mal abgenommen wird. Ist mir selbst schon mal fast in Marokko passiert:"Fahrer fährt über Nagelbrett von Strassenkontrolle, alle steigen aus, ich mit laufender Kamera raus..." Ich konnte denn Polizisten aber garade noch davon überzeugen das es ja reich wenn er das Tape bekommt.
Das war ne TravelChannel Produktion 5teiler je 45min, da wurde eingesetzt: Sony HVR-HD1000e, Canon LEGRIA HF S100, Flip MinoHD, Elmo SUV Cam. Geht also einiges bei kleinen Sendern.
Und selbst beim ZDF hab ich schon Material von na Aiptek AHD200 gesehen, allerdings eingebettet in Professionelles Material.
Antwort von WoWu:
Völlig richtig. Wenn das Material wegen seiner Authentizität unersetzlich ist, wird alles gesendet. 4:2:2 ist also kein Dogma. Wir schneiden auch 4:2:0 Material ein, weil manchmal nichts anderes zu bekommen ist. Wir weisen in den Papieren darauf hin und es hat nie Ärger gegeben. Aber es ist dann eben auch nur ein Insert und keine ganze Produktion. Nur ich biete keine 4:2:0 Produktion, auch wenn das Übergabeformat z.B. DVCProHD ist, als 4:2:2 an. Kleinen Sendern ist das wirklich oft Schnurz, das stimmt. Nur auch da gibt es eben keinen Grund, das Format zu verschweigen.
Antwort von cammelcorder:
Okay, andere Frage: Wer von den Leuten hier produziert für oder verkauft an FOX oder die BBC oder der NHK oder Canal+ in Frankreich? Ich arbeite übrigens täglich im Schnitt bei einem grossen deutschen Fernsehsender. Und sowas wie das EX3 Zeug wird da kaum angeliefert
Okay, soahC, ich habe mich mittlerweile entschieden, die Finger von der EX3 zu lassen. Aber mit der Pana 301, bin ich da gut beraten? Wie würdest du mit denn raten, die 20.000 € auszugeben (;siehe meine Frage ganz oben)? Ich denke, wenn du bei einem Sender (;zumindest in der Trailerprod. bist, Öffi oder nicht?) bist, kann ich dich das mal fragen ...
Die gleiche Frage geht natürlich auch an Wolfgang, der sich ja mittlerweile auch geoutet hat, an Sender zu liefern. Mir ging es aber insbesondere um die ÖR, mit 3sat und Phoenix.
Antwort von B.DeKid:
Och wie süss - der Deti fühlt sich übergangen;-))
Dabei hat er doch wirklich gute Argumente geliefert.
...........................
Ich kann dazu nur sagen 4:2:2 bringen nur was bei GreenBox Footage .... bei allem andern ist es fast schon irrelevant!
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Für 20 K
2 x EX1 (;einen guten WW Adapter plus nen Extrem Letus 35 ziger Adapter) 1x iMac mit FCP und vom Rest halt weitere Stative oder Lichtkoffer kaufen.
Was braucht man mehr ..... wenn es eh abgenommen wird.
Machst aber Studio Sachen also GreenScreen dann lieber was mit 4:2:2 und nen Hardware Keyer.
MfG B.DeKid
Antwort von gammanagel:
Hallo, hast Du denn mit der VX 2000 Material an ZDF und ARD verkaufen können, also DV in 4:2:0
das wäre noch "ne Alternative, da EX-3 am SDI Ausgang 4:2:2 ausgibt:
http://www.convergent-design.com/CD_Products_nanoFlash.htm
http://forums.creativecow.net/thread/142/865938#865981
mfg
elimar
Antwort von Axel:
... das wäre noch "ne Alternative, da EX-3 am SDI Ausgang 4:2:2 ausgibt ...
Na klar, und es ist HD-SDI. In einem Kameramann war ein Artikel zu Michael Ballhaus" Film "In Berlin", soweit ich weiss auch eine TV-Koproduktion. Die werden bestimmt dann bei der Abnahme gesagt haben: "Tja, ganz nett, Micha, aber leider 4:2:0 , also geh mal zurueck zu deinem Scorsese-Spinner und mach drueben deinen Scheiss ..."
Antwort von WoWu:
Axel, ich denke, wenn der Threadstarter Michael Ballhaus hieße und gute Freunde beim RBB hätte, die ihn einladen würden, doch einmal einen Film für sie zu machen, hätte er sicher auch keine Probleme. Da würde vermutlich das Handy reichen. Wenn aber dazu noch CINE PLUS die technische Ausführung hat und auch die Ausbelichtung übernimmt, dann kann Herr Ballhaus da nicht nur auf eine einsame Kamera sondern auf ein ausgewachsenes Produktionsunternehmen zurückgreifen. Kann der Threadstarter, meiner Einschätzung nach, nicht.
Antwort von soahC:
@ TE: Ich bin in deinem Fall für eine Beratung mit Sicherheit der Falsche. Ich habe ja bereits gesagt dass ich nichtmal von unserem Sender die Abnahmebedingungen kenne. Alles was ich bekomme ist bereits geschnitten, gemischt etc. und dann bekomm ichs auf DigiBeta. Meistens Filme & Serien aus Amiland. Ich wollte eben nur mal erwähnt haben dass ich zufällig diese Woche EX3 Material in den Fingern hatte und begeistert war. Wenn die Cam allerdings deine Anforderungen (;oder die der Sender) nicht erfüllt, wirst du dich wohl anderweitig umschauen müssen.
Antwort von MarcBallhaus:
@ cammelcorder Wenn Du das Material bei guten TV Anstalten loswerden willst, schreiben die technischen Richtlinien eindeutig vor, dass es (;bis auf Ausnahmen) kein 4:2:0 Material sein darf. Damit scheidet die EX3 bereits aus.
"gute TV Anstalten"? ... ;) was soll das denn sein?
Das Papier schreibt es überall vor, in der Praxis aber interessiert es nicht, es sei denn man ist als Reporter unterwegs und liefert Rohmaterial. Bei allen anderen Jobs, wo man ein Sendeband liefert, fragt kein Mensch nach worauf es gedreht wurde, so lange das Band 4:2:2 ist und der Inhalt vernünftig aussieht. Die Inhalte sind wichtig, und den Unterschied sieht sowieso kein Mensch wenn es vernünftig verarbeitet wurde. Ich habe es jedenfalls noch nie erlebt und hab wirklich schon einige Sender beliefert, in erster Linie allerdings private.
Was ich damit sagen will: Die EX3 scheidet mit Sicherheit nicht kategorisch aus, das ist reine Miesmache und es ist auch nicht nur in Ausnahmefällen so.
MB
Antwort von deti:
Was ich damit sagen will: Die EX3 scheidet mit Sicherheit nicht kategorisch aus, das ist reine Miesmache und es ist auch nicht nur in Ausnahmefällen so. Bei ARD und ZDF wird so wahnsinnig viel 4:2:0 Material von deutlich schlechteren Kameras als der EX3 verarbeitet, dass keiner behaupten kann es gäbe eine eiserne 4:2:2 Regel - die könnte selbst mit den In-House-Möglichkeiten nicht zu 100% erreicht werden! Etwas anders verhält sich die Frage der Wertschöpfung: Wer gute Inhalte in technisch hochwertige Formate verpackt, der kann dafür sicher mehr Geld verlangen, als jemand der schlechte Inhalte mit technisch schlechter Qualität verknüpft. Welchen Stellenwert Technik oder Inhalt haben, ist individuell unterschiedlich. Ich würde aber als Filmemacher nicht davor zurückschrecken 4:2:0-Material einem TV-Sender anzubieten. Das ist definitiv KEIN K.O.-Kriterium! Primär wird immer noch nach Inhalt eingekauft und nicht nach technischer Qualität. Die unterscheidet sich schon seit HDV nicht mehr nennenswert von professionellem Equipment. Alles andere ist nur Poserei.
Wenn du einem Amateur eine tolle Profikamera gibst, dann wird das Ergebnis immer noch nach Amateurfilm aussehen!
Deti
Antwort von MarcBallhaus:
100% Zustimmung, Deti!
MB
Antwort von Jott:
Wenn du frisch motiviert daherkommst mit "Ich will Fernsehen beliefern, darf ich?", wird die papierene Anforderungskeule rausgeholt, um dich von der etablierten Nahrungskette fernzuhalten. Das war schon immer so. Wie hier zu lesen, nutzen das manche auch, um die nachfolgende Generation = potentielle Konkurrenz schon im Ansatz zu entmutigen. Will aber ein Sender von sich aus was von dir, weil du es hast oder kannst, dann ist das alles egal - denn dann geht's plötzlich um Inhalte.
Ich frage mich, wieso alle unbedingt Fernsehen machen wollen, sich diesem Quatsch aussetzen und dann obendrein jammern, wie wenig man damit letztlich verdient. Es gibt erheblich lukrativere Tätigkeitsfelder im Videobereich, schon deshalb, weil man dort für den Content bezahlt wird und was können muss. Nach 4:2:0 oder 4:2:2 fragt da keiner.
Also eine Grundsatzentscheidung beim Einstieg, aus der sich letztlich auch die Wahl des Equipments ergibt.
Antwort von cammelcorder:
Nun bin ich ja kein Amateur, wenn auch kein Profi, eher im Semi-Bereich. Das Ding ist, dass mein Budget durchaus die Pana 301 hergibt. Die Frage ist nur ...
1) ob sich die Ausgabe lohnt und 2) ob es vielleicht eine ganz andere Kamera in ähnlicher Preisklasse gibt, die besser für mich geeignet wäre.
Ich denke immer an die Zukunft und auch, dass ich die Cam so ca. 10 Jahre lang nutzen werde (;bei der VX-9000 ist das der Fall). Und wenn die Zukunft HD ist, bestenfalls 4:2:2 gefordert sind, dann sollte ich doch mein Aufnahme- und Schnittsystem darauf ausrichten.
Die Frage ist dann nur noch, welches Medium ich für die Ausgabe der fertigen Filme nutzen sollte, das professionell ist (;bei den Sendern akzeptiert) und mein Budget nicht sprengt. Ich denke, dass ich da um eine Digibeta-Maschine nicht herum komme ... die sind ja gebraucht nicht mehr so teuer.
Antwort von Jott:
Ich denke immer an die Zukunft und auch, dass ich die Cam so ca. 10 Jahre lang nutzen werde
Sorry, das ist Quatsch. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit des technischen Fortschritts ist praktisch JEDE Kamera, die du heute kaufst, auch jedes Schnittsystem, in drei Jahren Schrott. Mach dich nicht unglücklich, stelle deine Equipmentliste zusammen und lease das ganze Zeug en bloc auf maximal 36 Monate, besser sogar 24. Dann alles rausschmeissen (;bis auf wertbeständige Sachen wie Stative und Leuchten) und neu leasen. Und so weiter. Deine 20.000 EUR kannst du behalten, die brauchst du noch, wenn der Rubel nicht so rollt, wie du vielleicht denkst.
Für die Ausgabe suchst du dir einen Dienstleister, dem du deine Werke auf Festplatte übergibst, der alle denkbaren MAZen rumstehen hat und weiß, wie man Sendebänder anlegt, die dem jeweiligen Sender auch passen, bis hin zum Ausfüllen der MAZ-Karte. Fertig. Heute noch eine DigiBeta kaufen ist doch pervers.
Antwort von cammelcorder:
Für die Ausgabe suchst du dir einen Dienstleister, dem du deine Werke auf Festplatte übergibst, der alle denkbaren MAZen rumstehen hat und weiß, wie man Sendebänder anlegt, die dem jeweiligen Sender auch passen, bis hin zum Ausfüllen der MAZ-Karte. Fertig. Heute noch eine DigiBeta kaufen ist doch pervers.
Die Idee ist mal richtig gut. Hab auch schon Preislisten gewälzt, der Aspekt mit den MAZen schlägt natürlich jede Kaufüberlegung.
Aber mit der Technik leasen ... da muss ich nochmal in mich gehen. Dass mir die 20.000 € fehlen würden, wenn ich sie ausgebe, würde ich jetzt nicht sagen. Die Überlegung war mehr, sich was anzuschaffen und rundum sorglos damit zu arbeiten.
Antwort von cammelcorder:
Jedenfalls ein dickes DANKE an alle, die hier geantwortet haben! Trotz zwischenzeitlicher Verwirrung, sehe ich doch nun einiges klarer. Werde mir die 301 mit Apple Final Cut Studio kaufen.
Antwort von Jott:
Lass dir auch noch was Sinnvolles zum Thema Datensicherung einfallen und nimm das mit auf deinen Einkaufszettel.
Antwort von cammelcorder:
Lass dir auch noch was Sinnvolles zum Thema Datensicherung einfallen und nimm das mit auf deinen Einkaufszettel.
Ich werde mich auf jeden Fall an einen professionellen Ausstatter wenden und das System entsprechend zusammenstellen lassen :-)
Habe mit Datenverlust nämlich schon üble Erfahrungen gemacht ...
Antwort von ed-media:
Zum Thema EX3 und 4:2:0 möchte ich folgendes einwerfen, wenn ich an Berlin 24 Stunden denke, dass neben der PDW700 sehr viel EX3-Material verwendet wurde und alle begeistert waren von der XDCAM-Qualität.
Und wenn ich Kollegen anschaue die selbst Produktionsfirmen haben und komplette Projekte für Private (;Pro7, RTL, Sat1, Kabel1, DMAX, TimmTV uvm) und Öffentlich-rechtliche Sender (;ZDF etc.) auf DV und HDV produzieren, da war ich echt überascht. Der eine dreht nur in HDV für Pro7 und die sind von der Qualität der Reportagen begeistert, Schnitt in Final Cut Pro, Masterband DigiBeta. Bei anderen werden komplette Projekte in DV gedreht, im Dschungel, auf einsamen Inseln in der Südsee - Schnitt auf Avid und die Privaten haben das Material mit Handkuss abgenommen. Und das trotz 4:2:0 Farbauflösung und nicht DigiBeta etc.
Man kann sagen, wenn der Inhalt stimmt und die technische Qualität OK ist, dann nehmen die TV-Sender auch 4:2:0-Material.
Bei einem anderen Projekt war ich in der Post, habe den Onlineschnitt gemacht und die OriginalTapes gingen über den Jordan, wir mussten dann Offline (;10:1-Material) reinschneiden, ein paar Effekte/Filter etc. und die von Pro7 haben es abgenommen und die technische Qualität gelobt, obwohl wir darauf hingewiesen hatten. Der Beitrag kam authentisch herüber.
Selbst drehe ich derzeit fast täglich mit der HM700 von JVC und die Kunden sind alle begeistert, wenn ich im TV-Studio deren Material betrachte sehen viele Fachleute die Farbauflösung auf identischen Niveau mit der HPX301 und Auflösungsmässig darüber (;auch über HDV-Niveau).
Antwort von MarcBallhaus:
Aprospos Daten: P2 ist um einiges teurer als SxS, nicht die Datenträger selbst, sondern die Tatsache dass nur 1/3 so viel drauf passt. Solltest du auch einbeziehen in die Kalkulation. Bei der EX3 kannst du mit rd 40 GB etwa 2h15 aufzeichnen, bei der Panasonic gerade mal 45 min.
MB
Antwort von WoWu:
Jau, 8 Bit MPEG2 Long GoP ist natürlich billiger zu speichern, als 10 Bit I-Frame Only. Das ist eben eine andere Liga.
Wir machen täglich etwa 1,5 Std Footage pro Team und der Speicher war noch nie der limitierende Faktor. Aber wenn man die Kamera morgens anstellt, und alles aufnimmt, was einem vor die Linse kommt, kann das schon sein.
Antwort von ed-media:
Da kann ich MarcBallhaus nur zustimmen, das ist ein Punkt für die EX3 bzw pro XDCAM EX. Selbst JVC wirbt damit dass via XDCAM wesentlich weniger Festplatten fürs Archiv benötigt werden als bei P2 - wie auch die Preise der Speicherchips.
Antwort von ed-media:
Da kann ich MarcBallhaus nur zustimmen, das ist ein Punkt für die EX3 bzw pro XDCAM EX. Selbst JVC wirbt damit dass via XDCAM wesentlich weniger Festplatten fürs Archiv benötigt werden als bei P2 - wie auch die Preise der Speicherchips.
Antwort von WoWu:
Wenn Du dieselbe Qualität willst, kann man auch bei der 300er mit Class50 aufzeichnen und liegt in ähnlichen Dimensionen. Man darf nicht immer Äpfel und Birnen miteinander vergleichen.
Antwort von deti:
... ok ich würde mir dann eine HPX301E bei Ebay kaufen:
http://cgi.ebay.de/PANASONIC-AG-HPX301E-CAMCORDER-WITH-17x-HD-FUJINON-LENS_W0QQitemZ290369563738QQcmdZViewItemQQptZUK_AudioTVElectronics_Video_Camcorders?hash=item439b5fec5a
http://cgi.ebay.de/PANASONIC-AG-HPX301E-P2-HD-Camcorder-BRAND-NEW-BOXED_W0QQitemZ320445548965QQcmdZViewItemQQptZUK_Consumer_Professional_RL?hash=item4a9c0b09a5
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=290373972115
Nagelneu für 4600€, gebraucht für 3300€ inkl. Objektiv - ist ja echt unglaublich günstig - so billig bekommt man nirgends eine EX3!
Deti
Antwort von WoWu:
Aber leider alle schon weg...
Antwort von deti:
Hab extra mal nach beendeten Angeboten geschaut und war entsprechend überrascht, welche Marge normale Händler für Panasonic-Produkte haben. Da bist du ja quasi der Depp, wenn du in Deutschland bei einem Händler 9000€ bezahlst, denn zumindest die Garantieabwicklung (;dummerweise nicht die Gewährleistung!) muss ja nicht über einen Händler laufen, oder?
Deti
Antwort von WoWu:
Ich kenn" mich da in Rechtsfragen nicht so aus, aber ich denke, nicht. Und was die Händler betrifft da haben Sandro und ich wohl bei ein und demselben Händler in Hamburg ganz bittere Erfahrungen gemacht. Wen sie also wenigstens etwas für ihre Marge täten, dann würde ich es ja auch gern "abdrücken" aber nach dem Verkauf ist man komischer Weise kein Kunde mehr. Gut, wir haben ohnehin kein Problem mehr damit, weil unsere nächste Servicestelle ein paar tausend Meilen entfernt liegt.
Antwort von cammelcorder:
was die Händler betrifft da haben Sandro und ich wohl bei ein und demselben Händler in Hamburg ganz bittere Erfahrungen gemacht. Wen sie also wenigstens etwas für ihre Marge täten, dann würde ich es ja auch gern "abdrücken" aber nach dem Verkauf ist man komischer Weise kein Kunde mehr.
Huiuiui ... sag mir bitte, dass du damit NICHT http://www.bpm-media.de/ meinst. Wenn doch, sag einfach nichts ... :-(;
Antwort von MarcBallhaus:
Huiuiui ... sag mir bitte, dass du damit NICHT http://www.bpm-media.de/ meinst. Wenn doch, sag einfach nichts ... :-(;
Scheint wohl der Händler deiner Wahl geworden zu sein :) Allerdings, ich wundere mich über die Preise, dachte immer die 301 liegt bei rd. 11.000 EUR?!? Die EX3 ist im Zuge dessen ja auch gefallen, rd. 1000 EUR im Endpreis schätze ich, wenn ich mir die Einkaufskonditionen ansehe. Die EX3 vertreibt unser Dealer leider nicht.
Berichte uns doch mal wenn du sie hast.
MB
Antwort von deti:
Wenn schon nicht bei Ebay, dann hier http://www.amazon.co.uk/gp/product/B002GHWTG8
für 7200€ inkl.
Deti
Antwort von WoWu:
was die Händler betrifft da haben Sandro und ich wohl bei ein und demselben Händler in Hamburg ganz bittere Erfahrungen gemacht. Wen sie also wenigstens etwas für ihre Marge täten, dann würde ich es ja auch gern "abdrücken" aber nach dem Verkauf ist man komischer Weise kein Kunde mehr. Huiuiui ... sag mir bitte, dass du damit NICHT http://www.bpm-media.de/ meinst. Wenn doch, sag einfach nichts ... :-(;
NEIN, bpm ist es nicht. (;bpm kann ich sehr empfehlen) Unser "Händler" hat auch wohl erst kürzlich seinen Namen geändert und ist umgezogen nach Altona.
Antwort von cammelcorder:
Dann sollte ich vielleicht einfach dir Jungs von BPM um eine Beratung bitten. Wenn ich denen sage, dass ich 20.000 ausgeben möchte und bei den Öffis nicht ausgelacht werden möchte, werden die mir wohl das Richtige verkaufen, denke ich ...
Antwort von WoWu:
Da kommst Du nun wirklich in die "Traufe" denn hast Du schon mal einen Verkäufer gesehen, der nicht auf seine Marge schaut ? Lad Dir einfach aus dem Internet mal die technischen Richtlinie runter. Da bekommst Du den ersten Anhaltspunkt sehr direkt. Ansonsten, wenn Du Deine Entscheidung getroffen hast, würde ich auch bei bmp kaufen. Da bekommst Du hinterher wenigstens noch " After Sell Servive".
Antwort von Pianist:
Man kann sagen, wenn der Inhalt stimmt und die technische Qualität OK ist, dann nehmen die TV-Sender auch 4:2:0-Material. Aus inhaltlichen Gründen (;z.B. hoher Nachrichtenwert) nehmen Sender auch Material, dessen technische Qualität nicht so ganz in Ordnung ist, das kann runter bis zur Handyaufnahme gehen. Aber der Ursprungsfrager hat doch eine ganz andere Frage, er möchte "Hochglanz-Dokus" machen, und da gelten eben sehr strenge technische Regeln.
Das hat auch alles seinen Grund, die machen das doch nicht, um einen zu ärgern. Man hat doch ganz andere Reserven, wenn wirklich mal eine Farb- oder Helligkeitskorrektur gemacht werden muss. Und wenn das Ausgangssignal sehr "fett" ist und im ganzen Produktionsprozeß nicht gewandelt werden muss, dann ist es auch weniger schlimm, wenn später in der Signalkette noch mehrmals gewandelt wird, weil man eine ganz andere Ausgangsqualität abgeliefert hat. Da liegen wirklich Welten dazwischen.
Matthias
Antwort von Pianist:
Die Inhalte sind wichtig, und den Unterschied sieht sowieso kein Mensch wenn es vernünftig verarbeitet wurde. Und genau das halte ich für einen Irrtum. Es kann natürlich Situationen geben, in denen man es nicht sieht, aber meistens sehe ich es sofort, wenn eine Aufnahme von einer kleinen Kamera stammt. Das ist doch auch kein Wunder: Es wäre ja auch schlimm, wenn die Aufnahme einer 8.000-EUR-Kamera genau so gut aussähe wie die Aufnahme einer 40.000-EUR-Kamera mit einem 20.000-EUR-Objektiv vorne dran.
Natürlich bleibt es aber dabei, dass die Inhalte im Vordergrund stehen sollen und müssen. Die Benutzung guter Technik sollte sich aber auch von selbst verstehen. Ich kann zum Beispiel nicht glauben, dass jemand es schafft, ein Band durch die technische Abnahme zu kriegen, wenn er kein Vektorskop und keinen Aussteuerungsmesser hat.
Matthias
Antwort von Pianist:
Bei der derzeitigen Geschwindigkeit des technischen Fortschritts ist praktisch JEDE Kamera, die du heute kaufst, auch jedes Schnittsystem, in drei Jahren Schrott. Ganz so würde ich das nicht sehen. Natürlich mag es Gründe geben, dass Leute sich in einigen Jahren was Neues kaufen, aber ich wüsste nicht, warum ich mit meiner Ikegami Editcam HD und meinem derzeitigen Avid nicht in den kommenden zehn Jahren arbeiten können sollte. Es wird noch Jahre dauern, bis die anderen überhaupt erst mal qualitativ dahin kommen. Die Betacam-SP-Ära dauerte auch fast 20 Jahre, warum sollte es diesmal anders sein?
Matthias
Antwort von WoWu:
@ Pianist Da würde ich Dir gern beipflichten, wenn ich mich auch nicht unbedingt auf die 20 Jahre festlegen würde, aber die meisten Kameras müssen erst einmal die Auflösung wirklich bringen, die sie vorgeben. Denn das, was heute als HD ausgegeben wird, findet spätestens bei den Objektiven den Engpass. Es ist also noch eine Menge "Luft" bis wir wirklich HD erreicht haben. Und "Jott" verwechselt technischen Fortschritt mit nötigen Reparaturen an den Geräten.
Antwort von robbie:
Die Betacam-SP-Ära dauerte auch fast 20 Jahre
dauert schon seit mehr als 20 Jahren an ;)
Antwort von Jott:
Die Beta SP-Story ist nicht wiederholbar, dazu ist der Formatwust zu groß. Eine Kamera X, gekauft heute, wird in drei Jahren nur noch wenig Wert sein (;vom Objektiv mal abgesehen), weil es für's gleiche Geld sicher etwas deutlich Besseres gibt.
Workflows werden optimiert und schneller. Technik, die langsamer ist, weil älter, bremst aus, man braucht mehr Zeit für den gleichen Job als andere. Macht keinen Sinn.
Bei mir ums Eck gibt es einen Mischladen für EB, Imagefilmchen, Kleinkram, die fahren noch mit Technik aus den 90ern (;Beta SP + AVID Meridien auf G3 - war mal richtig teuer). Kleine Beiträge schneiden geht damit schon immer noch, Bauchbinden-Rendern allerdings entspricht einer Zigarettenpause, DVD brennen dauert einen halben Tag, Grading ... was ist das? Und der Prakti muss die Spratzer rausretuschieren. Also, ich weiß nicht. Wir tauschen unser Zeug alle zwei Jahre aus, und es ist jedesmal ein Hochgenuss gewesen.
Antwort von cammelcorder:
Also mal ehrlich Leute, ich finde dieses Forum hier ziemlich nutzlos. Für mich als jemanden, der interessiert ist, seine Sachen sendefähig zu machen (;völlig wurscht, ob ich ausreichend Vitamin B und Ideen habe), sind wertfreie Infos nötig. Und gute. Alles andere habe ich hier bekommen, teils von Fachidioten, und mir erstmal das "Handbuch HD Produktion" bestellt. Vielleicht berät mich das, hier wurde ich nur verwirrt.
Ich verdiene jetzt seit ca. zehn Jahren mein Geld mit Videoproduktionen, künstlerisch gesehen habe ich selten negative Kritik bekommen, aber das ist nicht entscheidend. Wichtig für mich sind meine Ambitionen, die möchte ich umsetzen und dafür Geld in die Hand nehmen. Was ich mir hier erhofft habe, sind PROFI-Ratschläge, welches Setup ich kaufen muss, damit meine Sachen sendefähig werden.
"Sendefähig sein" ist etwas, was ich nicht sofort sein möchte. Ich möchte es werden, mit Erfahrung und Zeit. Ich behaupte nicht, dass ich das kann, und doch wird mir diese Ambition hier zum Vorwurf gemacht. Auch jetzt, nach diesem Posting, werden wieder viele Vorwürfe kommen, von wegen "damit musst du im Forum rechnen" und "man will halt keine Konkurrenz heranzüchten" und "wenn du keine Ahnung hast, geh doch heim". Aber wofür sonst ist ein Forum da? Ich stelle eine Frage, damit ich eine Antwort kriege, ich schreibe hier nicht, um zu beweisen, was ich für tolle Sachen weiß. Himmelherrgottnochmal!!
Meine einfache Frage wurde nicht beantwortet: Ich wollte von Leuten mit TV-Erfahrung wissen, wie ich 20.000 Euro anlegen muss, um Technik zu erhalten, mit der ich (;theoretisch) HD-Beiträge an die Öffis verkaufen könnte.
Wenn es nicht geht, dann sagt einfach, dass das Geld dafür nicht reicht!!! Alles andere könnt ihr euch sparen.
Antwort von Buchungszeichen:
Meine einfache Frage wurde nicht beantwortet: Ich wollte von Leuten mit TV-Erfahrung wissen, wie ich 20.000 Euro anlegen muss, um Technik zu erhalten, mit der ich (;theoretisch) HD-Beiträge an die Öffis verkaufen könnte.
Wenn es nicht geht, dann sagt einfach, dass das Geld dafür nicht reicht!!! Alles andere könnt ihr euch sparen.
Vielleicht ist hier im Forum niemand von 9live vertreten, der die passenden Tipps geben könnte...
Antwort von cammelcorder:
Vielleicht ist hier im Forum niemand von 9live vertreten, der die passenden Tipps geben könnte...
Auch dieser - mit Verlaub gesagt dämliche - Beitrag hat nicht zur Klärung der Frage beigetragen.
Antwort von Pianist:
Meine einfache Frage wurde nicht beantwortet: Ich wollte von Leuten mit TV-Erfahrung wissen, wie ich 20.000 Euro anlegen muss, um Technik zu erhalten, mit der ich (;theoretisch) HD-Beiträge an die Öffis verkaufen könnte.
Wenn es nicht geht, dann sagt einfach, dass das Geld dafür nicht reicht!!! Alles andere könnt ihr euch sparen.
Wir haben nicht gesagt, dass es nicht geht. Was wir gesagt haben, ist schon ganz richtig: Es kann unter bestimmten Bedingungen reichen. Und wenn Du es schaffst, eine tragfähige Geschäftsbeziehung zu einem Sender aufzubauen, dem Du etwas lieferst, was er gerne von Dir haben möchte und wo Deine technische Ausrüstung für ausreichend ist und akzeptiert wird, dann kann das auch klappen. Du musst aber davon ausgehen, dass Du Dich technisch eher im unteren Segment befindest und die Technik alleine kein Grund ist, Dir bestimmte Aufträge zu geben, im Gegenteil. Du müsstest so gute Inhalte liefern, dass sie trotz der "suboptimalen Technik" (;so sagt das IRT dazu) gesendet werden.
Ich bleibe dabei: Mach keinen Kaltstart mit unausgegorener Technik, sondern mache erst mal bei anderen Buden mit und wachse da langsam rein. Dann kann es klappen. In ein paar Jahren kaufst Du dann richtig gute Technik und lachst darüber, was Du Dir 2009 für eine komische Kamera kaufen wolltest.
(;ging mir 1993 genauso)
Matthias
Antwort von cammelcorder:
Mach keinen Kaltstart mit unausgegorener Technik, sondern mache erst mal bei anderen Buden mit und wachse da langsam rein. Dann kann es klappen. In ein paar Jahren kaufst Du dann richtig gute Technik und lachst darüber, was Du Dir 2009 für eine komische Kamera kaufen wolltest. (;ging mir 1993 genauso)
Ich glaube nicht, dass Dein Rat falsch ist, ganz im Gegenteil. Nur gehört schon viel dazu, dass ich meine Arbeit in meiner eigenen, funktionierenden Produktionsfirma (;sie ernährt mich, wenn auch nicht mit der Arbeit fürs TV) aufzugeben und irgendwo als unbezahlter Praktikant anzufangen.
Was ich will, ist mehr als Imagefilme machen. Ich könnte meine Videos auf HD drehen, professionell mit einer EX-3 zum Beispiel, aber das scheint mir nicht professionell genug. Ich möchte eine Technik, mit der ich weiterhin meine Arbeit machen und Erfahrungen sammeln kann. So dass ich irgendwann sagen kann, jetzt drehe ich mal wieder eine Doku (;hab ich schon oft gemacht), nur dass ich diesmal eine in sendetauglicher Quali mache.
Und dass ich hier frage, hat den einfachen Grund, dass ich von Leuten mit Fernseherfahrung wissen will, was ich kaufen sollte. Das hat nichts mit Blauäugigkeit zu tun.
Antwort von soan:
AG-HPX500E plus gebrauchtes 2/3Zoll Objektiv (;optische Qualität prüfen, zB Angeniuex 5.3 WW), 3 V-Mount Akkus von ebay für 140 Euro das Stück mit passendem Billig-Ladegerät, ein gebrauchtes Sachtler-Stativ mit dv 12-Kopf und Hinterhand-Bedienung, ein gebrauchter Tonmischer (;zB SIE 442 oder SQN) mit ew100 Sennheiser Funkstrecke, passende Anstecker, Windkorb, Carbonhandangel und MKH 416 als Püschelmikro, V-Mount Kameraadapter für Funkstrecke von Azden, entsprechender Sender für Tonmischer, dimmbares Kopflicht mit PowerTap oder XLR-Stecker 4fach für Akkuanschluss, passende p2-Karten, 3x600Watt Lichtkoffer plus Folien...mit dieser Austattung könnte man zB wunderbar fürs ZDF drehen, unter 20.000 Euro ist das ebenfalls machbar.
Antwort von cammelcorder:
Danke soan, wirklich :-) solche Beiträge brauche ich. Werde dein Setup mal zusammensuchen/durchrechnen.
AG-HPX500E
Das ist lustig, weil ich durch tagelange Recherche auch zu dem Schluss gekommen bin, dass ich etwas mehr ausgeben und die 500er nehmen sollte ...
Antwort von Piers:
Meine einfache Frage wurde nicht beantwortet: Ich wollte von Leuten mit TV-Erfahrung wissen, wie ich 20.000 Euro anlegen muss, um Technik zu erhalten, mit der ich (;theoretisch) HD-Beiträge an die Öffis verkaufen könnte.
Nunja ich finde in dem Thread schon ziemlich viele Antworten, die für Dein Projekt relevant sind.
Ausserdem ist deine Ausgangsfrage für mich nicht ganz eindeutig. Was ist denn dein Ziel? -(;1) Komplette Sendefertige Master abgeben, die Du mit Deinem Team erstellst? -(;2) (;News) Footage drehen, als EB-Team rausgehen und das Footage abgeben/überspielen? -(;3) Kamera Team und Post bieten, dass der Redakteur eines Senders buchen kann?
Diese 3 möglichen Szenarien streuen schon ziemlich weit, was Dein Basis-Invest betrifft. Ausserdem wie sieht es mit Deinen Kontakten zu den Sendern aus? Gibts da welche, haste schon irgendwo den Fuss in der Tür, oder wird das alles ne kalte Aquise?
Für 20k kannste Option (;3) komplett vergessen. Da kostet Dich alleine der Schnittplatz mehr, wenn Du keinen Redakteur mit Einfluss bei nem Sender hast, der unbedingt mit Dir produzieren will.
Option (;1) könnte evtl. reichen. Aber eigentlich auch nur, wenn Du schon nen guten Kontakt hast. Wenn Du einen solchen hättest, würde der Dir Deine Frage locker beantworten können.
Option (;2) als EB-Team Dienstleister könnte gerade so mit 20k gestemmt werden. Wir haben uns, allerdings mit ner EX1, vor 6 Monaten mit 15k ausgerüstet und sind zufrieden. Aber wir haben die Sendefähigkeit unserer Ausrüstung vorher mit dem Sender abgeklärt.
Aber um es kurz zusammenzufassen: Auch wenn die Preise die letzten 10 Jahre massiv gefallen sind, sind 20k für eine komplette Produktionsumgebung, von Dreh, Schnitt/Post und Archivierung im HD Bereich nicht ausreichend, wenn man sich als Unbekannter auf dem Markt etablieren möchte.
Habe als Dienstleister auf Anfrage vor Jahren mal nen Schnittplatz gebaut, der genau in die Richtung wollte. Keine Kontakte im Sender. Ich habe meine ernsthaften Bedenken über die von ihm gewählte Ausstattung geäußert. Es fehlten Waveformer, RTWs, Blackburst Generatoren um den Schnitt zu syncen. Kostet alles ein schweine Geld und ist nicht zwingend notwendig, wenn man seine Ausrüstung kennt und damit umgehen kann. Als der Techniker vom Sender kam, um den Schnittplatz abzunehmen, hat die Abnahme genau 5sek gedauert und der Techniker ist mit riesem Gebrummel wieder abgedampft.
Antwort von Pianist:
Was ich will, ist mehr als Imagefilme machen. Siehste - und ich mache Image- und Informationsfilme für Auftraggeber aus der Fachwelt, weil ich mehr als Fernsehen machen will... :-)
Du merkst: Es kommt immer auf den Standpunkt der Betrachtung an. Ich weiß ja nicht, was Du derzeit genau machst, aber es scheint doch schon ganz gut zu sein, wenn es Dich ernährt.
Was spricht denn dagegen, mit der derzeit vorhandenen Technik mal eine Probe-Produktion zu machen, also nur mal einen Ausschnitt zu einem interessanten Thema, damit ein Redakteur Deinen Stil sieht?
Matthias
Antwort von ed-media:
Die HPX 500 ist nicht schlecht, Kollegen nehmen die viel für ZDF-Drehs, denn ZDF P2.
Beim BR dagegen kommt man mit einer PDW700 bzw. PDW 800 weiter, die drehen mittlerweile meist XDCAM HD 422, bis auf ein paar EB-ler mit einer DigiBeta.
Selber liebäugele ich auch mit einer PDW700, aber derzeitige Aufträge gingen in Richtung einer HM700, so nutze ich die derzeit fast jeden Tag, da ich für viele Aufgaben einen CCD und keinen CMOS-Chip haben wollte. Wobei SDHC-Karten auch nicht der Weissheit letzter Schluss sind, mir sind auch Transcend/Verbatim-Karten während des Drehs abgeraucht, kommt bei Speicherkarten vor, mit Marken-SDHC-Karten habe ich bessere Erfahrungen gemacht, Karten aus Japan und China waren zu empfehlen, SDHC-Karten aus Taiwan machen immer nur Fehler, egal von welchem Hersteller.
Wie lange man mit der Cam dreht sei dahingestellt, habe Fingercams in DV oder auch eine Canon XL1 (;die nehme ich für Casting-Drehs - die wollen kein HD nur DV, oft auch nur 4:3 statt 16:9) und die sind seit 10 Jahren im Einsatz. Meine DV-MAZ läuft bei mir seit 1996, es gibt auch Geräte die länger als 2 bis 3 Jahre im Einsatz sind und ihren Dienst (;noch) verrichten.
Antwort von deti:
Beim BR dagegen kommt man mit einer PDW700 bzw. PDW 800 weiter, die drehen mittlerweile meist XDCAM HD 422, bis auf ein paar EB-ler mit einer DigiBeta. Das sind momentan gute 20 Stück PDW 700 (;bis nächstes Jahr knapp 100) und 4 Schnittplätze, die HD-fähig sind. Die paar EB-ler mit DigiBeta sind leider deutlich mehr + 62 Plätze für Digibeta-Material. Dann wären da noch eine Handvoll HDCAM SR aus der HD-Anfangszeit.
Deti
Antwort von Pianist:
Es fehlten Waveformer, RTWs, Blackburst Generatoren um den Schnitt zu syncen. Kostet alles ein schweine Geld und ist nicht zwingend notwendig, wenn man seine Ausrüstung kennt und damit umgehen kann. Sagen wir mal so: Vektorskop ist so lange entbehrlich, wie man nur mit der eigenen Kamera dreht und sicher weiß, dass die Werte im erlaubten Bereich bleiben und man auch durch nachträgliche Farb- oder Helligkeitskorrekturen nicht in verbotene Bereiche kommt. Auf keinen Fall entbehrlich ist ein Aussteuerungsmesser wie der RTW 1206 oder dergleichen. Tonpegelabweichungen sind nach meiner Kenntnis die häufigsten Gründe, dass ein Band nach der technischen Abnahme zurückgewiesen wird.
Wenn man jetzt übrigens die ganz doll erhobene Nase raushängen lassen will, dann könnte man so ganz nebenbei erwähnen, dass die angepeilten 20.000 EUR schon alleine dafür fast draufgehen, eine anständige Möglichkeit für hervorragende Sprachaufnahmen zu schaffen. Aber da wird unser Ursprungsfrager hoffentlich so schlau sein, lieber externe Dienste in Anspruch zu nehmen, so lange er sowas nicht selbst hat.
Matthias
Antwort von deti:
Also mal ehrlich Leute, ich finde dieses Forum hier ziemlich nutzlos. Siehste mal, jetzt bist du an dem Punkt, den ich dir gleich zu Beginn dieses Threads vorhergesagt hab.
Deti
Antwort von MarcBallhaus:
Also ich würde mir zuerst mal über sendetaugliche Inhalte Gedanken machen und mir irgendeiner Kamera drehen, aber damit liege ich vermutlch wieder falsch und hole mir gleich ne verbale Backpfeife ...
MB
Antwort von cammelcorder:
Nun, über Inhalte habe ich mir durchaus schon Gedanken gemacht. Und ich möchte weder News machen, noch per Auftrag vom Sender losziehen. Alles, was ich möchte - ich wiederhole es gern nochmal - ist, meine Sachen sendetauglich zu machen. Das können dann halbstündige Reportagen sein, beispielsweise.
Irgendwie lese ich bei euren Antworten auch Widersprüche. Einerseits heißt es, Inhalte sind wichtiger, und da könnte man auch mit etwas weniger Technik punkten. Andererseits heißt es, ohne gescheite Technik (;teurer als 20k) geht es gar nicht.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass ich mit einem FCPS-System, der Teilnahme an entsprechenden Seminaren und Übung nicht in der Lage sein werde, sendetaugliche Werte/Pegel zu liefern.
Antwort von deti:
Was erwartest du? Was du primär benötigst, sind Kontakte zu Personen oder Firmen, die dir helfen dein Material an Sender zu verkaufen. Diese Branche lebt so wahnsinnig von Vitamin-B, das ist ziemlich ernüchternd. Hier im Forum wirst du eher Technikfreaks finden, die meisten sind im Amateurbereich angesiedelt. Wer professionell arbeitet und gut im Geschäft ist, hat sowieso keine Zeit hier etwas zu schreiben und würde seinen Wissensvorsprung auch nur ungern teilen. Leute wie ich, die von GEZ-Gebühren bezahlt werden und nur den technischen Betrieb kennen, leben sowieso fern ab der Realität.
Deti
Antwort von Pianist:
Wer professionell arbeitet und gut im Geschäft ist, hat er sowieso keine Zeit hier etwas zu schreiben und würde seinen Wissensvorsprung auch nur ungern teilen. Ach, das würde ich so nicht sagen. Ich gebe hier ganz gerne zwischendurch mal meinen Senf dazu, wenn ich sowieso gerade was am Schreibtisch mache. Und ich teile auch gerne mein Wissen, weil ich es wichtig finde, dass man Leuten hilft, ihren Berufseinstieg in der Medienbranche zu finden. Ich hatte damals ja auch Glück, dass es Leute gab, die auf mich vertrauten und mich was machen ließen.
Ich wundere mich zum Teil nur über den Ursprungsfrager, weil er die meisten Fragen gar nicht hätte, wenn er schon auf dem richtigen Weg wäre. Deshalb wurde ihm hier ja schon mehrmals empfohlen, erst mal bei anderen mitzumachen, um einen Einstieg zu kriegen. Dann klären sich viele Fragen sehr schnell von selbst und er weiß genau, warum wir hier ständig zwischen "Inhalte sind wichtig" und "Technik ist wichtig" herumeiern.
Matthias
Antwort von deti:
@Matthias: Meine Aussage sollte übrigens nicht als Beleidigung vom Profis rüberkommen!
Deti
Antwort von Raven79:
So, jetzt will ich auch mal meinen kleinen Senf dazugeben. Inzwischen weiss ich ja, auf was der Threadstarter hinaus will.
Und der Vorschlag mit der HPX 500 kommt dem wohl wirklich am nächsten.
Als zweite Option würde ich die HPX 301 vorschlagen. Da kann man noch was sparen, habe da schon unglaubliche Angebote (;so ca. 5000 € mit Optik) gesehen. Dann hast Du wieder mehr übrig für den restlichen Kram und Post. Sie hat natürlich Nachteile gegenüber der 500er (;Chipgröße/-Art/Objektivauswahl..), aber eben auch Vorteile (;Codecs, Display, Handling...).
Das muss jeder selbst abwägen.
Die Sonys machen auch wirklich hervorragende Bilder. Doch nach meiner persönlichen Meinung bieten sie zu wenig Format/Codec-Vielfalt und haben einfach komische Bauformen....
Die neue PDW 350 wäre zwar interessant, aber zu teuer. Geschweige denn 700er/800er....
Antwort von Piers:
Irgendwie lese ich bei euren Antworten auch Widersprüche. Einerseits heißt es, Inhalte sind wichtiger, und da könnte man auch mit etwas weniger Technik punkten. Andererseits heißt es, ohne gescheite Technik (;teurer als 20k) geht es gar nicht.
Also da musst Du schon genau lesen.
Wenn Du eine Produktionskette Dreh, Schnitt/Post, Ausspielung zusammenstellst im Bereich HD, die auf jeden Fall, ohne wenn und aber zu 100% von öffentlichen Sendern abgenommen wird (;lassen wir den Inhalt mal aussen vor), werden Dir 20k nicht reichen.
Hast Du aber die Möglichkeit mit einem Entscheider aus dem Sender Deinen Worklfow und das eingesetzte Equipment abzusprechen, könnten 20k reichen.
Wie gesagt, wir arbeiten mit einer EX1 Ausrüstung und FCS. Wir produzieren durchgehend im HdCamEX 720 50p Codec und geben am Ende unser Meisterwerk auch in diesem Codec beim Sender ab. Das geht wunderbar und wir haben auch noch nie Probleme mit der techn. Abnahme gehabt. Aber wie gesagt, der Sender weiß was er von uns bekommt.
Das hier der Thread in eine Grundsatzdiskussion über 4:2:0 vs. 4:2:2 vs. DV mündet, zeigt aber genau die vielen Facetten, die es im zusammenspiel zwischen TV Sendern und externen Dienstleistern gibt und wie unterschiedlich da die Erfahrungen sind. Teilweise sind die techn. Richtlinien, so wie WoWu sie anführt, sinnvoll und schützen die Produktionskette vor vorhersehbaren techn. Engpässen, die eine Ausstrahlung unmöglich machen können. Teilweise kommt es mir persönlich aber auch so vor, dass diese Richtlinien absichtlich recht hoch angesetzt werden und unüberwindlich erscheinen, um kleinere Externe aus dem Geschäft zu halten. Denn zum einen müssen die Sender ihre In-House Schnittplätze auslasten, sonst wird da nur Geld verschleudert, zum anderen wollen die etablierten externen Dienstleister auch kein Stück vom Kuchen hergeben, denn die haben oft viel Geld investiert, um da partizipieren zu können.
Ich persönlich sehe das aus Erfahrung, und vielen frustrierenden Begebenheiten in der Vergangenheit so: Ich schaffe mir keine Infrastruktur mehr an, die ein Entscheider nicht vorher abgesegnet hat, bevor es zum Kauf kommt. Liegt die Latte zu hoch, dann war's das vorerst für mich und ich widme mich dem Feld ausserhalb vom TV.
Antwort von cammelcorder:
... der Vorschlag mit der HPX 500 kommt dem wohl wirklich am nächsten ... Als zweite Option würde ich die HPX 301 vorschlagen ...
Genau das ist die Verwirrung, die mir noch bleibt. Ich finde die 301 eigentlich am interessantesten, eben wegen dem Handling und der Möglichkeit AVC-Intra aufzuzeichnen. Aber wenn die Quali der 500 besser ist, sprich: sendetauglicher, würde ich auch die Mehrausgabe tätigen.
An alle möchte ich mal sagen, dass mich dieser Thread schon weitergebracht hat. Ich weiß es auch zu schätzen, dass man mich vor einer Fehlinvestition bewahren will. Letztlich brauche ich die Technik vor allem, um meine Imagefilme und Auftragsdokus für private Auftraggeber anzufertigen - allein dafür hätte ich investieren können, ohne jemanden fragen zu müssen.
Ich wiederhole mich vielleicht, aber möchte es mit Nachdruck tun: Ich möchte nur zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wenn ich schon Geld in die Hand nehme, möchte ich qualitativ ABER theoretisch auch sendetauglich sein. Was sich daraus ergibt, ist eine andere Sache, und das hat Raven79 gut erkannt.
Was ich auch erkannt habe ist, wie wichtig vorheriges Informieren ist. Bin das mit dem IRT schon angegangen ...
Antwort von KrischanDO:
Moin,
seitdem meine Bilder halbwegs laufen gelernt haben, habe ich eine ganze Reihe von Projektideen ausgebrütet. So Dinger, die ich "Dokumentationen" nennen wollte. Ein alter Fernsehfreund mit "Öffi"-Erfahrung hat mir dann gesagt: "Struppi, Du musst Dich mal entscheiden, ob Du einen Dokumentarfilm, ein Feature oder eine Reportage machen willst! Und dann überleg' Dir mal, wer das überhaupt sehen will und warum, und wo das laufen soll. Und bist Du jetzt Kameramann oder Journalist? Und mit fünf Drehtagen willst Du einen 30-Minüter machen???"
Seitdem ist für mich die Frage, ob ich mit meiner EX-1 sendefähiges Material produzieren kann, in den Hintergrund getreten.
Wenn ich jetzt auf das schmale Brett "Ich will 'was für's Fernsehen machen!" steigen wollte, würde ich mich fragen, für welches Thema ich zwei Monate Arbeit investieren möchte. Und ob das jemand sehen möchte. Wenn ja, würde ich einen 15- oder 30-Minüter drehen, mit meiner EX-1. Vorher müsste ich mich entscheiden, ob ich Journalist oder Kameramann bin. Eher Kameramann. Also bräuchte ich noch einen Journalisten...
Wenn das fertig wäre und 20 Leute im Bekannntenkreis gesagt haben "GEIL!", dann würde ich mir das Thema vornehmen, mit dem ich auf Sendung will, und würde ein Exposé schreiben. Und dann solange bei den in Frage kommenden Sendern anrufen, bis einer sagt: "Schickense uns mal Ihr Exposé, wir schauen uns dass mal an. "
Und wenn dann ein Sender sagt: "Wollen wir. Machen Sie mal!", dann sollte auch die Miete für eine Kamera nach Senders Gusto drinsitzen.
Falls jemand einen einfacheren Weg kennt, ein Thema ins Fernsehen zu bringen: Ich lerne gerne! Und hätte da so ein paar Themen...
Grüße Christian
Antwort von Pianist:
Wenn ich schon Geld in die Hand nehme, möchte ich qualitativ ABER theoretisch auch sendetauglich sein. Das ist ja auch genau richtig. Dazu möchte ich aber auch noch mal einen wichtigen Hinweis aufgreifen, der entweder hier oder in Deinem anderen Thread schon kam: Denke auch an den guten Ton. Der ist genauso wichtig wie das gute Bild. Und auch dafür musst Du einiges an Geld ausgeben. Darf ich mal fragen, was bei Dir bisher an Tonausrüstung (;sowohl für draußen als auch für drinnen) vorhanden ist?
Matthias
Antwort von MarcBallhaus:
Wer professionell arbeitet und gut im Geschäft ist, hat sowieso keine Zeit hier etwas zu schreiben und würde seinen Wissensvorsprung auch nur ungern teilen.
Schliess nicht von dir auf andere.
Ich teile meinen Wissensvorsprung durchaus gerne und freue mich, wenn ich Produktionspausen dazu nutzen kann dem einen oder anderen mit Erfahrungswerten zu helfen, oder eben auch mal eine ehrliche Kritik abzugeben.
MB
Antwort von deti:
Schliess nicht von dir auf andere.
Das hab ich bestimmt nicht und wie schon oben gesagt, wollte ich keinen Profi damit beleidigen - so auch dich nicht. Ich mache ja keine Filme, aber ich sehe die Kreativen meistens gestresst und ungeduldig. Da würde es mich sehr wundern, sie nähmen sich mal Zeit um einem Anfänger etwas in Ruhe zu erklären.
Deti
Antwort von Pianist:
Da würde es mich sehr wundern, sie nähmen sich mal Zeit um einem Anfänger etwas in Ruhe zu erklären. Doch, die Zeit nehme ich mir oft, weil ich Aus- und Weiterbildung für ein ganz wichtiges Thema halte. Das kommt in der Medienbranche sowieso viel zu kurz, weil eben alles immer so schnell und hektisch ist, darf aber an sich nicht zu kurz kommen. Zumal es in unserer Branche ja viele Freiberufler gibt, die eben nicht in irgendwelche regulären Weiterbildungsmaßnahmen eingebunden sind und sich immer selbst um alles kümmern müssen.
Matthias
Antwort von Jürgen F.:
@Christian
"...dann würde ich mir das Thema vornehmen, mit dem ich auf Sendung will, und würde ein Exposé schreiben. Und dann solange bei den in Frage kommenden Sendern anrufen, bis einer sagt: "Schickense uns mal Ihr Exposé, wir schauen uns dass mal an. "
Und wenn dann ein Sender sagt: "Wollen wir. Machen Sie mal!", dann sollte auch die Miete für eine Kamera nach Senders Gusto drinsitzen..."
Sorry Christian, ein bischen naiv gedacht. So geht es nicht. Hast du schon mal Themen, Drehbücher, Kalkulationen beim Sender "eingereicht", hast du schon mal mit verantworlichen Redakteuren telefoniert/korrespondiert? Hast du mal nach Sendeterminen gefragt, schon mal Kalkulationen für eine Auftragsproduktion ausgearbeitet. Lass dir mal die Minuten-Preise für den Ankauf von fertigen Produktionen mitteilen. Viel Spass...
P.S. Sonst stehst du doch hier auf realem Fuss...
@ Cammelcorder "...Alles, was ich möchte - ich wiederhole es gern nochmal - ist, meine Sachen sendetauglich zu machen..."
Nicht für 20.000€ wenn du keine Fremdleistung in Anspruch nimmst. Das wurde dir hier schon mehrmals bestätigt. Die HPX500 kann kein AVC-I, der nackte Body mit Sucher kostet neu netto 11K, 4x 64GB-Karten ca. 3.000€, ein gebrauchtes HD- Standard Objektiv nicht unter 12k, guten Ton (;danke Matthias)und ein Stativ nicht vergessen nebst dem ganzen Kleinkram ca. 5 bis 8.000 €. ...insgesamt geht bei dieser Kragenweite nichts unter 40.000€ und dann hast du noch keinen Meter "sendefähig" in HDTV geschnitten. Vielleicht informierst du dich zuerst mal welche Schnittsysteme den AVC-I 100 Codc (;HPX301) flüssig in der Postpro bearbeiten können. Vielleicht kannst du mit deinen offerierten 20.000€ als Teilhaber in eine Produktionsbude einsteigen. Nur so eine Idee.
Grüße Jürgen F.
Antwort von KrischanDO:
... ...Hast du schon mal Themen, Drehbücher, Kalkulationen beim Sender "eingereicht", hast du schon mal mit verantworlichen Redakteuren telefoniert/korrespondiert? Hast du mal nach Sendeterminen gefragt, schon mal Kalkulationen für eine Auftragsproduktion ausgearbeitet. Lass dir mal die Minuten-Preise für den Ankauf von fertigen Produktionen mitteilen. ... Grüße Jürgen F.
Hallo Jürgen, kann ich alles verneinen. ;-) Deswegen wird es wohl noch ein bisschen dauern. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht genug vom Gedanken beseelt, dass etwas von mir im Fernsehen laufen müsste. ;-)
Gibt sonst auch genug zu tun...
Grüße Christian
Antwort von Raven79:
"Genau das ist die Verwirrung, die mir noch bleibt."
Tja und das ist wirklich schwierig. Das hat Panasonic gut hin bekommen, am besten kauft man beide, haha... :-)
Ich habe beide nicht nebeneinander verglichen. Ich habe die 301er. Ich vermute jedoch, dass die 500er subjektiv den besseren Bildeindruck macht. Wegen der Chipgröße und der im Allgemeinen besseren 2/3 Zoll-Objektive (;selbst SD-Objektive)....
Ein Kollege von mir hat allerdings die 500er. Und mir ist gerade eingefallen, dass er zusätzlich noch einen besseren 16/9-Sucher gekauft hat. Für ein paar Tausend €. Sie hat einfach ein schlechtes 4/3 Display und standardmässig einen eher nicht HD-tauglichen 4/3-Sucher... Wäre u.U wieder so "Posten" für dein Budget...
Und eben "nur" DVCProHD... Finde ich nicht schlecht. Hatte aber schon mal einen Kunden, der kein AVCIntra verarbeiten konnte und "Full-HD" wollte. Also gabs DVCProHD. Nachher gabs dann etwas Verwirrung, weil DVCProHD mit 1440 Zeilen horizontal auflöst. OTon: "Das ist ja kein FullHD wie ausgemacht!" Nur wegen den paar Pixeln wäre ihm eine EX1 lieber gewesen.... War natürlich kein "Insider", sondern so ein Media-Markt-Digitalkamera-MEHR-Megapixel-Junkie. Trotzdem bin ich froh, mit AVC-Intra100 auch ein "FullHD"-Format an Bord zu haben. Die meisten können es ja inzwischen verarbeiten, bzw. du willst es ja sowieso selber schneiden.
Ich kann Dir also keinen definitiven Tipp geben. In Anbetracht des Budgets und der zusätzlichen Ausgaben für Ton/Licht/Post etc. aber vieleicht doch eher zur 301er raten....
Antwort von cammelcorder:
Denke auch an den guten Ton. Der ist genauso wichtig wie das gute Bild. Und auch dafür musst Du einiges an Geld ausgeben. Darf ich mal fragen, was bei Dir bisher an Tonausrüstung (;sowohl für draußen als auch für drinnen) vorhanden ist?
Ich nutze ein MKH416 (;sollte ich evtl. auf 418-S umsteigen?) in einem Fell-Windkorb von Reinhardt an einer VDB-Kohlefaser-Tonangel. Als Ansteckmike ein MKE40-4. Außerdem hab ich noch ein EDIROL R-09 HR, überlege mir aber auf das MARANTZ PMD 661 umzusteigen.
Antwort von Pianist:
Ich nutze ein MKH416 (;sollte ich evtl. auf 418-S umsteigen?) in einem Fell-Windkorb von Reinhardt an einer VDB-Kohlefaser-Tonangel. Als Ansteckmike ein MKE40-4. Außerdem hab ich noch ein EDIROL R-09 HR, überlege mir aber auf das MARANTZ PMD 661 umzusteigen. Der kleine Recorder wird Dir nicht viel nützen, oder möchtest Du nebenbei noch etwas fürs Radio machen? :-)
MKH 416 mit Korb und Angel ist doch schon mal prima, da würde ich auch bei bleiben. Was aber fehlt, ist ein kleiner Umhängemischer mit guten Vorverstärkern und gutem Limiter. Standard wäre ein SQN, zum Beispiel das SQN-4 mini (;hieß früher SQN-2S). Ist zwar schweineteuer, aber es gibt nichts Besseres und damit kannst Du Dein ganzes Berufsleben lang arbeiten. Wenn Du schöne Stereo-Atmos aufnehmen möchtest, solltest Du Dir noch zwei Kugeln kaufen, zum Beispiel zwei gebrauchte Neumann KM 83 oder KM 183 und die dann in einen kleinen Stereo-Korb bauen. Dann kannst Du unterwegs mal ein paar Stereo-Atmos aufnehmen, um sie später in die Mischung reinzubauen. Dafür kann Dir dann auch Dein kleiner Tonrecorder gute Dienste leisten.
Ein MKH 418 S würde ich nicht nehmen, die Acht rauscht ziemlich stark. Das SQN hat zwar die dafür passende MS-Matrix und MS-Stereofonie ist bei Sendern sehr beliebt, wegen der guten Mono-Kompatibilität, aber ich würde die O-Töne ganz normal in Mono angeln, die gehören sowieso in die Mitte, und würde Stereo-Atmos getrennt mit zwei Kugeln aufnehmen.
Was die inhäusige Tontechnik angeht: Gute Abhöre, gutes Mischpult mit Subgruppen, amtlicher Pegelmesser - das ist alles wichtig. Und wenn Du selbst dort auch Sprachaufnahmen machen möchtest, dann brauchst Du einen guten Aufnahmeraum, solltest auch den Raum, wo Dein Schnittplatz steht, akustisch ausbauen, und dann sind eben auch Dinge wichtig wie ein Neumann TLM 103, ein sehr guter Vorverstärker mit sehr gutem Kompressor/Limiter und so weiter. Kannst und möchtest Du denn selbst sprechen oder wirst Du eher andere Sprecher einsetzen? Wenn Du sowieso andere Sprecher nimmst, wäre für Dich, so lange Du das alles nicht hast, vielleicht sogar einer der Sprecher ganz gut, die über ein eigenes Studio verfügen. (;Diesen Tipp gebe ich normalerweise nicht)
Matthias
Antwort von cammelcorder:
Kannst und möchtest Du denn selbst sprechen oder wirst Du eher andere Sprecher einsetzen?
Da ich ohnehin nicht sprechen kann (;nicht professionell jedenfalls), setze ich für Kommentare nur andere Sprecher ein.
Nicht für 20.000€
Das höre ich nicht gern, sind aber die Ratschläge, die ich brauche. Auch wenn es schade ist.
Antwort von Pianist:
Da ich ohnehin nicht sprechen kann (;nicht professionell jedenfalls), setze ich für Kommentare nur andere Sprecher ein. Wo machst Du denn bisher die Sprachaufnahme? Bei Dir oder woanders?
Matthias
Antwort von cammelcorder:
Wo machst Du denn bisher die Sprachaufnahme? Bei Dir oder woanders?
Ich habe einen guten Freund mit Studio, welches sich keine 35 Kilometer entfernt befindet. Ich habe aber auch schon Sprecher mit eigenem Studio beauftragt.
Das SQN-4 mini wird es wohl nicht werden, aber ein gebrauchtes SQN werde ich mir wohl anschaffen, so für 500 bis 600 Euro denke ich.
Antwort von Pianist:
Ich habe einen guten Freund mit Studio, welches sich keine 35 Kilometer entfernt befindet. Ich habe aber auch schon Sprecher mit eigenem Studio beauftragt.
Das SQN-4 mini wird es wohl nicht werden, aber ein gebrauchtes SQN werde ich mir wohl anschaffen, so für 500 bis 600 Euro denke ich. Das mit dem Kumpel ist doch prima, dann kannst Du ja dabei bleiben, bevor Du auch in diesem Bereich noch einen hohen Aufwand treiben musst. Zum SQN: Ich glaube nicht, dass Du für 500 bis 600 EUR ein gebrauchtes SQN kriegst. Sowas wird sowieso kaum gebraucht angeboten, weil alle das sehr lange nutzen, und wenn doch, dann nicht für so wenig Geld. Und wenn eben doch mal, kannst Du davon ausgehen, dass es innen massiv beschädigt ist. Du wirst da wirklich sehr lange suchen müssen. Abhilfe könnte auch hier ein freier Tonassistent mit eigener Technik sein, den Du dann tageweise anheuerst. Aber auch sowas ist eher selten, vor allem in Regionen fernab von Hamburg, Berlin, Köln und München.
Matthias
Antwort von cammelcorder:
Ich glaube nicht, dass Du für 500 bis 600 EUR ein gebrauchtes SQN kriegst.
Ich möchte nicht am falschen Ende sparen, und dass der Ton ungemein wichtig ist, ist mir auch klar - aber gibt es denn eine Alternative zu SQN, die du empfehlen würdest?
Antwort von Raven79:
Stimmt, SQN ist wirklich bewährte Technik. Für deinen angepeilten Preis bekommst Du aber nur den 3er/Mono in wahrscheinlich stark gebrauchter Qualität.
Allerdings hat SoundDevices groß aufgeholt. Vieleicht wäre der "kleine" 3-Kanal/Stereo Mischer von denen eine nicht allzu teure Alternative?
Würde ich aufjedenfall dem Wendt-Pendant zu ähnlichem Preis vorziehen...
Im Allgemeinen würde ich also Wendt, aber eher Sound-Devices als Alternative sehen.
Antwort von Pianist:
Ich möchte nicht am falschen Ende sparen, und dass der Ton ungemein wichtig ist, ist mir auch klar - aber gibt es denn eine Alternative zu SQN, die du empfehlen würdest? Nein, gibt es nicht. Ich kenne alle möglichen Leute, die immer wieder was anderes probiert haben und immer wieder beim SQN gelandet sind. Ob Sound Devices wirklich aufgeholt hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
Matthias
Antwort von Raven79:
Also zur verbauten Qualität, messbare Qualitätsunterschiede usw. kann ich auch nix sagen. Mag durchaus sein, dass ein SQN im Zweifel 20 Jahre länger "durchhält"...
Allerdings beobachte ich, dass Sound-Devices im Produktionsalltag inzwischen mehr vertreten zu sein scheint. Klar sind noch einige SQN im Einsatz, neu angeschafft werden aber überwiegend Sound-Devices.
Ich selbst habe mit beiden Fabrikaten viel gearbeitet und kann nichts Negatives über Sound Devices sagen.
Jedenfalls hast Du damit professionelles Equipment und keiner wird Dir deswegen die Tür vor der Nase zuschlagen...
Antwort von deti:
Was ich auch erkannt habe ist, wie wichtig vorheriges Informieren ist. Bin das mit dem IRT schon angegangen ...
Spar dir die Kohle und gib mir deine Email-Adresse.
Deti
Antwort von Jott:
Nur gehört schon viel dazu, dass ich meine Arbeit in meiner eigenen, funktionierenden Produktionsfirma (;sie ernährt mich, wenn auch nicht mit der Arbeit fürs TV) ... Was ich will, ist mehr als Imagefilme machen.
Lustig. Viele, die mit Fernsehen zu tun haben, wünschen sich nichts sehnlicher, als den Fuss beim Thema Imagefilm reinzubekommen. Wenn du davon bereits lebst, baue das doch aus. Kaufe dir geiles Zeug, das DU dir aussuchst und nicht ANDERE dir vorschreiben. Mache damit die Bilder, von denen die ganzen EB- und Dokujungs nur träumen. Schaffe Emotionen. Das ist viel erfüllender, als mit irgendwelchen Beamten über Sendefähigkeit zu diskutieren. Meine Meinung.
Antwort von Pianist:
Das ist viel erfüllender, als mit irgendwelchen Beamten über Sendefähigkeit zu diskutieren. Meine Meinung. Die Beamten gehören natürlich in Anführungszeichen, aber ansonsten stimme ich Dir voll und ganz zu. Es hat schon seinen Grund, warum ich mich vor vielen Jahren immer mehr vom Fernsehen wegbewegt habe. Wobei ich aber davon überzeugt bin, dass mir meine Erfahrungen aus der aktuellen Berichterstattung heute sehr bei meinen Aufträgen helfen.
Matthias
Antwort von B.DeKid:
Frage kann man als Sound Equitment nicht auch Tascam oder HHB empfehlen?!
MfG B.DeKid
Antwort von Pianist:
Frage kann man als Sound Equi p ment nicht auch Tascam oder HHB empfehlen?! Kann man natürlich, wenn es um Aufnahmegeräte geht. Hier aber geht es um kleine Umhängemischpulte, und sowas haben beide nicht. Da gibt es nur SQN, Wendt, Sound Devices und Shure.
Matthias
Antwort von cammelcorder:
Spar dir die Kohle und gib mir deine Email-Adresse.
Kann ich nicht, deine steht nicht im Profil. Aber meine! :-)
Danke im Voraus ......
Hab mir das alles übrigens überlegt. Werde nun eine EX-3 mit DOF-Adapter kaufen, m.E. eine gute Lösung, um bessere Imagefilme zu machen. Dazu kaufe ich ein FCPS-System, das für mehr taugt. Im Q3/2010 werde ich dann erneut Geld in die Hand nehmen und ggf. die RED Scarlet anschaffen, sofern die die Richtlinien erfüllt ... ansonsten ist es auch gut. Eigentlich bin ich mit meinen Imagefilmen doch ganz gut im Geschäft.
Antwort von B.DeKid:
Danke!
Antwort von Pianist:
Im Q3/2010 werde ich dann erneut Geld in die Hand nehmen und ggf. die RED Scarlet anschaffen, sofern die die Richtlinien erfüllt... Ich grübele gerade, wie man jetzt angemessen reagiert. Möchtest Du nun ernstgenommen werden oder nicht?
Matthias
Antwort von cammelcorder:
[quote="Pianist"]Ich grübele gerade, wie man jetzt angemessen reagiert. Möchtest Du nun ernstgenommen werden oder nicht?
Och, Matthias, du darfst mich nicht falsch verstehen. Dass ich über eine solche Anschaffung nachdenke, hat nichts mit der zwanghaften Erfüllung meiner broadcastträume zu tun. Es ist eine rein finanzielle Entscheidung. Möglicherweise liefert eine solche Kamera eine taugliche Qualität zum guten Preis, wofür RED ja bekannt ist.
Und wenn sie diese Qualität nicht liefert, kaufe ich sie auch nicht. So einfach ist das. Das hat mir dieser Tread gebracht, und da muss ich euch allen danken: Ich finde mich mit meinem Dasein als Imagefilmer ab.
Und kaufe erstmal eine gute Technik, um noch bessere Imagefilme zu drehen.
Antwort von Pianist:
Möglicherweise liefert eine solche Kamera eine taugliche Qualität zum guten Preis, wofür RED ja bekannt ist. Dafür ist RED bekannt? Ich kenne nur Leute, die sich dumm und dusselig ärgern, diesen Unfug jemals gekauft zu haben...
Und wenn sie diese Qualität nicht liefert, kaufe ich sie auch nicht. So einfach ist das. Das hat mir dieser Tread gebracht, und da muss ich euch allen danken: Ich finde mich mit meinem Dasein als Imagefilmer ab. Mensch - Du sollst Dich nicht damit "abfinden", sondern einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass Leute, die Image- und Informationsfilme für die Fachöffentlichkeit produzieren, gefragte Experten sind, die es nicht nötig haben, sich mit irgendwelchen doofen Redakteurspersonen herumzuärgern.
Und kaufe erstmal eine gute Technik, um noch bessere Imagefilme zu drehen. Du drehst nicht automatisch bessere Filme, wenn Du bessere Technik hast... :-)
Matthias
Antwort von WoWu:
:-)
Antwort von KrischanDO:
@cammelcorder:
Du kannst von Deinen Imagefilmen gut leben und hast das Spielgeld, um noch eine RED zur EX-3 zu kaufen? Und hättest gerne sendefähige Technik, aber weißt eigentlich gar nicht richtig, was Du damit machen willst? Und dass die RED eine Dauerbaustelle ist, bei der es der Hersteller durch geniales Marketing und gutes Design geschafft hat, dass sich tausende von Betatester als Kunden fühlen und wie Jünger benehmen - das hast Du auch noch nicht mitbekommen?
Da könnte sich mancher, der sich hier Mühe gibt, fundierten Rat zu erteilen, verschaukelt fühlen.
Lass uns nicht dumm sterben und poste mal einen Link zu Deiner Firma, damit wir mal ein Vorbild haben.
Grüße CS
Antwort von cammelcorder:
Und dass die RED eine Dauerbaustelle ist, bei der es der Hersteller durch geniales Marketing und gutes Design geschafft hat, dass sich tausende von Betatester als Kunden fühlen und wie Jünger benehmen - das hast Du auch noch nicht mitbekommen?
Hui ... ich beziehe mich da auf Empfehlungen von Freunden, die mit dem Ding gearbeitet haben und ziemlich begeistert sind. Natürlich mit der One; was die kleine Cam kann, muss sich erst zeigen. Aber ich will mich hier nicht um Kopf und Kragen reden. Ihr könnt mal davon ausgehen, dass ich das Ding nicht ohne ausgiebigen Test kaufe.
Ich bereue es schon fast, dass ich von diesem Plan erzählt habe. Nehmt es doch einfach als Fakt hin, dass ich mir die EX-3 kaufe (;die Geschichte mit der RED steht doch noch in den Sternen). Und diese Entscheidung habe ich den fundierten Ratschlägen hier zu verdanken.
Letztlich kann man die EX auch wieder verkaufen, um sich die RED leisten zu können ;-)
Antwort von KrischanDO:
Hi,
zum Kauf der EX-3 kann ich als EX-1-Benutzer nur sagen: Richtig! Oder vielleicht: Schau dir mal die EX-1 R an...
Grüße CS
Antwort von WoWu:
Siehst Du, cammelcorder, und damit stehen wir wieder ganz vorn im Thread, nur mit dem Unterschied, dass Dein Ziel jetzt nicht mehr Broadcaster sind, sondern irgendwelche privaten Abnehmer.
Antwort von deti:
erledigt.
Deti
Antwort von WideScreen:
Sein "Laden" läuft ganz gut und dann hat er ein Buget für seine ganze Produktionslinie von nur 20.000 Euro? Ui. *amkopfkratz* Na gut, das ist dann wohl Auslegungssache was "gut" bedeutet....
Antwort von Pianist:
Sein "Laden" läuft ganz gut und dann hat er ein Buget für seine ganze Produktionslinie von nur 20.000 Euro? Ui. *amkopfkratz* Na gut, das ist dann wohl Auslegungssache was "gut" bedeutet.... Ihm wurde ja schon gesagt, dass er unter Anlegung entsprechender Maßstäbe dafür gerade mal ein gutes HD-Objektiv bekommt. Aber ich würde das jetzt auch nicht zu sehr runtermachen. Für Leute, die eher im unteren Preissegment arbeiten, ist es sicher schon eine tolle Leistung, sich 20.000 EUR zusammenzusparen. Als ich mit eigener Technik anfing, da habe ich auch versucht, so günstig wie möglich alles zu beschaffen, das war etwa 1994 und ich war 21 Jahre alt. Da habe ich dann eine gebrauchte Hitachi Z 31 (;Röhrenkamera) aus Beständen des Bayerischen Rundfunks gekauft, einen gebrauchten Sony BVV-1 (;Standard-Betacam), der zuvor beim NDR im ARD-Studio Peking im Einsatz war. Dann habe ich noch ein Sachtler Panorama 7x7 (;Vorläufer vom Video 18) gekriegt, einige gebrauchte NP-1-Akkus mit Ladegerät und so weiter. Insgesamt alles zusammen für etwa 8.000 DM. Damit konnte ich dann schon losziehen und meine ersten selbstgedrehten Regionalfernsehbeiträge machen.
Schon ein knappes Jahr später konnte ich mir dann eine neue Kamera kaufen, meine erste Ikegami-Chipkamera, eine HC-390, und einen Sony BVV-5. Ein weiteres Jahr später dann ein Sachtler Video 18 Plus. In dieser Konfiguration habe ich dann elf Jahre lang bis 2007 gedreht, das Stativ benutze ich noch heute.
Von daher: Ich habe volles Verständnis für Leute, die versuchen, mit überschaubarem Geldeinsatz eine vernünftige Technik anzuschaffen, um erst mal loszulegen. Aber das ist heute echt nicht einfacher als damals, vielleicht sogar schwieriger.
Matthias
Antwort von deti:
... genau deshalb fand ich eine EX3 passender. Man muss bei diesen Investitionen auch die Folgekosten sehen - da akkumulieren sich eine Menge kleine Artikel schnell zu einem großen Betrag. Beispiel: Speicherkarten, Akkus, Ladegerät, Kopflicht, Funkmikros - da ist man schnell bei weiteren 5k€, die dann noch zum reinen Kamerapreis hinzu kommen. So bekommt man bei der EX3 ein Ladegerät dazu, kann notfalls SD-Karten oder Festplatten zum Aufzeichnen verwenden und hat einen ca. 3k€ geringeren Anschaffungspreis. Ob man nun 4:2:2 aufzeichnen kann oder nicht, spielt meiner Ansicht nach in diesem Anwendungsbereich sowieso keine Rolle. Sollte der Threadstarter jemals ein 45min Feature o.Ä. produzieren, dann wird ihm der Auftraggeber vermutlich auch das Equipment stellen. Klar geht das zu Lasten der Wertschöpfung, aber nur auf Verdacht hin unnötig viel Geld auszugeben, um irgendwann einmal einen Broadcaster als Kunden zu gewinnen, halte ich für unsinnig.
Deti
Antwort von WideScreen:
Kann mich da nur wiederholen: (;Titel: Re: Längen von Sendematerial/Passend für Programmschemen)
Also den Kampf gegen Windmühlen zu verkürzen. Ich habe 1000ende Briefe geschrieben an die Öffis. Mit Digibeta Tapes und bla bla bla. Vergiss es. Erst als ich Vitamin B getankt hatte, kam ich rein. (;Hab im Flieger mit meinem Kollegen ne Idee diskutiert bis sich unser Sitznachbar einmischte und meinte das er Redakteur ist und das interessant findet. 5er mit Zusatzzahl, quasi)
Mein Tip wäre: Schaff dir ne Referenz. Muß nicht lang sein, aber gut. Richtig gut! Leih ne gescheite Kamera, schau das du nen Cutter bekommst, wenn du nicht selbst gelernt Cutter bist, und Brenn ne DVD oder nimm ne Digibeta. Damit gehst du hausieren. Die Redaktion will sehen was du kannst, und wenn das gut aussieht, dann bekommste auch nen Aufrag, damit Geld und damit kannste mal sehen das du dir was Sendetaugliches aufbaust.
Die Qualität ist abhänig von dem was du drehst. Dokus sind nur HD. Und dann mit ner gescheiten Kamera. Wobei auch schon HDV Dokus vor kurzem im ZDF gelaufen sind. Wenn man in der Wüste dreht oder im entlegenen Afrika, in der Lehmhütte, da passt das. Wenn du "tolle Bilder mit wenig Inhalt" drehen willst, brauchst du ne sehr gute Kamera, die dein Buget alleine schon weit übertrifft. Du brauchst nen Text der astrein ist. Sprachlich und Redaktkionell. Von nem gescheiten Sprecher, der alleine schnell mal 500 Euro und deutlich mehr kosten kann. (;wohl gemerkt bei nem 10 minüter).
Schnitte müssen profesionell sein. Entscheiden ist bildgenau zu arbeiten nach den Regeln für Schnitt. Ein Frame zu spät kann schon zeigen das da jemand keine Ahnung hat. Auch wenns dem Leihen nicht auffällt.
Ich habe die Schublade gesehen in der die hunderte DVDs und Tapes lagen, die wieder !ungesehen! zurückgeschickt wurden, weil einfach kein Bedarf bestand. "tut uns leid Ihnen mitteilen zu müssen...bla bla bla....kein Geld....kein Sendeplatz....wäre schön gewesen .... MfG..."
Die Chance, das du jemals Produzierst liegt bei weniger als 5 %. Aber beweis mir das Gegenteil :)
Zeit jemanden der beim TV arbeitet (;cutter oder sowas) eine deiner bisherigen Arbeiten, und der kann dir Sagen, ob du überhaut auch nur annähernd ne Chance hast, oder obs an gundlegenden Dingen schon scheitert.
Sorry, das klingt hart, aber "da draußen" ist es hart. Wenn du nicht mal siehst, wie lang ein Beitrag in einer bestimmten Sendung ist, dann zweifel ich an deiner Professionalität. Was willst du produzieren? Schau wo das hinpasst. Und schau, wie lang der Beitrag in der Sendung ist. Dann weißt du bescheid. Dazu muß man bewußt TV schaun, schaun was andere machen, wo das gesendet wird und welche Redaktion zuständig ist. Einfach anrufen und sagen: Hallo ich will für euch was filmen, wo muß ich hin, ist doch amateurhaft. Sorry... tztztz
Wenn du das nämlich nicht brauchst, kannste dir viel Geld, und Frust sparen :)
Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen Zum Orginal-Thread / Zum Camcorder / Camcorder Kaufberatung / Vergleich-Forum
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