| Digitalisieren von Schmalfilm und Dias
Frage von Hans-Peter Diettrich:
Da unser Filmprojektor langsam aber unaufhaltsam in die Jahre kommt, habe ich mal eine Digitalisierung der alten Super-8 (;Normal-8?) Filme unseres Vaters angedacht. Die Frage dabei ist das Equipment, wie komme ich da kostengünstig dran?
Die Digitalisierung für das vorliegende Material dürfte recht zeitaufwendig sein, ist aber nur eine einmalige Aktion. Deshalb würde ich es gerne vermeiden, mir ein qualitativ ausreichendes Equipment selbst dauerhaft zuzulegen. Ein Bekannter hat einen Digitalisierer für Dias, doch leider braucht er den auch ständig selbst (;beruflich) :-(;
Was für Möglichkeiten gibt es sonst noch?
DoDi
Antwort von Willmut:
Hans-Peter Diettrich wrote:
> Da unser Filmprojektor langsam aber unaufhaltsam in die Jahre kommt, > habe ich mal eine Digitalisierung der alten Super-8 (;Normal-8?) Filme > unseres Vaters angedacht. Die Frage dabei ist das Equipment, wie komme > ich da kostengünstig dran?
Hallo Kostengünstig geht sowas mit einer DV-Kamera. Man kann die Aufnahmen dann später per Firewire auf den Rechner überspielen oder, ja nach Möglichkeiten der Kamera, dieses direkt tun.
..mit einem Vorsatzgerät am Projektor(;Schacht mit Umlenkspiegel und Mattscheibe vom abfilmen. Diese Vorsatzgeräte sind nicht teuer, gebraucht gibts die vielleicht auch.
.. von einer guten Leinwand abfilmen
.. von einem kommerziellem Diensleister digitalisieren lassen. Dies ist allerdings nicht gerade billig und eine Garantie auf wirklich gute Arbeit gibts auch nicht.
Antwort von Gerald Oppen:
Hans-Peter Diettrich schrieb: > > Die Digitalisierung für das vorliegende Material dürfte recht > zeitaufwendig sein, ist aber nur eine einmalige Aktion. Deshalb würde > ich es gerne vermeiden, mir ein qualitativ ausreichendes Equipment > selbst dauerhaft zuzulegen. Ein Bekannter hat einen Digitalisierer für > Dias, doch leider braucht er den auch ständig selbst (;beruflich) :-(; > > Was für Möglichkeiten gibt es sonst noch?
Was Dias anbelangt: Digitalisieren lassen kostet ab ca. 30 Cent / Bild aufwärts.
Zum selber digitalisieren sollte man wenn die Anzahl der Dias deutlich in den dreistelligen bereich und höher geht an einen Magazinscanner denken. Ganz informativ ist hierzu die Seite Filmscanner.net.
Gerald
Antwort von Hans-Peter Diettrich:
Willmut wrote:
> Kostengünstig geht sowas mit einer DV-Kamera. Man kann die Aufnahmen > dann später per Firewire auf den Rechner überspielen oder, ja nach > Möglichkeiten der Kamera, dieses direkt tun. > > ..mit einem Vorsatzgerät am Projektor(;Schacht mit Umlenkspiegel und > Mattscheibe vom abfilmen. Diese Vorsatzgeräte sind nicht teuer, > gebraucht gibts die vielleicht auch.
Gebraucht wäre nicht schlecht, dann könnte ich die Gerätschaften nach Gebrauch selbst wieder auf dem gleichen Markt loswerden. Leider kann ich aber aus einem entsprechenden Markt noch nicht ableiten, daß sich dort außer Anbietern auch tatsächlich noch Abnehmer herumtreiben ;-)
> .. von einer guten Leinwand abfilmen
Das wäre die einfachste Lösung, und eine Kamera muß ich ja wohl sowieso einkalkulieren. Das verschiebt dann aber die Frage hin zur passenden Kamera.
Bei all diesen Ansätzen wird aber vorausgesetzt, daß Film und Kamera genügend "synchron" arbeiten. Braucht es dazu nicht noch weitere Vorkehrungen? Andernfalls müßte doch die Kamera doppelt so viele Bilder liefern können wie der Projektor, damit Doppelbelichtungen nicht zu noch verwascheneren Bildern führen als durch die Leinwand bzw. Mattscheibe sowieso schon entstehen? Den Projektor könnte ich ja auch langsamer laufen lassen, weiß nur nicht um wieviel...
> .. von einem kommerziellem Diensleister digitalisieren lassen. Dies ist > allerdings nicht gerade billig und eine Garantie auf wirklich gute > Arbeit gibts auch nicht.
Das dachte ich mir auch schon.
Jetzt werde ich mir noch den Vorschlag von Gerald vornehmen:
>Ganz informativ ist hierzu die Seite Filmscanner.net.
Und vielleicht kriege ich auch noch jemandem vom Offenen Kanal zu fassen, die haben ja einiges Equipment, die Frage ist nur ob man das auch für so private Zwecke benutzen darf.
DoDi
Antwort von Olaf Schultze:
Hans-Peter Diettrich schrieb: > > Da unser Filmprojektor langsam aber unaufhaltsam in die Jahre kommt, > habe ich mal eine Digitalisierung der alten Super-8 (;Normal-8?) Filme > unseres Vaters angedacht. Die Frage dabei ist das Equipment, wie komme > ich da kostengünstig dran?
Schau doch mal in die Mini FAQ dieser Gruppe. Ralf Fontana hat da eine Anleitung hinterlegt. Darin sind auch diverse andere Tips niedergeschrieben.
Zitat daraus: 6.1 Super8-Filme digitalisieren
Benötigt wird:
Viel Zeit Ein einfacher Super8-Projektor einfache Leinwand Klebepresse, Kleber (;falls Film reißt) bessere Digital-Videokamera PC mit mind. 400 MHz und FireWire-Anschluss (;IEEE 1394 , ilink) Festplatte mit mind. 6 GB für 30 min Film im DMA-Modus Software: Überspielsoftware von der Kamera auf den PC. Virtualdub mit Plug-In Deflicker http://virtualdub.org/download http://sauron.mordor.net/dgraft/deflick11.zip Divx-Codec von http://www.divx.com
Vorgehen:
Projektor und Kamera sehr dicht zusammenstellen. Das verhindert Parallaxenfehler. Film abfilmen und dabeibleiben, denn so ein Super8-Film reißt gerne mal und wird dann auf die Stachelwalze aufgewickelt. Notabschaltung wird nicht automatisch vom Projektor gemacht.
Einstellungen an der Kamera:
Antiwackler abschalten Helligkeit und Weißabgleich von Hand vornehmen. Helligkeit so einstellen, dass helle und dunkle Stellen im Film gleichzeitig gut rüberkommen. Weißabgleich auf "indoor", damit die Farben stimmen. Schärfe von Hand auf Distanz der Leinwand einstellen.
Daran denken, dass der Monitor der Videokamera meist nur 95% des Bilds zeigt. Man kann also ruhig das Bild groß zoomen.
Echte Probleme gibt es eigentlich nur mit dem Kontrastumfang. Ich habe öfters Szenen, die gleichzeitig sehr hell und sehr dunkel sind, z.B. schneebedeckte Berge aus dem Auto gefilmt. Im Super8-Film sind die Berge schön zu sehen und das Amaturenbrett säuft trotzdem nicht ins Schwarz ab. Die DV-Kamera (;obwohl keine billige) hat den Kontrastumfang nicht geschafft.
Die Aufnahmen "flickern", d.h. sie haben ständig Hell-Dunkel-Unterschiede, da die Bildwiederholfrequenz des Projektors (;18 bps) nicht mit der der Kamera (;25 fps) zusammenpasst.
Deshalb muss nun Software ran. Mit VirtualDub und dem Filter Deflicker geht das sehr gut. ACHTUNG! Die Anleitung von Deflicker genau einhalten. Er ist durch Dual-Pass nicht sehr einfach zu handhaben. Am besten probiert man es erst mal aus und lässt nur 20 Film-Sekunden rechnen.
Auch darf man in Durchgang eins nicht gleich mit DivX oder einem anderen Codec rendern. Im 2. Durchgang dann schon.
Der 1. Durchgang ging bei einem 1,5 GHz-Rechner ca. in Echtzeit. Der 2. Durchgang inkl. Renderung ging dreimal so lang.
Man kann den Rechner in der Zeit allein lassen oder weiter nutzen. Vorallem unter Win2000. Allerdings lässt sich der Filter nicht im Batchbetrieb von VirtualDub verwenden. Man kann also nicht 5 Stunden aufnehmen und dann alles auf einmal über Nacht rechnen lassen :-(;
Nach getaner Arbeit kann man alles auf CD brennen. Ich habe pro CD jeweils ca. 40 min Film mit Divx 5 drauf gebracht.
Und dran denken: Wenn man mit DIVx runterkomprimiert sollte der Codec selbst auch mit auf die CD. Wer weiß ob es ihn in 10 Jahren noch gibt. Manche sagen, man solle lieber mit Mpeg2 codieren, das würde länger zur Verfügung stehen. Oder man solle eine DVD brennen. Das stand mir nicht zur Verfügung.
Und nicht vergessen: Von den CDs eine Sicherungskopie in einem anderen Haus lagern. Aber nicht in WTC1 und WTC2 ;^)
Und am besten die Frau in Urlaub schicken, denn die sieht eine Belagerung des Wohnzimmers für mehrere Tage nicht so gern :-) Sicher sind die Kopien etwas schlechter als das Original, aber man kann sie gut angucken und preiswert ist es auch. Zusätzliche Vorteile: Kopierbarkeit und bessere Zugriffszeit.
Antwort von A.F. Hobbacher:
Schau mal nach bei: www.digital-video-factory.de oder bei www.videorettung.de
MfG AFH
Hans-Peter Diettrich schrieb:
> Da unser Filmprojektor langsam aber unaufhaltsam in die Jahre kommt, > habe ich mal eine Digitalisierung der alten Super-8 (;Normal-8?) Filme > unseres Vaters angedacht. Die Frage dabei ist das Equipment, wie komme > ich da kostengünstig dran? > > Die Digitalisierung für das vorliegende Material dürfte recht > zeitaufwendig sein, ist aber nur eine einmalige Aktion. Deshalb würde > ich es gerne vermeiden, mir ein qualitativ ausreichendes Equipment > selbst dauerhaft zuzulegen. Ein Bekannter hat einen Digitalisierer für > Dias, doch leider braucht er den auch ständig selbst (;beruflich) :-(; > > Was für Möglichkeiten gibt es sonst noch? > > DoDi
Antwort von Hans-Peter Diettrich:
"A.F. Hobbacher" wrote: > > Schau mal nach bei: www.digital-video-factory.de oder bei > www.videorettung.de
Danke, diese Angebote sehen ja sehr vernünftig aus. Da zügle ich doch meinen Spieltrieb, und verschiebe ich die Anschaffung einer Video-Kamera auf später :-)
DoDi
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