| DVD erstellt: Fehleranalyse
Frage von Christian Grünwaldner:
Liebe NG,
ich habe über die Monate viele SWFs gesammelt und in mühevoller Kleinarbeit diese in MPEGs umgewandelt, geschnitten, vertont, etc.
Abspielen am PC - alles super. Normalerweise nehme ich Nero VE für das erstellen von DVDs. Ich experimentiere aber gerne. Daher lud ich die Trial von TMPEG DVD Author 1.6 runter und die DVD-Lab Trial. Mit den Files steh ich derzeit aber an.
Leider nimmt sie TMPEG DVD Author nicht, weil sie mit falschen GOP Settings erstellt wurden. (;siehe auch anderes Posting von mir) Ich will nicht diese aufreibende Arbeit (;38 Videos) nochmal machen, daher habe ich mich entschieden DVD-Lab zu probieren - dieses hat auf Demultiplexing bestanden, ok. Dann jammerte es rum, die Audioteile müssen 48k Hz haben und hat sie neu kodiert. Auch ok. Dann 2 Tage lang am Menü gebastelt und Settings eingestellt.
Exportiert in einen HDD Ordner, testweise mit PowerDVD von HDD angeguckt, alles super.
Nero gestartet, DVD-Video, Filestruktur in den VIDEO TS Ordner und mit 4x brennen. Fertig - DVD wandert in den ersten Player "Yakumo" um 50 Euro. Der zeigt mir ein Bild, das ich bisher noch nie hatte - alle Videos zeigen eine Art Fehler, die wie "unlesbare Daten" aussehen, also die Videos laufen, aber 20-25% vom Bildschirm ist blockweise immer schwarz, hin und her springend, besonders bei schnellen Bildwechseln oder Bewegungen kommt das stark hervor. Ich denke mir, entweder ist die DVD physikalisch defekt oder die Datenraten gehen über oder unter das Limit des Players.
Ich steck die DVD in ein 200 Euro DVD Gerät von Toshiba, so ein Kombiplayer mit VHS und DVD. Der macht EXAKT die selben Zicken.
Ich steck die DVD in mein PC DVD-Laufwerk (;nicht den Brenner) - alles okay!
Was kann ich noch tun, um den Fehler einzugrenzen?
Ich hab die DVD auf der langsamsten Brenngeschwindigkeit ein zweites Mal gebrannt, also mit 2,4x. Der Rohling ist für 4x und mit der Geschwindigkeit und diesen Rohlingen brenne ich seit langer Zeit Projekte, da gab es nie Probleme, ich habe aber auch nie mehr als 1 Film auf eine DVD gebrannt. Ich schließe aber mal aus, dass es damit was zu tun haben könnte.
Wenn ich alle Dateien wieder Multiplexe und dann mit Nero VE ein Pendant erstelle und das funkt dann - ist das dann ein Zeichen dafür, dass DVD-Lab Mist gebaut hat?
Wäre über Tipps dankbar.
Christian
Antwort von Andre Beck:
Christian Grünwaldner writes: > > ich habe über die Monate viele SWFs gesammelt und in mühevoller
SWFs? Happy Tree Friends gibt's als DVD zu kaufen ;->
> Kleinarbeit diese in MPEGs umgewandelt, geschnitten, vertont, etc.
In dieser Reihenfolge? Erster Kardinalfehler. Man schneidet, vertont und bearbeitet in einem verlustarmen oder -freien Zwischenformat und encodet erst im letzten Schritt für das Zielmedium passende Endformate wie MPEG. Irreversible Änderungen macht man so selten und spät wie nur möglich.
> Abspielen am PC - alles super.
Im gegebenen Kontext ist das irrelevant.
> Normalerweise nehme ich Nero VE für das erstellen von DVDs. Ich > experimentiere aber gerne. Daher lud ich die Trial von TMPEG DVD > Author 1.6 runter und die DVD-Lab Trial. Mit den Files steh ich > derzeit aber an. > > Leider nimmt sie TMPEG DVD Author nicht, weil sie mit falschen GOP > Settings erstellt wurden. (;siehe auch anderes Posting von mir) > Ich will nicht diese aufreibende Arbeit (;38 Videos) nochmal machen,
Hättest Du den ersten Schritt richtig angegangen, müsstest Du nur den Encoder noch mal mit neuen Parametern drüberlaufen lassen.
> daher habe ich mich entschieden DVD-Lab zu probieren - dieses hat auf > Demultiplexing bestanden, ok. Dann jammerte es rum, die Audioteile > müssen 48k Hz haben und hat sie neu kodiert. Auch ok.
Warum hast Du das Audio nicht gleich als 48kHz erzeugt? Das wäre doch bei gewünschtem DVD-Ziel äußerst naheliegend gewesen...
> Dann 2 Tage lang am Menü gebastelt und Settings eingestellt. > > Exportiert in einen HDD Ordner, testweise mit PowerDVD von HDD > angeguckt, alles super.
Das ist wiederum keine direkte Aussage. Diese ganze PC-Software spielt nahezu jedes beliebige MPEG ab und im Spezialfall auch DVD-konformes, das ist kein brauchbarer Test dafür, was später auf einem Player passieren wird.
> Nero gestartet, DVD-Video, Filestruktur in den VIDEO TS Ordner und mit > 4x brennen. Fertig - DVD wandert in den ersten Player "Yakumo" um 50 > Euro. Der zeigt mir ein Bild, das ich bisher noch nie hatte - alle > Videos zeigen eine Art Fehler, die wie "unlesbare Daten" aussehen, > also die Videos laufen, aber 20-25% vom Bildschirm ist blockweise > immer schwarz, hin und her springend, besonders bei schnellen > Bildwechseln oder Bewegungen kommt das stark hervor. Ich denke mir, > entweder ist die DVD physikalisch defekt
Das ist nicht unwahrscheinlich (;DVD Brenner- und Rohlingsqualität ist ein vom Preiskampf geflutetes Jammertal), aber wenn Du da *reinweg* nur schwarzen Macroblock-Ausfall hast, dann ist es untypisch. Disc Rot kommt gewöhnlich in allen möglichen Farben mit Betonung auf Grün. Und es be- triift den Ton genau wie das Bild.
> oder die Datenraten gehen über oder unter das Limit des Players.
Was zum Teufel hast Du da encodet und wie viele Warnungen des Authoring- systems hast Du weggedrückt? DVD hat nun verdammt viel bitrate headroom, da muss man sich schon wirklich anstrengen. Ein unteres Limit existiert laut Spec übrigens nicht, DVD-Menüs etwa haben extrem wenig...
> Ich steck die DVD in ein 200 Euro DVD Gerät von Toshiba, so ein > Kombiplayer mit VHS und DVD. Der macht EXAKT die selben Zicken.
Was sehr deutlich darauf hinweist, dass es ein inhaltliches Problem ist und keines mit dem Medium. Fehlende sequence headers und überlange GOPs sind nun mal kein Pappenstiel, der Player darf sich offiziell darauf verlassen, dass die so sind wie sie gehören.
> Ich steck die DVD in mein PC DVD-Laufwerk (;nicht den Brenner) - alles okay!
Wie gesagt, die Software spielt auch den letzten Trash aus Tauschbörsen. Das sagt nichts darüber aus, ob das Zeug die DVD-Norm erfüllt.
> Was kann ich noch tun, um den Fehler einzugrenzen?
Du kennst den Fehler doch schon. Mach einfach einen Test mit *einem* der Filme, den Du nochmal neu erstellst, am besten als DV, MJPEG oder HuffYUV, mit korrektem Bild- und Tonformat. Ton kannst Du aber auch vom fertigen Clip trennen und hier dranmuxen. Dann encode das unter Einhaltung aller DVD-Parameter, pfeffer das Resultat auf DVD-RW und guck, was die Player damit anstellen. Wenn es dann *nicht* besser wird, kannst Du *andere* Fehler versuchen einzukreisen. Da es für so einen Test nur sekundär auf Qualität ankommt, kannst Du sogar einen der fertigen Clips in Freestyle-MPEG2 nehmen und durch VirtualDubMod per Frameserver nochmal an TMPGEnc verfüttern, um es dort anders zu encoden. Try it out.
> Wenn ich alle Dateien wieder Multiplexe und dann mit Nero VE ein > Pendant erstelle und das funkt dann - ist das dann ein Zeichen dafür, > dass DVD-Lab Mist gebaut hat?
DVD-Lab muxed und imaged nur, es dürfte ihm schwer fallen, so heftige Fehler zu produzieren (;Muxing ist aber durchaus relevant, es ist nicht so dass dort keine Fehler passieren könnten, die sehen nur anders aus bzw. vor allem hört man sie).
Es gibt wohl auch Software, die MPEG überarbeiten kann und wenn Du genug Bitratenreserve hast, könnte man jeder GOP einen sequence header verpassen, unter Inkaufnahme von Qualitätsverlust kann man auch auf kürzere GOPs minimalinvasiv umkodieren. IMO ist das aber alles nur Notlösung, die richtige heißt neu encoden - so weh das tut.
-- The S anta C laus O peration or "how to turn a complete illusion into a neverending money source"
-> Andre "ABPSoft" Beck ABP-RIPE Dresden, Germany, Spacetime <-
Antwort von Christian Grünwaldner:
Andre Beck schrieb:
> Christian Grünwaldner writes: > >>ich habe über die Monate viele SWFs gesammelt und in mühevoller > > > SWFs? Happy Tree Friends gibt's als DVD zu kaufen ;->
Die ersten beiden DVDs habe ich am Erscheinungstag in den USA bestellt. ^^ Nein, ich meine Kostbarkeiten wie die Clips von Bruno Bozzetto (;Adam, Life, Europe&Italy,...), Newgroundsclips (;Maxwell Edison Story,...) und Co.
>>Kleinarbeit diese in MPEGs umgewandelt, geschnitten, vertont, etc. > > In dieser Reihenfolge?
.) Konvertierung in verlustfrei komprimierte AVI .) Aufnahme des Tons .) Reinigung und Aussteuerung des Tons .) Premiere: Video und Audio synchronisieren, als MPEG-2 exportieren oder als lossless AVI , um TMPEG damit zu füttern
Du darfst mir ruhig ein wenig zutrauen. ^^
>>Abspielen am PC - alles super. > > Im gegebenen Kontext ist das irrelevant.
Nein, denn wenn der Schaden bereits im exportieren von Premiere liegt, wäre es höchst relevant. Um Fragen dazu a priori zu beantworten gab ich gleich an, dass die Daten an sich korrekt vorliegen.
>>Normalerweise nehme ich Nero VE für das erstellen von DVDs. Ich >>experimentiere aber gerne. Daher lud ich die Trial von TMPEG DVD >>Author 1.6 runter und die DVD-Lab Trial. Mit den Files steh ich >>derzeit aber an. >> >>Leider nimmt sie TMPEG DVD Author nicht, weil sie mit falschen GOP >>Settings erstellt wurden. (;siehe auch anderes Posting von mir) >>Ich will nicht diese aufreibende Arbeit (;38 Videos) nochmal machen, > > Hättest Du den ersten Schritt richtig angegangen, müsstest Du nur den > Encoder noch mal mit neuen Parametern drüberlaufen lassen.
Ich bin mir sicher, du hättest die 400 GB an Speicherplatz für die Rohmaterialien gehabt...
>>daher habe ich mich entschieden DVD-Lab zu probieren - dieses hat auf >>Demultiplexing bestanden, ok. Dann jammerte es rum, die Audioteile >>müssen 48k Hz haben und hat sie neu kodiert. Auch ok. > > Warum hast Du das Audio nicht gleich als 48kHz erzeugt? Das wäre doch > bei gewünschtem DVD-Ziel äußerst naheliegend gewesen...
Als ich meine erste DVD erstellte, hatte die aktuelle Nero Vision Express Version eine Macke, durch die sie 48kHz Audio als eventuelles Problem meldete. So nahm ich fortan für die folgenden DVDs stets 44.1kHz als Ausgangsmaterial, Nero meckerte nie wieder und ich kümmerte mich nie wieder darum. Die Endprodukte waren alle toll anzusehen - auch wenn aktuellere Nero VE Versionen stillschweigend den Audioteil rekodierten, folgte ich dem Ratschlag "Don't fix what ain't broken".
>>Dann 2 Tage lang am Menü gebastelt und Settings eingestellt. >> >>Exportiert in einen HDD Ordner, testweise mit PowerDVD von HDD >>angeguckt, alles super. > > Das ist wiederum keine direkte Aussage. Diese ganze PC-Software spielt > nahezu jedes beliebige MPEG ab und im Spezialfall auch DVD-konformes, > das ist kein brauchbarer Test dafür, was später auf einem Player > passieren wird.
Ich wollte auch lediglich das Aussehen und die Steuerung in einem anderen Programm als dem Erstellertool ansehen. Diese neigen mitunter dazu, etwas als ok darzustellen, was auf anderen Abspielgeräten nicht um die Burg funktioniert. Ich erinnere mich an einen der ersten MP3 Encoder in C, der selbsterstellte MP3s abspielte, alle anderen Abspielprogramme versagten den Dienst. Problem war eine fehlerhafte Setzung des Headers. Und solche Fälle kamen mir immer wieder unter.
>>Nero gestartet, DVD-Video, Filestruktur in den VIDEO TS Ordner und mit >>4x brennen. Fertig - DVD wandert in den ersten Player "Yakumo" um 50 >>Euro. Der zeigt mir ein Bild, das ich bisher noch nie hatte - alle >>Videos zeigen eine Art Fehler, die wie "unlesbare Daten" aussehen, >>also die Videos laufen, aber 20-25% vom Bildschirm ist blockweise >>immer schwarz, hin und her springend, besonders bei schnellen >>Bildwechseln oder Bewegungen kommt das stark hervor. Ich denke mir, >>entweder ist die DVD physikalisch defekt > > Das ist nicht unwahrscheinlich (;DVD Brenner- und Rohlingsqualität ist > ein vom Preiskampf geflutetes Jammertal), aber wenn Du da *reinweg* nur > schwarzen Macroblock-Ausfall hast, dann ist es untypisch. Disc Rot kommt > gewöhnlich in allen möglichen Farben mit Betonung auf Grün. Und es be- > triift den Ton genau wie das Bild.
Ton ist völlig i.O., wiederholtes Abspielen des selben Clips bringt identische Verblockung nach exakt dem selben Muster.
>>oder die Datenraten gehen über oder unter das Limit des Players. > > Was zum Teufel hast Du da encodet und wie viele Warnungen des Authoring- > systems hast Du weggedrückt?
Encoded wurden AVI (;Huffyuf 2.1 und/oder PicVideo Lossless) nach MPEG-2 mit TMPEG (;aktuell) oder aus Premiere (;Mainconcept). Traten Warnungen auf, schloss ich das Programm, besserte die Probleme manuell auf und versuchte es noch mal. Beim dritten Mal kamen keine Hinweise oder Fehlermeldungen mehr.
> DVD hat nun verdammt viel bitrate headroom, > da muss man sich schon wirklich anstrengen. Ein unteres Limit existiert > laut Spec übrigens nicht, DVD-Menüs etwa haben extrem wenig...
Ich habe mit BitrateViewer und den mickerlichen Funktionen von PowerDVD die Bitrate der Clips betrachtet - sie liegen häufig zwischen 2000 und 3500, gelegentlich treten bei hektischen Szenen (;Blitzgewitter ...) Peaks bis zu 8600 auf.
Die Audiobitrate ist übrigens stets bei 192kbps, das hat DVD-Lab als "optimal" vorgeschlagen, wobei ich sonst immer 224 oder 384 verwende. Kann das die Ursache sein? Ich würde aus dem Bauch heraus nein sagen. Bin aber für einen weiteren Test nicht abgeneigt.
>>Ich steck die DVD in ein 200 Euro DVD Gerät von Toshiba, so ein >>Kombiplayer mit VHS und DVD. Der macht EXAKT die selben Zicken. > > Was sehr deutlich darauf hinweist, dass es ein inhaltliches Problem ist > und keines mit dem Medium. Fehlende sequence headers und überlange GOPs > sind nun mal kein Pappenstiel, der Player darf sich offiziell darauf > verlassen, dass die so sind wie sie gehören.
Hmmm, üblicherweise erstelle ich die DVDs mit Nero, welche immer reencodet. Mit Sicherheit wurden dort eventuell falsche Einstellungen von TMPEG korrigiert. Das wäre tatsächlich eine Möglichkeit. Das werde ich mal testen. Danke schon mal!
>>Ich steck die DVD in mein PC DVD-Laufwerk (;nicht den Brenner) - alles okay! > > Wie gesagt, die Software spielt auch den letzten Trash aus Tauschbörsen. > Das sagt nichts darüber aus, ob das Zeug die DVD-Norm erfüllt.
Sehr wohl aber darüber, dass der Rohling unschuldig sein muss.
Mittlerweile habe ich die dritte DVD gebrannt - ich liess diese sogar von DVDShrink durchklopfen, welches beim Rekodieren ebenfalls fehlerhafte Einstellungen überschreiben hätte müssen. Die neue, eingeschrumpfte DVD zeigt aber wiederrum diese Fehler.
>>Was kann ich noch tun, um den Fehler einzugrenzen? > > Du kennst den Fehler doch schon.
Wie kann ich die "Ursache" aufstöbern und ausmerzen?
> Mach einfach einen Test mit *einem* > der Filme, den Du nochmal neu erstellst, am besten als DV, MJPEG oder > HuffYUV, mit korrektem Bild- und Tonformat. Ton kannst Du aber auch > vom fertigen Clip trennen und hier dranmuxen. Dann encode das unter > Einhaltung aller DVD-Parameter, pfeffer das Resultat auf DVD-RW und > guck, was die Player damit anstellen.
Gar nix, beide mögen keine RWs, ich auch nicht und daher habe ich auch keine passenden Rohlinge. Klassischer Fall von Denkste. ^^
> Wenn es dann *nicht* besser > wird, kannst Du *andere* Fehler versuchen einzukreisen. Da es für so > einen Test nur sekundär auf Qualität ankommt, kannst Du sogar einen > der fertigen Clips in Freestyle-MPEG2 nehmen und durch VirtualDubMod > per Frameserver nochmal an TMPGEnc verfüttern, um es dort anders zu > encoden. Try it out.
Werde mir dafür Zeit lassen, habe noch ne hektische Zeit ausserhalb der Freizeit mit Fristen, die erfüllt werden müssen. Aber danke für die Mühe.
>>Wenn ich alle Dateien wieder Multiplexe und dann mit Nero VE ein >>Pendant erstelle und das funkt dann - ist das dann ein Zeichen dafür, >>dass DVD-Lab Mist gebaut hat? > > DVD-Lab muxed und imaged nur, es dürfte ihm schwer fallen, so heftige > Fehler zu produzieren (;Muxing ist aber durchaus relevant, es ist nicht > so dass dort keine Fehler passieren könnten, die sehen nur anders aus > bzw. vor allem hört man sie).
Das Muxen wurde von DVD-Lab vorgenommen. Es galt als "empfohlen". Werde beim kompletten Re-Editieren darauf achten, dass gleich gar nicht gemultiplext wird.
> Es gibt wohl auch Software, die MPEG überarbeiten kann und wenn Du > genug Bitratenreserve hast, könnte man jeder GOP einen sequence > header verpassen, unter Inkaufnahme von Qualitätsverlust kann man > auch auf kürzere GOPs minimalinvasiv umkodieren. IMO ist das aber > alles nur Notlösung, die richtige heißt neu encoden - so weh das tut.
Ich habe jetzt mal meine Einstellungen in TMPEG abgespeichert und die Standard PAL-DVD Settings geladen. Dadurch vergesse ich mal nicht, was ich vorher hatte und kann abgleichen.
Werde demnächst damit fortfahren.
Antwort von Andre Beck:
Christian Grünwaldner writes: > Andre Beck schrieb: >> Christian Grünwaldner writes: > > .) Konvertierung in verlustfrei komprimierte AVI > .) Aufnahme des Tons > .) Reinigung und Aussteuerung des Tons > .) Premiere: Video und Audio synchronisieren, als MPEG-2 exportieren > oder als lossless AVI , um TMPEG damit zu füttern > > Du darfst mir ruhig ein wenig zutrauen. ^^
Ok, Du schrubst es halt andersrum, da musste man das Schlimmste befürchten. Man kann zwar durchaus in MPEG produzieren, aber welche Consumerlösung beherrscht schon hochbitratiges I-only MPEG...
>>>Abspielen am PC - alles super. >> Im gegebenen Kontext ist das irrelevant. > > Nein, denn wenn der Schaden bereits im exportieren von Premiere liegt, > wäre es höchst relevant. Um Fragen dazu a priori zu beantworten gab > ich gleich an, dass die Daten an sich korrekt vorliegen.
Ja, man kann (;und sollte) das Resultat des Encoders natürlich am Rechner vorher von einem Player gegentesten lassen, um die gröbsten Fehler sofort zu bemerken. Nur muss man halt wissen, dass scheinbare Fehlerfreiheit hier nicht bedeutet, dass es am Ende auch auf jedem DVD-Player laufen wird.
>> Hättest Du den ersten Schritt richtig angegangen, müsstest Du nur den >> Encoder noch mal mit neuen Parametern drüberlaufen lassen. > > Ich bin mir sicher, du hättest die 400 GB an Speicherplatz für die > Rohmaterialien gehabt...
Nö, hätte ich tatsächlich nicht gehabt. Andererseits habe ich aus Erfahrung gelernt, dass man mit den Encodings, die man vor einem Jahr noch perfekt fand, bald sehr unzufrieden ist und das lieber noch mal neu machen will - das also das baldige Löschen der Rohdaten äußerst schmerzhaft ist. Wenn ich also ein derartiges Projekt angehen sollte, würde ich mir heute überlegen, den Platz zu besorgen. Externe Firewireplatten empfände ich dabei als gute Option. Wenn das nicht geht, würde ich die fertigen Clips zumindest in einem moderat kompri- mierenden Verfahren wie DV, MJPEG oder hochbitratigem I-only MPEG noch mal archivieren, so dass man sie zumindest neu encoden kann. Die paar Gigabyte sollten sich immer finden.
> Als ich meine erste DVD erstellte, hatte die aktuelle Nero Vision > Express Version eine Macke, durch die sie 48kHz Audio als eventuelles > Problem meldete. So nahm ich fortan für die folgenden DVDs stets > 44.1kHz als Ausgangsmaterial, Nero meckerte nie wieder und ich > kümmerte mich nie wieder darum. Die Endprodukte waren alle toll > anzusehen - auch wenn aktuellere Nero VE Versionen stillschweigend den > Audioteil rekodierten, folgte ich dem Ratschlag "Don't fix what ain't > broken".
Autsch. Für mich hätte sich eine Software, die ausgerechnet bei der wichtigsten nativ auf DVD vorgesehenen Audiosamplingrate Späne macht, sofort disqualifiziert. Allerdings hat sich noch aus Zeiten, in denen CD-Brennen gerade aufkam, bei mir im Hinterkopf ein großes rotes und grell blinkendes Ausrufungszeichen eingenistet, das immer wieder auf- taucht, wenn Produkte mit Namen wie "Nero" oder "WinOnCD" damit auf- fallen, irgendwelche Dinge fehlerhaft oder gar nicht machen zu wollen. Ehe ich denen irgendeine zutreffende Aussage über irgendwas zutraue, konsultiere ich lieber erstmal Standards und den Quellcode diverser Freeware sowie die Kommentare von deren Autoren. Bisher waren es im Zweifel immer Nero et al die danebenlagen. AFAIR gab es kein einziges kommerzielles "Brennprogramm", das korrekte (;S)VCDs erzeugt hat, bevor GNU VCDImager es vormachte. Warum also bei DVD mehr erwarten.
> Ton ist völlig i.O., wiederholtes Abspielen des selben Clips bringt > identische Verblockung nach exakt dem selben Muster.
Deutlicher Hinweis auf inhaltliche Probleme, wie gesagt.
> Encoded wurden AVI (;Huffyuf 2.1 und/oder PicVideo Lossless) nach > MPEG-2 mit TMPEG (;aktuell) oder aus Premiere (;Mainconcept). > Traten Warnungen auf, schloss ich das Programm, besserte die Probleme > manuell auf und versuchte es noch mal. Beim dritten Mal kamen keine > Hinweise oder Fehlermeldungen mehr.
Ja, aber mit welchen Parametern? MPEG2 Encoding, selbst wenn man es schon auf MP@ML einschränkt, hat immer noch mehr als zwei Hände voller Stellschrauben. Premiere kenne ich nicht, aber wenn man da MPEG für DVD encoden kann, dann würde ich in der Preisklasse erwarten, dass zu- mindest die wesentlichen Parameter stimmen.
> > DVD hat nun verdammt viel bitrate headroom, >> da muss man sich schon wirklich anstrengen. Ein unteres Limit existiert >> laut Spec übrigens nicht, DVD-Menüs etwa haben extrem wenig... > > Ich habe mit BitrateViewer und den mickerlichen Funktionen von > PowerDVD die Bitrate der Clips betrachtet - sie liegen häufig zwischen > 2000 und 3500, gelegentlich treten bei hektischen Szenen > (;Blitzgewitter ...) Peaks bis zu 8600 auf.
Das klingt soweit sehr gut (;optimal ausgenutztes VBR) und auch DVD-konform. Kommt natürlich noch...
> Die Audiobitrate ist übrigens stets bei 192kbps, das hat DVD-Lab als > "optimal" vorgeschlagen, wobei ich sonst immer 224 oder 384 > verwende. Kann das die Ursache sein? Ich würde aus dem Bauch heraus > nein sagen. Bin aber für einen weiteren Test nicht abgeneigt.
...auf die anderen Streams an, primär Audio. Mit 192kbps sind wir aber immer noch gut im Rahmen der DVD-Specs, daran kann es also nicht liegen. Allerdings bin ich voll bei Dir, dass 192kbps recht dünn ist. Wir reden ja sicher von MPEG Audio Layer 2 (;vulgo MP2), und das lässt mit 192kbps noch einiges zu wünschen übrig. Wenn nicht gerade Bitrate knapp ist und der Input es gerechtfertigt erscheinen lässt, würde ich 224kbps oder sogar 384kbps nutzen. Aber 192kbps muss gehen, weil auf DVD AFAIR einfach alle Bitraten und Channelformate, die der MP2-Standard vorsieht, zu funktionieren haben, und da kommt 192kbps vor.
> Hmmm, üblicherweise erstelle ich die DVDs mit Nero, welche immer > reencodet. Mit Sicherheit wurden dort eventuell falsche Einstellungen > von TMPEG korrigiert. Das wäre tatsächlich eine Möglichkeit. Das werde > ich mal testen. Danke schon mal!
Kein Problem. Es gab ja einen triftigen Grund für die anderen Authoring- programme, darüber zu meckern.
> Mittlerweile habe ich die dritte DVD gebrannt - ich liess diese sogar > von DVDShrink durchklopfen, welches beim Rekodieren ebenfalls > fehlerhafte Einstellungen überschreiben hätte müssen. Die neue, > eingeschrumpfte DVD zeigt aber wiederrum diese Fehler.
Dass ein CDT wie Shrink daran etwas ändern könnte ist ein Denkfehler. Der fasst die Streamsyntax überhaupt nicht an, das ist ja der Witz am Transcoding in der Compressed Domain: Er analysiert nur die Syntax so weit, dass er die Koeffizientensätze der einzelnen Makroblöcke findet, dreht diese Daten durch eine geringfügig gröbere Quantifizierung und presst das nach Entropiecoding hoffentlich etwas kleinere Resultat dann wieder in die selbe Syntax. Hochabstrakte Sprachobjekte wie Sequence Headers oder gar die GOP-Struktur wird dabei einfach nur durchgereicht, bestenfalls liest der CDT mal den ersten Sequence Header aus, um an die Parameter des Videos zu kommen. Er muss aber nicht mal zwingend wissen, welche Parameter es hat, außer dem Quantisierungsfaktor braucht er nichts zu wissen. CDT ist wie jemand, der ein Textdokument durchgeht und jeden Font um 10% kleiner macht, damit am Ende weniger Papier gebraucht wird. Es hat keine Ahnung von Syntax oder gar Semantik der Sprache und erzeugt auch neue Probleme, weil das resultierende Schrift- bild garantiert nicht so gut ist wie das originale. Ein Textverarbeitungs- system würde eine solche Änderung hingegen damit quittieren, die gesamte automagische Umbrecherei von vorne neu zu machen, also das Layout komplett neu durchzurechnen - im MPEG-Kontext ist das das Äquivalent zu neuem Encoden.
>>>Was kann ich noch tun, um den Fehler einzugrenzen? >> Du kennst den Fehler doch schon. > > Wie kann ich die "Ursache" aufstöbern und ausmerzen?
Die Ursache für falsch parametrisierte MPEGs ist die Angabe falscher Parameter beim Encoder - aber das hatten wir ja schon.
>> Mach einfach einen Test mit *einem* >> der Filme, den Du nochmal neu erstellst, am besten als DV, MJPEG oder >> HuffYUV, mit korrektem Bild- und Tonformat. Ton kannst Du aber auch >> vom fertigen Clip trennen und hier dranmuxen. Dann encode das unter >> Einhaltung aller DVD-Parameter, pfeffer das Resultat auf DVD-RW und >> guck, was die Player damit anstellen. > > Gar nix, beide mögen keine RWs, ich auch nicht und daher habe ich auch > keine passenden Rohlinge. Klassischer Fall von Denkste. ^^
Meiner frisst zum Glück RW. Und RW sind wahrscheinlich zuverlässiger als R, ich traue diesem verbruzzelten Farbstoff jedenfalls noch weniger als Phase Change, der auch bei RAM eingesetzt wird.
>> Wenn es dann *nicht* besser >> wird, kannst Du *andere* Fehler versuchen einzukreisen. Da es für so >> einen Test nur sekundär auf Qualität ankommt, kannst Du sogar einen >> der fertigen Clips in Freestyle-MPEG2 nehmen und durch VirtualDubMod >> per Frameserver nochmal an TMPGEnc verfüttern, um es dort anders zu >> encoden. Try it out. > > Werde mir dafür Zeit lassen, habe noch ne hektische Zeit ausserhalb > der Freizeit mit Fristen, die erfüllt werden müssen. Aber danke für > die Mühe.
Die Mühe hast Du vor Dir, ich habe nur "Gut Reden" ;)
>> DVD-Lab muxed und imaged nur, es dürfte ihm schwer fallen, so heftige >> Fehler zu produzieren (;Muxing ist aber durchaus relevant, es ist nicht >> so dass dort keine Fehler passieren könnten, die sehen nur anders aus >> bzw. vor allem hört man sie). > > Das Muxen wurde von DVD-Lab vorgenommen. Es galt als > "empfohlen". Werde beim kompletten Re-Editieren darauf achten, dass > gleich gar nicht gemultiplext wird.
Wobei das so eine Sache ist. Ein multiplexter MPEG System Stream enthält Informationen, die durch Demuxing verloren gehen, d.h. das perfekte Übergabeformat müsste eigentlich gemuxt sein. Andererseits ist aber DVD-Authoring zuallererst ein Muxvorgang, nämlich einer in das speziell in DVD-VOBs verwendete System Stream-Format. Dieses Dilemma wird verschieden gelöst:
* Einige Software nimmt nur Elementary Streams an, man hat dann das Problem, dass man die im Authoring noch korrekt arrangieren muss, wenn es z.B. um Audio-Offsets geht * Einige Software nimmt auch System Streams, zerlegt die aber bloß sofort und ohne nachzudenken in ES und macht dann weiter, als hätte es den SS nie gegeben * Wieder andere Software erwartet einen System Stream mit bereits vorhandenen Lücken für NAV-Packs und rührt das originale Mux nicht an, sondern füllt nur diese Lücken
Im Prinzip ist das alles nicht 100% vernünftig und führt immer an bestimmten Stellen zu Problemen. Ideales DVD-Authoring muss eigentlich den Encoder, Mux und das Authoring direkt und rückge- koppelt miteinander verheiraten, nur so sind die komplexeren Features (;wie seamless branching) fehlerfrei zu nutzen.
> Ich habe jetzt mal meine Einstellungen in TMPEG abgespeichert und die > Standard PAL-DVD Settings geladen. Dadurch vergesse ich mal nicht, was > ich vorher hatte und kann abgleichen. > > Werde demnächst damit fortfahren.
Viel Glück dabei - mit korrekt encodetem Material hat man nur noch halb so viele Probleme, eine überall laufende DVD zu produzieren, ist aber nicht so dass es nicht noch andere Hürden gäbe.
-- The S anta C laus O peration or "how to turn a complete illusion into a neverending money source"
-> Andre "ABPSoft" Beck ABP-RIPE Dresden, Germany, Spacetime <-
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