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DV-Material "rund" machen




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Frage von Hannsemann:


Erstmal ein herzliches "Moin Moin" an die slashCAM-Gemeinde :D

Bei mir geht es um folgendes Problem. Ich filme mein Material derzeit mit einer Sony DCR-TRV15E und schneide mein Material mit der Pinnacle Liquid Edition. Ich überspiele das Material in den PC, bearbeite das Material und gebe es als DVD raus. Nun sieht es nach der Postproduktion aber noch genauso "digital" aus... Ein bekannter "Musikvideo-Produzent" aus der Gegend dreht seine Projekte mit Canon XL1s und seine Werke sehen im Fernsehen nicht nach DV sondern fast schon nach Film aus. Diese digitalen "Konbturen" sind weg und das Bild ist "rund"...

Nun meine Frage. Was kann ich in der Postproduktion machen, um meinen Film auch so "rund" zu bekommen?

Danke Euch schon jetzt für die Hilfe und sende Euch allen ganz liebe Grüße aus Hannover ;)




Antwort von Stefanp.:

"Hannsemann" wrote:

Nun meine Frage. Was kann ich in der Postproduktion machen, um meinen Film auch so "rund" zu bekommen?


Tippe in http://forum.slashcam.de/search.php den Begriff "Filmlook" ein. Viel Spaß beim Lesen und ausprobieren.

Gruß
Holger



Antwort von mailfox88:

[quote="Anonymous"]
"Hannsemann" wrote:

Tippe in http://forum.slashcam.de/search.php den Begriff "Filmlook" ein. Viel Spaß beim Lesen und ausprobieren.


Noch vergessen: http://www.slashcam.de/artikel/Grundlagen/Tipps-zum-Filmlook-bei-der-Aufnahme.html

Gruß
Holger



Antwort von jens:

Neben allen Sucherergebnissen hier noch eine gute Einführung bei Hackermovies.
Viel Spaß, Jens



Antwort von Axel:

Hallo Hansemann.
Von Beleuchtungstechnik und geringerer Schärfentiefe (;auch letzteres ein Suchwort mit vielen "Treffern") abgesehen ist für den Filmlook im Vergleich zum Videolook vor allem die Tatsache ausschlaggebend, dass die Canon XL Bilder progressiv aufnehmen kann. Was du mit deinem Material tun müsstest wäre, es zu de-interlacen, d.h. den Zeilensprung mit den 50 Halbbildern aufzuheben. Unterschiedliche Programme liefern hier unterschiedliche Ergebnisse in puncto Bildqualität und Bewegungsdarstellung. Wird z.B. ein HalbbildHalbbild im Glossar erklärt weggeworfen und das fehlende repliziert, entstehen keine Probleme bei schnellen Bewegungen, dafür verringert sich die Bildauflösung fast um die Hälfte. Werden die Positionen der PixelPixel im Glossar erklärt beider Halbbilder verglichen und ein neues Vollbild aus beiden interpoliert, hält sich der Auflösungsverlust in Grenzen, dafür gibt es bei sich drehenden Rädern, trippelnden Hündchen u.ä. merkwürdige stroboskopische Effekte, wenn du das Ganze auf einem Röhren-TV betrachtest. Das beste Verfahren ist die Interpolation mit Bewegungsunschärfe, bei der lediglich sich von einem zum (;zeitlich um eine 50stel Sekunde versetzten) nächsten HalbbildHalbbild im Glossar erklärt verschobene Bildteile mit einem Richtungsblur versehen werden. Diese Aufnahmen sehen sowohl auf dem Rechner als auch auf dem TV aus, als wären sie mit 1/25 VerschlusszeitVerschlusszeit im Glossar erklärt aufgenommen. Der "Filmeffekt" ist geradezu erschütternd gut getroffen, DV sieht aus wie 16mm ...
Weitergehende Infos hier:
http://www.100fps.com/
Das De-Interlacen von normalem DV-Material ist eigentlich nur zu empfehlen, wenn du es ins Web stellen willst. Das Herunterrechnen von Material mit Zeilensprung in kleine WMVs o.ä. bekommt diesem nicht besonders. Hierfür reicht wohl auch die einfachste Variante.
Für die Ausgabe auf DVD musst du dir darüber im Klaren sein, dass du in Ermangelung einer Progressiv-Cam (;bei der zwei Halbbilder
gleichzeitig aufgezeichnet werden) durch De-Interlacing deutliche Qualitätsverluste in Kauf nimmst. So wird dein DV-Material eher "eckiger" als rund! Mein Rat ist, durch gute Beleuchtung und anschliessende FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt etwas herauszuholen. Hierzu gibt es einen Beitrag
http://forum.slashcam.de/bessere-welt-auf-dv-vt30166.html?highlight=bessere+welt
mit lesenswertem Interview.
Das Wichtigste aber: Wenn du jemals ein sorgfältig ausgeleuchtetes Bühnenbild mit kostümierten und geschminkten Schauspielern aufgenommen hast, wird dir klar, dass wenigstens 90% der Wirkung eines Bildes die Aussagekraft des Motivs selbst ausmacht. Darum, weg mit allen neidischen Blicken auf andere Techniken. Achte zuerst darauf, was du filmst, danach erst, wie!



Antwort von Markus:

Hallo zusammen,

bei "runden" Videoaufnahmen denke ich zunächst an die Kantenaufsteilung. Ist sie zu stark eingestellt, erscheinen die Aufnahmen übertrieben scharfkantig auf dem Videomonitor. Weniger ist hier manchmal mehr...



Antwort von Hannsemann:

Vorerst vielen Dank für die vielen netten und engagierten Antworten. Zim Teil waren diese schon sehr hilfreich.
Die Sache mit dem "Filmlook" kannte ich schon. Hierzu wäre es schön, wenn es mal ein grundsätzliches "Filmlook-Schritt-für-Schritt-Tutorial" gäbe :) Oder gibt es das schon?

Mit den Farben habe ich schon herumexperimentiert - klappt sehr gut... Sättigung etwas raus, Kontrast etwas rein und das Bild ist schon mächtig "satt".

Das eigentliche Problem ist aber leider noch nicht gelöst und sicher GIBT es dafür eine Lösung. Die typischen DV-Kanten sind nach wie vor stark zu sehen und das stört ungemein... Habe mit einem WeichzeichnerWeichzeichner im Glossar erklärt gearbeitet... Die Kanten sind zwar weg, aber der Film wirkt unscharf........

Gibt es keine anderen Möglichkeiten?



Antwort von derrettig:

Es ist zwar aus technischer Sicht nicht so toll...aber mein Weg:

Das ganze in AfterEffects (;für das Titling ohnehin nötig), dort dann uncompressed und ohne Halbbilder rausrechnen. Das Produkt dann erst in das gewünschte Endformat (;Mpeg2, DV) bringen. Zum einen hat man Vollbilder, wenn auch mit Qualitätverlust, zum anderen wird das Bild so etwas vermatscht. Es waren auf jeden Fall alle Zuschauer vom Look sehr angetan. Für den ersten Platz bei "Young Media 2005" http://www.jugendvideopreis.de/youngmedia/archiv.htm
"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" hat es immerhin gereicht, den habe ich nämlich dementsprechend "rund" gemacht :-)




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