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Dropout-Filter beim Capturing von Analog-Video8




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Frage von Holger Schlingloff:


Hallo,

Vorbemerkung: Als Neuling bei SlashCam habe ich auch nach
längerer Suche keine Antwort auf ein Problem gefunden, welches
eigentlich viele Videofilmer betreffen müsste:
Ich versuche zur Zeit gerade, meine vielen alten Video-8
Analogaufnahmen zu digitalisieren und auf DVD zu bringen.
(;Als Software benutze ich Nero7, doch das ist eine andere Geschichte.)
Bei der Wiedergabe kommt es immer wieder zu Bildfehlern,
kurze Aussetzer einzelner Zeilen oder Zeilenabschnitte für 1-2 Frames
(;Nennt man das "Drop-Outs"?). Als Beispiel siehe angefügtes Bild.
Ich habe den Wiedergabekopf bereits mehrfach gereinigt, ohne
merkliche Besserung, so dass ich glaube, die Fehler sind bereits
bei der Aufnahme entstanden oder durch die lange Lagerung.

Gibt es einen Filter, mit dem ich solche Fehler "wegrechnen" kann?
Wenn ja, welche Software / wie kombiniere ich sie mit Nero oder ULead?
Da jeweils nur 1-2 Frames betroffen sind, müsste es eigentlich möglich
sein, eine Fehlerkorrektur durch Pixel-Ersetzung aus dem vorherigen
oder nächsten FrameFrame im Glossar erklärt vorzunehmen. Oder ist das eine Marktlücke?

Für jede Hilfe wäre ich dankbar,
Holger

PS: Zusatzfrage an die Profis: Was kann man noch tun, um die Qualität
solcher Aufnahmen zu verbessern?
Bild




Antwort von Markus:

Hallo Holger,

entweder hast Du Dir die falschen Beiträge angesehen oder nicht wirklich danach gesucht. Es gibt einen einfachen Trick, Drop-Outs beim Digitalisieren von Video8- und Hi8-Aufnahmen praktisch vollständig und ohne langes Herumrechnen zu eliminieren.

Mehr dazu:
Hi8 auf PC capturen (;dortiger Link "4. Sonderfall Video8 / Hi8")



Antwort von Holger Schlingloff:

Zunächst einmal danke für die Antwort!

Heisst das, die Empfehlung ist es, eine Spezialhardware (;Sony TRV480)
zu kaufen, die den Drop-Out Filter HW-mäßig schon eingebaut hat?
Ich bräuchte das Teil allerdings nur einmalig, um die Kopien zu erstellen.
Irgendwie erscheint mir das übertrieben. Oder kann man sowas mieten?

Gruss,
Holger



Antwort von kisantal2005:

Frage,
womit captures Du jetzt?
Grafikkarte, TV Karte oder wie ???
Bei mir hat geholfen ein anderes Programm zu benutzen.
So hatte ich z.B. mit VirtualDub viele Drops mit VirtualVCR keine mehr...
Ausschlaggebend ist auch der verwendete Codec. Wo viel komprimiert werden soll (;z.B DivXDivX im Glossar erklärt, Xvid und andere), geht es meist schief.
Es sei denn mann nutzt eine spezielle und dementsprechend teurere CaptureCapture im Glossar erklärt Karte.
Huffyuv ist z.b. ein schneller codec, der kaum kompriemiert und praktisch verlustfrei arbeitet. Aber vorsicht, die Dateien werden dann auch entsprechnd groß.....



Antwort von flipman:

Es geht um etwa 30 V8-Bänder a 90 Minuten, die ich dem Zahn der Zeit
entreissen will (;d.h. Extra-Hardware nur im äußersten Notfall).
Ich habe das Gefühl, dass sich die Bildqualität durch die Lagerung
verschlechtert (;oder ist das nur subjektiv, weil heutige Aufnahmen
grundsätzlich besser sind?)

Momentan habe ich die alte Löwe-Video8-Kamera (;Modell 1988) an
den A/V-in-Eingang der neuen Sony PC330 (;Modell 2003) angeschlossen.
Die Wandlung digital/analog erfolgt durch die Sony und ist zuverlässig.
Von da geht's per FireWire an das Notebook, mit Nero oder ULead
wird gecaptured, zugeschnitten und für DVD recodiert.

Die Probleme tauchen bereits am Anfang der Kette auf, d.h. die Dropouts
sind bereits auf dem Monitor der Video-8 Kamera sichtbar.
Am Anfang eines Bandes tauchen sie verstärkt auf, aber auch mittendrin,
so dass das Betrachten keine rechte Freude ist. Wie gesagt, Putzen
der Videoköpfe bringt nichts, die Fehler sind auf dem Band.
Und sie betreffen fast immer nur einzelne Frames und einzelne Zeilen.

Mein Bruder hat mich auf ein Programm namens "avidemux" hingewiesen.
Da gibt es einen Filter namens "drop", der in die Richtung dessen geht,
was ich brauche: er reduziert das Problem etwas, eliminiert es aber nicht.

Für jede Hilfe dankbar,
Holger



Antwort von AndyZZ:

Wie du schon festgestellt hast, liegen die Drop-outs bereits auf dem O-Material vor. An den Stellen ist dein Material, bzw. die Magnetisierung der Bänder, bereits teilweise zerstört. Da hilft dann auch kein Filter mehr.
Ich hatte dieses Problem auch bei einige Hi8Hi8 im Glossar erklärt Cassetten. Wenn es nicht zu sehr Überhand nimmt, dann kannst du die Drop-outs in mühseliger Handarbeit mittels Photoshop beseitigen:

Die betroffene Bildstelle mit einige guten Frames rechts und links des defekten Frames aus Premiere herausrenden, und zwar als Filmstreifen.
Import des Filmstreifen in Photoshop und die Drop-outs dort mit Pinsel oder Stempel kaschieren. Ggf. musst du vorher deinterlace, d.h. die Halbbilder in Premiere beim Export zusammenfügen.
Bei geringen Bildänderungen kannst du auch den zerstörten Bildteil aus einem guten FrameFrame im Glossar erklärt herauskopieren und an die zerstörte Stelle einkopieren. Meist funktioniert das sehr gut: Gute Stelle mit Rahmen auswählen, kopieren, einfügen (;als neue Ebene), transfomieren und um eine bestimmte Pixelzahl (;waren glaube ich 580 px) nach oben oder unten entsprechend versetzen. dann ist das kopierte Stück an genau der richtigen Stelle.
Einfach ein wenig experimentieren, dann funzt es ganz gut.



Antwort von coconut:

Na, die Wandlung ist ja fast optimal.

Die Qualität läßt in der Tat langsam nach, dauert aber schon recht lange.
Ich denke mal eher, das im vergleich zu heutigen Cams der quali. unterschied so stark auffällig wird.

Wenn nun aber die drops schon auf der analog Cam sichtbar sind, kann man an der "Kette" nichts verbesseren, dann würde in er Tat nur ein prog helfen, das die fehlenden Frames "künstlich" dazurechnet.
Das dürfte aber ziemlich kompliziert sein, da das prog ja "wissen" muß, wo etwas fehlt...
Ist denn sicher, das Frames fehlen, oder ruckelt das Band und dadurch kommt dieser effekt zustande. Auch möglich durch veränderte Spurlage des Bandes.
Soweit mir bekannt ist, würde da nur ein TBC helfen, aber ob das lohnt....

Ich würde, wenn es dir möglich ist, zuerst mal sehen, ob Du die Quelle verbessern kannst, also anderen Camcorder oder Recorder versuchen.

Wenn allerdings die Bänder doch schon so gelitten haben, das es definitiv daran liegt, dann sehe ich keine (;kostengünstige) möglichkeit das perfekt zu rekonstruieren.

Vielleicht hat ja noch einer unserer Spezies einen heißen Tipp auf Lager...

Viel Glück



Antwort von AndyZZ:

"coconut" wrote:

Wenn nun aber die drops schon auf der analog Cam sichtbar sind, kann man an der "Kette" nichts verbesseren, dann würde in er Tat nur ein prog helfen, das die fehlenden Frames "künstlich" dazurechnet.
Das dürfte aber ziemlich kompliziert sein, da das prog ja "wissen" muß, wo etwas fehlt...
Ist denn sicher, das Frames fehlen, oder ruckelt das Band und dadurch kommt dieser effekt zustande. Auch möglich durch veränderte Spurlage des Bandes.


Wenn ich es richtig kapiert habe, dann klagt er nicht über ausgelassene Frames sonder über kleine Blitze an verschiedenen Stellen des analogen Bandes. Eben Drop-outs. Bei digitalem Band wäre das dann eine Klötzchenbildung oder ähnliches. Beim Drop-out, dem weißen meist klitzekleinen Blitz, fehlt eben eine Teil der Bildinformation an dieser bestimmten Stelle im Bild.



Antwort von Holger Schlingloff:

Hallo nochmal,

> Wenn ich es richtig kapiert habe, dann klagt er nicht über ausgelassene
> Frames sonder über kleine Blitze an verschiedenen Stellen des
> analogen Bandes.
Genau! Danke, einer versteht mich! Beispiel siehe Bild im O-Posting.

Die Lösung mit Photoshop (;fehlende Stellen aus benachbarten Frames
manuell überschreiben) erscheint mir prinzipiell machbar, nur werde ich
dabei alt und grau bevor ich auch nur mit einem einzigen Band fertig bin.
(;selbst 1' Bearbeitungszeit pro FrameFrame im Glossar erklärt summieren sich bei 90' Bandmaterial
auf über 2000 h Arbeitszeit...)

> Das dürfte aber ziemlich kompliziert sein, da das prog ja "wissen" muß,
> wo etwas fehlt...

Prinzipiell erscheint mir das Problem rechentechnisch nicht so schwer:
Falls für einen FrameFrame im Glossar erklärt n das PixelPixel im Glossar erklärt (;x,y) weiss ist, und sowohl in Frame
(;n-1) als auch (;n+1) nicht weiss sondern z.B. grün, so ersetze das weisse
Pixel durch ein grünes. Man könnte auch noch den vorvorigen und
übernächsten FrameFrame im Glossar erklärt betrachten usw.

Ich nehme an, die vorgeschlagene HW-Lösung geht so vor. Zumindest
glaube ich, gelesen zu haben, dass die DV-Fehlerkorrektur so funktioniert.
Nur: Selbst programmieren kann ich das nicht...

Wer weiss Rat?
Holger




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